TENNIS-OLY-2016-RIO

Schlaganalyse: Die Vorhand von Juan Martin del Potro

Phase 3: Rotation von Schultern und Hüfte im Treffpunkt
die Vorhand von Juan Martin del Potro

Hüft- und Schulterrotation erreichen ihr Optimum genau im richtigen Moment, nämlich im Treffpunkt. Gleichzeitig kommt ein weiterer Kraftimpuls aus den Beinen. Folge: Del Potro entwickelt eine unglaubliche Power und behält über diesen schnellen Schlag auch noch die Kontrolle. Jetzt wird deutlich, dass er den Ball die Linie entlang hämmert. Diese Variante nennt sich „Inside In-Vorhand“. Bei der bekannteren „Inside Out-Vorhand“ wird der Ball aus der Rückhandecke cross gespielt.

Phase 4: Unerreichbare Inside In-Vorhand mit Überraschungspotenzial
die Vorhand von Juan Martin del Potro

Die „Inside In-Vorhand“ hat ein großes Überraschungspotenzial. Sie wird eher selten gespielt, weil das Risiko groß ist: Das Netz ist bei Longline-Bällen höher und man spielt dem Rivalen (bei Rechtshändern) auf die oft stärkere Vorhand. Gleichzeitig ist die eigene Vorhandseite offen – eine Einladung für den Gegner, mit einer Cross-Vorhand zu punkten. Genau deswegen muss del Potros Schlag unerreichbar sein. Er schwingt sein Racket nun weit nach vorne durch und hebt dabei ganz leicht vom Boden ab.