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Juan Martin del Potro kommt in Sydney zurück auf die Tour

Nach fast einem Jahr Zwangspause wegen einer Handgelenksverletzung wird Juan Martin del Potro in Sydney und Melbourne antreten.

Das neue Jahr begann mit einer Absage, mal wieder: Juan Martin del Potro strich am Neujahrstag seine Teilnahme beim ATP-Turnier in Brisbane, was erneut viel Raum für Spekulationen ließ. Kann er seine Verletzungsprobleme am Handgelenk einfach nicht überwinden? Wird er jemals wieder schmerzfrei spielen können? Eine Woche später dann die Entwarnung: Per Facebook und Twitter teilte „Delpo“ heute mit, dass er nächste Woche beim Turnier in Sydney und danach bei den Australian Open antreten wird.

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Daumen hoch: Juan Martin del Potro mit seinem Arzt Richard Berger (re.) nach der Handgelenks-OP im März 2014. (Foto: Twitter)

Hinter dem US Open-Sieger von 2009 liegt eine lange Leidenszeit. Del Potro verpasste fast die komplette Saison 2014. Sein letztes Match bestritt er Ende Februar 2014 in Dubai, wo er nach einem Satz aufgab. Im März 2014 ließ sich der Rechtshänder am linken Handgelenk operieren. Sein Problem: die beidhändige Rückhand. Im modernen Herrentennis wirken mittlerweile so starke Kräfte auf die Spieler ein, dass das eher schwache Handgelenk diesen oft nicht mehr Stand hält. Insbesondere die nicht-dominanten Handgelenke (im Fall von del Porto also das linke Handgelenk) werden bei der beidhändigen Rückhandtechnik so enorm beansprucht, dass die Sehnen stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Drei Monate keine Hand am Schläger

Nach der OP begann die Reha-Zeit. Erst nach drei Monaten griff er wieder zum Schläger. Im Anschluss gab es immer wieder Gerüchte über ein mögliches Comeback, aber del Potro sagte in Aussicht gestellte Turnierstarts stets ab. Auf Facebook teilte er gebetsmühlenartig mit, dass die Genesung zwar sehr gut voranschreite, er aber noch etwas mehr Zeit benötige „um jenes Wettkampfniveau zu erreichen, dass es zulässt, Woche für Woche antreten zu können“.

Wird nun alles gut? So klingt sein neuester Post eher nicht. Del Porto räumt ein, dass seine Schmerzen im Handgelenk „kommen und gehen“. Sie hätten auch eine „ordentliche Vorbereitung auf die neue Saison verhindert.“ Demnach erwartet der Argentinier „keine guten Resultate.“ Ihm geht es darum, endlich wieder „unter Wettbewerbsbedingungen auf dem Platz zu stehen“. Del Potros Wiedereinstieg ins Tourgeschäft muss demnach eher als Comeback-Versuch, als erster Härtetest gewertet werden. Wie es nach den beiden Turnieren in Australien weitergeht, ist völlig offen.

Den Fans sind die Fragezeichen hinter der Rückkehr del Potros natürlich ziemlich egal. „Endlich, der Turm von Tandil kommt zurück“, „Wir haben dich so vermisst“, „Ergebnisse sind egal, Hauptsache du spielst wieder“ sind die überschwänglichen Twitter-Reaktionen seiner Anhänger. Del Potro hatte sich bereits vorab bei seinen Fans für deren Unterstützung bedankt: „Ohne eure Liebe wäre das alles hier nicht möglich.“