2019 Australian Open – Day 3

Angelique Kerber

Land
Deutschland, Bremen
Geburtsdatum
18.01.1988
Körpergröße
173cm
Körpergewicht
68kg
Schlaghand
Links, beidhändige Rückhand
Profi seit
2003
Trainer
Dieter Kindlmann
Website

BIOGRAFIE

Angelique Kerber spielt seit ihrem dritten Lebensjahr Tennis und entschied sich nach erfolgreichem Realschulabschluss für die Profikarriere. Ihre Managerin ist ihre Mutter Beate und trainiert wurde sie zunächst von ihrem Vater Slawek. Kerber hat neben den Deutschen auch polnische Wurzeln und lebt zurzeit auch in ihrer zweiten Heimat, Polen. Sie trainiert regelmäßig in dem „Tennis Centre Angie“ ihres Großvaters Janusz Rezezik. Obwohl Angie Rechtshänderin ist, führt sie den Schläger mit der linken Hand.

KARRIERE

2007 spielte sich die Kielerin erstmals in die Top 100, 2010 folgte der Einzug in die Top 50 der Weltrangliste und die erste Finalteilnahme bei einem Event auf der WTA-Tour. Bei den US Open konnte Kerber im Jahr 2011 etwas überraschend das Halbfinale erreichen. Zuvor hatte es sie nie über die dritte Runde bei einem Grand Slam-Turnier hinaus geschafft. 2012 schaffte Kerber endgültig den Durchbruch: in Kopenhagen und beim Indoor-Turnier in Paris konnte sie ihre ersten beiden Titelerfolge feiern. Zwei weitere Finalteilnahmen und sechs Halbfinals in der gleichen Saison sicherten der Deutschen am Ende die erste Top 5-Platzierung.

Auch in den Folgejahren war Kerber aus den Top 10 nicht mehr wegzudenken. Doch es kam noch besser für „Angie“: 2016 hatte Deutschland erstmals nach Steffi Graf wieder eine Grand Slam-Siegerin. Bei den Australian Open und bei den US Open gewann Kerber ihre ersten beiden Grand Slam-Titel. Hinzu kam ein Erfolg in Stuttgart. Krönen konnte Kerber die Saison, indem sie Serena Williams durch ihren Siegeszug bei den US Open von der Weltspitze ablöste. Seit 1997 gab es keine Nummer 1 mehr im deutschen Damentennis. Bei den olympischen Spielen 2016 in Rio musste sich Kerber nur der Überraschungssiegerin Monica Puig geschlagen geben und gewann dort die Silbermedaille. Auch bei den WTA Finals in Singapur, dem letzten Turnier des Jahres, verlor sie erst im Finale (gegen Dominika Cibulkova). Für Kerber war es trotzdem eine perfekte Saison.

Die Kielerin lässt nach ihrem ersten Grand Slam-Sieg in Melbourne die Korken knallen.

2017 hingegen hatte sich Kerber bestimmt anders vorgestellt: die Nummer eins landete in einer Formkrise. Dennoch konnte sie sich am Ende des Jahres immerhin für die WTA Elite Trophy in Zhuhai qualifizieren, wo sie jedoch schon in der Gruppenphase ausschied. Das Jahr beendete sie auf Position 21. Schnell ging es aber auch wieder bergauf für die Kielerin. 2018 konnte sie sich endlich ihren Kindheitstraum erfüllen: sie gewann den Titel in Wimbledon, bei dem traditionsreichsten Tennisturnier der Welt.

Traum erfüllt: Kerber mit der Trophäe nach ihrem Sieg in Wimbledon.

Zudem sicherte sich Kerber zu Jahresbeginn den Titel in Sydney. Bei den US Open schaffte sie es bis ins Halbfinale und verlor dort nur knapp in einem sehr hochklassigen Match gegen Simona Halep. Die Deutsche kletterte in der Weltrangliste zurück bis auf Platz 2. Im Folgejahr reichte es zwar nicht für einen Titel, aber dennoch konnte „Angie“ neue Meilensteine erreichen: sie wurde zu einer von acht aktiven Spielerinnen mit mehr als 100 gewonnen Grand Slam-Matches, sie erreichte ihren insgesamt 600. Karriere-Sieg und zudem noch ihr erstes Finale bei einem Premier Mandatory Event.

Zusammen mit dem deutschen Fed Cup-Team feierte sie 2014 zudem den Einzug ins Finale.

Grand Slam Bilanz
2016SiegAustralian Open
2012,2018ViertelfinaleFrench Open
2018SiegWimbledon
2016SiegUS-Open

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