Rafael Nadal

Rafael Nadal

Land
Spanien
Geburtsdatum
03.06.1986
Körpergröße
185cm
Körpergewicht
85kg
Schlaghand
Links, beidhändige Rückhand
Profi seit
2001
Trainer
Carlos Moya
Website

Biografie

Rafael Nadals voller Name ist Rafael Nadal Parera. Der Spanier stammt aus der Kleinstadt Manacor auf Mallorca und wird auch als „Stier von Manacor” bezeichnet. Er ist eigentlich Rechtshänder, doch sein langjährige Trainer und Onkel, Toni Nadal, überzeugte ihn davon, Tennis mit links zu spielen. Mit vier Jahren hatte der Spanier erstmals einen Schläger in der Hand. Nadal hat sämtliche Rekorde auf Sand pulverisiert und ist einer von wenigen Spielern, die alle vier Grand-Slam-Turniere gewinnen konnten. In Roland Garros gewann er sogar zwölf mal. 2019 heiratete er seine langjährige Freundin Maria Francisca Perello.

Als 15-Jähriger machte Nadal im Jahr 2001 erstmals auf der Challenger-Tour auf sich aufmerksam, als er dort in Sevilla die zweite Runde erreichen konnte. Nur ein Jahr später holte er, ebenfalls als 15-Jähriger, den ersten Sieg auf der ATP-Tour auf seiner Heimatinsel Mallorca. Mit 6:4, 6:4 schlug er Ramon Delgado, der damals in der Weltrangliste auf Rang 81 stand. Noch im selben Jahr gewann der junge Spanier sechs Titel auf Future-Ebene. Beim Challenger-Event in Barcelona kämpfte er sich zudem bis ins Halbfinale vor.

2003 ging es für Nadal, der immer noch erst 16 Jahre alt war, weiter steil nach oben. Er feierte seine ersten beiden Titel auf der Challenger Tour in Barletta und Segovia, nachdem er in den Monaten zuvor bereits drei Finals verloren hatte. Beim Masters-Event in Monte Carlo besiegte er unter anderem die damalige Nummer sieben der Welt, Albert Costa, und erreichte damit das Achtelfinale. Den nächsten Top 10-Sieg fuhr er auf selben Niveau in Hamburg ein, als er ebenfalls ins Achtelfinale einzog und auf dem Weg dorthin Carlos Moya besiegte, der damals auf Rang vier im Ranking zu finden war. Ein paar Wochen später schlug der ältere Spanier allerdings zurück und gewann im Halbfinale von Umag. In Wimbledon konnte Nadal erstmals die dritte Runde bei einem Grand Slam erreichen und war damit der jüngste Spieler seit Boris Becker. Am Ende des Jahres wurde „Rafa“ unter den besten 50 im Ranking gelistet.

Der 16-Jährige „Rafa“ während seines Drittrundenmatches in Wimbledon. Am Ende verlor er gegen Paradorn Srichaphan.

Sein Davis Cup-Debüt gab Nadal im Jahr 2004. Dort sorgte er für entscheidende Siege für das spanische Team, das am Ende die USA mit 3-2 besiegen konnte. Dabei schlug Nadal unter anderem die damalige Nummer zwei, Andy Roddick. In Auckland erreichte der 17-Jährige zu Beginn des Jahres außerdem sein ersten Finale auf der ATP-Tour. Für einen Sieg reichte es damals noch nicht, er unterlag Dominik Hrbaty mit 5:7 im dritten Satz. Doch lange warten musste der Spanier nicht mehr. Im August feierte der Spanier im Finale des 250er-Events in Sopot den Triumph über den Argentinier Acasuso.

Im Jahr darauf blieb Nadal weiter auf der Erfolgsspur und spielte eine unvergleichliche Saison. Unglaubliche elf Titel gewann er im Jahr 2005, darunter viele namenhafte wie der erste Grand Slam-Titel in Roland Garros und vier Masters-Erfolge. Der Teenager spielte sich dadurch im Ranking rasant nach oben und beendete das Jahr auf Position zwei.

Der erste große Erfolg von vielen: Nadal gewinnt im Jahr 2005 erstmals die French Open.

Ähnlich ging es auch 2006 weiter. Aus sechs Finalteilnahmen resultierten fünf Titelerfolge, darunter auch der erneute Sieg bei den French Open. Vier der fünf Titel sicherte er sich mit einem Sieg über die Nummer eins der Welt, Roger Federer. Nur im Finale in Wimbledon musste er sich dem Schweizer geschlagen geben. In der gesamten Saison konnte keiner den Spanier in einem Match auf Sand besiegen.

Das Jahr 2007 verlief nicht viel weniger erfolgreich: dritter Grand Slam-Erfolg in Roland Garros, vier weitere Titel auf der Tour, nur eine Niederlage (gegen Federer) auf Sand nach zuvor 81 am Stück gewonnenen Matches auf der roten Asche.

Im August 2008 stand Nadal dann erstmals an der Spitze der Weltrangliste, nachdem er zuvor 160 Wochen am Stück auf Position zwei verbrachte. Bei allen vier Grand Slam-Turnieren erreichte er mindestens das Halbfinale. In Paris und in London reichte es sogar für den Titel. Im gleichen Jahr gewann der Spanier bei den olympischen Spielen die Goldmedaille.

Gold für Spanien: Nadal besiegt im Finale der olympischen Spiele 2008 gegen Fernando Gonzalez.

Auch im Jahr 2009 sammelte Nadal fleißig weitere Titel, beispielsweise bei den Masters-Events in Rom, Monte Carlo und Indian Wells. Zu Beginn des Jahres gelang ihm sein erster und bislang einziger Finalsieg bei den Australian Open. Dem spanischen Davis Cup-Team verhalf er außerdem zu einem weiteren Titel. Er blieb in seinen Einzeln ungeschlagen.

Im Jahr danach war Nadal dann ganz nah dran am „Golden Slam“, drei Major-Titel gewann er 2010, nur bei den Australian Open scheiterte er im Viertelfinale. Mit dem Sieg bei den US Open wurde er zum jüngsten Spieler in der Open Era, dem der „Karriere Grand Slam“ gelang. Zum sechsten Mal in Folge schaffte der Spanier es zudem, mindestens 5 Turniere innerhalb einer Saison zu gewinnen. Beim letzten Turnier der Saison, den ATP Finals, konnte er bei seiner vierten Teilnahme erstmals ins Finale einziehen, das er dann gegen Federer verlor.

2011 reichte es für Nadal „nur“ für drei Titel bei insgesamt zehn Finalteilnahmen. In sechs der sieben verlorenen Finals stand er Novak Djokovic gegenüber. Trotz der verpassten Titel beendete er das Jahr zum siebten Mal in Folge unter den Top 2 in der Weltrangliste. Diese Serie riss dann im Jahr darauf, als er die Saison als vierter im Ranking beendete. Schuld daran war eine Knieverletzung, die Nadal dazu zwang, die Saison nach Wimbledon abzubrechen. In Roland Garros konnte er zuvor noch seinen nächsten Major-Titel feiern und gewann damit das achte Jahr in Folge ein Grand Slam-Turnier.

Nach einer siebenmonatigen Verletzungspause meldete sich der „Stier von Manacor“ eindrucksvoll zurück. 10 Titel aus 14 Finalteilnahmen gewann er im Jahr 2013, darunter erneut zwei Grand Slam-Titel und 5 Masters-Titel. Im Oktober wurde er erneut die Nummer eins der Weltrangliste.

Keine Selbstverständlichkeit: Nadal kämpft nach dem achten French Open-Titel mit den Tränen. Nach langer Turnier-Pause bezwingt er im Finale David Ferrer.

2015 lief es, vor allem bei den Grand Slam Turnieren, dann nicht so gut für den Mallorquiner, wie geplant. Das erste Mal in elf Jahren verpasste er einen Major-Titel in einer Saison. Dennoch beendete er das Jahr in den Top 5 – und zwar zum elften Mal in Folge. Dazu beigetragen haben unter anderem drei Titel in Buenos Aires, Stuttgart und Hamburg.

Seit Jahren ist Nadal nun schon nicht mehr aus der absoluten Weltspitze wegzudenken. 2017 kletterte er erneut auf die Nummer eins im Ranking. In der Saison gewann er, neben fünf weiteren Titeln, seinen dritten US Open-Titel. Einige Monate zuvor durfte er zum zehnten Mal die French Open-Trophäe in die Luft stemmen. Im selben Jahr stellte er außerdem einen weiteren Rekord auf: Mit seinem 50. Titel bei einem Sandplatzturnier, der ihm durch einen Sieg gegen seinen Landsmann Ramos-Vinolas gelang, brach er die bisherige Bestmarke des Argentiniers Guillermo Vilas.

Die Trophäe zeigt es an: Nadal gewinnt 2017 zum zehnten Mal die French Open.

Im Jahr 2018 ging der Siegeszug bei den French Open weiter. Zum elften Mal gewann er den Titel in Roland Garros und zog damit mit Margaret Court gleich, die dieses Kunststück, elf Titel bei dem gleichen Major zu holen, rund 45 Jahre zuvor bei den Australian Open geschafft hatte. Während des Turniers in Paris feierte er zudem seinen 900. Matchgewinn der Karriere. Im selben Jahr gelangen Nadal, mit den Triumphen in Monte Carlo und Barcelona, noch weitere Turniersiege zum elften Mal.

Auch zum Ende des Folgejahres konnte kein Spieler den Spanier von der Spitze der Weltrangliste verdrängen. Nadal ist damit aktuell der älteste Spieler, der die Saison als Nummer eins der Welt beenden konnte. Natürlich durfte auch der erneute French Open-Erfolg im Jahr 2019 nicht fehlen. Wie schon im Vorjahr bezwang er im Finale den Österreicher Thiem. Auch bei den US Open war der Spanier zum vierten Mal erfolgreich. Zum Abschluss der Saison gelang, zusammen mit der spanischen Mannschaft, vor heimischem Publikum in Madrid zudem der erste Sieg des David Cups in seinem neuen Format.

Einmal lächeln bitte: Nadal hält den Moment nach dem Davis Cup-Sieg 2019 fest.

Das neue Jahrzehnt ging ebenfalls recht erfolgreich los für den Spanier. Mit dem ATP-Cup stand erneut ein Team-Wettbewerb erstmals auf dem Programm. Erst im Finale verlor Spanien gegen Serbien. Nadal musste dabei eine Zweisatz-Niederlage gegen Djokovic einstecken. Bei den Australian Open erreichte der inzwischen 33-Jährige das Viertelfinale, das in vier engen Sätzen gegen den späteren Finalisten Dominic Thiem verloren ging. Durch die Niederlage des Österreichers gegen Djokovic im Finale, steht „Rafa“ nun wieder auf Position zwei in der Weltrangliste. Auf über 771 Wochen am Stück in den Top 10 kann Nadal inzwischen schon zurückschauen.

Grand-Slam-Bilanz
2009Australian Open Sieg
2005/2006/2007/2008/2010/2011/2012/2013/2014/2017/2018/2019French OpenSieg
2008/2010WimbledonSieg
2010/2013/2017/2019US OpenSieg

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