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Über Nacht in den Knast – Eklat um Bernard Tomic

An Bernard Tomic scheiden sich die Geister. Es gibt einige, die den jungen Australier für ein Juwel halten, für einen künftigen Top-Spieler. Auf der anderen Seite mehren sich die Stimmen der Kritiker, die Tomic unprofessionelles Verhalten vorwerfen. Tenor: Ein Wahnsinnstalent verschenkt eine mögliche Weltkarriere.

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Australiens Nummer 1: Bernard Tomic in Wimbledon.

Viele Eskapaden des 22-Jährigen sind bekannt: Ärger mit der australischen Polizei wegen zu schnellen Fahrens mit seinen Sportautos, Fotos mit halbnackten Damen im Nachtclub oder der Vorwurf eines minderjährigen Mädchens im März 2015, er, Tomic, habe damit geprahlt, Kokain im Wert von 50.000 Dollar bei sich zu Hause zu haben. Hinzukommen die ständigen Querelen mit seinem Vater John, der als aufbrausend und unberechenbar gilt. Sohn Bernard verwies ihn schon mal von der Zuschauertribüne. Vor zwei Jahren klagte ein ehemaliger Sparringspartner, dass ihn John Tomic regelmäßig geschlagen hätte. Die ATP suspendierte Papa Tomic schließlich von der Tour.

Tomic: aggressiv und beleidigend

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Mit freiem Oberkörper auf dem Polizeifoto: Bernard Tomic.

Und jetzt das: Am Mittwoch, um 5.30 Uhr morgens Ortszeit, wurde Tomic in Miami mit Handschellen abgeführt und ins Gefängnis gesteckt. Was war passiert? Tomic hatte mit Freunden im „W Hotel“ von South Beach eine Party in einem Penthouse gefeiert. Andere Gäste beschwerten sich über zu laute Musik. Der Sicherheitsdienst soll Tomic mehrfach aufgefordert haben, die Lautstärke runterzufahren, aber es geschah nichts. Tomic soll stattdessen den Bediensteten die Zimmertür vor der Nase zugeschlagen haben. Schließlich alarmierte das Hotel die Polizei, die in das Hotelzimmer eindrang und alle Gäste des Raumes verwies. Tomic aber widersetzte sich und wurde schließlich wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt festgenommen. Laut Polizeibericht soll er sich dabei aggressiv und beleidigend geäußert haben. Später wurde er gegen eine Kaution von 2.000 US-Dollar wieder freigelassen.


  1. Josef

    Unprofessionell, Herr Tomic!

    Wie kann man nur so bl*d sein, mit der Polizei über Musiklautstärke im Hotelzimmer diskutieren zu wollen, und das in USA?

    Sorry, habe kein Verständnis für solchen Kinderkram.

    Entweder der Junge kapiert’s jetzt bald – oder er ist vielleicht ganz schnell „weg vom Fenster“… – Schade um’s Talent.


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