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Martina Hingis im Interview: „Es zählen nur Titel“

Im Interview mit tennis MAGAZIN (Ausgabe 8/2015 ab Freitag, den 24. Juli im Handel erhältlich) spricht die Doppel- und Mixedsiegerin des diesjährigen Wimbledon-Turniers über ihr Comeback, Veränderungen auf der Tour, Ziehtochter Belinda Bencic und das Fed Cup-Duell gegen Deutschland 2016.

„Inzwischen genieße ich das Leben auf der Tour auf eine andere Art“, sagt sie. „Der Druck ist geringer. Abends gehe ich jetzt auch mal aus, um ein Glas Wein zu trinken. Die Erfolge, die noch kommen, betrachte ich als Bonus.“ Ein Comeback im Einzel sei laut Hingis, die im Doppel wieder die Nummer zwei der Weltrangliste ist, nie ein Thema gewesen. „Ich müsste viel mehr trainieren, um mithalten zu können ­– vor allem im konditionellen Bereich“, sagt sie und ergänzt: Es geht mir nicht darum, hier und da ein Match zu gewinnen. Solange ich spiele, möchte ich Titel holen – das ist es, was zählt. Ich gebe lieber Vollgas im Doppel, anstatt im Einzel irgendwo zwischen Platz 30 und 50 zu stehen. Wenn man einmal die Nummer eins war, hat man hohe Ansprüche.“

Martina Hingis und Sania Mirza

Triumph in Wimbledon: Martina Hingis (re.) und Sania Mirza holten den Titel im Doppel.

Seit Hingis vor 21 Jahren ihre Profikarriere begann, habe sich auf der Tour eine Menge verändert. „Früher spielten die Top-Spielerinnen in einer Welt für sich – die Williams-Schwestern, Jennifer Capriati, Mary Pierce, Monica Seles. Heute sind die Spielerinnen enger zusammengerückt. Das Niveau in den ersten Runden ist höher als vor zehn oder zwanzig Jahren.“ Das taktisch kluge Spiel, das Hingis einst prägte, vermisst die Schweizerin heutzutage. „Es ist schade, dass man die Spielweise mit Köpfchen nur noch selten sieht.“

Hingis glaubt an eine Chance im Fed Cup gegen Deutschland

Große Hoffnungen setzt sie in ihre Landsfrau Belinda Bencic, die seit vielen Jahren bei Hingis’ Mutter Melanie Molitor trainiert. „Fast alles, was sie beherrscht, hat sie in den letzten zwölf Jahren von meiner Mutter gelernt. Wenn sie sich weiter so stark entwickelt, wird sie sich bald in den Top Ten etablieren“, sagt Hingis und ergänzt: „Warum sollte sie nicht auch die Nummer eins werden und Grand Slam-Turniere gewinnen?“

Im Februar 2016 wollen Hingis und Bencic gemeinsam im Fed Cup gegen die deutsche Mannschaft antreten. „In Deutschland zu spielen, wird schwer. Es gibt so viele starke Damen dort. Auf der anderen Seite macht das die Aufstellung für Barbara Rittner nicht leicht. Ich glaube, dass wir durchaus Chancen haben, die Partie zu gewinnen.“

Das komplette Interview lesen Sie hier.

 

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