GettyImages-486170616

Der Mann hinter Alexander Zverev

Die Saison von Alexander Zverev neigt sich dem Ende entgegen. 26 Turniere hat er bislang gespielt, davon fünf Challenger. Seine Matchbilanz klingt noch bescheiden: 13 Siege, 15 Niederlagen. Und dennoch: Keiner steht in Deutschland mehr im Fokus als „Sascha“ Zverev. Auf niemandem ruhen so viele Hoffnungen wie auf dem 18-Jährigen, der in Tampa und in Hamburg wohnt, die meiste Zeit des Jahres aber um den Globus reist.



LONDON - JUNE 24: Andy Murray's coach Miles MacLagen, friend Carlos Mier and agent Patricio Apey watch Andy Murray of United Kingdom during the men's singles round one match against Fabrice Santoro of France on day two of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club on June 24, 2008 in London, England.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Der Mann im Hintergrund: Patrico Apey (r.) ist der Manager von Alexander Zverev

Wer von Alexander Zverev redet, kommt an seinem Manager nicht vorbei. Patricio Apey zieht gemeinsam mit Alexander Zverev senior, dem Vater und Coach, im Hintergrund die Fäden. Er formt die Karriere des 1,98-Meter-Mannes. Wer Apey trifft, begegnet einem Gentleman: braungebrannt, Sakko, Einstecktuch, gute Umgangsformen, sprachliche Brillanz.

„Sascha ist der erste Spieler in meinem Leben, mit dem ich einen Vertrag unterschrieben habe, in den ich investiert habe, ohne ihn jemals spielen zu sehen“, sagt Apey, ein 49-jähriger Chilene mit bewegter Vita.

Geboren in Vina del Mar, aufgewachsen in Miami, wo sein Vater ein früherer Tennisprofi als Trainer in einem Hotel in Key Biscayne Training gab. Apey senior war auch  – und das ist entscheidend für die spätere Karriere seines Sohnes – Coach von Gabriela Sabatini.

Als Patricio Apey 1988 einen Vertrag als Manager beim damaligen Branchenriesen ProServe in Washington D.C. unterschrieb, brachte er als Entree einen besonderen Star mit – Sabatini.

Die Liste seiner Stars ist lang und prominent

Wie viele Stars hat er beraten? „Ich weiß es gar nicht. Es waren so viele“, sagt er. Dann rattert er doch Namen runter: Petr Korda, Alberto Berasategui, Alex Corretja, MaliVai Washington, Guillermo Coria, Gaston Gaudio, Mary Pierce, Cedric Pioline, Fabrice Santoro, Nicolas Kiefer – „Zwei Jahre lang“, entfährt es Apey. Vielleicht der größte Star unter den Herren: Andy Murray.

Als tennis MAGAZIN den Schotten zu Beginn seiner Karriere interviewte und dabei auch auf Apey traf, sagte dieser: „Er könnte das Gesicht der Olympischen Spiele in London werden.“ Eine Prophezeiung, die tatsächlich eintrat. Man muss dem Mann – den es nach Washington nach Paris und London zog, wo er mit dem prominenten Bäcker Heiner Kamps eine Agentur gegründet hatte, die er inzwischen selbständig führt – jede Menge Fachkenntnis bescheinigen.

Spiel, Satz, Sieg – großes Tennis hier bei uns im Livescore! Verpasst kein Match! Klickt Euch rein: http://www.tennismagazin.de/livescore/