Andrea Petkovic

Memoiren von Andrea Petkovic für Ende 2020 geplant

Andrea Petkovic schreibt fleißig an ihrer angekündigten Biografie. Das Buchprojekt der 31-Jährigen nimmt immer mehr konkrete Formen an.

Seit Herbst 2018 arbeitet Andrea Petkovic an ihren Memoiren. Dass die 31-jährige Darmstädterin großes Talent zum Schreiben hat, bewies sie in ihren Kolumnen im SZ Magazin oder auch zuletzt in ihrem Artikel über Dirk Nowitzki in der FAZ. „Ich habe das Buch nicht klassisch aufgebaut wie eine Biographie, in der ich von Anfang bis zum Ende erzähle, was in meinem Leben so passiert ist. Ich habe versucht, wichtige Episoden in meinen Leben auszuwählen und darüber zu schreiben, als wäre es fiktiv“, sagte Petkovic am Rande der diesjährigen Australian Open. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte „Petko“ acht Kapitel fertiggestellt.

Beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart gab die Weltranglisten-71. nun weitere Einblicke in ihr Buchprojekt. „Meine Agentin ist gerade in Verhandlung mit einigen Verlagen. Ich bin gespannt. Also, da wird auf jeden Fall etwas kommen. Das anvisierte Ziel ist Ende 2020“, sagte Petkovic und erzählte, dass sie mittlerweile zwölf Kapitel geschrieben habe. Beim Titel des Buches ist sie sich noch etwas unsicher. „Mein Wunschtitel funktioniert leider in deutscher Übersetzung nicht so gut. Auf Englisch wäre er: „Initially it sounded like a good idea.“

Andrea Petkovic: Lieber Schreiben als Sprechen

Petkovic ist mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise und ihrem frischen Auftreten auch ein gern gesehener Talkshowgast. Allerdings bevorzugt „Petko“ lieber das Schreiben, das „ihr Energie gibt“. „Beim Sprechen habe ich keinen Filter. Ich sage, was mir durch den Kopf geht. Und nach fünf Minuten frage ich mich: ‚Das ergibt keinen Sinn, Andrea‘. Deshalb bevorzuge ich das Schreiben, weil ich Dinge überprüfen kann und sehe, wo Sachen keinen Sinn ergeben. Ich kann es anpassen und Argumente überdenken. Ich finde, das macht mich im Ganzen zu einem besseren Denker und einer cleveren Persönlichkeit.“

Man darf sehr gespannt sein, welche Geschichten Petkovic in ihren Memoiren zu erzählen hat. „Das Schreiben hat mir dabei geholfen, eine Perspektive von außen zu haben. Man kann sich von sich selbst distanzieren und sehen, dass unsere Tenniswelt nur eine kleine Blase in einem riesigen Universum voll mit menschlichem Elend und Schmerz ist. Das Schreiben minimalisiert deine Probleme. Es ist toll, eine äußere Perspektive einzunehmen. Ich finde, du kannst nicht gut schreiben, wenn du das an einigen Stellen nicht tust. Du brauchst all deine Emotionen und Erfahrungen, um etwas zu Papier zu bringen. Und zudem brauchst du eine äußere Perspektive, um zu analysieren, was mit dir passiert.“



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