Tennis balls on blue court.

June 2016 - tennis balls on indoor court

Schleswig-Holstein erlaubt Hallentennis: für zwei Personen pro Halle

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Ab dem 1. März darf in Schleswig-Holstein wieder Hallentennis gespielt werden. Allerdings sind nur zwei Personen gleichzeitig in der gesamten Halle gestattet.

Das deutsche Amateurtennis steht in weiten Teilen des Landes still, weil in den meisten Bundesländern Hallentennis seit dem harten Corona-Lockdown Mitte Dezember verboten ist. Ausnahmen sind Hessen, Bremen und Niedersachsen. Dort war Indoortennis nie verboten. Ab dem 1. März öffnet nun Schleswig-Holstein seine Tennishallen – allerdings mit einer großen Einschränkung.

Hallentennis maximal zu zweit pro Halle

Gemäß der neuen Landesverordnung dürfen sich nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig in der gesamten Halle aufhalten – unabhängig von der Anzahl der Courts. Heißt: Selbst in einer Vier-Feld-Halle darf immer nur ein Platz belegt sein. Frank Intert, Präsident des Tennisverbandes Schleswig-Holstein , bestätige diese Regelung auf Anfrage von tennis MAGAZIN.

Im neuen Erlass der Landesregierung Schleswig-Holsteins heißt es: „Die Sportausübung ist nur allein, gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person gestattet. Soweit der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, gilt diese Beschränkung für jeden Raum. Mit der Änderung zum 1. März 2021 wurde die generelle Schließung von Sportanlagen und Fitnessstudios aufgehoben. […] Soweit der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, gelten die oben geschilderten Konstellationen für jeden einzelnen Raum. Damit ist klargestellt, dass innerhalb eines Raumes nicht mehr als in Satz 1 genannte Personen nebeneinander Sport treiben dürfen.“

Hallentennis Schleswig-Holstein

NUR EIN PLATZ DARF BELEGT WERDEN! Der Tennisverein Ratzeburg in Schleswig-Holstein klärt seine Mitglieder via Instagram über die neue Landesverordnung auf.

Dazu Verbandspräsident Intert: „Wir setzen den Erlass natürlich in unseren Hallen um, werden aber auch gleichzeitig bei der Landesregierung darauf hinweisen, dass Tennis in der Halle differenzierter betrachtet werden muss.“ Soll heißen: Hallensport ist nicht gleich Hallensport. Beim Tennis ist der Abstand naturgemäß groß. Zudem reduzieren Hygienekonzepte der Vereine und Betreiber die Ansteckungsgefahr beim Betreten und Verlassen der Hallen.

Ball-Trennnetze werden nicht reichen

Dennoch bleibt es höchst ungewiss, ob Hallentennis in Schleswig-Holstein anders als andere Indoor-Sportarten behandeln wird. Die schleswig-holsteinische Landesregierung weist in ihrem Erlass nämlich eindrücklich daraufhin, dass in Sporthallen nur dann von „separaten Räumen“ gesprochen werden kann, wenn diese durch „fest installierte Trennvorhänge, die vom Boden bis zur Decke reichen, separiert werden können.“ Nicht ausreichend seien „Stellwände, die einen Raum aufteilen.“ Die Ball-Trennnetze zwischen einzelnen Tennisplätzen dürften somit nicht ausreichen, um die Halle für mehrere Personen gleichzeitig freizugeben.

Übrigens ist Schleswig-Holstein nicht das erste Bundesland, dass so eine „Corona-Regelung“ für das Hallentennis beschloss. In Baden-Württemberg galt selbiges mit Einführung des sogenannten „Wellenbrecher-Lockdowns“ Anfang November 2020. Damals waren Verantwortliche der beiden Tennis-Landesverbände in Baden und Württemberg komplett über den Passus der entsprechenden Verordnung überrascht und wollten sich dagegen zur Wehr setzen. Letztlich galt die „Zwei-Personen-pro-Halle-Regel“ aber bis Mitte Dezember 2020, als durch den harten Lockdown Hallentennis im Südwesten schließlich komplett verboten wurde.

In Schleswig-Holstein hofft man noch, dass den Tennisspielern dort ein derartiges Szenario erspart bleibt.