Trainer Kas wehrt sich gegen Kritik an Lisicki

Trainer Kas ärgert Kritik an Lisicki: „Fast schon Stammtischparolen“

Stammtischparolen, überspitzte Darstellungen, Nebengeräusche: Trainer Christopher Kas hat sich vehement gegen die Kritik an seinem Schützling Sabine Lisicki gewehrt. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung lobte der frühere Doppelspezialist die frühere Wimbledonfinalistin ausgiebig. „Sie hört sehr gut zu, sie versucht, jede Übung bestens umzusetzen, sie ist professionell“, sagte Kas. Er trainiere „eine Spielerin, mit der die Arbeit sehr viel Spaß macht“.

Kas (34) knüpfte sich die „sogenannten Experten“ vor, die „fast schon Stammtischparolen“ über Lisickis Fitness absondern würden: „Das hilft keinem.“ Angesprochen fühlen dürfte sich Ex-Profi Nicolas Kiefer, der Lisicki regelmäßig kritisiert hat, auch für ihr Auftreten abseits des Tennisplatzes.

Kas mit großem Respekt vor Lisickis Ehrgeiz

„Sie wird gerne stereotyp auf ihre Auftritte auf dem roten Teppich reduziert“, sagte Kas, der 2012 in London an Lisickis Seite im Mixed knapp an Olympia-Bronze gescheitert war, „als lägen Niederlagen daran, dass sie zweimal im Jahr öffentlich zu gesellschaftlichen Anlässen geht“. Er habe großen Respekt vor Lisickis Ehrgeiz und ihrem Willen: „Sie trainiert sehr, sehr akribisch und konzentriert.“

„Nicht von Nebengeräuschen beirren lassen“

Seit Anfang des Jahres arbeiten Kas und Lisicki zusammen, nach dem verkorksten Saisonstart mit sechs Niederlagen in sieben Spielen landete die 24-Jährige zuletzt in Indian Wells/Kalifornien mit dem Einzug ins Halbfinale einen Befreiungsschlag. „Dieser Erfolg war sehr wichtig, wobei wir auch differenzieren“, sagte Kas: „Erfolg fängt schon zwischen den Turnieren bei der täglichen Arbeit an.“ Gemeinsam seien sie überzeugt, „an den richtigen Sachen zu arbeiten, man darf sich nicht von Nebengeräuschen dabei beirren lassen“.

Den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung soll Lisicki (Kas: „Es gibt noch viele Bereiche, in denen sie sich verbessern kann“) in Miami/Flordia gehen. Dort trifft sie am Freitagabend in ihrem Auftaktmatch auf Fed-Cup-Kollegin Julia Görges. (SID)


  1. richie

    Da hat der Kas völlig recht. Dieser Kiefer ist ein dummer Schwätzer, der nur versucht mit Sprüchen auf Kosten anderer Geld zu verdienen, weil er sonst nirgendwo unterkommt. Was der unter dem Deckmantel des Fachmannes für Blödsinn von sich gibt, ist schon eine Sauerei. Der sollte sich schämen und seinen Mund halten. Er selber war auf der Tour der unbeliebteste Spieler, das hatte schon seinen Grund. Fairness kannte er nicht, Anstand ebenso wenig.

  2. dirk swamborn

    Wir sehen die Tennisprofis, wenn überhaupt noch selten im TV oder lesen die Ergebnisse nach dem Match. Das Sabine Lisicki nicht Fit sei oder war, lässt sich für den Zuschauer nur im optischen Vergleich zu anderen Spielerinnen der Top 50 erkennen. Wir schliessen schnell daraus, das Sabine mit einem nicht 100%-igen athletischen Körper nicht fit sei. Ich finde das Sie nicht körperlich sonder mental nicht Fit war um den ständigen Anforderungen eines Tennismatchs und dem Tennisprofileben gerecht zu werden. Die Beziehung zu einem Prominenten oder zu wem auch immer, hat den Fokus vom „Nur Leistungssport“ in das normale Leben „Job-Partnerschaft-Freunde“ verschoben. Nach einer Eingewöhnungsphase und den vielen Erstrunden-Niederlagen, ist Sabine nun wieder in der Spur und als Mensch und Profisportler um viele Erfahrungen reicher. Sie ist ja nicht die erste Tennisspielerin, die nach oder in einer neuen Partnerschaft sich zurechtfinden musste. So ist das Leben und wie sagte der Schweizer Werner Kieser, der Gründer von Kieser-Training: Der Mensch wächst am Wiederstand“. Wie es aussieht hat Sabine mit Ihrem neuen Coach Christopher Kas auch jemanden an ihrer Seite, der sportlich und menschlich an sie glaubt. Ich wünsche dem neuen Team für die nächsten Jahre noch viel Erfolg.


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