Für Teenie Sabine Lisicki war ihr Auftaktmatch bei den US Open in New York alles andere als das erwartete Kinderspiel. Am ersten offiziellen ‚Familientag‘ in der Turnier-Geschichte gewann die 19 Jahre alte Hoffnungsträgerin nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle mit 7:6 (7:4), 6:7 (4:7), 6:1 gegen Aravane Rezai (Frankreich) und erreichte nach 2:21 Stunden Spieldauer die zweite Runde.
Nur wenig später folgte Kristina Barrois (6:4, 6:4 gegen Urszula Radwanska/Polen) ihrer Fedcup-Kollegin Lisicki in die zweite Runde, in der auf die Stuttgarterin jetzt als „Belohnung“ die Weltranglistenerste Dinara Safina aus Russland wartet.
Die erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzte Lisicki offenbarte bei ihrem „Debüt“ ungewohnte Aufschlagschwächen. Die fehlende Spielpraxis wegen einer wochenlangen Pause nach einer Schulterverletzung war der Weltranglisten-25. deutlich anzumerken. „Ich habe meinen Aufschlag wegen der Beschwerden komplett umstellen müssen. Ich bin zwar schmerzfrei, aber es ist ein Geschenk, dass ich überhaupt hier sein kann“, erklärte die Wimbledon-Viertelfinalistin, die in der nächsten Runde auf Anastasia Rodionowa (Australien) trifft.
Zuvor hatte Julia Görges (Bad Oldesloe) die zweite Runde verpasst. Die 20-Jährige unterlag Paris-Siegerin Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 6) mit 3:6, 2:6. Für die stark erkältete Weltranglisten-92. Görges war es bei ihrer dritten US-Open-Teilnahme die dritte Erstrunden-Niederlage.