Petra Kvitova

Petra Kvitova über Messerattacke: „Überall war Blut“

Das Comeback von Petra Kvitova nach der Messerattacke im Dezember 2016 war eindrucksvoll. Bei den Australian Open gewann die Tschechin beinahe den Titel und verpasste die Nummer eins im WTA-Ranking nur knapp. Nun musste Kvitova vor dem Landgericht in Brünn gegen den mutmaßlichen Täter aussagen. 

Zwei Jahre nach der schrecklichen Messerattacke auf Petra Kvitova hat diese nun vor dem Landgericht Brünn gegen den mutmaßlichen Täter ausgesagt, welcher die Tat abstreitet. Im Dezember 2016 hielt sich die heute 28-Jährige in ihrer Wohnung in Prostejov auf, um auf eine Dopingkontrolle zu warten. Als es an Kvitovas Tür klingelte, stand dort ein fremder Mann, der sich als Klempner ausgab. „Kurz nachdem er die Wohnung betrat, hatte ich ein Messer am Hals“, berichtete Kvitova.

Kvitova: „Ich hätte tot sein können”

Bei dem folgendem Handgemenge zog sie sich gravierende Verletzungen an der linken Schlaghand an den Fingern und an den dazu gehörigen Sehnen zu. „Ich habe geschrien, überall war Blut.“ Der notoperierende Chirurg, der Kvitovas Hand „rettete“, bezweifelte stark, dass sie je wieder an die Weltspitze zurückkehren würde. „Die Verletzungen waren so grauenvoll. Und die Chancen, dass die Verletzung gut verheilt und Petra wieder spielen kann, waren sehr gering“, sagte Radek Kerble. Kvitova äußerte sich einige Wochen nach dem Attentat mit schockierenden Worten: „Ich hätte tot sein können.“

Trotz der schrecklichen Tat spielte die Tschechin vor knapp zwei Wochen bei den Australian Open um den Titel und die Führung in der Weltrangliste. Der Traum von der Nummer eins platzte in drei Sätzen gegen Naomi Osaka. Nach der knappen Niederlage äußerte sie sich bei der Pressekonferenz positiv: „Vor zwei Jahren wusste ich nicht, ob ich je wieder einen Tennisschläger halten werde.“ Den Sprung auf den Weltranglistenthron hat Kvitova nicht aufgegeben: „Die Nummer eins ist immer noch in meinem Kopf. Ich muss weiterhin mein Spiel verbessern, dann werde ich mit der Zeit die Führung übernehmen können.“