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Rafael Nadal nur noch einer unter vielen

Der Griff vor jedem einzelnen Punkt an Ohren, Nase, Schultern und Poritze gehören zu Rafael Nadal wie Regenunterbrechungen zu Wimbledon. Mit Aberglauben habe das natürlich nichts zu tun, betont Nadal stets. Ebenso seine weiteren Rituale wie eine eiskalte Dusche vor dem Match, abwechselndes Trinken aus zwei unterschiedlich temperierten Getränkeflaschen beim Seitenwechsel und so weiter. Diese festen Abläufe seien Hilfen, um die Konzentration auf das Maximum zu steigern. Seit 15 Jahren ist Nadal auf der Profitour unterwegs und avancierte zu einem der erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten. Er wird schon wissen, was gut für ihn ist…



Kraft, Ausdauer, Wille reichen allein nicht mehr aus

Aber: Stillstand ist Rückschritt! Daher glaube ich nicht, dass der Spanier auf dem richtigen Weg ist, wenn er in unserem großen Interview behauptet, er müsse sein Spiel nicht verändern, um wieder ganz oben anzugreifen. Bereits vor einem Jahr bezweifelte ich an dieser Stelle, dass der Mallorquiner nach seinen diversen Verletzungen noch einmal zurück in die absolute Weltspitze vorstoßen kann. Kraft, Ausdauer und Siegeswille, sofern er überhaupt wieder alles zu 100 Prozent zurückerlangen kann, reichen allein nicht mehr aus, um bei den großen Events vorne mitzumischen.

Der Abstand zu Djokovic und Federer, der trotz 34 Jahren sich und sein Spiel neu erfinden kann („SABR“), ist unaufholbar. Natürlich kann und wird Rafael Nadal noch Turniere gewinnen. Es werden wie in diesem Jahr aber Events der Kategorie Hamburg oder Stuttgart sein. Nadal ist sportlich nur noch einer unter vielen. Daran werden wir Tennisfans uns gewöhnen müssen.

 

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170 Kommentare

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  1. Heinz Erhardt

    Er ist immer noch die Nr. 7 der Welt!!! Einer unter vielen? Er ist einer der Besten aller Zeiten! Selbst wenn er nichts mehr gewinnt, ist seine Karriere außergewöhnlich gewesen!!

  2. Alex

    Wie wäre es mit ein bisschen mehr Respekt für so einen großartigen Champion? Er muss niemanden mehr etwas beweisen, egal was er bis zu seinem Karriereende noch leistet. Da ist wohl jemand Hellseher?

  3. Matthias Winkler

    Ich abonniere seit Jahren das Tennismagazin aber so einen unsachlichen Beitrag habe ich selten gelesen. Wer selbst Tennis spielt weiß selbst das oft Nuancen über Erfolg und Nierderlage entscheiden. Genau die gleichen Kommentare gab es 2012 zu Federer und was ist passiert.? Nur weil Federer heute ab und an einen Halbvolley spielt und das mit mäßigem Erfolg hat er doch sein Tennis nicht neu erfunden. Nadal hat genau mit dieser seiner Spielweise Federer schon so oft geschlagen und nebenbei 14 Grand Slams gewonnen. Nur mal so nebenbei, Nadal hat gegen alle Top 10 Spieler ein positives Head to Head und das genau mit den Attributen erreicht, wie sie von unseren allwissenden Reporter aufgezählt worden. Alle die Nadal ein wenig kennen, wissen wie sehr Matchgewinne und damit verbundenes Selbstbewußtsein die Basis für sein Spiel sind. Sollte er das durch entsprechende Erfolge wieder bekommen, hat er auch wieder die nötige Länge, spielt wieder näher an die Linien, bewegt sich besser, schlägt effizienter auf und wird dann wie die letzen 10 Jahre auch mit dieser seiner Spielweise auch die Topleute wieder schlagen .

  4. Alex

    Eine Sache möchte ich noch hinzufügen. Ein Rafael Nadal, genau wie auch ein Roger Federer, wird nie „einer von vielen“ sein. Man kann sich nicht nur hinstellen und die aktuellen Resultate nehmen, sondern sollte die gesamte Karriere anschauen. Wir reden hier nicht nur von einem der besten Spieler der Tennisgeschichte, sondern auch von einem der beliebtesten. Er hat in seinem Tennisleben genug erreicht, man braucht sich da wirklich keine Sorgen um ihn machen. Und wenn er jetzt wirklich so unrelevant ist, warum ist dann jede weitere Niederlage so schlagzeilenträchtig? Das alles widerspricht dieser These. Für einen Spieler, dem schon seit mindestens 2009 ein früher Rücktritt vorhergesagt wird, hält er sich nicht so schlecht! Sicher, er hat seine schlechteste Saison seit 10 Jahren, das bestreitet auch niemand. Wie viele Spieler hätten gern so eine schlechte Saison, in der sie noch in den Top Ten sind? Ich glaube, das ist alles vielfach übertrieben.
    Wenn man sich über jemanden Sorgen machen sollte, dann über die neue Tennisgeneration. Von denen ist absolut nichts zu sehen. Da gibt es sein Jahren einen Riesenhype, aber keine Resultate die mich auch nur annähernd überzeugen.

  5. Carli Underberg

    Wie heißt es doch so schön: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz!“ Der Kommentar zielte nicht auf die Person und ganz sicher nicht auf die Karriere Nadals. Es ist die Bewertung der vergangenen Monate und ein Ausblick in seine sportliche Zukunft. Warten wir doch alle einfach die kommende Saison ab und schauen auf seine Resultate bei den Masters- und Major-Turnieren…

  6. Experte

    Der erste Grand Slam des Jahres 2016 ist Geschichte und Stand jetzt ist: Carli Underberg liegt richtig mit seiner Ansicht, dass Nadal nur noch einer unter Vielen ist. Streng genommen hat er Nadal sogar noch zu stark eingeschätzt. Zumindest bei den Australian Open 2016 war Nadal nicht einer unter Vielen, sondern tatsächlich der Schlechteste von Allen! Und das ganz offiziell! In der ersten Runde verlor er gegen seinen Landsmann Verdaso in 5 Sätzen. Dieser schied in der 2. Runde in 4 Sätzen gegen den Israel Sela aus, welcher in der 3. Runde am Russen Kuznetsow, ebenfalls in 4 Sätzen, scheiterte. Kuznetsow wiederum hatte im Achtelfinale gegen den Franzosen Monfils das Nachsehen und verlor in 4 Sätzen. Im Viertelfinale traf Monfils auf den Kanadier Raonic, der in 4 Sätzen ins Halbfinale einzog, in dem er aber gegen den Schotten Murray in 5 Sätzen verlor. Murray wiederum wurde im Finale von Djokovic in 3 Sätzen in die Schranken gewiesen. Durch den Finalsieg von Djokovic war klar: Der Beste des Turniers war Djokovic, der Schlechteste Nadal! Keine Frage, Nadal war ein grosser Champ, aber auch ich meine, dass seine grosse Zeit abgelaufen ist. In Wimbledon scheitert er schon seit Jahren in den ersten Runden, die Konkurrenz bei den Hartplatz-Grand-Slams ist inzwischen zu stark für ihn (Spieler wie Nishikori, Berdych oder Raonic sind inzwischen eine Klasse besser auf diesem Belag als Nadal, von Federer, Murray und Djokovic mal ganz zu schweigen). Bleiben nur noch die French Open, bei denen er weiter kommen könnte, doch die Erfahrung aus dem letzten Jahr lässt auch hier nicht viel Hoffnung für die Nadal-Fans auf einen Turniersieg ihres Lieblings. Gegen Djokovic verlor er glatt in 3 Sätzen. Selbst auf seinem Lieblingsbelag bei seinem Lieblingsturnier gelang es ihm also nicht, auch nur einen Satz gegen Djokovic zu gewinnen. Und so prognostiziere ich für 2016, dass es auch diesmal bei den French Open für Nadal nicht zum Turniersieg reicht und er höchstens bis zum Viertelfinale vorstösst. Ab 2017 wird er dann aufgrund seiner kraftraubenden Spielweise, die im höheren Tennisalter seinen Tribut fordert, bei sämtlichen Grand Slams in den ersten Runden ausscheiden, wenn er nicht zuvor seine Karriere beendet hat.
    Tennishistorisch betrachte ich Nadal ohnehin als einen der meistüberschätzten Spieler aller Zeiten. Natürlich hat er 14 Grand Slams gewonnen so wie Sampras. Und doch ist Sampras wesentlich erfolgreicher gewesen, denn man darf ja nicht ausser Acht lassen, wie viele Titel Sampras bei den mit Abstand wichtigsten Grand Slams, Wimbledon und US Open, gewonnen hat. 7 mal gewann er in Wimbledon, 5 Mal in New York. Da nehmen sich die 4 Titel von Nadal bei diesen Turnieren (jeweils 2 mal Wimbledon und US Open) doch verhältnismässig bescheiden aus. Seine 10 Titel bei den Grand Slams der 2. Kategorie (French und Australian Open) wiegen im Vergleich zu den 12 Titel von Sampras in Wimbledon und bei den US Open eben nicht so schwer. Sampras gewann auch 5 mal das Masters, Nadal nicht einmal. So gesehen ist auch Djokovic jetzt schon erfolgreicher als Nadal, obwohl er (noch) 3 Grand Slams weniger hat als Nadal, da er bereits 3 mal in Wimbledon gewonnen hat und 5 mal das Masters für sich entschied. Nadal hat zwar Olympia gewonnen, aber geschenkt. Olympia hat Sampras auch nicht gewonnen und gehört natürlich trotzdem zu den Besten in der Tennishistorie. Im Gegensatz zu Nadal, der nicht eines der Grand Slams der ersten Kategorie (Wimbledon und US Open) zumindest dreimal gewinnen konnte. So gesehen ist auch Boris Becker (3 mal Wimbledon) erfolgreicher gewesen als Nadal, auch weil Becker 3 mal das Masters gewonnen hat. Wer nicht zumindest eines der beiden wichtigsten Grand Slams, Wimbledon und US Open, mindestens 3 mal gewinnen konnte in seiner Karriere, kann nicht ernsthaft zu den besten Tennisspielern der Geschichte gezählt werden. In diese Kategorie gehören folgende Spieler: Roger Federer, Pete Sampras, Björn Borg (mit leichter Einschränkung, da er nie in New York gewonnen hat, aber eben 5 mal in Wimbledon), Novak Djokovic, Rod Laver, Bill Tilden und als Sonderfall Pancho Gozalez.

    • Alex

      Das ist so ziemlich der größte Blödsinn, denn ich je gelesen habe.
      Erstens, ja Djokovic war bester der Australian Open, aber Nadal war nicht Letzter! Er war einer von vielen Erstrundenverlierer. Das jeweils der nächste Gegner verloren hat, ist reiner Zufall. Oder haben alle Erstrundenverlierer noch einmal die Plätze ausgespielt?
      Seit wann sind die US Open und Wimbledon höher gewertet als die Australien Open und French Open. Da will wohl jemand seine Theorie nur damit untermauern, weil Sampras gerade diese zwei Turniere besonders liegen? Alle Grand Slam Turniere sind gleich viel Wert. Da gibt es keine Wertigkeit. Becker ist erfolgreicher als Nadal weil er Wimbledon einmal mehr gewonnen hat? Wem will man denn so einen Quatsch weismachen. Sorry, aber größeren Schmarn habe ich wirklich selten gelesen.

  7. Mig

    Rafa Nadal zu hoch eingeschätzt im Laufe seiner gesamten Karriere? Was für ein Quatsch…
    Jemand der es fertiggebracht hat alle 4 Grand Slams zu gewinnen und in einem Jahr sogar Roland Garros und gleich darauf Wimbledon gehört einfach zu den besten Tennisspielern. Punkt.

    Was seine seine sportliche Zukunft anbelangt, hat Herr Underberg Recht: abwarten…Auch wenn seine aktuelle Form nicht die beste ist, bei Nadal weiss man nie. Die Sandplatzsaison 2016 wird meiner Meinung nach ausschlaggebend sein.

    • Experte

      Fred Perry gewann 1936 die French Open, Wimbledon & die US Open, also genau die Turniere, die Nadal 2010 gewann. Donald Budge gewann 1938 sogar den Grand Slam. Auch Perry gewann alle Grand Slams in seiner Karriere. Trotzdem werden weder Budge noch Perry zu den Greatest of all times gezählt. Perry gewann sowohl Wimbledon als auch die US Open je 3 mal und ist damit erfolgreicher als Nadal. Nicht das hier Mißverständnisse aufkommen. Auch ich meine, daß Nadal zu den 30 besten Tennisspielern der Geschichte gehört, aber eben nicht zu den Greatest of all times. Den Karriere-Grand-Slam ist sicher eine außergewöhnliche Leistung, aber wesentlich höher zu bewerten ist es eben, 12 Titel in Wimbledon und bei den US Open zu gewinnen. Dies haben Sampras und Federer erreicht. Federer konnte sogar sowohl Wimbledon als auch die US Open 5 mal hintereinander gewinnen (schönen Gruß an Herrn Imhof). Der Karriere-Grand-Slam wird als Leistung von Vielen überbewertet. Dabei wird außer Acht gelassen, daß viele Topstars früher gar nicht oder nur selten an den Australian Open teilgenommen haben. Und ein Sampras zum Beispiel hatte gar nicht den ganz großen Ehrgeiz, die French Open zu gewinnen wie er vor kurzem einräumte. Deswegen spielte er nur einmal ernsthaft mit um den Titel bei den French Open. Umgekehrt wollte Nadal unbedingt in Wimbledon gewinnen. Das Selbe gilt für Lendl, der erfolglos diesem Traum hinterherjagte. Es gibt zwar für alle Grand Slams die selbe Punktzahl zu gewinnen, aber die US Open und vor allem Wimbledon sind einfach prestigeträchtiger als die beiden anderen Grand Slams.

      • Alex

        Ein Rafael Nadal gehört mit Sicherheit zu den besten Spielern aller Zeiten, egal wie sehr du hier versucht das kleinzureden. Er hat 14 Grand Slam Titel gewonnen und da spielt es überhaupt keine Rolle wo. Er hat jeden Grand Slam den es gibt gewonnen, Sampras nicht. Sampras war nicht mal im Finale der French Open, Stefan Edberg z.b. war dort. Sampras hat oft versucht seinen Plan auf die French Open zu legen. Nur weil er nicht gewonnen hat, heißt das nicht er hätte es nicht genug gewollt. Er hat nicht gewonnen, weil andere halt besser waren. Und wenn es so unwichtig ist alle Grand Slams zu gewinnen, warum wollen es dann alle schaffen?

  8. Mig

    Ich bin der Meinung es ist höher zu bewerten dass ein Spiler es fertigbringt, alle Grand Slams auf vier verschiedenen Belägen zu gewinnen. Dies zeigt doch dass ein Spieler komplett ist.
    Allerdings war die Umstellung zu Sampras‘ Zeiten von Sand auf Gras schwieriger, da die Plätze wegen des niedrigeren Grases, schneller waren (was wiederum für Sampras von Vorteil war).

    Dass Sampras keine ernsnthaften Titelambitionen auf RG hatte basiert wahrscheinlich darin, dass er sich eben keine ersnhaften Chancen dort ausrechnete.

    • Experte

      Bis 1977 einschließlich wurden die Grand Slams nur auf 2 unterschiedlichen Belägen gespielt. Bei den Australian Open und Wimbledon auf Rasen, bei den US Open auf Rasen und von 1975-1977 auf Sand, in Paris auf Sand (bis 1927 wurde auch in Paris noch auf Rasen gespielt). Das macht eine historische Einordnung des Karriere-Grand-Slams auf 3 unterschiedlichen Belägen (die US Open und Australian Open werden beide auf Hartplatz ausgetragen) unmöglich, da Legenden wie Tilden und Laver ihre Grand Slams nur auf 2 unterschiedlichen Belägen gewinnen konnten. Tennis war damals auch nicht olympisch. Olympisches Gold taugt also auch nicht als Bewertungskriterium. Nadal hätte auf dem schnelleren Rasen von Wimbledon früher möglicherweise gar nicht das Turnier gewonnen. Sampras war in seiner Jugendzeit ein reiner Grundlinienspieler mit sehr starkem Aufschlag. Sein damaliger Trainer stellte das Spiel von ihm um, weil er es für erfolgsversprechender für die US Open und Wimbledon hielt. Sowohl für Sampras als auch seinen damaligen Trainer spielten die French Open eine untergeordnete Rolle. Eine Auffassung, die in den USA sehr häufig anzutreffen ist und auch von mir geteilt wird. Die French Open sind höchstens der drittwichtigste Grand Slam des Jahres. Inzwischen haben selbst die Australian Open sehr an Ansehen bei den Spielern gewonnen, so daß man schon darüber streiten kann, ob sie inzwischen nicht sogar die French Open überholt haben an Prestige. Sampras hätte in Paris seinen Stil wieder umstellen können und wieder so spielen können wie er es zu seinen Jugendzeiten gemacht hat. Möglicherweise hätte er das Turnier sogar gewinnen können. Daß er es nicht gemacht hat, lag daran, daß Roland Garros für ihn nicht von allzu großer Bedeutung war. Vor nicht allzu langer Zeit meinte Sampras selbst, daß er vielleicht etwas ernsthafter hätte versuchen sollen, auch in Paris zu gewinnen. Da sind Federer und Djokovic anders. Beide wollten/wollen den Titel in Paris unbedingt. Dabei geht bzw. ging es aber letztlich nur um die Komplementierung ihrer Grand Slam-Sammlung. In diesem Jahr spielt Federer nur ein Vorbereitungsturnier vor Paris. Er träumt davon, noch einmal bei den US Open oder noch lieber in Wimbledon zu triumphiere, obwohl er beide Turniere schon so häufig gewonnen hat und Paris erst einmal.

      • Alex

        Wie kommt man eigentlich darauf die Grand Slams in eine Reihenfolge zu bringen? Alle sind gleichwertig. Wimbledon mag in seinem Prestige das höchste Ansehen haben, ist deshalb aber nicht mehr wert als die Australian Open. Ein Wimbledon wird ja nicht als zwei Grand Slam Siege gewertet, sondern nur als einer, genau wie alle anderen.

  9. Sorin

    @ Experte: Sorry, du willst dich Experte schimpfen, findest aber, dass Rafa nicht zu den besten aller Zeiten gehört? Lächerlich, was anderes fällt mir dazu nicht ein.
    Wer hat 81 in Folge auf Sand gewonnen? Wer 9x die French Open? Olympia? Nummer 1 der Welt? Bilanz von 23:10 gegen den vermeintlich besten Spieler? Wer hat 8x in Folge Monte Carlo gewonnen, ist in Besitz der meisten Masters 1000er Titel?

    • Experte

      Nadal ist der beste Sandplatzspieler aller Zeiten. Das natürlich schon. Deswegen hat er ja so eine positive Bilanz gegen Federer, weil beide sehr häufig auf Sand gespielt habe, da Federer der stärkste Rivale auf Sand von Nadal war und beide häufig die Finals gespielt haben. Auf Sand hat Nadal Federer zumeist bezwungen, auf anderen Belägen sieht die Bilanz wesentlich ausgeglichener aus. Das Head to Head ist bei Federer und Nadal deswegen wenig aussagekräftig. Auf Hartplatz hat Nadal genauso viele Turniersiege wie Becker (16). Da bewegen sich Djokovic (47) und Federer (60), wohl die besten Hartplatzspieler aller Zeiten in ganz anderen Sphären. Um Olympia zu gewinnen, gehört auch sehr viel Glück, da es nur alle 4 Jahre stattfindet (der Belag spielt auch eine Rolle). Murray hat auch Olympia gewonnen und gehört nicht mal zu den 30 besten aller Zeiten. Das gleiche gilt für Lleyton Hewitt, der sogar recht lange die Nr. 1 war. Das sind keine Argumente. Vollends lächerlich ist es die Anzahl von gewonnenen Masters1000-Titel ins Feld zu führen. Diese Turniere wie Monte Carlo oder andere Turniere dieser Kategorie sind doch größtenteils nur Vorbereitungsturniere für die ganz großen Turniere und deswegen von weitaus geringerer Bedeutung. Bei den Grand Slams zählt es. Daß Nadal die meisten Masters1000-Turniere gewonnen hat, liegt an seiner Dominanz auf Sand. Djokovic und Federer haben aber fast genauso viele Titel bei diesen Turnieren. Zuvor hatte Agassi die meisten Turniersiege bei diesen Turnieren. In Wimbledon und bei den US Open hat er aber nie gegen Sampras gewonnen. Agassi hat einfach mit 8 Grand Slams zu wenig Grand Slams gewonnen, um zu den Greatest of all Times gezählt zu werden. Außerdem hat er nur einmal in Wimbledon gewonnen und 2 mal bei den US Open. Nadal gewann je 2 mal in New York und Wimbledon. Auch das ist zu wenig, um zu den Greatests of all times gezählt zu werden. Aber zu den 30 Besten aller Zeiten gehören sie schon, auch wenn beide zu den überschätzten Spielern gehören.

      • Alex

        Die These daß das Head-to-Head Federer gegen Nadal nicht zählt wegen zu vieler Matches auf Sand kann man bald singen. Soweit ich weiß ist Sand ein allgemein gültiger Belag auf dem Tennis gespielt wird, oder nicht? Es ist einfach so, daß Nadal ein schwieriger Gegner für Federer ist. Da braucht man nicht versuchen, durch irgendwelche Hintertürchen ein anderes Bild darzustellen. Nadal hat Federer auch schon in jungen Jahren auf Hartplatz geschlagen. Was die Bilanz angeht kann man sagen, Nadal ist viel besser auf Sand als Federer, aber auf Hartplatz ist Federer nicht viel besser als Nadal. Beachte, ich rede nur vom direkten Duell.
        Und wieso sollen die Masters Turniere unwichtig sein? Die kommen gleich nach den Grand Slams. Federer, Nadal und Djokovic haben ungefähr gleich viel gewonnen. Also keine Unterschiede dort. Und komm nicht wieder mit, nur auf Sand. Es beschwert sich ja auch niemand wenn Spieler viel auf Hartplätzen gewinnen. Es ist schon seltsam, wenn einem Spieler eine Dominanz so negativ ausgelegt wird.
        Es ist absolut unverständlich , wieso du Nadal und Agassi als überschätzt ansiehst. Agassi hat alles gewonnen was es zu gewinnen gibt. Du gibt den direkten Vergleich mit Sampras an, aber Nadals Vergleich mit Federer zählt nicht. Welche Logik!!
        Da dreht sich jemand alles so zurecht, wie er es braucht. Für einige Spieler zählt etwas und für andere nicht. Da ist wohl der Name „Experte“ etwas zu hoch gegriffen, mit anderen Worten „überschätzt“!!!

  10. Mig

    @ Experte: Andre Agassi nicht zu den besten aller Zeiten zu zählen zeugt wohl auch nicht gerade von seriöser Objektivität. Er hat Wimbledon gewonnen, als es für Konterspieler noch sehr viel schwieriger war, sich dort zu behaupten. Und eben auch alle 3 anderen Grand Slams, plus olympische Goldmedaille, plus Davis Cup…
    Sampra’s zu den besten zu zählen und dabei Agassi zu vergessen ist einfach unlogisch: man kann Agassi nicht zum stärksten Rivalen Sampra’s ansehen und ihn gleichzeitig bei den Besten aller Zeiten vergessen. Und genauso ist es mit Federer und Nadal…

  11. Doc_Brankijam

    Also erstmal ist es natürlich relativ abwegig, die Grand Slam Turniere in eine Reihenfolge zu bringen und sich dabei ausgerechnet auf die Aussagen eines Spielers zu stützen, der in Paris nie gewonnen hat. Sampras ist sicherlich einer der größten aller Zeiten, aber hier versucht er einfach das größte Manko seiner Karriere irgendwie schön zu reden. Sicherlich haben die Grand Slam Turniere in Bezug auf Prestige nicht alle den selben Stellenwert, aber Grand Slam Sieger, bleibt Grand Slam Sieger, egal wo und auf welchem Belag du gewinnst. Agassi ist sicherlich ebenso einer der größten aller Zeiten, gerade weil er auf allen Belägen gewonnen hat, das ist es doch worum es geht und was „die Besten“ eben von Belag Spezialisten wie Gaudio, Kuerten oder Ferrero unterscheidet, die zwar auch Grand Slams gewonnen haben, aber eben in diesen Fällen auf ihrem Lieblingsbelag Sand, Cilic oder Roddick auf Hardcourt und Leute wie Ivanisevic auf Rasen. Jemand wie Agassi hat alles im Tennis gewonnen was es zu gewinnen gibt und soll nicht zu den größten aller Zeiten gehören, sorry, aber das entbehrt jeglicher Logik. Gerade die Amerikaner, die nunmal das Spielen auf Hardcourts erlernen, sind von Roland Garros natürlich dementsprechend wenig angetan, weil sie dort in aller Regel keine Erfolge feiern, der letzte amerikanische French Open Sieger war, na, richtig, Agassi.

    Dann die Federer gegen Nadal Debatte. Irgendwer hat es mal das größte Paradoxon des Tennissports genannt, als er meinte, dass Federer der Beste aller Zeiten sei, aber Nadal besser als Federer gewesen ist. Das trifft es in meinen Augen ganz gut. Ich halte nichts von dieser ganzen „Weak Era Champ“ Argumentation in Bezug auf Federer, 17 Grand Slam Titel sprechen für sich. Doch man muss eben auch seine Schwächen sehen und die hat Nadal wie kein anderer erkannt und für sich genutzt. Natürlich ist es nicht besonders kreativ ständig die Rückhand des Gegners zu attackieren, aber wenn es nunmal so effektiv ist, warum hätte er etwas anders machen sollen ? Ich spiele selbst seit Ewigkeiten Tennis und bin Linkshänder und gegen eine Einhändige Rückhand sind Bälle die der andere über Schulterhöhe spielen muss nunmal ein unglaublich gutes Mittel. Rafa ist sicherlich der beste Sandplatzspieler aller Zeiten, Federer ist allerdings, wie Nadal ja auch mal richtig gesagt hat, auch einer der besten Sandplatzspieler aller Zeiten, 1 Titel und ich weiß nicht 5-6 Finalteilnahmen in Paris können sich auf jeden Fall sehen lassen. Und Federers völlig nüchterne Reaktion nach dem Titel 2009 beweist natürlich den geringen Stellenwert des Turniers ;). Ich bin ein großer Federer Fan, aber man muss ihm auch den Vorwurf machen, dass er nicht in der Lage war ein Mittel gegen Nadal zu finden, im Gegenteil, Nadal musste am Ende gar nicht mehr sein beste Tennis abrufen, Federer wie momentan auch gegen Djokovic von sich aus angefangen Fehler am laufenden Band zu produzieren. Bestes Beispiel Australian Open Finale 2009. Nadal im HF fast 6 Stunden gegen Verdasco auf dem Platz, Fed bis dahin durchs Turnier spaziert, mehr als 3 Stunden vorbei, wir sind im 5. Satz auf einem Belag der eigentlich eher Fedex entgegen kommt. Im gesamten Match hat sich bereits gezeigt, dass Nadal beim zweiten Aufschlag massiv abbaut, das war zum Schluss nur noch ein Einwurf, um die 120-140 Km/H und jedes Mal, wirklich jedes Mal, hat sich im Match gezeigt, dass er zu 80 Prozent den Punkt macht, wenn er den zweiten Aufschlag attackiert, was hat er stattdessen zu großen Teilen gemacht ? Slice in die Vorhand Ecke von Nadal, der Top Spin auf Feds Rückhand, der Rest ist bekannt. Dazu Massen an Fehler, anstatt Nadal zu zwingen, schmerzhafte lange Ballwechsel einzugehen. Genauso das French Open Finale 11, das hatte Potential ein 3 Satz Sieg für Federer zu werden, aber er hat das Break jedes Mal wieder hergeschenkt oder sich in völligen Harakiri Aktionen verfangen, wenn es wichtig wurde. Übrigens etwas was er heute noch gerne macht, erinnert sich wer an den breakball gegen sich im 4. Satz des Aus Open HFs gegen den Djoker. Second Service in die Mitte des Feldes und dann ans Netz marschieren ? Hm, komisch dass das nicht geklappt hat. Ja, ich weiß, er macht das öfter auf den zweiten Aufschlag, aber dann sollte der zweite vielleicht einigermaßen platziert sein und man selbst eher mit 40-15 vorne und nicht 30-40 hinten. Was die Zukunft in Bezug auf Nadal, Federer und Co bringt, wird man sehen. Auch bei Federer und Nadal hat man immer wieder von Jahren der Dominanz gesprochen, eingetreten ist das nach 2005 eigentlich nie mehr, es gab noch gute Jahre von Fed, Rafa und dem Djoker, aber auf Jahre unschlagbar wie es jetzt bei Djokovic gemutmaßt wird, war da niemand und so wird es auch jetzt nicht kommen.

  12. Experte

    Neues vom einstigen Sandplatz-König Nadal: Er hat soeben das Halbfinale in Buenos Aires gegen den Österreicher Thiem verloren. Jetzt reicht es also nicht mal mehr bei drittklassigen Sandplatzturnieren zum Finale! Nadal sollte spätestens nach den French Open abdanken. Er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst. Wie Chris Evert schon richtig sagte:“Nadal ist nicht mehr der Spieler, der er einmal war.“ Dem ist nichts hinzuzufügen!

    • Alex

      Es ist sehr unwahrscheinlich, daß er das tun wird. Ganz bestimmt nicht, weil ein paar Leute im Internet das fordern. Ist schließlich seine Karriere. Er muss selbst wissen was er tut. Er hat es sich verdient, selbst zu bestimmen wann er abritt. Keine Ahnung warum jemand nach jeder Niederlage meint, er müsse die Richtigkeit seiner Behauptungen unterstreichen, indem er extra einen Beitrag zu einer weiteren Niederlage schreiben muss!!!

  13. Experte

    Die Geschichte wiederholt sich. Auch in Rio, bei einem weiteren drittklassigen Sandplatzturnier, scheitert Nadal im Halbfinale. Diesmal war ein gewisser Pablo Cuevas aus Uruguay zu stark für den Spanier.

  14. Experte

    Interessanter Artikel über den Niedergang von Rafael Nadal (auf englisch):
    http://bleacherreport.com/articles/2619089-why-tennis-experts-believe-this-is-the-end-for-rafael-nadal

    Und hier noch einer:
    http://www.foxsports.com/tennis/story/rafael-nadal-is-this-the-end-022216

    Ein Auszug (hätte von mir sein können):
    „But here was the most surprising thing about this weekend’s loss to the strictly mediocre Cuevas: It wasn’t a surprise. There was no shock. There was no awe. As recently as two years ago this would have brought the equivalent of „Man on Moon“ headlines in the tennis world. Now it was like the fourth-most interesting thing to happen this weekend.

    This is the new normal for Rafael Nadal — getting ousted in third-tier tournaments by players who shouldn’t be his equal, but all of a sudden are. It’s a stunning, rapid decline for the greatest clay-court player in history.“

    Nochmal zur Erinnerung: Nadal hatte im Gegensatz zu Cuevas einen walkover im Viertelfinale!

    Es geht hier nicht um Häme, sondern darum, die weitere Entwicklung von Rafael Nadal zu beobachten, um zu sehen, ob Underberg mit seiner Behauptung Recht hat, dass Nadal nur noch einer unter vielen ist (Stand jetzt ist, dass er absolut Recht hat, ja sogar noch zu optimistisch war, wie die Niederlagen in Buenos Aires, Rio und der gewonnene Kochlöffel in Melbourne zeigen!!). Darüber geben die Ergebnisse bei den Masters-Turnieren, bei den Grand Slams Aufschluss, aber natürlich auch bei drittklassigen Sandplatzturnieren. Ich schliesse mich diesem Statement an:
    “ And even throwing in the clay, Nadal won the French three times since but was rolled off the court by Djokovic in the fourth round last year, a fate that will almost certainly happen again this year at some point in the tournament, if Nadal even makes it far enough to get Djokovic.“

  15. Experte

    Ich bin übrigens nicht der einzige, der eine Rangfolge bei den Grand Slams vornimmt und dabei Wimbledon als das wichtigste aller Turniere ansieht. Nadal selbst sieht es nämlich nicht anders:
    http://www.spiegel.de/sport/sonst/wimbledon-sieger-nadal-neuer-herrscher-im-tennis-paradies-a-564173.html

    Hier das Statement von Nadal nach seinem ersten Wimbledon-Sieg 2008:“Dieses Turnier zu gewinnen, war schon immer mein größter Traum“, sagte Nadal. „Es war mir noch wichtiger als die French Open.“

    Oder lest hier das Statement von Djokovic kurz vor seinem ersten Wimbledon-Titel:
    „Mein Bestreben, mein Ziel ist es, die Nummer eins zu werden. Aber der Traum meines Lebens ist, Wimbledon zu gewinnen.“

    Hier der gesamte Artikel:
    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-serbe-novak-djokovic-koennte-bald-die-nummer-eins-im-tennis-sein–doch-sein-grosser-traum-ist-ein-sieg-in-wimbledon-poesie-und-klarheit,10810590,10786554.html

    Das hier ist über Arthur Ashe in wikipedia zu lesen:
    „Ashe war der erste dunkelhäutige Tennisspieler, der für das Daviscup-Team der USA nominiert wurde. Im Jahr 1968 gewann er die US Open und außerdem mit dem amerikanischen Team den Daviscup. 1970 folgte der nächste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier: Ashe gewann die Australian Open. 1975 errang er dann den größten Erfolg seiner Karriere, als er in Wimbledon im Finale überraschend Jimmy Connors besiegte.“
    Der grösste Erfolg seiner Karriere war also der Sieg in Wimbledon, obwohl er auch jeweils einmal bei den US Open und Australian Open. Spricht klar für meine These, das die Grand Slams von unterschiedlicher Bedeutung sind, mit Wimbledon an erster Stelle und den US Open an zweiter. Dies sind die First Class Grand Slams, die Australian Open und die French Open sind die Second Class Grand Slams, von mir auch Komplementär-Grand Slams genannt. Der Erfolg eines Spielers misst sich meines Erachtens also in erster Linie an den Siegen bei den US Open und vor allem Wimbledon und nicht an der reinen Quantität der insgesamt gewonnenen Grand Slams Deswegen bin ich der Meinung, dass Boris Becker etwas erfolgreicher war als Nadal. Beide konnten vier Mal in Wimbledon bzw. New York gewinnen. Nadal gewann beide Turniere jeweils 2 mal, während Becker 3 mal in Wimbledon gewann und einmal in New York. Ausserdem gewann Becker 3 mal das Masters (heute ATP World Tour Finals genannt), ein Turnier, welches Nadal nie gewinnen konnte. Man muss sich nur mal die Spieler vergegenwärtigen, die mehrmals, also mindestens zweimal, in Wimbledon gewonnen haben. Es sind die 9 erfolgreichsten Spieler der Open Era (Laver, Rosewall und Newcombe schliesse ich hier aus, da sie auch schon vor der Open Era Grand-Slam-Siege gewonnen haben). Dies ist meine Reihenfolge der neun Erfolgreichsten der Open Era:
    1. Roger Federer (7x Wimbledon, 5x US Open, 4x Australian Open, 1x French Open, 6x Masters)
    Der einzige, der 3 unterschiedliche Grand Slams mindestens 4 mal (!) gewinnen konnte. Er hält den Rekord der meisten US-Open-Titel in der Open Era (zusammen mit Connors und Sampras) und den Gesamt-Rekord bei den Wimbledon-Titeln (zusammen mit William Renshaw und Sampras) sowie den alleinigen Rekord bei den Masters-Titeln (ATP World Tour Finals). Er gewann als einziger in der Open Era 5 mal hintereinander die US Open und wie Björn Borg 5 mal hintereinander Wimbledon. Ausserdem hat er sich den Karriere-Grand Slam und auch noch olympisches Gold gesichert.
    2. Pete Sampras (7x Wimbledon, 5x US Open, 2x Australian Open, 5x Masters)
    Er hat die meisten Siege in Wimbledon und bei den US Open in der Open Era errungen (zusammen mit Federer und Federer/Connors). Die 12 Jahre zwischen dem ersten Grand Slam-Sieg 1990 und dem letzten 2002 beseuten Open Era-Rekord. Ausserdem ist Sampras der jüngste US Open-Sieger aller Zeiten.
    3. John McEnroe (3x Wimbledon, 4x US Open, 3x Masters)
    McEnroe ist neben Federer und Sampras der einzige Spieler der Open Era, der sowohl in Wimbledon und New York als auch beim Masters mindestens dreimal gewinnen konnte. Insgesamt gewann er 7x bei den US Open und in Wimbledon. Nur Federer und Sampras gewannen noch häufiger (12x) bei diesen Grand Slams.
    4. Novak Djokovic (3x Wimbledon, 2x US Open, 6x Australian Open, 5x Masters)
    Der Serbe ist auf dem besten Weg, McEnroe von seinem dritten Platz zu verdrängen oder aber sich noch grössere Meriten zu verdienen. Er gehört inzwischen zu dem elitären Kreis, die mindestens 5 mal bei den US Open oder/und Wimbledon gewinnen konnte (Federer, Sampras, McEnroe, Connors, Borg, Djokovic), bei den Australian Open hält er mit 6 Erfolgen den Rekord zusammen mit Roy Emmerson. Er landet in meiner Rangliste vor Björn Borg, weil er auch bei den US Open inzwischen schon 2x gewonnen hat, während Borg nie bei den US Open gewann, dafür aber 5x in Wimbledon. Ein weiteres Argument für Djokovic sind die 5 Masters-Titel. Hier hat Borg nur 2 Titel vorzuweisen, Connors nur einen, der zwar genauso wie McEnroe auf 7 Titel kommt bei den US Open und Wimbledon, aber nur 2x in Wimbledon gewann, weswegen auch Connors hinter Djokovic rangiert ist in meiner Rangliste.
    5. Jimmy Connors (2x Wimbledon, 5x US Open, 1x Australian Open, 1x Masters)
    Connors hat wie McEnroe insgesamt 7 mal in Wimbledon und bei den US Open. Mit seinem Sieg bei den Australian Open hat er sogar einen Titel, den der grosse Mac und auch Björn Borg nie gewann. Bei den US Open hält er immer noch den Open Era Rekord (mit Sampras und Federer). Er gewann dabei als einziger überhaupt auf 3 unterschiedlichen Belägen (Rasen, Sand, Hartplatz) bei den US Open. Insgesamt gewann Connors die meisten Titel aller Spieler (109). Er ist bei mir vor Björn Borg rangiert, weil er insgesamt 7 mal in Wimbledon und(!) bei den US Open gewann, während Borg nur in Wimbledon, wenn auch gleich 5 mal hintereinander gewann.
    6. Björn Borg (5x Wimbledon, 6x French Open, 2x Masters)
    Borg gewann 5 mal hintereinander Wimbledon, was sonst nur noch Federer in der Open Era schaffte. Bei den French Open gewann er sogar 6 Titel, darunter 4 mal hintereinander. Dies war lange Rekord, bis Nadal diesen Rekord brach. Bei den US Open hingegen konnte er nie gewinnen. Sogar als in New York auf Sand gespielt wurde, konnte er nicht triumphieren (1976 verlor er das Finale gegen Connors). In 4 Finalspielen bei den US Open verlor er 2 mal gegen Connors und 2 mal gegen McEnroe.
    7. Boris Becker (3x Wimbledon, 1x US Open, 2x Australian Open, 3x Masters)
    Becker führt die interne Liste derer an, welche insgesamt 4 mal bei den US Open und in Wimbledon gewinnen konnten (Becker, Nadal, Edberg) da er 3 mal in Wimbledon triumphierte. Damit gehört er zu dem exklusiven Kreis, die 3 oder mehr Titel in Wimbledon in der Open Era gewinnen konnten (Federer, Sampras, Borg, Djokovic, McEnroe, Becker). Dass er auch einmal bei den US Open gewann, hat er sogar Björn Borg voraus. Trotzdem waren die „nur“ 4 Titel bei den US Open/Wimbledon dann doch einer zu wenig, um vor Borg zu stehen in meiner Liste. Dabei hätte er 1990 in Wimbledon sogar fast ein viertes Mal gewonnen, verlor aber letztlich doch in 5 Sätzen gegen Edberg. Insgesamt stand er 7 mal im Finale in Wimbledon, so häufig wie Sampras (der allerdings alle Finals gewann). Insgesamt gewann Becker bei 3 unterschiedlichen Grand Slams, nur bei den French Open konnte er nie gewinnen. In Australien konnten zum Beispiel weder Borg noch McEnroe gewinnen, die also beide nur bei 2 unterschiedlichen Grand Slams gewinnen konnten. Ausserdem gewann er 3 mal das Masters, ein Turnier, das Borg nur 2 mal gewann und Connors nur einmal, demgegenüber er auch einen Wimbledonsieg mehr vorzuweisen hat (3:2). Das alles reicht zwar nicht, um vor den genannten Spielern in meiner Rangliste zu stehen, verdeutlicht aber, welch grosse Meriten sich der Leimener verdient hat. Ausserdem ist er natürlich der jüngste Wimbledonsieger aller Zeiten und hat olympisches Gold gewonnen. Seine 11 Jahre zwischen seinem ersten Grand Slam-Sieg (1985) und seinem letzten (1996) werden nur noch von Sampras übertroffen.
    8. Rafael Nadal (2xWimbledon, 2xUS Open, 1x Australian Open, 9x French Open)
    Rafael Nadal ist der beste Sandplatzspieler aller Zeiten. Mit 9 Titeln in Paris ist er Rekordhalter, gewann zunächst 4 mal hintereinander und dann von 2010 bis 2014 sogar 5 mal hintereinander (Open Era-Rekord). Der Spanier ist einer von 7 Spielern die den Karriere-Grand Slam gewannen. Ausserdem gewann er olympisches Gold, das Masters allerdings nie, ein Grund, warum er hinter Becker in meiner Liste rangiert.
    9. Stefan Edberg (2x Wimbledon, 2x US Open, 2x Australian Open, 1x Masters)
    Edberg gewann wie Nadal jeweils 2 mal in Wimbledon und bei den US Open. Allerdings konnte er nie bei den French Open gewinnen, bei denen er 1989 im Finale in 5 Sätzen gegen Michael Chang verlor, nachdem er zuvor im Halbfinale Boris Becker in 5 Sätzen besiegte.

    Demnächst mehr von den erfolgreichsten Spielern der Open Era. Auf den nächsten Plätzen folgen, soviel sei schon mal verraten:
    10. Andre Agassi
    11. Ivan Lendl
    12. Mats Wilander

  16. Alex

    Sag mal was ist eigentlich dein Problem???

    Die Grand Slams haben keine Reihenfolge. Das ist lediglich Ansichtssache. Und dir geht es auch nicht darum Rafael Nadal’s momentane Lage zu beurteilen. Die redest seine ganze Karriere klein. Das sieht man in sämtlichen Postings von dir. Zusätzlich ziehts du auch noch Agassi mit runter.

    Du postest nur Meinungen von verschiedenen Leuten keine Fakten. Weder ist bleacherreport eine seriöse Quelle und bei Wikipedia kann jeder schreiben was er meint. Wenn ich da jetzt meine Rangfolge irgendwo hinschreibe ist das auch nur meine Meinung und kein unwiderruflicher Fakt. Da würde man mit Sicherheit auch listen mit Reihenfolgen finden die völlig anders aussehen. Ein Boris Becker würde es nicht in meine Liste schaffen, aber wie gesagt das ist nur meine Meinung.

    • Experte

      Seltsam nur, wenn diese Meinungen von aktuellen und früheren Top-Spielern kommen.
      Hier noch mehr Aussagen von Tennisspielern. Zunächst von Lendl, der einst extra auf die French Open verzichtete, um endlich in Wimbledon zu gewinnen (dass Sampras seine Turnierplanung auf die French Open ausrichtete, hast du wohl ziemlich exklusiv, ich glaube eher, dass er während der French Open in Gedanken schon in Wimbledon war. Und es ist auch immer besser Belege zu liefern, so wie ich es tue;)): „Alle seine Erfolge auf Hartplatz hätte Lendl wohl lieber gegen einen Sieg in Wimbledon eingetauscht. Der große Traum vom Triumph an der Church Road blieb ihm verwehrt. „Bis ich gewinne oder sterbe“, antwortete er auf die Frage, wie lange er es in Wimbledon versuchen wolle.“
      http://de.tennisnet.com/a/die-zehn-besten-hartplatzspieler-aller-zeiten-54342

      Oder diese Aussagen über Wimbledon von aktuellen oder ehemaligen Tennisspielern:
      „Es ist mir egal, wenn ich kein einziges Match mehr gewinne. Was immer ich auch tue in meinem Leben, wohin ich gehe, ich werde immer ein Wimbledonsieger sein.“ (Ivanisevic)
      „Es ist unmöglich zu erklären, was passiert ist. Ich bin unheimlich glücklich. Wimbledon ist mein Lieblingsturnier. Den größten Spieler aller Zeiten zu schlagen – für mich ist das ganz, ganz wichtig“ (Nadal)
      „Wimbledon. Das ist so, als wenn du mit den 100 schönsten Frauen Liebe machst, die du je gesehen hast“ (Newcombe)
      „Dort herauszugehen, um auf dem Centre Court zu spielen, ist so wie in einem magischen Schaukasten in der Tenniswelt zu sein. Ich liebe es.“ (Connors)
      „Es ist schwer es mit etwas zu vergleichen, wenn du den Centre Court betrittst, vor allem in einem Finale. Und es ist eine Erfahrung, dem alle Spieler zustimmen – es ist einzigartig“ (Becker)
      „Du kannst nach London kommen als Nummer eins der Welt. Aber jeder denkt, dass du ein Niemand bist, bis du Wimbledon gewonnen hast. Sie tun so, als ob es das größte Turnier der Welt ist. Und sie haben Recht. Es ist das Besondere.“ (Sampras)
      „Ich bin froh, dass ich den Grand-Slam-Rekord hier brechen konnte. Denn Wimbledon ist das Turnier, das mir immer am meisten bedeutet hat.“ (Federer)
      „Du kannst nicht als ein großer Spieler in Betracht gezogen werden, wenn du nicht in Wimbledon gewonnen hast“ (Wilander, der Wimbledon nie gewann)

  17. Mig

    „Agassi hat einfach mit 8 Grand Slams zu wenig Grand Slams gewonnen, um zu den Greatest of all Times gezählt zu werden.“ (Zitat „Experte“).

    Alles klar..d.h. dann gehört wohl Jimmy Connors auch nicht dazu, ebenso wenig Edberg und Mc Enroe!
    Was für’n Quatsch…

    • Experte

      Entscheidend sind bei den grössten Champs der Open Era letztendlich die Titel bei den US Open und vor allem Wimbledon. Und da hat Agassi eben nur 3 gewonnen, davon lediglich ein Titel in Wimbledon während Connors und McEnroe beide je 7 mal bei den US Open und Wimbledon gewonnen haben. Die Gesamtzahl der gewonnenen Grand Slams ist von sekundärer Bedeutung. Klare Sache also für McEnroe und Connors. Wer allerdings nur ein Grand Slam gewonnen hat, auch wenn es Wimbledon ist, kann in meiner Rangliste nicht vor Spielern stehen, die 6 oder mehr Grand Slams gewonnen haben, auch wenn sie nicht in Wimbledon gewonnen haben. Deswegen stehen Wilander und Lendl klar vor Ivanisevic zum Beispiel.

  18. Experte

    Weiter geht es bald mit meiner ultimativen Rangliste der erfolgreichsten Tennisspieler der Open Era, welche insgesamt 31 Spieler umfasst. Übrigens werden Spieler, die nur Komplementär-Grand Slams gewonnen haben, nur dann berücksichtigt, wenn sie mindestens 3 Grand Slam-Siege vorzuweisen haben. Dies trifft auf den US-Amerikaner Jim Courier und den Brasilianer Gustavo Kuerten zu. Alle anderen Grand Slam-Sieger sind dabei, mit Ausnahme derer, die sowohl in der Open Era als auch vor der Open Era Grand Slams gewonnen haben (Rosewall, Laver, Newcombe).

  19. Experte

    So jetzt geht es also endlich weiter mit meiner Rangliste der erfolgreichsten Spieler der Open Era:
    10. Andre Agassi (1x Wimbledon, 2x US Open, 4x Australian Open, 1x French Open, 1x Masters)
    Andre Agassi gehört zu den 7 Spielern, die den Karriere-Grand Slam gewonnen haben. Auch das Masters konnte Agassi einmal gewinnen, zudem olympisches Gold. Da er bei den US Open und Wimbledon insgesamt „nur“ 3 mal gewonnen hat, liegt er in meiner Rangliste hinter Spielern wie Edberg, Nadal und Becker, die jeweils auf insgesamt 4 Siege bei diesen Grand Slams kommen.
    11. Ivan Lendl (3x US Open, 2x Australian Open, 3x French Open, 5x Masters)
    Lendl ist der beste Spieler der Open Era, der niemals Wimbledon gewinnen konnte. Dies ist der grosse Makel in seiner Karriere, in der er ansonsten alles gewonnen hat. Bei den US Open gehört er zu dem Kreis derer, die das Turnier mindestens 3 mal gewinnen konnten ((Federer, Sampras, Connors, McEnroe, Lendl). Insgesamt stand er 8 mal hintereinander im Finale der US Open, 3 mal hintereinander gewann er das Turnier (1985-1987), was vor ihm McEnroe gelang (1979-1981). Auch bei den French Open gewann Lendl 3 mal, was sonst nur noch dem Brasilianer Kuerten und dem Schweden Wilander in der Open Era gelang. Nur Borg und Nadal waren noch erfolgreicher bei den French Open. Und auch bei dem Masters gehört er zu den Erfolgreichsten mit seinen 5 Siegen (gleichauf mit Sampras und Djokovic, ein Titel weniger als Federer).
    12. Wilander (1x US Open, 3x Australian Open, 3 French Open)
    Auch Wilander konnte nie in Wimbledon gewinnen, aber immerhin einmal bei den US Open. Bei den Australian Open und French Open gehört er mit je drei Siegen zu den Erfolgreichsten der Open Era. Nur Wilander selbst und Federer (4 Siege), Agassi (4 Siege) sowie Djokovic (6 Siege) haben 3 oder mehr Siege bei den Australian Open in der Open Era vorzuweisen.
    Demnächst mehr von den erfolgreichsten Spielern der Open Era. Die nächsten Platzierungen:
    13. Arthur Ashe (USA)
    14. Leyton Hewitt (AUS)
    15. Stan Smith (USA)
    16. Andy Murray (GBR)

  20. Experte

    Und weiter geht es mit der ultimativen Rangliste der erfolgreichsten Spieler der Open Era:
    13. Arthur Ashe (USA) (1x Wimbledon, 1x US Open, 1x Australian Open)
    Der US-Amerikaner Arthur Ashe gewann je einmal bei den US Open, Australian Open und in Wimbledon. Im Wimbledon-Finale konnte er 1975 den Titelverteidiger Jimmy Connors in 4 Sätzen bezwingen. Sämtliche Grand Slam-Titel gewann er auf Rasen. Auch beim Masters stand er einmal im Finale, verlor aber gegen seinen Landsmann McEnroe.
    14. Lleyton Hewitt (AUS) (1x Wimbledon, 1x US Open, 2x Masters)
    Der Australier Lleyton Hewitt gewann je einmal die US Open und Wimbledon. Ausserdem konnte er auch zweimal das Masters für sich entscheiden, weswegen er vor den nächsten zwei Spielern liegt.
    15. Stan Smith (USA) (1x Wimbledon, 1x US Open, 1x Masters)
    Stan Smith gewann je einmal die US Open, Wimbledon und das Masters.
    16. Andy Murray (GBR) (1x Wimbledon, 1x US Open)
    Der Schotte Andy Murray gewann je einmal die US Open und in Wimbledon. Ausserdem gewann Murray noch olympisches Gold.
    17. Jan Kodes (Tschechoslowakei) (1x Wimbledon, 2x French Open)
    Jan Kodes gewann einmal in Wimbledon und 2 mal bei den French Open. Bei seinem Wimbledonsieg 1973 profitierte er allerdings von dem Boykott von 79 Spieler, davon 13 der Top 16. Auch der Titelverteidiger Stan Smith nahm an dem Turnier nicht teil. Jimmy Connors, Wimbledonsieger von 1974, nahm hingegen am Turnier teil. Kodes kam zwar am besten auf Sand zurecht, allerdings war er auch auf Rasen nicht zu verachten. Bei den US Open 1971 und 1973, die damals noch auf Rasen ausgetragen wurden, erreichte er jeweils das Finale. 1971 verlor er in 4 Sätzen gegen Stan Smith, 1973 in 5 Sätzen gegen John Newcombe, bekanntlich ein ausgesprochener Rasenspezialist, der alle seiner 7 Grand Slam-Titel (3x Wimbledon, 2x US Open, 2x Australian Open) auf Rasen gewann. Bei den Australian Open trat Kodes nie an.
    18. Guillermo Vilas (Argentinien) (1x US Open, 2x Australian Open, 1 French Open)
    Guillermo Vilas war ein ausgesprochener Sandplatzspezialist. Gemessen an seinen 46 Turniersiegen auf Sand (ein erst vor kurzem von Nadal gebrochener Rekord, ist seine Ausbeute bei den French Open mit nur einem Turniersieg (1977) allerdings eher enttäuschend. Ebenfalls 1977 gewann Vilas die US Open, welches damals auch auf Sand ausgetragen wurde. In den Jahren 1978 und 1979 gewann er die Australian Open, profitierte damals aber sicherlich davon, dass viele der besten Spieler dort nicht antraten. Gerade Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre waren die Australian Open nicht sonderlich gut besetzt. Connors zum Beispiel spielte nur zweimal bei den Australian Open (1974 gewann er das Turnier, 1975 verlor er das Finale gegen Newcombe).
    19. Michael Stich (Deutschland) (1x Wimbledon, 1x Masters)
    Michael Stich führt die interne Liste der Spieler, welche einmal in Wimbledon triumphierte, aber keine weiteren Grand Slam-Titel gewann (Stich, Ivanisevic, Cash, Krajicek). 1991 schlug Stich im Finale Boris Becker. Ausserdem gewann Stich einmal das Masters und olympisches Gold, weswegen er vor den folgenden Spielern liegt.
    20. Goran Ivanisevic (Kroatien) (1x Wimbledon)
    Ivanisevic gewann 2001 das Turnier in Wimbledon mit einer Wild Card! Zuvor stand er schon dreimal im Wimbledon-Finale, verlor aber einmal gegen Agassi in 5 Sätzen und zweimal gegen Sampras in 3 (6:7, 6:7, 0:6) bzw. 5 Sätzen. Die zahlreichen Finals in Wimbledon haben den Ausschlag für seine Platzierung gegeben.
    21. Pat Cash (AUS) (1x Wimbledon)
    Cash gewann 1987 das Wimbledon-Finale gegen Lendl, der auch 1986 das Finale verlor (gegen Becker). Im selben Jahr verlor er das letzte Australian Open-Finale auf Rasen gegen Edberg in 5 Sätzen. 1988 verlor er erneut das Australian Open-Finale, erstmals auf Hartplatz ausgetragen, wieder in 5 Sätzen, diesmal gegen Mats Wilander.
    22. Richard Krajicek (Niederlande) (1x Wimbledon)
    Krajiceks größter Erfolg war der Triumph 1996 im Herreneinzel von Wimbledon, wo er als ungesetzter Spieler das Finale gegen MaliVai Washington gewinnen konnte. Im Verlauf des Turniers schaltete er auch Titelverteidiger Pete Sampras aus.
    23. Patrick Rafter (AUS) (2x US Open)
    Der Australier Patrick Rafter gewann 1997 und 1998 die US Open. In den Jahren 2000 und 2001 stand er im Finale von Wimbledon, verlor aber zunächst gegen Sampras in 4 und dann gegen Ivanisevic in einem 5-Satz-Krimi.
    24. Ilie Nastase (Rumänien) (1x US Open, 1x French Open, 4x Masters)
    Nastase gewann je einmal bei den US Open (1972 auf Rasen) und den French Open (1973). Seine beiden Einzel-Endspiele in Wimbledon verlor er 1972 gegen Stan Smith und 1976 gegen Björn Borg. Außerdem gewann er vier Mal das Masters (1971, 1972, 1973 und 1975), womit er zu den erfolgreichsten Spielern bei diesem Turnier gehört (Becker/McEnroe gewannen das Masters je 3 mal, Nastase 4 mal, Djokovic, Lendl, Sampras je 5 mal, Federer 6 mal).
    Demnächst mehr von den erfolgreichsten Spielern der Open Era. Die letzten Platzierungen seien schon mal verraten:
    25. Marat Safin (Russland)
    26. Jim Courier (USA)
    27. Andy Roddick (USA)
    28. Manuel Orantes (Spanien)
    29. Juan Martín del Potro (Argentinien)
    30. Marin Cilic (Kroatien)
    31. Gustavo Kuerten (Brasilien)

  21. Alex

    Hier ist mein letzter Kommentar in dieser Sache. Dann kannst du mit dir selber diskutieren, da gibt es wenigstens keinen Widerspruch. Erstens einmal, niemanden interessiert deine Ranglisten. Es ist völlig egal ob jemand die US Open, oder vielleicht eher die Australian Open gewonnen hat. Wimbledon und US Open sind NICHT bedeutender. Deine Ansichten sind absolut merkwürdig und werden wahrscheinlich nur von wenigen geteilt. Sicher wollen viele Spieler mal Wimbledon gewinnen. Hat aber deswegen keine größere Bedeutung in historischer Sicht. Es ist eher ein sentimaler Wert, kein Zeichen von Größe. Das Masters ist zwar ein wichtiges Turnier, keine Frage, steht aber mindestens eine Stufe unter den Grand Slams. Und das ist nicht nur meine Meinung. Boris Becker’s Masters Titel sind daher in keinster Weise mit 7 Grand Slams zu vergleichen. Da hat wohl jemand die deutsche Brille aufgehat. Du wirst keinen ehemaligen Spieler finden, der ihn so weit oben einreiht. Meiner Meinung nach gehören auf jeden Fall Agassi, Lendl und Nadal sowieso vor Becker. Am besten ist er vergleichbar mit Edberg. Ein Minus ist seine kurze Zeit auf Nr. 1. Und wenn du die Masters Titel so wichtig einschätzt, warum ist Lendl dann so weit hinten???. Ja ich weiß, Wimbledon siehst du als heilig an, ist aber kein Grund ihn dahinter einzustufen. Wawrinka hast du wahrscheinlich auch nicht berücksichtigt, weil der die „falschen“ Slams gewonnen hat. Äußerst respektlos kann ich da nur sagen.

    • Experte

      Nur noch mal zur Erinnerung: „Du kannst nicht als ein großer Spieler in Betracht gezogen werden, wenn du nicht in Wimbledon gewonnen hast“ (Wilander, der Wimbledon nie gewann). Meine merkwürdigen Ansichten werden also auch von einem ehemaligen Tennisspieler geteilt, der alle Grand Slams bis auf Wimbledon gewonnen hat. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes merkwürdig. Auf Lendl und Becker bezogen, kann das ja nur bedeuten: Becker muss als dreimaliger Wimbledonsieger als grosser Spieler angesehen werden. Er war zu seiner Zeit erst der dritte Spieler, der 3 oder mehr Einzeltitel in Wimbledon gewonnen hat, nach solchen Champs wie Borg und McEnroe (inzwischen haben Sampras, Federer und Djokovic nachgezogen). Das verdeutlicht, wie gross er war. Das hat auch nichts mit deutscher Brille zu tun, sondern schlichtweg mit Objektivität, die freilich die grössere Bedeutung und das grössere Prestige der beiden wichtigsten Grand Slams und hier Wimbledon an erster Stelle besonders berücksichtigt. Ich bin nämlich kein Patriot. Lendl kann nicht als grosser Spieler in Betracht gezogen werden, da er nie Wimbledon gewonnen hat. Das ist meine und Wilanders Ansicht. Nichtsdestotrotz freue ich mich für Lendl, dass er als Trainer von Murray doch noch in Wimbledon triumphierte. Du kannst ja anderer Ansicht sein als ich und diese auch äussern. Ich habe nämlich nichts gegen Widerspruch (im Gegensatz zu dir wie mir scheint). Allerdings stehe ich wirklich nicht mit meinen Ansichten alleine da, siehe die Äusserungen ehemaliger und aktueller Tennisspieler. Die 5 Masters-Titel von Lendl sind in der Tat sehr respektabel, aber du sagst ja selbst, dass dieses Turnier hinter den Grand Slams steht (Eine Ansicht, die ich so nicht ganz teile. Das Masters steht hinter Wimbledon und US Open, bei den Australian Open und French Open muss man das schon ein wenig differenzierter sehen: Ist ein Sieg beim Masters, bei dem die 8 Erstplatzierten der Weltrangliste unter sich den Sieger ausspielen, wirklich als weniger bedeutend anzusehen als ein gewonnener Titel bei den Australian Open Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre, als viele Weltklassespieler erst gar nicht am Turnier teilgenommen haben? Die Frage muss zumindest erlaubt sein.). Zudem kommt, dass Becker selbst mit 3 Masters-Titeln zu den Erfolgreichsten der Masters-Geschichte zählt. Ja, keiner von den 12 Ersten meiner Rangliste stand kürzer an der Weltspitze als Becker. Aber die Weltrangliste habe ich eh nicht als Kriterium berücksichtigt. Und immerhin war er ja mal die Nummer 1, während Nadal als einziger der grossen 10 nie das Masters gewinnen konnte;). Das fällt eben doch auf, genauso wie, dass Borg nie die US Open gewinnen konnte. Die Liste derer, die nie die French Open gewinnen konnten, ist ungleich länger unter den ersten 10 meiner Rangliste: Sampras, McEnroe, Djokovic, Connors, Becker und Edberg. 6 von 10 also. Diese Spieler deswegen nicht als grosse Spieler in Betracht zu ziehen, weil sie nicht die French Open gewonnen haben, wäre allerdings vollkommen absurd und keiner kommt auf diese Idee. Man muss sich ja auch nur mal angucken, welche, mit Verlaub, Graupen die French Open gewonnen haben: Gaudio, Muster, Andres Gomez, Adriano Panatta (!). Für mich sind die French Open ohnehin das mit Abstand langweiligste Grand Slam-Turnier. Warum spielt man nur so kurz vor Wimbledon, dem absoluten Highlight der Saison, so einen Langeweiler-Grand Slam? Er verkürzt mir zwar ein bisschen das Warten auf Wimbledon, aber eben mehr schlecht als recht. Dazu kommen dann noch die Vorbereitungsturniere auf Roland Garros. Kein anderer Grand Slam hat soviele Vorbereitungsturniere wie Roland Garros. Das steht in keinem Verhältnis zur Bedeutung des Turniers. Wenn man Roland Garros im April spielen würde, könnte man mehr Rasenturniere vor Wimbledon spielen und die absolute Langeweile-Phase zwischen den Australian Open und French Open, in denen keine wichtigen Turniere gespielt werden, wäre damit verkürzt. Man müsste nur noch ein paar von den Sandturnieren vor Roland Garros streichen, diese Vorbereitungsphase halte ich nämlich für unglaublich aufgebläht und führt bei mir immer dazu, dass ich froh bin, wenn die Sandplatzsaison endlich vorbei ist.

  22. Experte

    Ach, kurz noch zu Wawrinka: Er braucht ja nur noch einen Grand Slam-Sieg, um in meiner Liste aufgenommen zu werden. Und ich würde mich auch sehr für ihn freuen. Und ich traue es ihm auch zu! Aber irgendwo musste ich halt die Grenzen ziehen. Und wenn man sich die Liste anguckt, fällt auf: Es sind alles klangvolle Namen, keine Graupen wie Kriek (2x Australian Open, als die Besten nicht mitspielten), Gaudio, Muster, Andres Gomez, Adriano Panatta (!) sind dabei. Mit 31 Spielern ist meine Liste auch überschauber. Es sind also wirklich die Besten der Open Era ohne dass ich mich nur auf die 10 Grossen beschränkt habe. Ich bin in jedem Fall sehr zufrieden mit dieser Liste!

  23. Experte

    Bevor es weiter geht mit meiner ultimativen Rangliste der erfolgreichsten Tennisspieler der Open Era eine kleine Korrektur bei der Platzierung:
    27. Manuel Orantes (Spanien)
    28. Andy Roddick (USA)
    Die Begründung erfolgt später. Jetzt aber geht es weiter mit der Rangliste:

    25. Marat Safin (Russland) (1x US Open, 1x Australian Open)
    Der Russe Marat Safin konnte je einmal bei den US Open und Australian Open gewinnen. 2000 gewann er mit den US Open sein erstes Grand-Slam-Turnier. Dabei besiegte er den viermaligen US-Open-Sieger Pete Sampras glatt in 3 Sätzen mit 6:4, 6:3 und 6:3. Tennisexperten sahen in Safin einen neuen Stern am Tennishimmel, der die Tenniswelt in den nächsten Jahren dominieren würde. Aber eine Serie von Konzentrationsfehlern und instabilen Spielen, die seinen unberechenbaren Temperamentsausbrüchen angelastet wurden, widerlegten diese Prognose. Zusätzlich zog er sich mehrere Verletzungen zu, die sein Spiel so sehr beeinträchtigten, dass er 2003 den Großteil der Saison pausieren musste.
    Safin erreichte drei weitere Grand-Slam-Finals, alle bei den Australian Open (2002, 2004 und 2005). Erst 2005 konnte er dann den Pokal in die Luft strecken, nachdem er Lokalmatador Lleyton Hewitt in vier Sätzen mit 1:6, 6:3, 6:4, 6:4 besiegte. Im Halbfinale hatte Safin zuvor Roger Federer in einem Fünf-Satz-Krimi niedergerungen. Safin zeigte dabei ungewöhnliche Ruhe und Überlegenheit und beendete damit Federers Siegesserie. Die Finalniederlage gegen den Schweden Thomas Johansson (eine von mir noch ungenannte Graupe) lieferte dabei eine besondere Pointe: Der dem Feiern nicht abgeneigte Safin nahm seinen Gegner offensichtlich auf die leichte Schulter und feierte schon mal seinen vermeintlichen Turniersieg vor. Mit dem Resultat, dass er nach gewonnenem ersten Satz noch in 4 Sätzen verlor, nachdem ihn die Kräfte verliessen. Soviel zur Bedeutung der Australian Open. Auf ein US Open- oder Wimbledon-Finale hätte er sich, unabhängig vom Finalgegner, sicher ernsthafter vorbereitet!
    26. Jim Courier (USA) (2x Australian Open, 2x French Open)
    Der sympathische US-Amerikaner konnte je zweimal die Australian Open und French Open gewinnen. Damit ist er der erfolgreichste Spieler der Open Era, welcher lediglich Komplementär-Grand Slams gewinnen konnte. Er stand allerdings auch im Finale der US Open und im Wimbledon-Finale. In Wimbledon verlor er 1993 in 4 Sätzen gegen Sampras, der damals seinen ersten von 7 Titeln an der Church Road gewann. 1991 hat er im Finale der US Open klar das Nachsehen gegen Edberg. Mit 6:2, 6:4, 6:0 gewann der Schwede überaus deutlich. Für diese klare Niederlage konnte sich Courier indes gleich zweimal bei den Australian Open revanchieren: Sowohl 1992 als auch 1993 konnte er sich im Finale in jeweils 4 Sätzen gegen Edberg durchsetzen. 1991 gewann er das Finale der French Open nach 1:2-Satzrückstand noch in 5 Sätzen gegen seinen Landsmann Agassi. Ein Jahr später verteidigte er seinen Titel in Roland Garros. Gegen den tschechen Petr Korda gewann er glatt in 3 Sätzen im Finale. Auch im Masters-Finale stand er einmal (1992), verlor aber glatt in 3 Sätzen gegen Boris Becker.
    27. Manuel Orantes (Spanien) (1x US Open, 1x Masters)
    Die Höhepunkte seiner Laufbahn waren der Gewinn der US Open in Forest Hills, als er am 7. September 1975 im Finale den topgesetzten Jimmy Connors glatt in drei Sätzen besiegte (damals noch auf Sand) und der Sieg bei den Masters in Houston im Jahr 1976 gegen den Polen Wojtek Fibak (5:7, 6:2, 0:6, 7:6, 6:1). 1974 stand er im French Open-Finale, 1972 im Halbfinale von Wimbledon.
    28. Andy Roddick (USA) (1x US Open)
    2003 gewann Roddick bei den US Open seinen einzigen Grand-Slam-Titel. 2004, 2005 und 2009 stand er jeweils im Wimbledon-Finale gegen Federer, verlor aber sämtliche Finals, das letzte davon denkbar knapp mit 14:16 im fünften Satz. Aufgrund seiner 3 Wimbledon-Finals hatte ich ihn zunächst vor Orantes platziert, da mir erst später aufgefallen ist, dass Orantes auch einmal das Masters gewonnen hat.
    29. Juan Martin del Potro (Argentinien) (1x US Open)
    Ohne seine chronische Verletzungsanfälligkeit hätte der Argentinier vielleicht schon mehr Grand Slams gewonnen. Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres 2009, den US Open in New York, erreichte Del Potro erstmals das Finale eines Turniers der höchsten Kategorie. Im Halbfinale hatte er zuvor den Weltranglistendritten Rafael Nadal ausgeschaltet und dem Spanier mit dem 6:2, 6:2 und 6:2 seine bisher deutlichste Niederlage auf Grand-Slam-Niveau zugefügt. Im Finale schlug Del Potro den Weltranglistenersten und fünfzehnfachen Grand-Slam-Sieger Roger Federer, der bei den US Open bis dahin fünf Titel und 41 Spiele in Folge gewinnen konnte. Nach Verlust des ersten Satzes und Breakrückstand im zweiten Satz, konnte der Argentinier die Partie nach fünf Sätzen und mehr als vier Stunden Spielzeit noch mit 3:6, 7:6, 4:6, 7:6 und 6:2 für sich entscheiden. Del Potro war nach sechs Jahren der erste Spieler seit Landsmann David Nalbandian, der Federer bei den US Open schlagen konnte. Außerdem gelang es ihm als ersten, Roger Federer und Rafael Nadal im selben Grand-Slam-Turnier zu bezwingen. Del Potro ist mit einer Größe von 1,98 Metern der größte Spieler, der je ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte. Es war der zweite Sieg eines Argentiniers bei den US Open nach Guillermo Vilas, der im Jahr 1977 allerdings noch auf Sand gewann, und somit überhaupt der erste argentinische Grand-Slam-Erfolg auf Hartplatz.
    Bei den French Open 2009 kam Del Potro bis ins Halbfinale. Hier scheiterte er in einem engen Match über fünf Sätze am späteren Sieger Roger Federer.
    Ende 2009 erreichte er das Masters-Finale, verlor dieses aber glatt gegen den Russen Dawidenko.
    Im Jahre 2013 kam er in Wimbledon bis ins Halbfinale. Gegen Novak Đoković verlor er nach 4 Stunden und 43 Minuten mit 5:7, 6:4, 6:7 (2:7), 7:6 (8:6) und 3:6. Dies war das längste Halbfinale in der Geschichte Wimbledons.
    2012 konnte del Potro die olympische Bronze-Medaille in London (auf dem heiligen Rasen von Wimbledon) gewinnen. In einem fast viereinhalb Stunden langen Halbfinale verlor er gegen Roger Federer zunächst mit 6:3, 6:7, 17:19 und somit in der sechsten Partie des Jahres gegen den Schweizer zum sechsten Mal. Im Spiel um die Bronzemedaille besiegte er dann Novak Đoković mit 7:5 und 6:4 und sicherte Argentinien dadurch die erste Medaille dieser Olympischen Sommerspielen.
    30. Marin Čilić (Kroatien) (1x US Open)
    2014 erreichte Marin Čilić bei den US Open an Nummer 14 gesetzt erstmals das Finale eines Grand-Slam-Turniers. Im Halbfinale besiegte er dabei Roger Federer mit 6:3, 6:4 und 6:4. Das Finale gewann er gegen den an Position zehn gesetzten Kei Nishikori, der zuvor den Weltranglistenersten Novak Đoković geschlagen hatte, mit 6:3, 6:3 und 6:3. 2010 hatte er bereits einmal das Halbfinale bei den Australian Open erreichen können. 2015 kam er als Titelverteidiger bis ins Halbfinale der US Open, verlor aber dann klar in 3 Sätzen gegen Djokovic.
    31. Gustavo Kuerten (Brasilien) (3x French Open, 1x Masters)
    Sein Durchbruch gelang Kuerten bei den French Open 1997, als er als Nr. 66 der Weltrangliste ungesetzt antrat und das Turnier gewann. Somit ist Kuerten neben Mats Wilander 1982 und Gastón Gaudio 2004 der einzige männliche Spieler, welcher den French Open Titel als Ungesetzter gewann.
    Kuerten war vor allem auf Sand erfolgreich. Er gewann dreimal das wichtigste Sandplatzturnier der Welt, die French Open und gehört damit zu den wenigen in der Open Era, die die French Open mindestens 3 mal gewinnen konnten (Nadal, Borg, Wilander, Lendl, Kuerten). Außerdem gewann er im Jahr 2000 das Masters (6:4, 6:4, 6:4 gegen Agassi im Finale) und wurde damit zur Nummer eins der Weltrangliste. Und dass obwohl er bei allen anderen Grand Slams ausser den French Open nie über das Viertelfinale hinauskam. Das muss man auch erst mal schaffen!
    Kuerten war und ist immer noch äussert beliebt bei den Zuschauern der French Open. Dass hat er somit Nadal voraus, der immer der ungeliebte Champ in Paris geblieben ist.

    Diese Rangliste wird von mir nach jedem Grand Slam-Tunier aktualisiert, unabhängig davon, ob es Verschiebungen oder Neuaufnahmen gibt. Es sei denn, ein Spieler gewinnt zum ersten oder zweiten Mal ein Komplementär-Grand Slam und hat keine Siege bei den First Class-Grand Slams (Wimbledon&US Open) vorzuweisen. In diesem Fall gilt natürlich meine Regel, dass mindestens 3 Komplementär-Grand Slams gewonnen werden müssen, um in meine Liste aufgenommen zu werden.

  24. Brittavon Reinprecht

    Das was da über Rafa geschrieben wird grenzt schon an Grober Bloedheit! Wie kann man zum Teil so über ihn kommentieren ohne ihn richtig zu kennen! Ich glaube, wenn einer wie Rafa 9 mal Roland Gaross gewonnen hat 2nal Wimbledon 2mal die USOpen und ich glaube 27 mal die Masters , kann man nicht von einem Spieler reden, der bald aufhören wird. Ach so ja auch bei Olympia Gold im Einzel!! Hört auf über ihn zu quatschen, der kommt schon wieder!!!

  25. Brittavon Reinprecht

    Noch eine Sach, die mir am Herzen liegt. Mats Wilander , der noch nie Wimbledon gewonnen hat, sollte nicht so viel reden. Er ist auch wegen Doping gesperrt worden!!

  26. DjokerNole

    Ich bin ein großer Nole Fan und auch wenn der Djoker in deiner Rangliste jetzt schon vor Nadal steht kann ich dem nicht zustimmen.
    Zu der Sache mit den Grand Slams jeder Grand Slam ist wichtig.
    Wimbledon hat eben eine große Tradition aber deswegen ist das Turnier nicht wichtiger als RG oder als die AO.
    Außerdem hat jeder Spieler seine Stärken und seine Schwächen.
    Jeder Spieler spielt auf einem Belag am besten.
    Bei Nadal ist es Sand bei Federer ist es der Hartplatz ( er hat zwar 7 mal auf rasen Wimbledon gewonnen aber man muss auch beachten dass er die meisten Titel auf Hartplatz gewonnen hat)
    Bei Djokovic ist es so dass er auf allen Belägen relativ gut zurecht kommt ( wie Federer auch nur der hatte auf Sand gegen Nadal zu häufig das nachsehen)
    und so auch auf Sand Nadal schlagen kann.
    Sein erfolgreichster Belag ist aber trotzdem Hartplatz.
    Nur weil Nadals spiel auf Sand ausgelegt ist und ihm die anderen 2 Beläge nicht so sehr liegen heißt das nicht dass er nicht zu den allergrößten der Tennisgeschichte gehört.
    Klar sollte ein Weltklasse Spieler jeden großen Titel mindestens einmal gewinnen.
    Deswegen wäre Djokovic wenn er die GS Titel von Federer einholt ohne die French Open zu gewinnen nicht der beste aller Zeiten.
    Und Nadal hat halt die Atp World Tour Finals noch nie gewonnen.
    Trotz dessen das Nadal so abhängig vom Sand ist hat er es geschafft 5 GS Titel auf anderen Belägen zu gewinnen.
    Außerdem hat er 26 Masters Turniere gewonnen welche nach den GS die wichtigsten Turniere sind ( an die die jetzt sagen die sind nur Vorbereitung auf die GS das stimmt nicht, durch die Masters Turniere kann man mehr Punkte gewinnen als durch die GS( also insgesamt )).
    Klar hat er die meisten auf Sand gewinne aber dann kann man auch sagen dass Federer die meisten Masters auf Hartplatz gewinnt.
    Also gehört Nadal zu den 5 besten aller Zeiten.

    Am Ende noch ein Statement an alle Federer Fans

    Djokovic wird der beste Spieler aller Zeiten werden dafür muss er nur:

    Seine 17 GS Titel knacken ( ist zu packen da er dieses Jahr den Golden Slam gewinnen wird)

    länger als 302 Wochen Nr.1 bleiben (er muss bis zum August 2018 der Beste bleiben da ist er 31)

    Masters Rekord von Nadal knacken (26) ( schafft er dieses Jahr in Indian Wells )

    meiste siege ( kann er schaffen)

    meiste Siege bei den Atp World Tour Finals (6) ( er muss noch 2 gewinnen schafft er)

    Also alles ist gesagt ihr könnt nichts dagegen sagen

    • Experte

      Ich bin mir nicht so sicher, dass Djokovic die 17 Grand Slam-Titel von Federer einholt oder sogar mehr gewinnt. Ich halte Djokovic aber für den einzigen Spieler, der dies erreichen kann. Nadal habe ich da nicht mehr auf der Rechnung. Jeder setzt da halt andere Prioritäten. Aber zu behaupten, dass man als Weltklassespieler jedes GS-Turnier mindestens einmal gewinnen muss, halte ich dann doch für etwas gewagt. Dann gab es in der ganzen Geschichte ja nur 7 Weltklassespieler und Spieler wie Sampras und auch Djokovic sind/waren keine Weltklassespieler, ein Andre Agassi hingegen schon, obwohl er „nur“ 8 Grand Slams gewonnen hat, während Djokovic und Sampras bereits 11 bzw. 14 Grand Slams gewonnen haben und dabei 5 bzw. 12 Siege in Wimbledon und bei den US Open vorzuweisen haben, während Agassi nur 3 mal dort gewinnen konnte (1x Wimbledon, 2x US Open). Da kann ja irgendwas nicht stimmen. Ich bin Federer-Fan. Die Siege bei den Masters 1000-Turnieren sind für mich zweitrangig. Geschichte wird bei den Grand Slams geschrieben und beim Masters. Die meisten Turnier-Siege insgesamt zu haben, ist auch ganz nett, aber auch nicht wirklich entscheidend. Über einen langen Zeitraum die Weltrangliste anzuführen, spiegelt die Dominanz eines Spielers wider, die aber auch durch die gewonnenen Grand Slams zum Ausdruck kommt. Boris Becker zum Beispiel war nie so dominierend, sondern zählte mit Lendl und Edberg zusammen zu den Besten in der 2. Hälfte der 80er. Bei den Grand Slams und dem Masters aber war er eben aussergewöhnlich erfolgreich. Dabei zählt für mich an erster Stelle Wimbledon, dann die US Open. Danach kommen die beiden anderen Grand Slams. Die Erfolge beim Masters können, wenn man dort aussergewöhnlich erfolgreich war (ab 3 Siegen), wichtiger sein als die Erfolge bei den French Open und Australian Open. Meine Platzierung der Spieler Becker, Nadal und Edberg ist ein gutes Beispiel hierfür: Alle 3 haben je 4 mal in Wimbledon und bei den US Open gewonnen. Becker rangiert aber vor den beiden anderen, weil er 3 mal in Wimbledon gewonnen hat, Edberg und Nadal nur zweimal (was immer noch herausragend ist, denn insgesamt haben es nur 11 Spieler in der Open Era geschafft, Wimbledon mindestens zweimal zu gewinnen (neben den ersten 9 meiner Liste auch Newcombe und Laver, die ich aber für meine Liste nicht berücksichtigt habe, da sie auch vor der Open Era Grand Slams gewonnen haben)). Als zusätzliches Plus für Becker kommt hinzu, dass er 3 mal das Masters gewann (Edberg einmal, Nadal nie). Dies ist aber nicht mehr wichtig für die interne Rangliste der drei Spieler, da die Wimbledonsiege schon den Ausschlag für Becker gegeben haben. Sie vergrössern den Abstand zu den anderen Beiden ein wenig. Nadal folgt dann hinter Becker, aber noch vor Edberg, da er genauso wie Edberg je 2 mal in Wimbledon und bei den US Open gewonnen hat, aber bei den Komplementär-Grand Slams (French Open und Australian Open) insgesamt erfolgreicher war. Edberg hat zwar einmal das Masters gewonnen, er ist bei diesem Turnier aber nicht aussergewönlich erfolgreich gewesen, so dass ich erst gar nicht lange über die Platzierung dieser Beiden nachdenken musste. Djokovic steht nun für mich vor Nadal, weil er schon insgesamt 5 mal bei den US Open und in Wimbledon gewonnen hat, davon 3 mal in Wimbledon. Dazu kommen die inzwischen schon 5 Masters-Titel. So gesehen hat er jetzt schon 16 Titel bei den wichtigsten Turnieren, Nadal nur 14. Für einige ist Federer zum erfolgreichsten Spieler aller Zeiten geworden, als er die French Open gewonnen hat. Für mich nicht. Für mich ist er dies erst geworden, als er 2012 zum 7. Mal in Wimbledon gewann und mit Sampras gleichzog. Dass er in der Zwischenzeit auch schon 16 Grand Slam-Titel gewonnen hatte, Sampras aber „nur“ 14 war für mich nicht entscheidend. Mit dem Wimbledon-Sieg 2012 hat er nun 7 Triumphe in Wimbledon vorzuweisen und 5 bei den US Open, genauso wie Sampras also, beim Masters aber gewann er 6 mal, Sampras „nur“ 5 mal, ausserdem gewann er 4 mal die Australian Open und einmal die French Open, während Sampras nur zweimal bei den Australian Open gewann und nie bei den French Open. Und das schreibe ich als Federer-Fan! Meine Prioritäten-Setzung spiegelt sich auch in meiner Rangliste wider. Ich platziere nicht einfach nur nach der Anzahl der gewonnenen Grand Slams eines Spielers, sondern zunächst nach der Anzahl der gewonnen Titel bei den US Open und vor allem Wimbledon. So ist ein Vilas (Argentienien) in meiner Rangliste mit seinen 4 Grand Slam-Titeln (mit einem US Open-Titel) hinter Leyton Hewitt (AUS), Stan Smith (USA) und Andy Murray (GBR) platziert, da diese je einmal in Wimbledon und bei den US Open gewonnen haben. Er liegt aber auch hinter Kodes, der einmal in Wimbledon gewann und 2 mal die French Open. Andererseits liegt er vor Stich, Ivanisevic, Cash und Krajicek, die je einmal in Wimbledon gewannen. Hier haben die 4 gewonnenen Grand Slams gegenüber je einem den Ausschlag gegeben, da Vilas auch einmal die US Open gewann. Courier hat zwar auch 4 Grand Slams gewonnen, aber nur bei Komplementär-Grand Slams. Da wiegt ein Wimbledon-Titel schwerer, weswegen Courier hinter Stich, Ivanisevic, Cash und Krajicek platziert ist. Rafter ist mit seinen 2 US Open-Titeln auch noch vor Courier platziert. Da Safin und Nastase neben einem US Open-Titel auch noch einen Titel bei den Australian Open (Safin) bzw. French Open (Nastase) gewannen, liegen auch diese beiden Spieler noch vor Courier. Nastase liegt vor Safin aufgrund seiner 4 gewonnenen Masters-Titel. Wer als Spieler einmal die US Open gewonnen hat, aber keine weiteren Grand Slams gewonnen hat, liegt in meiner Rangliste hinter einem Spieler, der 4 Komplementär-Grand Slams gewonnen hat, aber nie bei den US Open und in Wimbledon gewinnen konnte (Courier), aber vor einem Spieler, der 3 Komplementär-Grand Slams gewonnen hat und ebenfalls nicht in Wimbledon und bei den US Open gewann (Kuerten). Hier wird also auch die Höherwertigkeit von Wimbledon gegenüber den US Open berücksichtigt, denn Stich und Co sind ja vor Courier platziert, während Cilic, Orantes, Roddick und del Potro hinter Courier liegen, aber vor dem dreimaligen French Open-Sieger Kuerten. Bei dieser Rangfolge bin ich strikt nach diesen Kriterien vorgegangen. Ich habe also keineswegs die Erfolge von Nadal oder auch Agassi kleingeredet, wie mir unterstellt wurde. Beide finden sich ja auch unter meinen Top Ten der Open Era, was dieser Behauptung ja auch widerspricht. Bei Nadal habe ich auch gleich herausgestellt, dass er der Rekord-Sieger bei den French Open ist und auch der beste Sandplatzspieler aller Zeiten ist.

      • Stefan Höfel

        Ich kann die schlechte Einstufung von Lendl nicht nachvollziehen, denn Wimbledon wird auf Lendls schlechtestem Belag ausgetragen. Trotzdem stand er dort u.a. fünfmal in Folge mindestens im Halbfinale (1986-1990). Er fügte Becker die deutlichste Rasenniederlage der Karriere zu, Finale von Queens 1990. Becker war damals amtierender Wimbledonsieger. Lendl wurde fünfmal ungeschlagen Masterssieger, Sampras nie. Auch Becker wurde nie ungeschlagen Masterssieger. Lendl ist (noch) der einzige Spieler, der sowohl French als auch US Open mehr als zweimal gewann. Apropos Beläge: Wilander gewann die Australian Open zweimal auf Rasen, erreichte aber nie mehr als Viertelfinale in Wimbledon. Und Becker stand nie im Finale der French Open, da er seine drei Halbfinals dort verlor. Von seinen sechs Sandplatzfinals gewann er keines, ja er gewann sogar keinen der sechs im Tiebreak entscheidenen Sätze. Das nur mal zur Info.

        • Experte

          Wenn das stimmt, hast du sehr gut recherchiert. Ich würde mich darüber freuen, wenn du mir einen Link zu den Masters schicken könntest. Dass sowohl Becker als auch Sampras nie ungeschlagen den Titel beim Masers gewinnen konnten, klingt für mich unglaublich, da beide zusammen ja auf 8 Titel kommen. Letztendlich zählt aber der Titel. Die 5 Masters-Titel von Lendl habe ich auch herausgehoben. Und in Wimbledon hat er sich ja auch sehr gut geschlagen. Den Titel konnte er aber letztendlich nie holen. Dass er Becker 1990 im Finale von Queens so vernichtend schlagen konnte ist zwar bemerkenswert, aber es war eben nur ein Vorbereitungsturnier (wenn auch ein sehr traditionsreiches (ausgetragen seit 1890)) für Wimbledon und nicht das Wimbledon-Finale. Das bestritten in dem Jahr Edberg und eben Becker. Und Becker hätte sogar beinahe das Turnier gewonnen. Nachdem er die beiden ersten Sätze klar mit je 2:6 verloren hatte, startete er eine furiose Aufholjagd, gewann die Sätze 3 und 4 mit 6:3 und lag auch im fünften schon mit Break vorne. Doch dann gelang es Edberg wiederum dem fünften Satz eine Wende zu geben, indem er Becker noch zweimal breakte und schliesslich den fünften Satz mit 6:4 gewann. Es war für Becker die bitterste Niederlage. Er hätte mit 4 Siegen in Wimbledon gleichziehen können mit Rod Laver (das hätte ihn in meiner Rangliste übrigens noch weiter nach oben rutschen lassen). Die Niederlage ein Jahr später gegen Stich war zwar auch bitter, aber da roch Becker ja nie am Sieg wie 1990. Lendl hat sogar je dreimal bei den french und US Open gewonnen. Wilander hat je dreimal bei den French Open und Australian Open gewonnen. Das bei den US Open und in Wimbledon zu erreichen, den beiden prestigeträchtigsten Turnieren ist für mich aber wesentlich bemerkenswerter. Nichtsdestotrotz habe ich diese Fakten weder bei Lendl noch bei Wilander unterschlagen. Dass Becker keinen Sieg auf Sand zu verzeichnen hat, ist allgemein bekannt. Aber Sand ist schliesslich nur ein Belag, auf dem Tennis gespielt wird. 1989 war er sogar relativ kurz davor, die French Open zu gewinnen. Im Halbfinale verlor er in 5 Sätzen gegen Edberg (wieder mal nach 0:2-Satzrückstand), der danach in 5 gegen Chang verlor. Wenn er das Spiel gewonnen hätte, hätte er, so glaube ich, auch das Finale gewonnen. Ich kann mich nämlich an kein Spiel erinnern, dass er gegen Chang verloren hat. Angeblich soll McEnroe auch nie ein Sandplatzturnier gewonnen. 1984 im Finale der French Open sah er aber gegen Lendl schon wie der sichere Sieger aus, nachdem er die beiden ersten Sätze gewonnen hatte. Letztendlich aber konnte Lendl ihn doch noch bezwingen. Über das grossartige Talent eines John McEnroe gibt es aber kaum zwei Meinungen, auch wenn er nie ein Turnier auf Sand gewinnen konnte. Das ist halt eher der Belag für die Tennis-Arbeiter a la Lendl. Eine Aussage diesbezüglich von McEnroe über Lendl und sich selbst: „Ich habe mehr Talent in meinem kleinen Finger als Lendl in seinem gesamten Körper“, schimpfte McEnroe, der sich mit fast jedem Spieler anlegte, über den Tennis-Arbeiter Lendl.“

          http://de.tennisnet.com/a/die-magie-von-wimbledon-die-zehn-besten-rasenspieler-aller-zeiten-55735

          • Stefan Höfel

            Wenn Du Becker und Sampras beim Masters checken willst, musst Du auf die ATP-Seite gehen. Beide haben, wenn sie das Masters gewonnen, zuvor jeweils ein Gruppenspiel verloren. McEnroe hat Sandplatztitel gewonnen, aber nicht die French Open. Ich verstehe nicht, weshalb Cash bei Dir vor Rafter ist. Rafter war auch Nr. 1, erreichte bei allen 4 GS mindestens das HF.

          • Stefan Höfel

            Nachtrag zum Aufholen von 0:2-Satzrückständen durch Becker. Er hat es zwar häufig geschafft, aber nie in den wirklich wichtigen Spielen, ob Wimbledon-Finale 1990 und 1991, French Open-HF 1989, Masters-Finale Jan. 1986 und Dez. 1986, Finale Rom 1994, Finale Hamburg 1990, …

  27. Experte

    Hallo Stefan,
    mit Becker hast du Recht. Gegen Edberg zum Beispiel hat er gleich in 2 wichtigen Partien (Halbfinale French Open 1989, Wimbledon-Finale 1990) nach 0:2-Satzrückstand noch in Sätzen ausgleichen können, nur um dann doch noch den fünften Satz zu verlieren. Besonders bitter ist das natürlich, wenn man dann auch schon im Fünften mit einem Break vorne liegt, wie im Wimbledon-Finale 1990. Edberg war umgekehrt ein Spezialist darin, eine solche Aufholjagd dann doch noch zu stoppen. Dies gelang ihm nicht nur in den 2 genannten Spielen gegen Becker, sondern auch im Australian Open-Finale 1987 gegen Cash. Auch hier führte er schon mit 2:0-Sätzen, Cash glich in Sätzen aus, den entscheidenden fünften Satz aber konnte Edberg wieder gewinnen. Apropos Cash: Er liegt bei mir vor Rafter, weil er Wimbledon gewonnen hat. Das wiegt bei mir schwerer als die 2 US Open-Titel, die Rafter errungen hat.

  28. Experte

    Alles wie gehabt. Gegen Djokovic hat Nadal einfach keine Chance. Wieder mal gewinnt Djokovic glatt in 2 Sätzen. Nichtsdestotrotz war das Abschneiden in Indian Wells für Nadal zweifelsohne ein Schritt nach vorne. Gegen Zverev hat er noch sehr viel Glück gehabt und kam nach Abwehr eines Matchballes weiter. Im Viertelfinale konnte er sich dann überraschend gegen Nishikori durchsetzen, der sich allerdings wahrlich nicht in Bestform befand. Bei einem Hartplatz-Grand Slam hätte der Japaner sicherlich konzentrierter gespielt. Insofern habe ich meine Zweifel, dass Nadal in der Lage ist, Nishikori bei den US Open oder auch Australian Open zu besiegen. Wenn er überhaupt so weit kommt, dass er auf diesen treffen könnte. Auch da habe ich meine Zweifel aufgrund des Alters des Spaniers und seiner Auftritte bei den letzten Grand Slams. Fazit: Ein verbesserter Nadal kann letztlich nicht die These Underbergs widerlegen, dass er nicht mehr in der Lage ist, Grand Slams oder auch die zweitklassigen Master1000-Turniere zu gewinnen. Letztendlich bleibt sogar abzuwarten, ob Nadal überhaupt noch in der Lage ist, irgendwelche Turniere zu gewinnen. Denn selbst bei den drittklassigen Turnieren in Rio und Buenos Aires konnte er ja bekanntlich ja nicht das Halbfinale erreichen. Deshalb bleibt weiterhin festzuhalten, dass die Prognose Underbergs, bisher zumindest, zu optimistisch war, was die Aussichten Nadals betrifft.

  29. Experte

    Denn selbst bei den drittklassigen Turnieren in Rio und Buenos Aires konnte er ja bekanntlich nicht das Finale erreichen. So ist es richtig. Er ist bei diesen Turnieren ja jeweils im Halbfinale ausgeschieden. Sorry.

  30. Stefan Höfel

    Hallo Experte,
    7:6 und 6:2 ist ja zwar in Sätzen, aber doch nicht wirklich glatt. Gegen Tsonga gewann Djokovic auch nur 7:6 und 7:6. Mal sehen, ob Djokovic seine 2015er Saison bestätigt und/oder zumindest die fehlenden Titel holt.
    Übrigens: Zu Deiner US-Open-Beurteilung. Diese wurden, als sie von 1975-1977 auf Sand ausgetragen wurden, in der ersten drei Runden nur auf zwei Gewinnsätze gespielt. Alle drei Endspiele erreichte Jimmy Connors, der in Paris aber alle seine vier dortigen Halbfinals verlor. Es macht daher keinen Sinn, die US-Open höher als die French Open einzustufen, denn auch 1976 reichten 18 gewonnene Sätze zum Sieg der US-Open aus, während Connors in Paris nie mehr als 17 Sätze gewann, weshalb es dort nie im Finale stand.

  31. Alex

    Wenn jemand nicht anerkennen kann, dass Nadal in dieser Woche besser gespielt hat als bisher im ganzen Jahr, dem kann man dann auch nicht mehr helfen. Erst Recht wenn man das Ergebnis des Finals betrachtet. Das sagt nichts über die kommenden Turniere aus, nein, es bleibt abzuwarten. Möglicherweise hat es ihm geholfen, zu seinen alten Saiten zurückzukehren. Abwarten.

    Die obrige Betrachtungsweise ist einfach peinlich.

    • Experte

      „Fazit: Ein verbesserter Nadal kann letztlich nicht die These Underbergs widerlegen, dass er nicht mehr in der Lage ist, Grand Slams oder auch die zweitklassigen Master1000-Turniere zu gewinnen. “ Ich denke, dass ich damit anerkannt habe, dass Nadal besser gespielt hat als bisher im ganzen Jahr. Und: eben, es bleibt abzuwarten. Genau das habe ich ja auch geschrieben. Ein verbesserter Nadal widerlegt letztlich ja nicht die These Underbergs, dass dieser nicht mehr bei Masters1000-Turnieren und Grand Slams gewinnen kann. Es zählt letztlich das Ergebnis, sprich ein Turniersieg bei einem der Turniere dieser Kategorien. Das würde Underbergs Prognose widerlegen. Ich weiss nicht, was daran peinlich sein soll. Peinlich finde ich es vielmehr, den Kommentar Underbergs despektierlich als Bullshit abzutun, wie hier bereits geschehen, obwohl seine Prognose von der Realität bisher noch nicht widerlegt wurde. Die Zeit wird letztlich darüber Aufschluss geben, wer Recht behält…

  32. DjokerNole

    Ja wir haben es verstanden dass wimbledon und die us open für dich wichtiger sind aber nicht jedem liegen die beläge rasen und hartplatz.
    Z.b nadal bester sandplatz spieler aller zeiten (platz ist langsamer) kommt auf schnelleren plätzen nur in der form von früher zurecht
    Djokovic ist bei den ao erfolgreicher weil der platz bei den us open schneller ist als der in melbourne was kann er jetzt dafür dass ihm der platz bei den ao mehr liegt ist er dadurch schlechter als sampras nein ich glaube wohl kaum
    Und das mit federer und bester spieler alller zeiten ja noch ister der best aber djokovic wir dieses jahr nach meiner prognose in miami monte carlo roland garros wimbledon toronto olympische spiele cinncinati us open beijing shanghai paris und bei den atp world tour finals gewinnen damit würde er zum ersten mal 7 masters in einem jahr gewinnen 6 mal atp eorld tour finals wie federer und den carreer grand slam sowie den golden slam (4 grand slams plus olympia ) gewinnen

    • Experte

      Auch was Djokovic betrifft, bleibt es abzuwarten, ob er all diese Turniere gewinnt, wie von dir prognostiziert. Das wird uns die Zeit verraten. Aber nochmal: Ich habe allergrössten Respekt vor Djokovic (mehr als vor Nadal, weil Djokovic schon 3 mal in Wimbledon gewonnen hat). Wenn ich es einem zutraue, den Grand Slam-Rekord von Federer zu brechen, dann Djokovic. Ich sage ja auch nicht, dass Sampras besser ist. Er ist für mich erfolgreicher als Djokovic (noch?). Auch vor Nadal habe ich Respekt, denn er hat es als Sandplatzspezialist geschafft, sein Spiel so gut umzustellen auf den Rasen, dass er in Wimbledon 2 mal gewinnen konnte. Damit ist er einer von lediglich 11 Spielern in der Open Era (Laver und Newcombe eingeschlossen), die Wimbledon mindestens 2 mal gewinnen konnten. Und das ist für mich weit höher zu bewerten als der Karriere-Grand Slam. Dass Nadal aber mit zunehmendem Alter aufgrund seines unglaublich intensiven, kraftaufwendigen Spiels leistungsmässig stärker abbaut als der scheinbar ohne Kraftaufwand spielende Federer oder der superfitte Djokovic ist sicherlich eine alles andere als gewagte Prognose. Und genau das sehen wir eben gerade. Nadal ist auch nicht wirklich in einer Formkrise, sondern vielmehr im Herbst seiner Karriere. Federer ist zwar auch im Herbst seiner Karriere, aber während Federer selbst im Herbst seiner Karriere noch in der Lage ist, grosse Titel zu gewinnen (Grand Slams, Masters, Olympia) – die er ohne den überragenden Djokovic wohl auch schon gewonnen hätte – ist dies von Nadal nicht zu erwarten. Nadal wird mit 34 sicher nicht mehr Tennis spielen.

  33. Experte

    Das kurze Zwischenhoch des Rafael Nadal ist schon wieder vorbei. In Miami scheitert er schon bei seinem ersten Auftritt gegen den Bosnier Damir Dzumhur (Weltranglisten-87.!)!

  34. Spontex

    Nadal ist bei den French Open schon in der 3. Runde gescheitert. Jetzt fliegt er selbst schon auf seinem Lieblingsbelag frühzeitig raus. Bei den letzten Grand Slams war das Abschneiden von Nadal wie folgt: Wimbledon 2015: 2. Runde, US Open 2015: 3. Runde, Australian Open 2016: 1. Runde, French Open 2016: 3. Runde. Wahrlich kein Ruhmesblatt!

  35. Experte

    Nadal ist in der dritten Runde der French Open 2016 ausgeschieden. So liest sich sein Abschneiden bei den letzten 4 Grand Slams: Wimbledon 2015: 2. Runde, US Open 2015: 3. Runde, Australian Open 2016: 1. Runde (als schlechtester Spieler des Turniers), French Open 2016: 3. Runde. Das ist, mit Verlaub, die Bilanz eines Spielers unter vielen. In der Hinsicht hat Carli Underberg Recht. Auch ich lag mit meiner Prognose richtig, daß Nadal bei den French Open 2016 maximal das Viertelfinale erreicht. Underberg lag allerdings mit einer anderen Vorhersage falsch, wenn auch nur knapp: Underberg hatte prophezeit, daß Nadal nicht mehr bei einem der zweitklassigen Masters-Turniere der 1000er Serie gewinnen wird. Mit seinem Sieg bei dem Turnier in Monte Carlo konnte Nadal ihn widerlegen. Allerdings muß hier eingeschränkt erwähnt werden, daß die beiden Top-Favoriten der French Open 2016, Djokovic und Murray, noch nicht in Top-Form waren. Murray kam erst danach richtig ins Rollen, Djokovic war ausgelaugt von den Strapazen der letzten Wochen, in denen er von Turniersieg zu Turniersieg eilte. Ein paar Wochen später sah die Geschichte dann wie erwartet aus: Murray, der Nadal im Finale von Monte Carlo noch in 3 Sätzen unterlegen war, schlug den Spanier in Madrid glatt in 2 Sätzen. Djokovic wiederum gab sich in seinem gegen Nadal in Rom eine Woche später keine Blöße. Auch er gewann glatt in 2 Sätzen gegen den Spanier. Die schwierigeren Spiele warteten erst danach auf den Serben. Gegen Nishikori konnte er sich erst in einem 3-Satz-Krimi durchsetzen, im anschließenden Finale mußte er sich jedoch Murray klar geschlagen geben. Im Übrigen ist das ATP-Turnier von Monte Carlo ja eh nur ein halbes 1000er Turnier, wie ich zuletzt gelesen habe. Außerdem ist es natürlich auch aus dem Grund, daß es auf Sand ausgetragen wird, ohnehin nicht so viel wert wie andere Turniere dieser Serie, die auf einem anderen Belag gespielt werden. Wie dem auch sei: Ich bin jetzt mal ganz „mutig“ und wage eine neue Prognose: Für Nadal war der Sieg bei dem Turnier in Monte Carlo in diesem Jahr sein letzter Sieg bei einem Turnier der 1000er Serie. Die wirklich wichtigen Turnieren, sprich Grand Slams und die ATP World Tour Finals sowie, für alle die es an dieser Stelle mitaufgeführt haben wollen, die Olympischen Spielen, wird er natürlich auch nicht mehr gewinnen. Speziell für die Grand Slams gilt: Über die ersten Runden wird er nicht hinauskommen. Es wird sich also nicht viel ändern im Vergleich zu den letzten Grand Slams, der Zahn der Zeit nagt an Nadal eben aufgrund seiner sehr intensiven Spielweise wesentlich schneller als an anderen Spielern. Und genau das sehen wir jetzt und wird sich fortsetzen. Topp, die Wette gilt!
    Während Murray und Djokovic sich in Paris also keine Blöße geben und souverän richtung Finale eilen, muß Nadal bei einem Grand Slam mal wieder schon in der ersten Woche die Koffer packen. Ein Zustand, an den man sich als Nadal-Fan langsam gewöhnen sollte, denn die Zukunft verspricht keine Besserung.

  36. Experte

    Nadal ist in der dritten Runde der French Open 2016 ausgeschieden. So liest sich sein Abschneiden bei den letzten 4 Grand Slams: Wimbledon 2015: 2. Runde, US Open 2015: 3. Runde, Australian Open 2016: 1. Runde (als schlechtester Spieler des Turniers), French Open 2016: 3. Runde. Das ist, mit Verlaub, die Bilanz eines Spielers unter vielen. In der Hinsicht hat Carli Underberg Recht. Auch ich lag mit meiner Prognose richtig, daß Nadal bei den French Open 2016 maximal das Viertelfinale erreicht. Underberg lag allerdings mit einer anderen Vorhersage falsch, wenn auch nur knapp: Underberg hatte prophezeit, daß Nadal nicht mehr bei einem der zweitklassigen Masters-Turniere der 1000er Serie gewinnen wird. Mit seinem Sieg bei dem Turnier in Monte Carlo konnte Nadal ihn widerlegen. Allerdings muß hier eingeschränkt erwähnt werden, daß die beiden Top-Favoriten der French Open 2016, Djokovic und Murray, noch nicht in Top-Form waren. Murray kam erst danach richtig ins Rollen, Djokovic war ausgelaugt von den Strapazen der letzten Wochen, in denen er von Turniersieg zu Turniersieg eilte. Ein paar Wochen später sah die Geschichte dann wie erwartet aus: Murray, der Nadal im Finale von Monte Carlo noch in 3 Sätzen unterlegen war, schlug den Spanier in Madrid glatt in 2 Sätzen. Djokovic wiederum gab sich in seinem Spiel gegen Nadal in Rom eine Woche später keine Blöße. Auch er gewann glatt in 2 Sätzen gegen den Spanier. Die schwierigeren Spiele warteten erst danach auf den Serben. Gegen Nishikori konnte er sich erst in einem 3-Satz-Krimi durchsetzen, im anschließenden Finale mußte er sich jedoch Murray klar geschlagen geben. Im Übrigen ist das ATP-Turnier von Monte Carlo ja eh nur ein halbes 1000er Turnier, wie ich zuletzt gelesen habe. Außerdem ist es natürlich auch aus dem Grund, daß es auf Sand ausgetragen wird, ohnehin nicht so viel wert wie andere Turniere dieser Serie, die auf einem anderen Belag gespielt werden. Wie dem auch sei: Ich bin jetzt mal ganz „mutig“ und wage eine neue Prognose: Für Nadal war der Sieg bei dem Turnier in Monte Carlo in diesem Jahr sein letzter Sieg bei einem Turnier der 1000er Serie. Die wirklich wichtigen Turnieren, sprich Grand Slams und die ATP World Tour Finals sowie, für alle die es an dieser Stelle mitaufgeführt haben wollen, die Olympischen Spielen, wird er natürlich auch nicht mehr gewinnen. Speziell für die Grand Slams gilt: Über die ersten Runden wird er nicht hinauskommen. Es wird sich also nicht viel ändern im Vergleich zu den letzten Grand Slams, der Zahn der Zeit nagt an Nadal eben aufgrund seiner sehr intensiven Spielweise wesentlich schneller als an anderen Spielern. Und genau das sehen wir jetzt und wird sich fortsetzen. Topp, die Wette gilt!
    Während Murray und Djokovic sich in Paris also keine Blöße geben und souverän richtung Finale eilen, muß Nadal bei einem Grand Slam mal wieder schon in der ersten Woche die Koffer packen. Ein Zustand, an den man sich als Nadal-Fan langsam gewöhnen sollte, denn die Zukunft verspricht keine Besserung.

  37. Stefan Höfel

    Also Experte, Schade, dass Du nicht traust Deinen richtigen Namen zu verwenden, auch durch zweimalige Veröffentlichung wird Deine Aussage nicht richtig(er), denn: Nadal hat Monte Carlo gegen Monfils gewonnen, nicht gegen Murray. Er ist in Paris wegen einer Verletzung nicht angetreten. Federer hat vorher zurückgezogen. Haas ist wegen Verletzung nicht dabei. Del Potro fehlt. Tsonga hat gerade beim Stand von 5:2 im ersten Satz aufgegeben. Dein Username ist nicht wirklich angebracht.

    • Experte

      Stimmt, du hast Recht. Murray hat nicht das Finale, sondern das Halbfinale in Monte Carlo gegen Nadal verloren. Ansonsten bestätigt die Aufgabe Nadals doch nur meine Aussage, daß der Zahn der Zeit an Nadal extrem nagt, da es ja nun wahrlich nicht das erste Mal ist, daß er verletzt ist. Nadal altert einfach schneller als andere Spieler und deswegen ist von ihm auch nicht mehr viel zu erwarten, Im übrigen zählt nur das Ergebnis und das lautet: ausgeschieden in der 3. Runde. Und reiht sich damit nahtlos in die „famosen“ Leistungen Rafael Nadals bei den letzten Grand Slams ein…

    • Experte

      Und damit bin ich meinem Ruf als Experten mal wieder gerecht geworden, da ich vorausgesagt habe, daß Nadal maximal das Viertelfinale in Paris erreicht. Ich muß allerdings selber einräumen, daß dieser Tipp auch ziemlich safe war. Für diese Prognose mußte man vielleicht nicht mal allzu viel vom Tennis verstehen.

  38. Alex

    Du bist kein Experte, sondern einfach nur ein Idiot.
    Rafael Nadal hat nicht verloren, sondern zurückgezogen. Ein wesentlicher Unterschied. Er hat gut genug gespielt um mindestens das Halbfinale zu erreichen. Wer das nicht erkennt, ist auch kein Experte!!! Jeder andere „Experte“ hat das übrigens im Vorgeld genauso gesehen.
    Und Murray gibt sich keine Blöße ist auch etwas übertrieben. Immerhin brauchte er zweimal 5 Sätze. Er war halt fitter, das ist alles.
    Ist schon witzig, dass sich niemand zwischen den Turnieren von Miami and RG gemeldet hat. Da hätte man wohl zugeben müssen, dass man sich geirrt hat.

    • Experte

      Ich habe inzwischen eine neue Prognose aufgestellt, wie du weiter oben sehen kannst. Ich gehe davon aus, daß Nadal keine großen Titel mehr gewinnt (Grand Slams, ATP World Tour Finals, Olympische Spiele) und auch bei den zweitklassigen Masters 1000er Turnieren oder wie der Krampf heißt keinen Turniersieg mehr erlangen wird. Ich habe mich vorher immer auf den Artikel bezogen und da hat Underberg sich knapp geirrt, knapp, weil ich davon ausgehe, daß Nadal eben kein weiteres Turnier der 1000er Serie gewinnt. In der Tendenz lag er trotzdem vollkommen richtig, das belegen ja auch die Ergebnisse von Nadal bei den letzten 4 Grand Slams: Wimbledon 2015: 2. Runde, US Open 2015: 3. Runde, Australian Open 2016: 1. Runde (als schlechtester Spieler des Turniers), French Open 2016: 3. Runde. Das ist das Abschneiden eines Spielers unter vielen. Und du gibst ja selber zu, daß Murray fitter ist als Nadal. Deswegen steht er halt im Viertelfinale und Nadal ist schon in der 3. Runde ausgeschieden. Und das ist ja genau mein Reden. Daß Nadal aufgrund seines sehr intensiven Spiels schneller altert als andere. Und deswegen ist von ihm auch in der Zukunft nicht mehr viel zu erwarten. Ob er ohne die Verletzung ins Halbfinale vorgestoßen wäre, ist völlig spekulativ und ich bezweifel das stark. Gegen den Österreicher Thiem hätte er im Achtelfinale verloren, so denke ich. Aber auch das ist natürlich nur spekulativ. Ich habe mich schon lange vor den French Open festgelegt und gesagt, daß Nadal maximal das Viertelfinale in Paris erreicht und sollte damit Recht behalten. Letztendlich zählt nur das Ergebnis und das lautet: ausgeschieden in der 3. Runde. Zwar hat sich Nadal in den ersten beiden Runden in Paris ganz gut präsentiert, aber irgendwie ist sein Abschneiden in Paris symptomatisch für seine Sandplatzsaison: Die fing gut an, mit zwei Turniersiegen, aber danach kam nichts mehr. So war es jetzt eben auch in Paris: Es fing gut an, mit zwei überzeugenden Spielen, aber danach kam nichts mehr. Und nochmal zu Monte Carlo: auch als Nadal-Fan sollte man so ehrlich sein und zugeben, daß Murray und vor allem Djokovic noch nicht in Topform waren. Das hat Nadal eben ausgenutzt. Und danach war es eben wieder business as usual: in den folgenden Turnieren in Madrid und Rom wurde er von beiden glatt besiegt. Im Übrigen fehlt es dir auch wohl an Realitätssinn, wenn du schreibst, daß für Nadal mindestens (!!!!) das Halbfinale möglich gewesen wäre. Du weißt schon, daß er im Halbfinale aller Voraussicht nach gegen Djokovic gespielt hätte? Du glaubst doch nicht im Ernst, daß Nadal jemals wieder auch nur einen Satz gegen Djokovic gewinnt? Um es mit John McEnroe zu sagen: You can´t be serious!

    • Experte

      ALEX: „Ist schon witzig, dass sich niemand zwischen den Turnieren von Miami and RG gemeldet hat. Da hätte man wohl zugeben müssen, dass man sich geirrt hat.“
      Geirrt hat sich Herr Underberg und nicht ich, auch wenn ich das von ihm skizzierte Szenario für durchaus realistisch angesehen habe. Und vollkommen daneben lag er schon mal gar nicht, was ja vor allem durch das frühe Ausscheiden von Nadal bei den Saisonhöhepunkten, sprich den Grand Slams, belegt wird. Ich hätte an seiner Stelle noch etwas abgewartet mit seiner Prognose, da ich Nadal unter für ihn ganz besonders günstigen Umständen noch einen Turniersieg in Monte Carlo zugetraut habe. Und genau das ist eingetreten: Die an sich spielstärkere Konkurrenz (Murray, Djokovic) war zu Anfang der Sandsaison noch nicht auf ihrem Topniveau, um es mal vornehm auszudrücken und Nadal konnte dies ausnutzen. Nadal ist aber jetzt fast schon 30, im nächsten Jahr wird er fast 31 sein, wenn wieder in Monte Carlo gespielt wird. Wohl zu alt, um nochmal dort gewinnen zu können. Bei allen anderen Turnieren der 1000er Serie hat er ohnehin keine realistische Chance mehr, das Turnier zu gewinnen. Denn wenn es in die wirklich heiße Phase vor den French Open geht (Madrid, Rom), dann sind ihm andere Spieler (Djokovic, Murray) inzwischen auch auf seinem Lieblingsbelag weit überlegen, die eben zu Anfang der Sandplatzsaison in Monte Carlo noch auf der Suche nach ihrer Form waren (Murray) oder aber Opfer ihres eigenen großen Erfolges wurden und aufgrund von Erschöpfung ein kurzes Zwischentief hatten (Djokovic). In der Halle und auf Hartplatz, wo der Rest der 1000er Turniere ausgespielt wird, hat Nadal ohnehin nichts mehr zu bestellen. Bei den Grand Slams, den Höhepunkten der Saison, sieht es sogar noch schlechter aus für Nadal, da die Konkurrenz dann natürlich viel zu stark für ihn ist, da selbstverständlich alle auf diese Höhepunkte hintrainieren und sich dementsprechend in der besten Verfassung präsentieren, und außerdem der gealterte Nadal inzwischen nicht mehr fit genug ist, wie du es ganz richtig angemerkt hast und wie wir es exemplarisch bei den diesjährigen French Open sehen konnten. Und so ist eben das frühzeitige Ausscheiden von Nadal bei den letzten 4 Grand Slams alles andere als ein Wunder. Nadal hat mal ab und an kurze Zwischenhochs (Indian Wells, Monte Carlo, Barcelona), das konstant hohe Niveau früherer Tage wird er aber aus den schon mehrmals von mir angeführten Gründen nie wieder erreichen. Dafür muß man kein Prophet sein.
      Daß ich nach dem Turnier in Miami so lange keinen Kommentar mehr hier verfaßt habe, lag einfach daran, daß mich Sandplatztennis weit weniger interessiert als Hartplatz- und Rasentennis. Jetzt aber war der Zeitpunkt gekommen, da die Sandplatzsaison für Nadal schon wieder vorbei ist, während andere Spieler in der heißen Phase dieses Grand Slams noch um den Titel kämpfen. Das ist eben das, woran sich die Nadal-Fans langsam gewöhnen sollten: In der heißen Phase eines Grand Slams ist Rafael Nadal nur noch Zuschauer. Das dürfte sich auch in Zukunft wohl kaum ändern. Es war eben der richtige Zeitpunkt für ein Gesamtresumee der Sandplatzsaison Nadals.
      Alex: „Rafael Nadal hat nicht verloren, sondern zurückgezogen. Ein wesentlicher Unterschied. Er hat gut genug gespielt um mindestens das Halbfinale zu erreichen. Wer das nicht erkennt, ist auch kein Experte!!! Jeder andere „Experte“ hat das übrigens im Vorgeld genauso gesehen.“
      Auch dazu noch ein kurzer Kommentar: Das ist nun wirklich vollkommen lächerlich. Dazu fällt mir doch irgendwie ganz spontan die Geschichte vom Hund und dem Hasen ein: Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen.

  39. Alex

    Turniere auf Sand sind nicht viel wert?? A ha typisch für einen Federer-fan muss ich leider sagen. Merkwürdig dass sie was wert sind wenn sie von Murray, Djokovic oder Federer gewonnen werden.
    Ach ja, und wenn Nadal gewinnt werden Ausreden gesucht. Warum wundert mich das nicht. Man kann auch sagen, dass Murray Rom nur gewonnen hat, weil Djokovic ziemlich erschöpft war.

    • Experte

      Mag sein, daß Djokovic ziemlich erschöpft war. Aber für Nadal hat es noch ohne Probleme gereicht. Wie gesagt, die schwierigen Spiele kamen für Djokovic erst nach seinem Spiel gegen Nadal. Und Murray hat Nadal zuvor noch in Madrid geradezu überrollt. Die beiden sind Nadal in Normalform inzwischen auch auf Sand um Lichtjahre voraus. Murray hat die ersten beiden Runden gebraucht, um reinzukommen. Jetzt gibt er gar keine Sätze mehr ab und ist schon im Viertelfinale. Und wo ist Nadal? Wenn es drauf ankommt, versagt er halt. In Paris zählt es und nicht in Monte Carlo. Er hat sein Pulver zu früh verschossen. Ich habe nicht gesagt, daß von Federer (oder Djokovic und Murray) gewonnene Sandplatzturniere mehr wert sind. Tatsache ist, daß ich schon vorher gesagt habe, daß für mich der French Open-Titel von Federer der unwichtigste seiner Grand Slam-Titel ist.

  40. Alex

    Ich bin mir sicher , dass Nadal gegen Thiem gewonnen hätte. Spielt allerdings jetzt keine große Rolle. Thiem ist längst nicht so toll wie er hingestellt wird. Alles andere wird sich zeigen.
    Es ist mir allerdings nicht ganz klar, warum du mit aller Macht beweisen will, dass Nadal nichts mehr kann.

    Ich habe allerdings nie behauptet er hätte Djokovic geschlagen. Ich habe nur gesagt er hätte ins HF kommen können. Er wäre erst dort auf Novak getroffen. Es hilft wenn man lesen kann. Schalte erst mal dein Gehirn ein bevor du hier seitenlang Nonsens verbreitest.

    Auf Nimmerwiedersehn!!!!

    • Experte

      Nur nochmal, um dir in Erinnerung zu rufen, was du geschrieben hast: „Du bist kein Experte, sondern einfach nur ein Idiot. (Warum eigentlich immer so beleidigend? Na ja, typisch Nadal-Fans. Wenn die Argumente ausgehen… Ein bißchen Ahnung schein ich ja doch zu haben, schließlich habe ich auf das richtige Finale Djokovic-Murray getippt und das schon frühzeitig, zu Anfang des Turniers.)
      Rafael Nadal hat nicht verloren, sondern zurückgezogen. Ein wesentlicher Unterschied. Er hat gut genug gespielt um mindestens (!) das Halbfinale zu erreichen. Wer das nicht erkennt, ist auch kein Experte!!!“
      Man achte auf das „mindestens“! Ich habe also ganz genau gelesen und daraus geschlossen, daß du Nadal tatsächlich zugetraut hättest, Djokovic im Halbfinale zu besiegen (heute wissen wir ja, daß Djokovic das Halbfinale erreicht hat und am Ende auch das Turnier.) Wer sein Gehirn einschalten sollte, bist also du, lieber Alex.
      Weitere Kommentare meinerseits zu den Auslassungen:
      „Ich bin mir sicher , dass Nadal gegen Thiem gewonnen hätte. Spielt allerdings jetzt keine große Rolle. Thiem ist längst nicht so toll wie er hingestellt wird. Alles andere wird sich zeigen.“
      Deswegen ist Thiem ja auch nur ins Halbfinale gekommen, während Nadal schon in der 3. Runde gescheitert ist. Nee, ist klar, Alex.
      „Es ist mir allerdings nicht ganz klar, warum du mit aller Macht beweisen will(st), dass Nadal nichts mehr kann.“ Das will ich gar nicht und brauche ich auch gar nicht, denn das beweist Nadal doch selbst sehr eindrücklich. Nur noch mal zum mitschreiben das Abschneiden des Rafael Nadal bei seinen letzten 4 Majors: Wimbledon 2015: 2. Runde, US Open 2015: 3. Runde, Australian Open 2016: 1. Runde (als schlechtester Spieler des Turniers), French Open 2016: 3. Runde. Zum Vergleich die letzten 4 Majors von Roger Federer: French Open 2015: Viertelfinale (ausgeschieden gegen den späteren Turniersieger Wawrinka), Wimbledon 2015: Finale (gegen Djokovic), US Open 2015 (Finale gegen Djokovic), Australian Open 2016: Halbfinale (ausgeschieden gegen den späteren Turniersieger Djokovic).

  41. Experte

    Ein kurze Zusammenfassung der gerade zu Ende gegangenen French Open 2016: Wir haben das erwartete Finale Djokovic-Murray mit dem erwarteten Sieger Djokovic gesehen. Auch im Halbfinale gab es keine Überraschungen. Dort durfte Titelverteidiger Wawrina genauso erwartet werden wie der aufstrebende Dominic Thiem, der vor allem auf Sand stark ist. Alles andere als überraschend war auch das Ausscheiden von Rafael Nadal in der 3. Runde. Nur uneinsichtige Nadal-Hardcore-Fans haben sich bei diesem Grand Slam mehr für ihren Liebling ausgerechnet als bei den vorherigen 3 Grand Slams. Nadal ist auch auf seinem Lieblingsbelag Sand nur noch einer unter vielen. Dies haben die diesjährigen French Open gezeigt.

  42. Stefan Höfel

    Also Experte, Du kannst nicht immer nur das raussuchen, was Dir passt, denn “ glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Nadal hat in Monte Carlo nacheinander Thiem, Wawrinka und Murray geschlagen. Alle 3 waren jetzt im HF der French Open. Federer hat Monte Carlo trotz vier Finals nie gewonnen, eine Niederlage gegen Wawrinka und dreimal gegen Nadal. Und Nadal hat bei den French Open in den ersten beiden Runden nur neun Spiele abgegeben, nämlich dreimal 6:1 gegen Sam Groth und 6:3, 6:0 und 6:3 gegen einen mir unbekannten Spieler.

    • Experte

      Ich habe schon zuvor geschrieben, daß es in Paris drauf ankam und nicht in Monte Carlo. Monte Carlo war der Beginn der Sandplatzsaison. Thiem, Wawrinka und auch Murray waren zu diesem Zeitpunkt eben noch nicht in Topform. Und Djokovic hat vielleicht sogar aus Kalkül extra frühzeitig verloren, sozusagen als Täuschungsmanöver. Vor allem Wawrinka hat sich in Paris in ganz anderer Verfassung präsentiert, die anderen kamen schon davor ins Rollen. Murray hat danach ja auch Nadal klar in Madrid bezwungen. Insofern verstehe ich nicht, was du damit aussagen willst. Das was du schreibst, spricht doch klar für Thiem, Wawrinka und Murray, die sich pünktlich zum Saisonhöhepunkt der Sandplatzsaison in ihrer besten Verfassung präsentierten und ins Halbfinale einziehen konnten, und klar gegen Nadal, der bereits in der dritten Runde ausgeschieden ist. Die Sandplatzsaison von Nadal fing zwar mit 2 Turniersiegen gut an, danach kam aber nichts mehr. So war es eben auch in Paris. Nach zwei überzeugenden Siegen kam nichts mehr von Nadal. Und was das andere anbetrifft, was du ausführst: Na und? Dann hat Federer eben nie in Monte Carlo gewonnen, dafür hat er ja einmal Roland Garros gewonnen, was doch viel wichtiger ist. Ich denke, daß es keinen Federer-Fan gibt, der damit ein Problem hat, daß Federer nie in Monte Carlo gewinnen konnte. Und ich glaube auch nicht, daß Federer selbst, um es mal ganz ironisch zu formulieren, sich jede Nacht in den Schlaf weint, weil er nie in Monte Carlo gewonnen hat. Da gibt es nämlich im wahrsten Sinne des Wortes Wichtigeres! Im übrigen bin ich froh, daß die Sandplatzsaison endlich vorbei ist und es jetzt endlich mit der Rasensaison los geht, also man endlich wieder richtiges Tennis sehen kann. Da hält sich meine Lust, über irgendwelche Pillepalleturniere auf Sand wie Monte Carlo zu diskutieren, doch in argen Grenzen!

  43. Experte

    Wie versprochen erfolgt nach jedem Grand Slam eine Aktualisierung meiner Ranglist der erfolgreichsten Spieler der Open Era, wenn sich auch bei den Platzierungen keine Änderungen ergeben haben:
    4. Novak Djokovic (3x Wimbledon, 2x US Open, 6x Australian Open, 1x French Open, 5x Masters)
    Der Serbe ist auf dem besten Weg, McEnroe von seinem dritten Platz zu verdrängen oder aber sich noch grössere Meriten zu verdienen. Um McEnroe von seinem 3. Platz zu verdrängen, braucht er noch einen Sieg in Wimbledon. Dann hätte er zwar immer noch einen Sieg weniger als McEnroe bei den US Open und Wimbedon insgesamt (7:6), aber eben einen Sieg mehr als der US-Amerkaner in Wimbledon (4:3) und das wiegt letztendlich schwerer. Ein zusätzlicher Sieg bei den US Open würde dem ganzen natürlich noch mehr Nachdruck verleihen, würde er doch damit mit McEnroe gleichziehen, was die Anzahl der gewonnen Titel bei den US Open und in Wimbledon betrifft. Wenn er beide Titel dieses Jahr gewinnen würde, hätte er sogar den Grand Slam gewonnen und etwas erreicht, was bisher nur Donald Budge gelang, nämlich 6 Grand Slams hintereinder zu gewinnen. Er gehört ja schon jetzt zu dem elitären Kreis, die mindestens 5 mal bei den US Open oder/und Wimbledon gewinnen konnte (Federer, Sampras, McEnroe, Connors, Borg, Djokovic), bei den Australian Open hält er mit 6 Erfolgen den Rekord zusammen mit Roy Emmerson. Mit seinem heute gewonnen Titel bei den French Open hat er den Karriere-Grand Slam erreicht und so ganz nebenbei auch den „unechten“ Grand Slam, da er die letzten 4 Grand Slams gewonnen hat, wenn auch nicht in einem Kalenderjahr. Er landet in meiner Rangliste vor Björn Borg, weil er auch bei den US Open inzwischen schon 2x gewonnen hat, während Borg nie bei den US Open gewann, dafür aber 5x in Wimbledon. Ein weiteres Argument für Djokovic sind die 5 Masters-Titel. Hier hat Borg nur 2 Titel vorzuweisen, Connors nur einen, der zwar genauso wie McEnroe auf 7 Titel kommt bei den US Open und Wimbledon, aber nur 2x in Wimbledon gewann, weswegen auch Connors hinter Djokovic rangiert ist in meiner Rangliste.

  44. Polidor

    ‚…irgendwelche Pillepalleturniere auf Sand wie Monte Carlo’…..?
    ‚…endlich mit der Rasensaison los geht, also man endlich wieder richtiges Tennis sehen kannn…‘ Diese ‚Expertenmeinung‘ mußt du jetzt für alle Nicht-experten näher erklären. Und da bin ich neugierig, wie du aus dieser Nummer rauskommen willst 😉

    • Experte

      Ey, Polidor, ist es noch gestattet, seine Vorlieben zu äußern hier? Und ich freue mich eben das ganze Jahr auf die Rasensaison, während die Sandplatzsaison für mich die langweiligste Phase im Tennisjahr ist. Und letztlich ist Monte Carlo ja auch nur ein Vorbereitungsturnier auf die French Open, einen Grand Slam den ich inzwischen selbst hinter den Australian Open als den unwichtigsten Grand Slam im Jahr ansehe (das Finale zwischen Djokovic und Murray habe ich mir übrigens gar nicht angeguckt, das wäre für mich für die US Open, Wimbledon und auch die Australian Open undenkbar, bei den übrigen Grand Slams sind die Finals absolute Pflicht-termine). In Melbourne haben die nämlich inzwischen sehr viel für ihr eigenes Renommee getan, ganz im Gegensatz zu den Veranstaltern von Roland Garros, die noch bis mindesten 2020 auf ihr Dach warten, von denen Melbourne inzwischen schon 3 hat! Ich weiß, jetzt werden einige wieder aufschreien und sagen, daß Monte Carlo doch ein Turnier der Masters1000-Serie ist oder wie der Krampf heißt. Die wirklich wichtigen Turniere sind aber nun mal die Grand Slams, die ATP World Tour Finals und vielleicht noch die Olympischen Spiele. Alles andere ist mehr oder weniger schmuckes Beiwerk. Obendrein ist Monte Carlo auch noch das erste Vorbereitungsturnier auf die French Open innerhalb einer insgesamt recht langen Vorbereitungsphase auf Paris und deswegen nur bedingt aussagekräftig, wie man gesehen hat. Denn der Monte Carlo-Sieger Nadal hatte mit der Titelvergabe ungefähr soviel zu tun wie Roger Federer, der erst gar nicht in Paris angetreten ist, was ich als Federer-Fan ausdrücklich begrüße. In Abwesenheit von Federer haben sich dann dementsprechend die anderen üblichen Verdächtigen (Djokovic, Murray, Wawrinka) und der aufstrebende Dominic Thiem ins Halbfinale gespielt. Und in 3 Wochen geht es nun endlich los mit dem absoluten Saison-Highlight Wimbledon. Schön, daß die Pause zwischen Wimbedon und French Open jetzt eine Woche mehr beträgt, so kann man noch ein bißchen mehr Rasentennis genießen 😉

  45. Stefan Höfel

    Du bist kein Experte, da du krankhaft ignorierst, dass Nadal wegen Verletzung ausgeschieden ist. Und dass Du nicht wirklich ein Tennisfan bist, hast Du eindeutig dadurch belegt, dass Du Dir das French Open-Finale nicht angesehen hast. Das Finale war nicht hochklassig, aber es ging um den möglichen und dann auch eingetretenen historisch seltenen Fall, dass ein Spieler alle vier Grand-Slam-Titel hält. Ich finde die Spielweise von Federer (einhändige Rückhand) attraktiver als die Djokovic und Murray. Ich habe Federer mal in Hamburg (auf Sand) spielen und gewinnen sehen. Ich vermisse Duelle wie Lendl-McEnroe oder Lendl-Edberg. Denn mir gefallen Duelle zwischen Serve-and-Volley-Spielern und Grundlinienspielern am besten. Es gibt kaum nach Passierbälle im Tennis. Die einhändige Rückhand von Wawrinka und auch die von Gasquet sind klasse. Beidhändige Rückhand ist nicht so „attraktiv“ zum Anschauen.

    • Experte

      Ich ignoriere doch gar nicht, daß Nadal wegen Verletzung ausgeschieden ist. Ich hatte vielmehr schon vorher geschrieben, daß es im Grunde genau das bestätigt, was ich die ganze Zeit schon hier von mir gebe, nämlich daß Nadal aufgrund seines sehr intensiven Spiels wesentlich schneller altert als andere Spieler und dazu gehören eben auch (vermehrte) Verletzungen (ist ja nicht so, daß Nadal nie zuvor verletzt gewesen wäre), die Ausdruck einer zunehmend schwächeren Fittness Nadals sind. Und so ist das frühe Ausscheiden Nadals bei den diesjährigen French Open halt auch keine große Überraschung. Letztendlich ist Tennis ein Ergebnissport. Und da steht letztlich das Ausscheiden Nadals in der 3. Runde der French Open. Daß er verletzungsbedingt nicht angetreten ist, ist letztlich von sekundärer Bedeutung, umso mehr, da sich das Resultat nahtlos in das Abschneiden bei den vorherigen Grand Slam-Turnieren einreiht: Wimbledon 2015: 2. Runde, US Open 2015: 3. Runde, Australian Open 2016: 1. Runde (als schlechtester Spieler des Turniers), French Open 2016: 3. Runde. Warum um alles in der Welt sollte er bei den French Open soviel erfolgreicher sein als bei den anderen Grand Slams? Inzwischen sind ihm doch auch auf seinem Lieblingsbelag viele Spieler überlegen, wenn es drauf ankommt (also eben bei den French Open). Ich meine, daß er spätestens gegen Thiem im Achtelfinale eh rausgeflogen wäre. Aber das ist auch letzlich vollkommen unerheblich. Er ist halt verletzungsbedingt in der 3. Runde nicht mehr angetreten. Punkt. Wenn jetzt hier Nadal von einem gewissen Alex nachträglich ins Halbfinale halluziniert wird (mindestens!!! (haha)), ist das auf jeden Fall an Lächerlichkeit nicht mehr zu übertreffen. Dazu fällt mir doch irgendwie ganz spontan die Geschichte vom Hund und dem Hasen ein: Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen.

  46. Stefan Höfel

    Wenn das Pferd auf Bäume klettern könnte, wäre es ’ne Katze. Aber was soll Deine Formulierung „schlechtester Spieler des Turniers“? Es sind 64 Spieler in der ersten Runde der Australian Open ausgeschieden. Und was ist mit den Spielern, die in der Qualifikation gescheitert sind? Was sagst Du denn zu Federers Nichtantreten in Paris und zu seiner Niederlage gegen Thiem in Stuttgart? Auf Rasen!

    • Experte

      Generell ist das eine komlizierte Saison für Federer, aufgrund seiner Verletzungen. In Wimbledon aber hat er sich deutlich verbessert gezeigt und um ein Haar sogar das Finale erreicht. Daß Federer in Paris nicht angetreten ist, ist doch seine Entscheidung und hätte ich an seiner Stelle wohl genauso gemacht. Gerade für Federer stehen Wimbledon und die US Open klar vor den French Open in der Prioritätenliste. Und da er eben noch nicht voll fit war, hat er auf die French Open verzichtet, um sich ganz auf die Rasensaison zu konzentrieren. Federer träumt davon, noch einmal in Wimbledon zu gewinnen oder, wenn ihm das nicht gelingen sollte, zumindest bei den US Open. Das habe ich in einem Artikel gelesen. Die beiden Komplementär-Grand Slams spielen eine untergeordnete Rolle für ihn. Zur Erklärung noch dieser Artikel zum Abschneiden von Nadal bei den diesjährigen Australian Open: http://www.eurosport.de/tennis/australian-open/2016/auch-das-noch-der-kochloffel-der-australian-open-geht-an-rafael-nadal_sto5099799/story.shtml

  47. Experte

    Wimbledon 2016 ist Geschichte. Andy Murray konnte zum 2. Mal das Turnier gewinnen und verbessert sich in meiner ultimativen Liste der erfolgreichsten Spieler der Open Era mit nun 2 Siegen in Wimbledon und einem bei den US Open auf den 13. Platz und läßt Arthur Ashe (USA),
    Leyton Hewitt (AUS) und Stan Smith (USA) hinter sich. Die Reihenfolge sieht bei den genannten Spieler jetzt so aus:
    13. Andy Murray (GB)
    14. Arthur Ashe (USA)
    15. Leyton Hewitt (AUS)
    16. Stan Smith (USA).
    Mit einem weiteren Sieg in Wimbledon könnte sich Murray, Stand jetzt, sogar auf Platz 8 verbessern, direkt hinter Boris Becker, da meine Liste ja das wesentlich größere Prestige der US Open und vor allem von Wimbledon gegenüber den Komplementär-Grand Slams (Australian Open/French Open) berücksichtigt. Danach gilt, daß ein Spieler, der besonders erfolgreich in Wimbledon ist (mindestens 3 Turniersiege), unabhängig von seiner Gesamtzahl von gewonnen Grand Slams, vor einem Spieler platziert ist, der nie oder nur einmal in Wimbledon gewonnen hat und auch vor einem Spieler platziert ist, der zweimal in Wimbledon gewonnen hat, aber nicht besonders erfolgreich bei den US Open gewesen ist (ebenfalls mindestens 3 Turniersiege).

  48. Experte

    Mit einem Sieg bei den US Open könnte sich Murray auf Platz 10 verbessern, da er dann insgesamt 4 mal bei den First-Class Grand Slams gewonnen hätte (2x Wimbledon, 2x US Open). Wer mindestens 4 mal in Wimbledon oder/und bei den US Open gewinnt, steht in meiner Liste vor Spielern, die auf eine geringere Anzahl von Grand Slam-Siegen bei den genannten Grand Slams kommen. Nur ein dreimaliger Wimbledonsieger, der aber nie bei den US Open gewonnen hat, stünde, wegen des besonderen Erfolges beim prestigeträchtigsten Turnier der Welt, vor einem Spieler, der jeweils zweimal in Wimbledon wie auch bei den US Open gewinnen konnte. Das betrifft Murray aber ja ohnehin nicht, weil er ja eh schon einmal bei den US Open gewonnen hat (und es gibt auch keinen Spieler in der Open Era, auf den das zutrifft). Aber das ist ja eh erstmal Zukunftsmusik. Aber mit dem neuen alten Trainer Lendl ist Murray noch so einiges zuzutrauen…

      • Experte

        Ja. Im übrigen ist das Jahr 2016 für Murray schon jetzt das erfolgreichste Jahr seiner Karriere. Erst gewann er in Wimbledon und jetzt auch noch olympisches Einzelgold. Damit konnte er seinen Olympia-Titel (London 2012) erfolgreich verteidigen, was bisher noch keinem gelungen ist. Neben 2 Wimbledon-Titeln hat er jetzt auch 2 Olympia-Siege vorzuweisen, außerdem gewann er einmal die US Open. Nach nochmaliger Abwägung habe ich mich dazu entschlossen, ihn vor Wilander an Platz 12 zu rangieren, Wilander fällt nun also auf Platz 13 zurück. Murray weist jetzt ebenso wie Agassi und Lendl 3 Titel in Wimbledon oder/und US Open auf, was auch in der Rangliste berücksichtigt werden sollte.
        Hier also nochmal die Veränderung in meiner Rangliste:
        12. Murray (2x Wimbledon, 1x US Open, 2x Olympisches Gold)
        13. Wilander (1x US Open, 3x Australian Open, 3x French Open)

        • Stefan Höfel

          Mich überrascht, dass Du Olympia berücksichtigst, da dort erst seit 1988 gespielt wird. Für viele Spieler kamen die Spiele zu spät, ob Borg, Connors, Laver, .. Viele überragende Spieler haben Olympia nie gespielt, Lendl, McEnroe, …
          Fachfrage an den Experten: Was haben denn Murray, Rosset, Mecir, Kafelnikov, Agassi, Nadal und Massu gemeinsam? Na? 🙂

          • Experte

            Deswegen ist Olympia in der Priorität bei mir auch niedriger angesiedelt als die Grand Slams und auch das Masters. Und für den Vergleich mit Spielern, die nie an Olymischen Spielen teilgenommen haben, taugt es natürlich gar nicht. Trotzdem führe ich es aber auf. Wie Federer vor kurzem sagte: Jeder große Spieler hat so seine Meriten. Federer hat die meisten GS-Titel, die meisten Wimbledon-Titel (mit Sampras, Renshaw), die meisten US Open-Titel in der Open Era (mit Connors, Sampras) und ist alleiniger Rekordsieger beim Masters, war die längste Zeit am Stück und auch die meisten Wochen die Nr. 1. Djokovic ist inzwischen zusammen mit Emerson Rekordsieger bei den Australian Open und konnte alle vier Grand Slams hintereinander gewinnen, wenn auch nicht im selben Jahr, Nadal ist alleiniger Rekordsieger bei den French Open und Murray mit 2 Einzelsiegen der alleinige Rekordsieger im Olympischen Einzelwettbewerb. Zudem konnte er seinen Titel auch noch erfolgreich verteidigen. Die von dir genannten Spieler sind alle Olympiasieger.

          • Stefan Höfel

            Dass die Spieler alle Olaympiasieger sind, ist nicht die gesuchte Lösung. Dass sie alle mit beidhändiger Rückhand spielen, ist die gesuchte Gemeinsamkeit. Daraus folgt, dass kein Spieler mit einhändiger Rückhand Olympiagold im Einzel gewann. Das ist bemerkenswert.

  49. Experte

    Kurzer Kommentar noch zu Nadal: für ihn hat es sich absolut gelohnt, in Rio teilzunehemen. Mit Lopez konnte er den Doppeltitel gewinnen und hat somit jetzt neben seinem Einzelgold aus dem Jahr 2008 noch Gold im Doppel vorzuweisen. Das können nicht viele von sich behaupten. Im Einzel ist er knapp an einer Medalle vorbeigeschrammt. In meiner Rangliste ergibt sich deswegen zwar keine Verbesserung für Nadal, aber sicherlich gibt das Abschneiden in Rio dem Spanier neue Zuversicht für die vor der Tür stehenden US Open. Kann Nadal diesmal die ersten 3 Runden bei einem Grand Slam überstehen, nachdem er zuletzt 4 mal in Folge bei einem Grand Slam in den ersten 3 Runden ausschied und in Wimbledon verletzungsbedingt nicht angetreten ist? Es wäre ein riesiger Erfolg für den Spanier. Überhaupt verspricht das diesjährige US Open viel Spannung. Schafft es Nadal tatsächlich bis ins Achtelfinale? Wie weit kommt der wiedererstarkte Del Potro? Wie hat Djokovic die Enttäuschungen in Wimbledon und bei Olympia verdaut? Kann Murray das Momentum nutzen und sich mit einem weiteren Sieg bei den US Open zum absoluten König der 2. Saisonhälfte krönen, nachdem er schon zuvor in Wimbledon und bei den Olympischen Spielen triumphiert hat? Man darf gespannt sein. Ich jedenfalls freue mich schon auf die US Open, obwohl mein Lieblingsspieler Federer nicht dabei ist.

  50. Experte

    Die US Open 2016 sind beendet und es freut mich ganz besonders, daß der Schweizer Wawrinka dieses Turnier gewinnen konnte, der es jetzt damit auch in meine ultimative List der erfolgreichsten Spieler der Open Era geschafft hat:
    24. Stan Wawrinka (Schweiz) (1x US Open, 1x Australian Open, 1x French Open)
    Stan Wawrinka konnte im Jahr 2014 im Finale der Australian Open gegen Nadal seinen ersten Grand Slam-Sieg feiern. 2015 gewann Wawrinka dann das Finale der French Open gegen Djokovic. Nach dem Gewinn dieser zwei Komplementär-Grand Slams gewann er gestern im Finale der US Open 2016 gegen Djokovic und damit erstmals auch einen der First-Class-Grand Slams. Nachdem Wawrinka 2014 die Australian Open, 2015 die French Open und in diesem Jahr die US Open gewonnen hat, müßte dieser Logik folgend ja eigentlich im nächsten Jahr der Wimbledon-Sieg für ihn herausspringen. Mal schauen. In jedem Fall ist Wawrinka noch der ein oder andere Grand Slam-Sieg zuzutrauen. Bemerkenswert ist schon jetzt, daß Wawrinka alle seine Grand Slam-Finals gewinnen konnte. Außerdem ist er einer von nur fünf Spielern, die im Alter von 30 und mehr Jahren mindestens 2 Grand Slams gewinnen konnten. Die hinter ihm platzierten Spieler fallen natürlich jeweils einen Platz zurück, als da wären:
    25. Ilie Nastase (Rumänien) (1xUS Open, 1x French Open, 4x Masters)
    26. Marat Safin (Rußland) (1x US Open, 1x Australian Open)
    27. Jim Courier (USA) (2x Australian Open, 2x French Open)
    28. Manuel Orantes (Spanien) (1x US Open, 1x Masters)
    29. Andy Roddick (USA) (1x US Open)
    30. Juan Martin del Potro (Argentinien) (1x US Open)
    31. Marin Cilic (Kroatien) (1x US Open)
    32. Gustavo Kuerten (Brasilien) (3x French Open)

  51. Experte

    Nachdenklich stimmendes zu Nadal:
    http://www.sueddeutsche.de/sport/us-open-die-jungen-fuerchten-den-alten-stier-nicht-mehr-1.3148708
    https://www.bluewin.ch/de/sport/tennis/2016/9/5/das-ende-der-aera-nadal–bd.html
    http://www.watson.ch/Sport/Tennis/366313905-Auch-im-vierten-Anlauf-kein-Major-Viertelfinal-2016–Das-Ende-der-%C3%84ra-Nadal–
    http://www.sport.de/news/ne2412032/ernuechterung-bei-geschlagenem-nadal/
    Ich hatte ja schon im Vorfeld der US Open geschrieben, daß das Erreichen des Achtelfinales ein riesiger Erfolg für Nadal wäre, aber das eben in dem Bewußtsein, daß die Ära Nadal längst der Vergangenheit angehört, was ja auch die Ergebnisse bei den Grand Slams in diesem Jahr belegen. Nicht einmal schaffte er es in diesem Jahr bei einem Grand Slam in die zweite Woche, zum ersten mal seit 2004 im übrigen. Im Vergleich zu den US Open 2015 kam er zwar eine Runde weiter, aber das war vor allem der leichteren Auslosung in diesem Jahr geschuldet. Besserung ist nicht in Sicht, auch wenn es der ein oder andere Nadal-Hardcore-Fan nicht wahr haben will.

  52. Experte

    Endlich mal ein realistischer Artikel zu der Frage, ob Djokovic den Grand Slam-Rekord von Federer knacken kann (Ich glaube übrigens nicht daran):
    http://de.tennisnet.com/a/atp-tour-novak-djokovic-und-warum-der-herbst-2016-so-wichtig-werden-kann-70580
    Hier meine Prognose der Sieger der Majors für die Jahre 2017 bis 2020:
    Australian Open 2017: Andy Murray
    French Open 2017: Andy Murray
    Wimbledon 2017: Stan Wawrinka
    US Open 2017: Novak Djokovic
    Australian Open 2018: Novak Djokovic
    French Open 2018: Stan Wawrinka
    Wimbledon 2018: Roger Federer
    US Open 2018: Andy Murray
    Australian Open 2019: Kei Nishikori
    French Open 2019: Dominic Thiem
    Wimbledon 2019: Milos Raonic
    US Open 2019: Alexander Zverev
    Australian Open 2020: Milos Raonic
    French Open 2020: Dominic Thiem
    Wimbledon 2020: Alexander Zverev
    US Open 2020: Alexander Zverev
    Ich kann natürlich auch total daneben liegen. Aber lassen wir uns doch einfach überraschen…;)

  53. Experte

    Update nach dem Masters: 12. Murray (GB) (2x Wimbledon, 1x US Open, 1x Masters, 2x Olympia)
    So langsam liest sich die Titelsammlung von Murray beeindruckender. Erstmals konnte er jetzt auch das Masters gewinnen. Damit schließt er die Saison als Nr. 1 ab. Etwas was Boris Becker zum Beispiel nie gelungen ist. Mal gucken, ob sich meine Prognose bewahrheitet und Murray zu Becker aufschliessen kann, was die Anzahl der gewonnen GS-Titel betrifft (siehe oben).

  54. Experte

    Der Artikel ist bereits durch den Einzug Nadals ins Halbfinale der Australian Open obsolet geworden. Er konnte sich sogar für das Finale qualifizieren. Unabhängig davon, wie dieses ausgeht, hat Nadal Underberg widerlegt. Wer das Halbfinale und erst recht das Finale eines Grand Slams erreicht, ist nicht einer unter vielen. Das zählt mehr als ein Turniersieg in Monte Carlo zum Beispiel. In meiner Rangliste der erfolgreichsten Spieler der Open Era wird sich von der Platzierung nichts ändern, da Nadal, um sich in der Liste zu verbessern, einen oder mehrere Turniersiege bei den First Class Grand Slams braucht. In jedem Fall haben sowohl Nadal als auch Federer ein weiteres Kapitel ihrer eindrucksvollen Karrieren geschrieben: Federer hat sein 28. Grand Slam-Finale erreicht, Nadal sein 21.. Damit hat Nadal wieder mit Djokovic gleichgezogen, der ja auch schon 21 mal im Finale eines Majors stand. Und heute werden auch diejenigen widerlegt, die meinten, weder Nadal noch Federer könnten noch einmal ein Grand Slam gewinnen. Natürlich haben beide dabei auch davon profitiert, daß Djokovic und Murray überraschend früh ausgeschieden sind. Auch ich muß zugeben, daß ich bei beiden meine Zweifel gehabt habe, auch wenn ich es nicht grundsätzlich für ausgeschlossen gehalten habe.

  55. Stefan Höfel

    Sorry Experte, aber Du hast doch Nadal mehrfach abgeschrieben! Ich denke, dass in Deiner Liste über die Gewinner der Grand-Slam-Turniere der Jahre 2017 bis 2020 Nadal nicht ein einziges Mal als Sieger auftaucht! Federer traust Du ja dort noch einen Wimbledontitel zu. Ich bin für Federer, denke aber, dass Nadal gewinnt.

    • Experte

      Ok. Ich habe mich eben geirrt. Wo ist das Problem? Der Name Experte ist doch eh halbironisch gewählt. Dafür hast du dich, Gott sei Dank, auch mit dem Sieger des Finales geirrt. Denn ich war natürlich auch für Federer. Schon beim ersten GS der von mir getippten GS-Sieger lag ich ja auch falsch. Denn ich hatte ja auf Murray gesetzt. Traurig bin ich darüber natürlich nicht, wie du dir denken kannst. Und was Nadal anbetrifft, kann ich immer noch Recht behalten: Er muß ja erst mal einen weiteren GS gewinnen bis 2020. Ein GS-Endspiel zu erreichen ist eine Sache, es zu gewinnen eine andere. Frag mal bei Federer nach, der in den Jahren 2014 und 2015 gleich 3 GS-Endspiele verloren hat (alle gegen Djokovic (2x Wimbledon, 1x US Open). Und Nadal wird ja auch nicht jünger. Aber er ist wieder in sehr guter Form. Sowohl Federer als auch Nadal haben ihre Kritiker widerlegt.

  56. Stefan Höfel

    Das ist ja das Schöne beim Tippen und beim Sport. Ich hatte Djokovic als Sieger über Wawrinka getippt. Immerhin ist ja Wawrinka auch gegen den Titelträger ausgeschieden. 🙂 Und Federer hat eben das „obere Viertel gewonnen“, nicht die höher placieren Murray und Nishikori. Deren vorzeitiges Ausscheiden hatte ich getippt. Ich glaube, dass für die French Open die Karten neu gemischt werden, nicht nur weil Del Potro wieder dabei sein wird. Und in Wimbledon und New York stehen vor allem die Spieler unter Druck, die jetzt in Melbourne ihrer Favoritenrolle nicht gerecht wurden. Bis Wimbledon sollte sich Murray mindestens auf Platz 1 behaupten können. Es bleibt spannend!

  57. Alex

    Vielleicht wird es Zeit diesen Artikel jetzt zu vergessen. Rafa hat bewiesen, auch wenn er heute verloren, dass er immer noch dazu gehört. Seine und Roger’s Legende ist gesichert, egal was weiterhin passiert.

    • "Experte"

      Wie ich es schon zuvor geschrieben habe. Nadal ist wieder da und den Artikel kann man jetzt in der Tat vergessen. Das Erreichen eines Grand Slam-Finales ist wesentlich höher zu bewerten als der Turniersieg in Monte Carlo. Aber man kann ja hier weiterdiskutieren. Und ich versehe das Experte ab sofort mit Anführungsstrichen;). Asche auf mein Haupt :).

  58. migsympa

    Genau. Das Comeback von Nadal ist einfach nur beeindruckend und eine Klatsche für alle sogenannten „Experten“. Hut ab Auch für Federer, der seit gefühlten 10 Jahren nach seinem Rücktritt gefragt wird…(Auch hier bei TM)
    Und was die „ewige Bestenliste“ des „Experten“ betrifft: totaler Quatsch.. Für mich ist ein Spieler der es fertiggebracht hat alle 4 Grand Slams zu gewinnen weitaus besser als einer der 21 Mal Wimbledon oder die French Open gewonnen hat.

  59. "Experte"

    Mein Update nach den Australian Open 2017:
    1.) Roger Federer (7x Wimbledon, 5x US Open, 5x Australian Open, 1x French Open, 6x Masters)
    Durch einen 5-Satz-Sieg im Finale gegen Nadal konnte sich Federer seinen insgesamt 18. Grand Slam-Titel sichern. Außerdem ist er jetzt der einzige Tennisspieler, der 3 unterschied-liche Grand Slams mindestens 5 mal gewonnen hat (!!!). Damit hat er seinen ersten Platz weiter zementiert.

    • Stefan Höfel

      Hallo „Experte“, das mit den je 5 Titeln bei 3 verschiedenen Grand-Slam-Turnieren hatte ich schon während der Australian Open geschrieben, da Federer ja ohnehin bisher der einzige Spieler ist, der jeweils mehr als 2 Titel bei 3 vers. GS-Turnieren ist.

      • "Experte"

        Klar, aber das Update ist ja dafür da, um die neuen Fakten darzustellen. Vor dem Turniersieg war er der einzige, der 3 unterschiedliche Grand Slams mindestens 4 mal gewonnen hat, nun eben mindestens 5 mal (7x Wimbledon, 5x US Open, 5x Australian Open).

  60. "Experte"

    Ergänzung zum Update: Federer ist nun auch der zweitälteste Grand Slam-Sieger der Open Era nach Ken Rosewall. Außerdem ist Federer der Erste seit 35 Jahren, der auf dem Weg zu einem GS-Titel 4 Top10-Spieler schlägt (Berdych (inzwischen aus den Top10 gefallen), Nishikori, Wawrinka und Nadal). Auch ist er der erste Spieler seit 2004 (Gaston Gaudio bei den French Open), der auf dem Weg zum Grand Slam-Sieg gleich 3 5-Satz-Matches siegreich übersteht. Und das im Alter von 35 Jahren! Mit seinem zweiten Grand Slam-Sieg in seiner vierten Lebensdekade (ab 30 Jahre) zählt Federer nun auch zu den wenigen Spielern, die in der Open Era mindestens 2 Ü30-Siege bei Grand Slams erringen konnten. Neben Federer (1x Wimbledon, 1x Australian Open) sind dies Jimmy Connors (2x US Open), Andre Agassi (2x Australian Open), Wawrinka (1x French Open, 1 x US Open), Rod Laver (Grand Slam 1969) und Ken Rosewall (1x US Open, 1x French Open, 2x Australian Open).
    Hier eine Liste der 12 ältesten Grand Slam-Sieger der Open Era: http://sportalnow.com/2017/01/30/wer-sind-die-aeltesten-grand-slam-sieger/
    Anmerkung: Die Liste ist nicht ganz korrekt. Es fehlt der Ekuadorianer Andres Gomez, der bei seinem French Open-Sieg 1990 30 Jahre, 3 Monate und 14 Tage alt war. Deswegen hätte er auf Platz 11 in dieser Liste aufgeführt werden müssen, Petr Korda hätte auf Platz 12 stehen müssen und Ivan Lendl (als 13.) hätte gar nicht aufgeführt werden dürfen, da es ja um die 12 ältesten Grand Slam-Champions geht. Über Rosewall ist zu lesen, daß er der Spieler mit den meisten Major-Titeln (4) über 30 in der Open Era ist. Das ist zwar richtig, es wird aber nicht erwähnt, daß Rod Laver mit dem Gewinn des Grand Slams 1969 ebenfalls 4 Grand Slam-Siege über 30 erreicht hat.

    • Stefan Höfel

      Hallo „Experte“, schade, dass immer wieder falsche und/oder unvollständige Meldungen verbreitet werden. Dass Lendl aufgeführt wurde, ist zwar falsch, da Gomez neun Tage älter als Lendl ist und die French Open 1990 eben nach den Australian Open 1990 ausgetragen wurden. Aber: Gomez spielte die French Open „nur“, weil Lendl dort wegen seiner Wimbledonvorbereitung nicht antrat. Denn Gomez erzielte seine besten Ergebnisse in Paris 1984, 1986 und 1987, als er jeweils im Viertelfinale ausschied. Gegen wen? Gegen Lendl! Und wer gewann die French Open 1984, 1986 und 1987? Lendl!!! Typisches Lendl-Bild in dem Beitrag, Adler-Hemd und „Wüsten-Look“! :-)) Danke für Deinen Hinweis! Auf der ATP-Seite gibt es einen Beitrag über „Big Titles“ (ab 1990). Da wird Michael Chang ein Grand-Slam-Titel „gegeben“, obwohl er nur in 1989 einen GST gewann, als Vorgänger von Gomez, nach dem legendären AF-5-Satz-Sieg über, äh, ach ja, Lendl. :-))

  61. "Experte"

    Irgendwie fehlt mir zur Zeit ein wenig die Motivation etwas zu schreiben. Aber für eine Gegenüberstellung der von mir getippten Sieger der Grand Slams von 2017-2020 und der tatsächlichen Sieger reicht es noch. Ich muß ja sagen, daß ich jetzt schon etwas anders tippen würde. Den Namen Kyrgios hätte ich sicherlich aufgeführt. Denn wenn dieser seinen Job nur halbwegs ernst nimmt (so wie zur Zeit), sollten bei seinem überragenden Talent sicher mehrere GS-Titel herausspringen. Außer Federer sehe ich nämlich keinen, der talentierter ist als Kyrgios. Aber jetzt die Liste nochmal zu „korrigieren“, wäre feige. Der Tipp steht. Wenn am Ende weniger als 50% der getippten Sieger richtig sind (also 7 oder weniger), muß ich mir einen neuen Namen suchen;). Top, die Wette gilt! Diese Liste wird natürlich nach jedem Grand Slam aktualisiert.
    Die von mir getippten Sieger bei den Grand Slams 2017-2020/die tatsächlichen Sieger:
    Australian Open 2017: Andy Murray/Roger Federer
    French Open 2017: Andy Murray
    Wimbledon 2017: Stan Wawrinka
    US Open 2017: Novak Djokovic
    Australian Open 2018: Novak Djokovic
    French Open 2018: Stan Wawrinka
    Wimbledon 2018: Roger Federer
    US Open 2018: Andy Murray
    Australian Open 2019: Kei Nishikori
    French Open 2019: Dominic Thiem
    Wimbledon 2019: Milos Raonic
    US Open 2019: Alexander Zverev
    Australian Open 2020: Milos Raonic
    French Open 2020: Dominic Thiem
    Wimbledon 2020: Alexander Zverev
    US Open 2020: Alexander Zverev

  62. TTRN

    Nachdem ich mir nun den grottenschlechten, absolut subjektiven Artikel (wenn man es überhaupt Artikel nennen kann) durchgelesen habe, möchte ich mein komplettes Einverständnis ALEX, MIGSYMPIA, STEFAN HÖFEL, um nur einige zu nennen, und allen weiteren beteiligten an diesem Chat, außer EXPERTE und dem Autor Herr UNDERBERG, zusprechen. Schon nur die Aussage, dass Nadal einer unter vielen ist zeugt von totaler Unwissenheit im Tennissport. Ein Sportler, der wie sogar EXPERTE selber gesagt hat, eindeutig der beste Sandplatzspieler aller Zeiten ist, muss eindeutig auch als einer der besten Spieler aller Zeiten angeführt werden. Nicht umsonst hat er am zweit meisten Grand-Slam Titel gewonnen, ebenso am zweit meisten Master Turniere und ist unter den 10 Spielern die am längsten an der Weltranglistenspitze standen.
    Um auch EXPERTE klar zu machen, gibt es auf der Tour insgesamt DREI verschiedene Beläge: Hartplatz, Sand und Rasen. Unangefochten hierbei Nadal an der Spitze der Sandplatzspieler. Ein Spieler auf dem Belag dominiert, der mehr als ein drittel der ganzen Saison einnimmt (da die Rasensaison besonder kurz ist), soll nur in den Top 30 Spielern aller Zeiten und einer unter vielen sein????????? Wie kann man dann um Gottes Willen Nadal so schlechtreden???? Eine super Objektivität ist dem Herrn EXPERTE zuzusprechen.

  63. "Experte"

    Hier das Update nach den French Open. Auch diesmal lag ich falsch mit meinem Tipp. Mit Federer und Nadal haben zwei Spieler die ersten beiden Grand Slams des Jahres gewonnen, denen viele gar keine Grand Slam-Siege mehr zugetraut haben. Was fällt sonst noch auf? Wie schon bei den Australian Open gab es ein Halbfinale mit 3 Ü30-Spielern und ein reines Ü30-Finale, welches diesmal aber mit dem inzwischen 31jährigen Nadal der Jüngere der beiden Ü30er gewann. Gut möglich, daß in diesem Jahr alle Grand Slam-Sieger des Jahres Ü30-Spieler sein werden. Gut möglich auch, daß ich mit meinen Tipps für dieses Jahr komplett daneben liege. Wawrinka für Wimbldon ist sicherlich ein gewagter Tipp, ist Rasen doch wohl sein schlechtester Belag. Ich bin der Logik gefolgt, daß Wawrinka seit 2014 je einen Grand Slam pro Saison gewonnen hat, und zwar jeweils unterschiedliche. 2014 Australian Open, 2015 French Open, 2016 US Open, dann wäre in diesem Jahr Wimbledon dran. Ob Djokovic bis zu den US Open seine Schaffenskrise überwunden hat, bleibt auch abzuwarten. Möglich ist auch, daß er eine Babypause macht und auf die US Open verzichtet.
    Die von mir getippten Sieger bei den Grand Slams 2017-2020/die tatsächlichen Sieger:
    Australian Open 2017: Andy Murray/Roger Federer
    French Open 2017: Andy Murray/Rafael Nadal
    Wimbledon 2017: Stan Wawrinka
    US Open 2017: Novak Djokovic
    Australian Open 2018: Novak Djokovic
    French Open 2018: Stan Wawrinka
    Wimbledon 2018: Roger Federer
    US Open 2018: Andy Murray
    Australian Open 2019: Kei Nishikori
    French Open 2019: Dominic Thiem
    Wimbledon 2019: Milos Raonic
    US Open 2019: Alexander Zverev
    Australian Open 2020: Milos Raonic
    French Open 2020: Dominic Thiem
    Wimbledon 2020: Alexander Zverev
    US Open 2020: Alexander Zverev

  64. "Experte"

    Hier mein Update meiner ultimativen Rangliste der besten Spieler der Open Era nach den French Open 2017:
    8. Rafael Nadal (2xWimbledon, 2xUS Open, 1x Australian Open, 10x French Open)
    Nadal hat das French Open-Finale gegen Wawrinka in überragender Art und Weise gewonnen. Er hat, wie 2008 und 2010, nicht einen Satz während des Turniers verloren, dabei nur 35 Spiele abgeben müssen. Die nun 10 Siege bei den French Open bedeuten einen neuen, alleinigen Rekord in der Open Era. Kein Spieler bzw. keine Spielerin konnte so häufig bei ein und demselben Grand Slam-Turnier im Einzel gewinnen wie Nadal in Roland Garros. Bisher teilte sich Nadal den Rekord mit Naratilova, die 9 mal im Einzel den Wimbledon-Titel gewann. Nadal gehört damit jetzt auch zu den Spieler, die auch jenseits der 30 mindestens einen Grand Slam gewinnen konnten. Wie Pete Sampras hat er nun als Teenager, in den 20ern und als Ü30er Grand Slam-Siege zu verzeichnen. Außerdem ist er mit nun 15 Grand Slam-Siegen hinter Federer (18) und vor Sampras (14) auf Platz 2 in der Liste der Spieler mit den meisten gewonnen Grand Slams. Allerdings hat er 10 davon beim unbedeutensten aller Grand Slams gewonnen. Im Vergleich zu Sampras (und natürlich auch Federer) liest sich seine Bilanz bei den First Class-Grand Slams mit „nur“ 4 Siegen (gegenüber 12) doch eher bescheiden. Wawrinka hat Federer und Nadal ehrfürchtig als die Tennismonster bezeichnet, richtigerweise müßte man aber sagen: Federer ist das Tennismonster bei allen großen Turnieren bis auf die French Open (7x Wimbledon, 5x US Open, 5x Australian Open, 6x ATP World Tour Finals), Nadal das Tennismonster bei den French Open. Außerhalb der French Open hat er weniger große Turniere gewonnen als Edberg oder Becker. Beide gehören sicher zu den besten Spielern aller Zeiten, sind aber eben keine Tennismonster, genau so wenig wie Nadal außerhalb von Roland Garros. Auch die Erfolgsquote in den Finals der großen Turniere außerhalb der French Open liest sich eher bescheiden: 5 von 12 Finals gewonnen bei den übrigen Grand Slams (41,7 %), wenn man die ATP World Tour Finals einbezieht sogar nur 5 von 14. Sampras hat 14 von 18 Finals bei den Grand Slams gewonnen (77,8 %), Federer außerhalb der French Open 17 von 23 (73,9 %), Boris Becker kommt auf 6 von 10 (60 %), keine überragende Quote, aber immer noch weit besser als die Nadals. Edberg kommt auf 6 von 11 mit einem French Open-Finale (54,5 %), Djokovic kommt auf 11 von 17 außerhalb der French Open (64,7 %).

  65. Stefan Höfel

    Danke „Experte“! Sicherlich hat Sampras eine bessere Grand-Slam-Final-Bilanz als Nadal, aber er war nie im Finale seines schlechtesten Grand-Slams, hier French Open. Ein wirklich großer Spieler, wie auch Nadal, zeichnet sich auch dadurch aus, dass er, wenn er den Titel nicht gewinnt, erst im Finale verliert. Und nicht, wie Sampras, Becker und Connors, schon im Halbfinale des Turniers, hier French Open. Übrigens: Mats Wilander, 7 GS-Titel, vier weitere Finals, aber im Wimbledon nie weiter als VF! Wenn Nadal im Januar die Au. Open gegen Federer gewonnen hätte, würde es jetzt nur 17:16 für Federer stehen, nicht 18:15. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte Nadal doch Break vor im fünften Satz im Melbourne-Finale, oder?

    • "Experte"

      STEFAN HÖFEL:“Sicherlich hat Sampras eine bessere Grand-Slam-Final-Bilanz als Nadal, aber er war nie im Finale seines schlechtesten Grand-Slams, hier French Open. Ein wirklich großer Spieler, wie auch Nadal, zeichnet sich auch dadurch aus, dass er, wenn er den Titel nicht gewinnt, erst im Finale verliert. Und nicht, wie Sampras, Becker und Connors, schon im Halbfinale des Turniers, hier French Open.“
      Mmmh, dann ist also Murray ein großer Spieler, da er bei allen Grand Slams zumindest im Finale stand, während Sampras, Becker und Connors keine großen Spieler sind, da sie niemals das Finale der French Open erreichen konnten. Was macht es da schon, daß die letztgenannten alle mehr Grand Slams gewonnen haben als Murray und auch bei den First Class-Grand Slams (Wimbledon & US Open) erfolgreicher als der Schotte waren? Nein, nein, die Größe eines Spielers mißt sich in erster Linie an den Erfolgen bei den First Class-Grand Slams und deswegen sind Sampras (wird nur von Federer übertroffen), Connors und Becker natürlich größer als Murray und eben auch Nadal.
      STEFAN HÖFEL:“Wenn Nadal im Januar die Au. Open gegen Federer gewonnen hätte, würde es jetzt nur 17:16 für Federer stehen, nicht 18:15. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte Nadal doch Break vor im fünften Satz im Melbourne-Finale, oder?“
      Eben, das unterstreicht ja nur, was ich geschrieben habe. Daß eben die Finalquote bei den Grand Slams außerhalb der French Open keineswegs so dolle ist bei Nadal. Gut bei den US Open (2:1, 66,67%; Federer 5:2, 71,43%), mäßig in Wimbledon (2:3, 40%; Federer 7:3, 70%), schlecht in Melbourne (1:3, 25%; Federer 5:1; 83,33%). Federer ist also außerhalb der French Open nicht nur wesentlich erfolgreicher als Nadal bei den Grand Slams (Australian Open 5:1 Turniersiege für Federer, Wimbledon 7:2, US Open 5:2), auch seine Finalquote ist jeweils besser, in Wimbledon und Melbourne sogar deutlich besser. Selbst bei den 5-Satzfinals in Grand Slams ist die Quote bei Federer leicht besser als bei Nadal (Nadal 2:3, 40%; Federer 3:4, 42,86%). Bemerkenswert, da Nadal eigentlich als 5-Satzkönig gilt, Federer ansonsten für einen Topspieler eine eher mäßige Quote hat. 4 der 5-Sätzer hat Nadal übrigens gegen Federer gespielt, dazu kommt das verlorene AO-Finale 2012 gegen Djokovic. Auch gegen Djokovic führte er schon mit Break im Fünften. Letztlich aber hat sich jeweils der bessere Spieler durchgesetzt.

      • Stefan Höfel

        Ich habe Murray nicht als großen Spieler bezeichnet. Aber Deine Unterscheidung in First-Class-Grand-Slams usw. ist eben Deine persönliche Bewertung. Belagsübergreifend halte ich Sampras für besser als Nadal, auch wegen ATP-WM. Becker und Connors liegen weit hinter Sampras und Nadal.

  66. "Experte"

    Eine Kleinigkeit habe ich noch vergessen in meinem Update nach Roland Garros: Nadal hat Djokovic wieder überholt, was die Anzahl gespielter Grand Slam-Finals anbetrifft. Nadal kommt jetzt auf 22 Finals, Djokovic steht bei 21.

  67. Stefan Höfel

    Einen Nachtrag habe ich auch noch: Vergleich Nadal-Sampras, hier Titel beim jeweils besten Grand-Slam-Turnier: Nadal 10 (French Open) Sampras 7 (Wimbledon)! Titel beim jeweils schlechtesten Grand-Slam-Turnier: Nadal 1 (Australian Open) Sampras 0 ( French Open). Sampras kommt ohne Wimbledontitel auf nur sieben Titel, Lendl hat acht! Sampras war nie der beste Spieler aller Zeiten, denn nie im French Open-Finale, nur ein einziges HF dort. Trotz 5 WM-Titeln war er dort nie ungeschlagen!

    • "Experte"

      Ach, ich habe noch vergessen zu erwähnen, daß Federer mit 28 gespielten Grand Slam-Finals auch in dieser Statistik die Nr. 1 ist. Und nur nochmal zur Erinnerung: an dieser Stelle hatte ich bereits schon mal erwähnt, daß für mich Sampras vor Federer der Beste und Erfolgreichste der Open Era war. Deswegen galt es eben, seine Rekorde zu brechen oder zu egalisieren. Speziell in Wimbledon, bei den US Open und der ATP-WM. Deswegen war für mich der Wimbledon-Sieg von Federer 2012 gegen Murray das noch fehlende Teilchen. Ohne diesen Titel würde Sampras noch heute in meiner Liste vor Federer rangieren. Aber so sieht der Vergleich Federer : Sampras inzwischen so aus: Wimbledon: 7:7; US Open: 5:5; Australian Open: 5 (Federer):2 (Sampras); French Open: 1 (Federer):0 (Sampras); ATP-WM: 6 (Federer):5 (Sampras). Daß Sampras nie die French Open gewinnen konnte, spielt bei mir eine absolut untergeordnete Rolle, sehe ich die French Open doch eh als den inzwischen unbedeutendsten aller Grand Slams an. So sieht der Vergleich Sampras:Nadal aus: Wimbledon: 7 (Sampras):2 (Nadal); US Open: 5 (Sampras):2 (Nadal); Australian Open: 2 (Sampras):1 (Nadal); French Open: 0 (Sampras):10 (Federer); ATP-WM: 5 (Sampras):0 (Nadal). Außerhalb der French Open also eine klare Sache für Sampras. Auf Hartplatz, Rasen und in der Halle ist Sampras also klar besser gewesen, auf Sand natürlich Nadal, belagsübergreifend ist Sampras besser als Nadal, das sehe ich genauso wie du. Dabei kommt Nadal ja sogar zu gute, daß die Beläge von der Geschwindigkeit angeglichen worden sind. Gerade bei den Grand Slams. Michael Stich meinte zum Beispiel, daß Nadal zu seiner Zeit wohl nicht in Wimbledon gewonnen hätte, weil der Belag damals einfach zu schnell gewesen wäre für Nadal. 2008 hat Nadal außerdem davon profitiert, daß Federer gesundheitlich angeschlagen war, was viel zu wenig Erwähnung findet. Damals hätte Federer gut daran getan, so wie dieses Jahr, auf die Sandplatzsaison zu verzichten oder zumindest auf die French Open. Bei den Australian Open wird der Belag ja jedes Jahr zumindest ein wenig verändert. 2009 war er so skandalös langsam wie wohl nie in der Geschichte des Turniers. Wieder ein klarer Vorteil für Nadal. Diese Grand Slams hätte Nadal in der Zeit von Sampras wohl nicht gewonnen. Und auch bei den US Open habe ich so meine Zweifel, denn auch die sind inzwischen ja viel langsamer als damals. Ich sage: Wären die Beläge heute so schnell wie damals, hätte Nadal zwischen 10 und 12 Grand Slams gewonnen bisher, nämlich die 10 French Open und 0, 1 oder 2 US Open. Und trotzdem ist es ausgerechnet Nadal, der sich immer wieder beschwert über die Plätze, ausgerechnet der Spieler, dem die Angleichung ja am meisten zu gute kommt. Aber es reicht ihm eben noch nicht. Auch die World Tour Finals mögen doch bitte mal der Fairness halber auf Sand ausgetragen werden, so Nadal (übrigens ist ja auch das Spiel in der Halle langsamer geworden, weil nicht mehr auf Teppich gepielt wird, aber daraus konnte Nadal eben noch kein Kapital schlagen). Ich finde, der Fairness halber sollten die French Open auch mal wieder auf Rasen ausgetragen werden, wie es ja bis 1927 der Fall war (LOL).

  68. "Experte"

    Höchste Zeit, eine Korrektur vorzunehmen an meiner ultimativen Liste der erfolgreichsten Spieler der Open Era. Andy Murray gebührt der 10. Platz. Wie Agassi und Lendl hat er insgesamt 3 mal bei den US Open und in Wimbledon gewonnen, davon aber eben 2 mal in Wimbledon, während Agassi nur 1 mal in Wimbledon gewonnen hat und Lendl nie in Wimbledon gewinnen konnte: So sieht also die Liste aus auf den Plätzen 10-13:
    10. Andy Murray
    11. Andre Agassi
    12. Ivan Lendl
    13. Mats Wilander

    • Stefan Höfel

      Nachdem Nadal die erste Runde in Wimbledon überstanden hat und am 17.07.17 wieder die Nr. 1 sein kann, möchte ich doch schon jetzt meine Top 3 nennen, bevor „Experte“ seine Liste zeigt. Ich kann diese Top 3 schon jetzt nennen, da Wimbledon 2017 darauf keinen Einfluß haben wird.
      1.) Wim Bilden
      2.) Roland Garros
      3.) Mel Burn
      Noch Fragen „Experte“?

      Für „Flaschen/k Mädos“ reicht es nicht für die Top 3, auch nicht unter dem „alten Namen“ Forest Hills. 🙂

      • "Experte"

        1.) Wimbledon; 2.) US Open; 3.) Melbourne; 4.) French Open. Kommen wir zum Wesentlichen:
        Update der von mir getippten und tatsächlichen Sieger nach Wimbledon 2017. Wieder lag ich daneben. Nur mit der Nationalität des Siegers sollte ich Recht behalten. Ob Djokovic überhaupt die US Open spielt, steht ja noch offen. Wenn nicht, läge ich für dieses Jahr komplett falsch. Ich habe mal recherchiert. In der Open Era hat es das nur einmal gegeben, daß sämtliche Grand Slams im Jahr von Ü30-Spielern gewonnen wurden (1969, tatsächlich war es ein einziger, da Rod Laver in dem Jahr seinen 2. Grand Slam gewonnen hat, also alle Grand Slam-Turniere für sich entschieden hat). Jetzt fehlen nur noch die US Open und Topfavorit dürfte ein Spieler sein, der fast 36 ist: Roger Federer.
        Die von mir getippten Sieger bei den Grand Slams 2017-2020/die tatsächlichen Sieger:
        Australian Open 2017: Andy Murray/Roger Federer
        French Open 2017: Andy Murray/Rafael Nadal
        Wimbledon 2017: Stan Wawrinka/Roger Federer
        US Open 2017: Novak Djokovic
        Australian Open 2018: Novak Djokovic
        French Open 2018: Stan Wawrinka
        Wimbledon 2018: Roger Federer
        US Open 2018: Andy Murray
        Australian Open 2019: Kei Nishikori
        French Open 2019: Dominic Thiem
        Wimbledon 2019: Milos Raonic
        US Open 2019: Alexander Zverev
        Australian Open 2020: Milos Raonic
        French Open 2020: Dominic Thiem
        Wimbledon 2020: Alexander Zverev
        US Open 2020: Alexander Zverev

        • Stefan Höfel

          Moin, nachdem ich meine Top 3 (4) ja schon genannt hatte, hier die nächsten Neun, allerdings nur in alphabetischer Reihenfolge, denn…
          Borg, Djokovic, Emerson, Federer, Laver, Lendl, Nadal, Tilden und Wilander.
          Warum Sampras, Connors, McEnroe usw. fehlen?
          Aufgabe an Dich „Experte“! Viel Spaß!

  69. Stefan Höfel

    Murray vor Lendl ist nun echt Quatsch. Ich verstehe auch nicht, weshalb Lendl mit 3 US-Open-Titel bei Dir nur einen Platz vor Wilander mit einem US-Open-Titel ist. Lendl 5 Masters-Titel aus 9 Finals, Wilander keinen Masters-Titel bei einer Finalteilnahme,…
    Das war keine Korrektur, sondern ein Verschlimmbesserung. Auch Murray vor Agassi geht nicht, da Du Agassis Karriere Grand-Slam absolut vernachlässigt!

  70. "Experte"

    Wimbledon 2017 ist Geschichte, Zeit also für ein Update, auch wenn sich an den Platzierungen nichts geändert hat:
    1. Roger Federer (8x Wimbledon, 5x US Open, 5x Australian Open, 1x French Open, 6x Masters)
    Roger Federer hat erwartungsgemäß Wimbledon ohne Satzverlust gewonnen. Dies hat vor ihm in der Open Era nur Björn Borg 1976 erreicht. Damit ist er zum alleinigen Rekordsieger in Wimbledon aufgestiegen (Pre-Open Era & Open Era). Auch ist er nun der älteste männliche Einzelsieger in der Open Era Wimbledons. Bei den First Class-Grand Slams (Wimbledon & US Open) hält er jetzt auch den alleinigen Rekord mit insgesamt 13 Titeln (Pre-Open Era & Open Era) und hat Sampras hinter sich gelassen, der auf 12 Titel bei diesen Grand Slams kommt (7x Wimbledon, 5X US Open). Er ist auch einer der erfolgreichsten Ü30-Spieler. So konnte er als Einziger in der Open Era 2 Wimbledon-Titel in seinen 30ern gewinnen (2012 (30 Jahre) & 2017 (35 Jahre)), dazu kommt der Australian Open-Titel in diesem Jahr. Mit 3 Majors in den 30ern liegt er, von der Quantität der gewonnenen Grand Slams, auf dem alleinigen 3. Platz, nur Rod Laver und Ken Rosewall haben noch jeweils einen Grand Slam mehr gewonnen in ihren 30ern. Seine inzwischen 19 Grand Slam-Siege dürften nicht mehr einzuholen sein. Der Einzige, der diesen Rekord weiter ausbauen kann, ist Federer selbst (schon bei den diesjährigen US Open geht er wieder als absoluter Topfavorit ins Rennen). Kurzum: Sein Status als GOAT (Greatest of all times) ist für alle Zeiten gesichert.

  71. "Experte"

    Bei den vielen Rekorden von Federer kann man schon mal den ein oder anderen vergessen. Sein Rekord der erreichten Grand Slam-Finals liegt jetzt mittlerweile bei 29. Bei den US Open winkt also ein doppeltes Jubiläum: Finale Nr. 30, Titel Nr. 20. Insgesamt liegt Federer jetzt bei 93 gewonnenen Titeln und damit nur noch ein Titel hinter Lendl, der in dieser Statistik der 2. ist hinter Connors (109). Lendl wird Federer wohl dieses Jahr noch überholen, die 100 kann er erst im nächsten Jahr knacken, da er nicht mehr so viele Turniere spielt in diesem Jahr. Und dann ist der Rekord von Connors auch in Reichweite.

  72. Stefan Höfel

    Wieso hat denn Federer „erwartungsgemäß“ den Titel ohne Satzverlust gewonnen?
    Man muss doch einerseits sagen, dass er weder im Halbfinale noch im Finale auf die erwarteten Gegner traf, nämlich Djokovic und Murray. Gegen beide hat er lange nicht mehr gespielt! Liegt 2017 nicht an Federer! Andererseits hat Federer bereits in der ersten Runde nur einen ganzen Satz spielen müssen! Er kommt also auf 19:0 Sätze, nicht auf 21:0! Beeindruckend finde ich seine Matchbilanz 2017. Von sieben Turnieren gewann er fünf, Matchbilanz 31:2! Niederlage Nr.2 war in Stuttgart gegen Tommy Haas. Trotz seiner Rekorde halte ich Federer nicht für den GOAT. Das ist Rod Laver, denn wer trotz „nur“ je zwei French und US Open-Titeln bzw. deren Vorgängern, genau in diesen beiden Jahren den Grand-Slam schafft, ist Extra-Klasse. Von den Rechtshändern ist Federer aber der Beste!

    • "Experte"

      Der Verzicht Federers auf das unbedeutentste aller Grand Slam-Turniere, die French Open, sowie seiner Vorbereitungsturniere, zugunsten des wichtigsten aller Turniere hat sich eben gleich doppelt ausgezahlt: Federer war ausgeruht, voller Spielfreude und Selbstbewußtsein, während die Konkurrenz, zum Teil auch durch die harte Sandplatzsaison bedingt, angeschlagen war (Murray, Djokovic (die Verschiebung seines Achtelfinales auf den Dienstag seitens der Organisatoren fande ich nicht sehr glücklich, er hätte ja direkt nach dem Federer-Match auf dem Center Court spielen können)). Viele Experten und auch ehemalige Tennis-champs halten Federer jetzt spätestens nach dessen Rekordsieg in Wimbledon für den GOAT. Aber darüber kann man immer streiten. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß es zu den Zeiten eines Rod Laver einfacher war den Grand Slam zu gewinnen, da nur auf Rasen (Australian Open, Wimbledon, US Open) und Sand (French Open) gepielt wurde.
      Ich gebe übrigens bezüglich des Prestiges der US Open zu bedenken, daß es nach Wimbledon das zweitälteste aller Turniere ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanada_Masters#Geschichte), die mit Abstand größte Tennisanlage (Arthur Ashe Stadium) hat (https://de.wikipedia.org/wiki/US_Open#Geschichte) und durch die Weltkriege bedingt (die US Open wurden als einziges Grand Slam-Turnier auch während der Weltkriege gespielt) sogar häufiger ausgetragen wurde als Wimbledon. Die French Open hingegen sind erst seit 1926 ein offenes Turnier und gelten erst seit dem als Grand Slam (https://de.wikipedia.org/wiki/French_Open#Geschichte), auch wenn das Turnier älter ist als die Australian Open. Die French Open verfügen zudem über das mit Abstand kleinste Areal von den 4 Grand Slam-Turnieren und sindas einzige dieser Turniere ohne Flutlicht und Schiebedach (http://www.spox.com/at/tennisnet/1401/Artikel/die-besonderheiten-der-grand-slam-turniere-38775.html). Über das größte Areal verfügen übrigens die Australian Open, gefolgt von den US Open und Wimbledon. Hier ein interessanter Artikel über die French Open, das Sorgenkind unter den Grand Slam-Turnieren: http://www.tagesspiegel.de/sport/tennis-die-french-open-platzen-aus-allen-naehten/8278084.html

    • "Experte"

      Erwartungsgemäß ohne Satzverlust, weil gegen einen fitten, vor Spielfreude und Selbstbewußtsein strotzenden, konzentriert aufspielenden Federer kein Spieler der Welt in der Lage ist, auch nur einen Satz auf Rasen zu gewinnen. Daß Federer nur auf 19:0 Sätze kommt, ist ja nicht seine Schuld und ich habe auch nicht behauptet,daß er auf 21:0 Sätze kommt, sondern nur, daß er der einzige neben Borg ist, der in der Open Era ohne Satzverlust Wimbledon gewinnen konnte. Von vielen Experten und auch Tennislegenden früher Zeiten wird Federer spätestens nach seinem Rekordsieg in Wimbledon als GOAT angesehen. Aber darüber kann man immer streiten. Ich gebe aber zu bedenken, daß es zu den Zeiten eines Rod Laver doch einfacher war, den Grand Slam zu gewinnen, da die Grand Slam-Turniere auf nur 2 unterschiedlichen Belägen gespielt wurden (Australian Open, US Open & Wimbledon auf Rasen, French Open auf Sand). Außerdem: Hätte es Nadal nicht gegeben, seines Zeichens bester Sandplatzspieler aller Zeiten, hätte Federer den Grand Slam in 2 aufeinanderfolgenden Jahren geholt, nämlich 2006 und 2007. Zu den Zeiten eines Laver gab es eben keinen Nadal oder auch Borg…

      • Stefan Höfel

        Wie konnte es denn sein, dass Tommy Haas ihm in Stuttgart sogar zwei Sätze auf Rasen abnehmen konnte? Jetzt komme nicht mit „erstes Match nach langer Pause“!

        • "Experte"

          Federer meinte doch selbst, daß er diese lange Pause mit dem Verzicht auf die Sandplatzsaison nun häufiger einlegen werde, auch wenn er damit vielleicht einmal eine überraschende Niederlage zu Anfang der Rasensaison in Kauf nehmen müßte, weil er sich davon verspricht, seine Karriere zu verlängern. Ich denke, daß man sich darauf einigen kann, daß er in Stuttgart noch nicht bei 100% war. Auch nach dem Wimbledon-Turnier sprach er davon, daß es darum ging, in der 2. Turnierwoche in Bestform zu sein. Und genau darum geht es doch auch. Das beste Tennis dann abzurufen, wenn es darauf ankommt (mit allem Respekt vor Haas und dem Turnier in Stuttgart, aber Wimbledon ist dann doch wichtiger).

      • Stefan Höfel

        Aber Deine Aussage, dass Federer 2006 und 2007 den Grand Slam gewonnen hätte, wenn es Nadal nicht gegeben hätte, ist unsachlich, denn erstens hätte es dann andere Auslosungen gegeben. Zweitens hat Federer 2009, als er die French Open gewann, nicht die US Open gewonnen. Und in Wimbledon trat Nadal damals als Titelverteidiger (Finalsieg über Federer 2008) wegen Verletzung nicht an. Wer gewann den Titel? Federer? Wer gewann Wimbledon 2010? Nadal! Federer ist doch unumstritten vor Nadal und Djokovic, aber Deine nicht zu übersehene „Abstufung“ der beiden und ihrer Leistungen bei den Turnieren, wo sie erfolgreicher als Federer sind, ist einfach unsachlich.

        • "Experte"

          Ok, jetzt weiß ich, wie der Hase läuft. Dazu nehme ich gleich Stellung. Zunächst zu den Saisons 2006 und 2007: Ich würde es nicht als unsachlich, sondern als spekulativ bezeichnen. So ist es nun mal im Tennis: Andere Gegner, anderes Material, andere Beläge. Deswegen ist es ja so schwer, Topspieler aus verschieden Dekaden miteinander zu vergleichen (wer war besser? Laver oder Federer? Hätte Laver den Grand Slam auch auf 3 unterschiedlichen Belägen gewonnen?), aber eben auch so interessant. Und 2009 scheiterte das Unternehmen Grand Slam für Federer ja schon bei den Australian Open, da er das Finale gegen Nadal in 5 Sätzen verlor. Insgesamt war es aber die letzte ganz große Saison von Federer mit 2 Grand Slam-Titeln und 4 Grand Slam-Finals (die Finals gegen Nadal und del Potro hat er jeweils in 5 Sätzen verloren, so gesehen war er relativ nah dran am Grand Slam) vor eben der diesjährigen (2 Grand Slams hat er ja schon in der Tasche, eine 100%ige Ausbeute, da er die French Open ausgelassen hat, ein Grand Slam steht noch aus). Worauf du mit Wimbledon 2009 und 2010 hinaus willst, ist mir auch klar. Aber das ist ja auch spekulativ. Ich halte dagegen, daß Nadal außerhalb der French Open noch nie einen Grand Slam-Titel verteidigen konnte. Wimbledon und US Open 2010 jeweils das Finale gegen Djokovic gewonnen, Wimbledon und US Open 2011 jeweils das Finale gegen Djokovic verloren.
          Mir geht es gar nicht darum, die Leistungen von Djokovic und Nadal abzustufen. Nadal ist bei den French Open viel erfolgreicher gewesen als Federer und Djokovic eben etwas erfolgreicher bei den Australian Open im Vergleich zu Federer (Djokovic 6 Siege in 6 Finals, Federer 5 Siege in 6 Finals, das ist allerdings noch einzuholen, da es so knapp ist). Diese Hierarchisierung der 4 Grand Slams habe ich schon lange vor Federer vorgenommen. Ich erinnere auch nochmal daran, daß Federer für mich erst nach Wimbledon 2012 mit seinem 7. Titel in Wimbledon an Sampras vorbeigezogen ist, was den Erfolg betrifft, da er den Wimbledon-Rekord von Sampras eingestellt hat (1995 während des Wimbledon-Finales von Sampras gegen Becker, als sich abzeichnete, daß Sampras auch dieses Finale für sich entscheiden würde, habe ich z. Bsp. gesagt: „Der (Sampras) gewinnt ja alles!“ Im Bewußtsein, daß er die French Open noch nicht gewonnen hatte. Die French Open waren und sind einfach nicht so bedeutend für mich wie Wimbledon und die US Open. Seit den 90er stehen für mich auch die Australian Open von der Bedeutung vor den French Open.) Für meine Liste der erfolgreichsten Spieler der Open Era und der Regel Spieler erst bei mindestens 3 Titelgewinnen bei den Australian Open oder/und French Open aufzunehmen, sofern sie nicht in Wimbledon oder/und US Open gewonnen haben, wollte ich eine größere Übersichtlichkeit erreichen und gewisse Spieler aussortieren: Johann Kriek (2x Australian Open) oder Mark Edmon (1x Australian Open) zum Beispiel, die davon profitierten, daß zahlreiche Stars auf die Australian Open verzichteten (heute undenkbar, deswegen stehen die Australian Open ja inzwischen bei mir vor den French Open von der Bedeutung her, weil die Organisatoren viel für die Reputation ihres Turniers getan haben) oder aber die Sandplatzwühler, die 1 oder 2 mal bei den French Open gewonnen haben, auf anderen Plätzen aber wenig bis gar nichts zu bestellen hatten.

          • Stefan Höfel

            Moin „Experte“, welcher Jahrgang bist Du? Ich 1963! Ich sehe Tennis seit Ende der 70er Jahre, mache Statistiken seit über 25 Jahren, auch eine mit weltweitem Einfluß war sogar dabei. Mehr auf Wunsch! Du hast Deine Reihenfolge der Grand-Slam-Turniere also schon vor Federer gehabt. Ich war auch von Sampras „überzeugt“, nachdem er 1990 im VF der US-Open Lendls Serie von acht dortigen Finalteilnahmen beendete. Und 1994 hatte er auch in Paris die Chance auf den „unechten“ Grand-Slam, so wie Federer 2006 und 2007. Aber Pete schied im VF gegen Courier aus, nachdem er kurz zuvor die Generalprobe, Titel in Rom, noch klar gewonnen hatte. Ok, der Gegner war nur Boris Becker, der Sandplatzfinal-Loser. Aber Sampras schwächelte zu häufig, war oft zu Unrecht die 1, vor allem 1998!

          • Stefan Höfel

            Mark Edmondson schlug 1976 im Finale der Au. Open immerhin Titelverteidiger John Newcombe, der ja insgesamt sieben Grand-Slam-Titel, alle auf Rasen, gewinnen konnte. Zu Becker-Sampras 1995 der Hinweis, dass es damals der dritte Wimbledontitel von Pete war. Es folgten noch vier weitere. Aber wer hätte im August 1989 gedacht, dass eher die Mauer fällt als dass Becker nochmals Wimbledon gewinnt. Nach drei Titeln war dort für Boris Schluß, bei sieben Finals. Sampras gewann alle sieben Finals, gegen Rafter im Jahr 2000 mit viel Glück im Tiebreak des zweiten Satzes.
            Zurück zum Ausgangsthema „Rafael Nadal …“ vom 25.09.15, also vor fast zwei Jahren. Nadal hat nicht nur durch den 10. French Open Titel gezeigt, dass er nicht „nur noch einer unten vielen“ ist. Er wird wohl in Kürze wieder die 1 sein. Federer hat sicher größere Chancen bei den US Open, aber der letzte Titel dort war 2008! Wenn beide im Finale gegeneinander spielen sollten, wäre ich für Federer.

  73. "Experte"

    Die Entscheidung Federers zugunsten des wichtigsten Turniers des Jahres auf den unbedeutendsten aller Grand Slams – die French Open – und die gesamte Sandplatzsaison zu verzichten, war übrigens goldrichtig. Während die Konkurrenz angeschlagen, zum Teil auch aufgrund der harten Sandplatzsaison, war (Murray, Djokovic (Die Entscheidung, sein Achtelfinale auf den Dienstag zu verschieben, fand ich übrigens sehr unglücklich von den Organisatoren. Er hätte ja problemlos nach dem Federer-Match auf dem Center Court antreten können. Das hat mir für Djokovic schon leid getan)), war Federer, abgesehen von seinem hartnäckigen Schnupfen, topfitt und voller Spielfreude.
    Hier ein interessanter Bericht über das Sorgenkind unter den Grand Slams, die French Open: http://www.tagesspiegel.de/sport/tennis-die-french-open-platzen-aus-allen-naehten/8278084.html. Kleinste Anlage (über die größte Anlage verfügen die Australian Open vor den US Open und Wimbledon), einziger Grand Slam ohne Schiebedach und Flutlicht. Um es klar zu sagen: die French Open sind das, mit Verlaub, popeligste Turnier unter den Grand Slams. Dabei profitiert es noch von dem Interesse an Rafael Nadal, dessen Erfolgsaussichten in Paris mit Abstand am größten sind bei den Grand Slams, hat er doch 10 seiner 15 Grand Slam-Titel in Paris geholt. Wenn Nadal in ein paar Jahren abdankt, könnte es ziemlich düster aussehen für die French Open. Die Federer-Fans können schon jetzt sehr gut damit leben, das ihr Star auf die French Open verzichtet, bei Djokovic könte das Schule machen. So gehen den French Open langsam aber sicher die Zugpferde verloren und damit sinkt auch rapide das Interesse am Turnier. Übrigens haben die French Open als letztes der Grand Slam-Turniere den Grand Slam-Status erhalten, obwohl es gegenüber den Australian Open das ältere Turnier ist, da es bis 1925 noch kein internationales Turnier war. Das älteste aller Turniere ist natürlich Wimbledon, das zweitälteste übrigens die US Open (aller Turniere wohlgemerkt, nicht nur unter den Grand Slams). Tatsächlich wurden die US Open sogar häufiger ausgetragen als Wimbledon, da es das einzige Grand Slam-Turnier ist, welches auch während der 2 Weltkriege durchgehend ausgetragen wurde. Außerdem verfügen die US Open über das mit Abstand größte Tennisstadion, das Arthur Ashe-Stadium. Für mich ist es deshalb ziemlich unstrittig, daß die US Open nach Wimbledon das zweitbedeutendste der Grand Slams sind. In den letzten Jahrzehnten haben die Organisatoren der Australian Open sehr viel für die Reputation ihres Grand Slams getan, weswegen gerade bei den Spielern dieses Turnier inzwischen sehr beliebt ist (Stichwort Happy Slam). Das war bekanntlich nicht immer so. In den 1970ern und 1980ern gab es viele Topstars, die auf die Teilnahme bei den Australian Open verzichtet haben (Connors z Bsp. hat 1974 das Turnier gewonnen und hat danach nie wieder dort gespielt). Aufgrund dieser positiven Entwicklung stehen die Australian Open inzwischen von der Bedeutung her meiner Ansicht nach vor den French Open.

  74. Stefan Höfel

    Connors hat aber noch 1975 im Finale der Australian Open verloren!
    Zu Laver: Dein Argument mit den nur zwei Belägen ist deshalb Quatsch, weil es ja damals für alle Spieler galt! Außerdem ist es nach wie vor schwierig, hintereinander French Open und Wimbledon direkt hintereinander zu gewinnen. Laver hat jedem seiner „Paris-Titel“ den Sieg in Wimbledon und auch noch den Sieg in New York folgen lassen! Außerdem hat er 1969 im Finale der French Open den Titelverteidiger Ken Rosewall bezwungen. Federer gewann nie gegen Nadal in Paris und hätte wohl auch keinen Titel dort errungen, wenn Nadal damals nicht gegen Söderling ausgeschieden wäre. Und selbst die Deiner Meinung nach so unwichtigen Australian und French Open direkt hintereinander zu gewinnen, ist nicht einfach. Weder Federer noch Nadal haben das trotz zusammen sechs bzw. elf Titelgewinnen bei diesen beiden Turnieren geschafft. Schade, dass Du häufig unsachlich bist, also einseitig argumentierst.

    • "Experte"

      1.) Stimmt. Connors hat 2 mal die Australian Open gespielt, einmal gewonnen, im darauffolgenden Jahr 1975 das Finale gegen Newcombe verloren. Ist mir durch die Lappen gegangen.
      2.) Nadal ist aber gegen Söderling ausgeschieden. Das ist unsachlich und könnte man für die French Open-Siege von Djokovic und Wawrinka auch ins Feld führen. Denn keiner der 3 hat auf seinem Weg zum French Open-Titel Nadal besiegt. Na und? Sind diese errungenen French Open-Titel deshalb weniger wert? Keineswegs.
      3.) Ich habe nicht behauptet, daß es einfach ist, die Australian Open und French Open hintereinander zu gewinnen. Der Letzte, dem dies gelungen ist, war Jim Courier 1992!!!!

  75. alexandra

    Es ist mir schlicht unbegreiflich, wie man Grand Slams in bedeutend und unbedeutend einteilen kann. Das ist einfach nur respektlos, nur um einen Standpunkt zu untermauern. Alle haben die gleiche Bedeutung. Es gibt so viele Spieler, die liebend gerne einen „unbedeutenden“ Slam gewinnen würden. Keine Worte!!!

  76. Stefan Höfel

    Danke Alexandra, aber für „Experte“ habe ich auch noch was: Nadal-Federer 23:14, davon 1:5 in der Halle und 1:2 auf Gras, aber 13:2 auf Sand und 8:5 auf Outdoor-Hartplatz! In Finals führt Nadal mit 14:9! Nun zu den Grand-Slams: Au. Open 3:1, davon 1:1 in Finals, Fr. Open 5:0, davon 4:0 in Finals, Wimbledon 1:2, nur Finals, US-Open 0:0! Also Nadal führt gegen Federer bei Grand-Slams mit 9:3, davon 6:3 in Finals! Schon bemerkenswert, dass beide bei den US-Open noch nie gegeneinander gespielt haben, trotz u. a. zusammen sieben Titeln dort. Komisch, dass Federer ausgerechnet in dem Jahr, in dem er die French Open gewann, bei des US Open nach fünf Titelgewinnen in Folge im Finale gegen Del Potro verlor. Federer gegen Djokovic bei Grand-Slams übrigens 6:9, davon 1:3 in Finals, nämlich 0:2 in Wimbledon und 1:1 bei den US-Open. Federer hat gegen Djokovic bei keinem Grand-Slam eine positive Bilanz! Gegen Nadal nur in Wimbledon!

    • "Experte"

      Unbedeutende Zahlenspiele, diese Zahlen sind wirklich wichtig:
      Die gewonnen Grand Slams von Federer, Djokovic und Nadal
      Australian Open-Titel: 6x Djokovic, Federer 5x, Nadal 1x – Knapp vorn ist Djokovic (Open Era-Rekord! (nur anbei erwähnt) vor Federer, abgeschlagen Nadal (das zeigt, wie unwichtig die 3:1-Bilanz von Nadal gegen Federer bei den AO ist; was bringt das, wenn man eine 1:3-Bilanz bei den AO-Finals hat?)
      French Open-Titel: 10x Nadal (Rekord), 1x Djokovic, 1x Federer – Nadal ganz klar vorn, Federer und Djokovic abgeschlagen gleichauf. Keiner wird wohl ernsthaft bestreiten, daß Nadal der Beste aller Zeiten auf Sand ist, es ist aber eben der unbedeutendste (nicht verwechseln mit generell unbedeutend, bitte) aller Grand Slams.
      Wimbledon: 8x Federer (Rekord), 3x Djokovic, 2x Nadal – Federer ganz klar vorn, abgeschlagen Djokovic, knapp vor Nadal
      US Open: 5x Federer, 2x Djokovic, 2x Nadal – Federer klar vorn, abgeschlagen gleichauf Nadal und Djokovic (Federer übrigens mit einer Final-Bilanz von 5:2 bei dem Turnier, Djokovic von 2:5, auch das zeigt die Unsinnigkeit deiner Zahlenspiele)
      Titel bei Grand Slams: Federer 19, Nadal 15, Djokovic 12 – Federer klar vorn, es folgen auf den Plätzen Nadal und Djokovic.
      Kurz noch zu Laver: natürlich galt das damals für alle mit den 2 Belägen. Es war ja auch ein Vergleich von damals und heute. Ob Laver den Grand Slam wohl auch auf 3 unterschiedlichen Belägen geholt hätte (Rasen, Sand und Hartplatz)? Das ist die Frage, die man sich in diesem Zusammenang stellen müßte…

  77. "Experte"

    Eine Hommage an Roger Federer und an Wimbledon, das „traditionsreichste, prestigeträchtigste und schönste Turnier“ der Welt (auf das Schmudelkind der Grand Slams, die French Open, folgt eben der wunderschöne Schwan Wimbledon):
    http://www.tagesanzeiger.ch/sport/tennis/Er-ist-ins-Tennis-verliebt/story/30395414

    Ich vergaß zu erwähnen, daß die 5 US Open-Titel von Federer Open Era-Rekord bedeuten, zusammen mit Sampras und Connors. 5 mal hintereinander dieses Turnier zu gewinnen, hat nur Federer in der Open Era geschafft!

  78. "Experte"

    Kommentar zu mir selbst: „3.) Ich habe nicht behauptet, daß es einfach ist, die Australian Open und French Open hintereinander zu gewinnen. Der Letzte, dem dies gelungen ist, war Jim Courier 1992!!!!“ Natürlich war es Djokovic 2016! Davor war es Courier 1992.

  79. Stefan Höfel

    Für jemanden, der sich für seinen Schützling nur die Rosinen auspickt, sind solche Zahlen natürlich schlecht zu akzeptieren. Federer wäre bei Dir doch auch der GOAT, wenn er „nur“ die acht Wimbledon-Titel und sonst nix hätte. Ich bin Lendl-Fan, wie Du sicher bemerkt hast. Aber ist er deshalb für mich der Beste, weil er als einziger ein Grand-Slam-Finale gegen John McEnroe gespielt hat, ohne dass Mac dabei einen Satz gewann? Nein! Lendl hat viele Rekorde so „nebenbei“ erzielt. Einige dieser Rekorde wurden einer größeren Öffentlichkeit erst bekannt, als sie gebrochen wurden, z. B. 10 Halbfinals bei Grand-Slams in Folge zwischen 1985 und 1988 oder die 19 erreichten Grand-Slam-Endspiele.

    • "Experte"

      Ich verstehe dich nicht, Stefan. Ich brauche mir doch gar nicht die Rosinen rauspicken. Oder es wimmelt geradezu von Rosinen, wenn man so will. Die Zahlen sprechen doch für sich: 19 Grand Slam-Titel (Rekord), 8x Wimbledon (Rekord), 302 Wochen die Nr. 1 (Rekord), davon 237 Wochen ununterbrochen (Rekord), 5x US Open (Open Era-Rekord mit Connors, Sampras, 5 mal hintereinander hat nur Federer geschafft), 5x hintereinander Wimbledon (Open Era-Rekord zusammen mit Borg), 5x Australian Open (nur Djokovic hat einen Titel mehr), 4 Jahre hintereinander Wimbledon&US Open in einer Saison gewonnen, der einzige, der 3 unterschiedliche Grand Slams mindestens 5 mal gewinnen konnte, 6x Masters (Rekord), der einzige, der in 3 Saisons mindestens 3 Grand Slams gewinnen konnte (demnächst 4 Saisons?) (2004, 2006, 2007). Die Hierarchisierung der Grand Slams von meiner Seite spielt doch bei der Beurteilung von Federers Leistungen überhaupt keine Rolle, da er mit Ausnahme der French Open bei allen ganz weit vorne bzw. an der Spitze ist. Und hätte er 2012 aufgehört, würde sich auch die Bilanz der direkten Duelle zw. ihm und Nadal/Djokovic anders lesen. Aber warum hätte er das tun sollen, wenn er mit 35 spielt, als wäre er 25 und 2 Grand Slams gewinnt? Er hat halt auch während der Peak-Zeit von Djokovic gespielt und da war Djokovic, einer der Besten aller Zeiten, eben einen Tick besser. Kein Spieler der Welt ist während seiner ganzen Karriere immer der Beste (schon gar nicht, wenn man so lange wie Federer spielt). Sonst würde er ja alle Grand Slams gewinnen. Und deswegen sind deine Zahlen von untergeordneter Bedeutung (man sollte auch nicht den Alterunterschied von Federer und Nadal/Djokovic außer Acht lassen). Ich bezweifel doch stark, daß Nadal und Djokovic mit 35 in der Lage sind, so erfolgreich zu spielen wie Federer. Wenn sie dann überhaupt noch aktiv sind.

  80. "Experte"

    Zum Thema Laver/Federer – wer war besser? Mit einem Augenzwinkern. Auch die höhere Anzahl von unterschiedlichen Belägen wird hier pro Federer ins Feld geführt, es ist gar von 4 unterschiedlichen Belägen die Rede. Gut, natürlich ist der Belag bei den US Open nicht komplett identisch mit dem der Australian Open, wahrscheinlich sind die Unterschiede bei Hartplätzen insgesamt größer als bei Rasen- oder Sandplätzen. Es gibt ziemlich langsame Hartplätze (Miami) und sehr viel schnellere (Cincinnati). Bei den Australian Open werden gar für jedes Turnier Veränderungen an den Plätzen vorgenommen, dieses Jahr waren die Plätze sehr schnell, 2009 sehr langsam. Aber zu den Zeiten eines Rod Laver waren die Rasenplätze wahrscheinlich auch unterschiedlich schnell, genauso wie es heute auch der Fall ist (Stuttgart hat zum Beispiel einen schnelleren Rasen als Halle). Das Wetter spielt da ja auch noch eine Rolle. Deswegen spreche ich von 3 unterschiedlichen Belägen, auch wenn mir bewußt ist, daß auf unterschiedlichen Hartplatzbelägen gespielt wird (Australian Open Plexicushion, früher Rebound Ace, US Open DecoTurf (Beschreibung Wikipedia: „Im Vergleich zum Belag Rebound Ace, der in der Vergangenheit vor allem bei den Australian Open von 1988 bis 2007 verwendet wurde, verlangsamen sich die Bälle nach dem Aufsprung nicht so stark und springen spürbar tiefer ab.“ Auch beim Plexicushion springen die Bälle tiefer ab als beim Rebound Ace, wie ich gelesen habe.)
    http://www.rp-online.de/sport/tennis/roger-federer-vielleicht-war-rod-laver-besser-aid-1.6582879

    • Stefan Höfel

      Und bei den French Open waren auch 2017 die Plätze unterschiedlich, wenn man den Eurosport-Kommentatoren glauben darf. Bemerkenswert ist ja auch, dass die Auslaufzonen unterschiedlich groß sind. Federer muss man natürlich hoch anrechnen, dass er 2009 die Chance nutzte. Wenn nicht 2009 den French Open-Titel, wann sonst? Olympia-Einzelsieg fehlt ihm allerdings. Schon überraschend diese Klatsche im Olympiafinale gegen Murray 2012, nachdem er ihn wenige Wochen zuvor auf dem „gleichen“ Platz im Wimbledonfinale noch deutlich bezwungen hat.

      • "Experte"

        Eben. Federer ist der Künstler, das Genie unter den Spielern. Die enorme Geschwindigkeit seiner Schläge kommt nicht durch Kraftaufwand zustande, sondern durch seine Technik. Alles wirkt vollkommen unangestrengt. Wo andere ächzen und stöhnen und vor Anstrengung das Gesicht verziehen, verzieht Federer keine Miene, scheint sogar nicht zu schwitzen, wie Andy Roddick in der Regenpause des Wimbledon-Finals 2009 erstaunt festgestellt hat. Aber: Kein Spieler hat jemals einen Grand Slam so sehr dominiert wie Nadal die French Open. Selbst Federer mußte in Wimbledon seit 2003 insgesamt 7 mal anderen den vortritt lassen (3x Djokovic, je 2x Nadal & Murray). Da fällt mir auf, daß ich noch einen Federer-Rekord zu erwähnen vergaß: die 11 erreichten Finals in Wimbledon bedeuten Grand Slam-Rekord. Keiner konnte so häufig bei einem bestimmten Grand Slam-Turnier das Finale erreichen, es folgt Nadal mit 10 Finals bei den French Open (alle gewonnen). Wenn Nadal also einmal vorzeitig scheitert in Paris, muß man die Situation beim Schopfe packen. Das haben Federer und Wawrinka gemacht, Djokovic mit leichter Verzögerung. Der Nadalbezwinger verlor übrigens jeweils da Finale. 2009 Söderling nicht sehr überraschend gegen Federer, 2015 etwas unerwarteter Djokovic gegen Wawrinka. Im letzten Jahr konnte Nadal verletzungsbedingt nicht zum Drittrundenmatch antreten.
        2012 bei den olympischen Spielen hatte Murray im Halbfinale Djokovic 7:5, 7:5 besiegt, Federer brauchte im anderen Halbfinale 4 Stunden, 26 Minuten, um del Potro mit 3:6, 7:6, 19:17 niederzuringen. Die Organisatoren hatten sich im Gegensatz zu anderen olympischen Spielen gegen einen Tiebreak im Entscheidungssatz ausgesprochen. Ich denke, daß das harte Halbfinale von Federer, das längste best-of-three-Match aller Zeiten, auch das Finalergebnis beeinflußt hat. Hätte es einen Tiebreak gegeben im 3. Satz und Federer das Spiel gegen del Potro mit 3:6, 7:6, 7:6 gewonnen, wäre das Final-ergebnis wohl ein anderes gewesen. Del Potro konnte das Spiel um Platz 3 zwar für sich entscheiden, aber Finale und Spiel um Platz 3 ist eben nicht das Selbe, zumal Djokovic schon zuvor bei olympischen Spielen Einzel-Bronze geholt hatte und sicher von mehr geträumt hatte in London. Da fehlte wohl etwas die Motivation für das kleine Finale. Daß Murray für das Finale vor heimischem Publikum voll motiviert war, war wohl klar. Federer war sicher auch motiviert, hatte aber den Nachteil des wesentlich längeren Halbfinales. Das Halbfinale von Federer hatte die Länge eines langen 5Satz-Matches. Zum Vergleich: Muller benötigte in Wimbledon dieses Jahr nur 22 Minuten mehr (4 Std, 48 Minuten), um Nadal mit 6:3, 6:4, 3:6, 4:6, 15:13 (!!!) niederzuringen.

  81. Stefan Höfel

    Schied Federer in Paris 2010 nicht gegen Söderling aus? Hast Du ein Lieblingsmatch (mit Federer)? Was bist Du für ein Jahrgang?

  82. "Experte"

    Stimmt. 2010 war es genau umgekehrt. Federer verlor gegen Söderling und Söderling das Finale gegen Nadal. Ich bin Jahrgang 1972. Vielleicht ist wirklich das Finale der Australian Open in diesem Jahr mein Lieblingsmatch von ihm, weil er nach fast 5 Jahren endlich wieder einmal ein Grand Slam-Turnier gewonnen hat und wirklich teilweise unglaubliche Bälle von Federer dabei waren. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie war ich mir bis zum Schluß ziemlich sicher, daß er das gewinnt. Ich habe mir einfach gedacht: er ist jetzt einfach wieder dran, er war ja schon sehr nahe dran in den Jahren 2014 und 2015 in den Finals in Wimbledon und 2015 bei den US Open gegen einen sehr starken Djokovic. Selbst bei 1:3 im Fünften war ich noch zuversichtlich, weil er ja weiterhin seine Chancen hatte (und seine Aufschläge auch souverän durchbrachte) und gerade diese Wendung im Spiel, als er die letzten 5 Spiele alle für sich entschied, machen dieses Spiel so besonders. Und ich habe auch an das Finale von Djokovic gegen Nadal 2012 bei den Australian Open gedacht. Auch da führte Nadal mit Break im Fünften und es gewann letztendlich Djokovic. Es gab also ein Mut machendes Beispiel. Ich muß allerdings sagen, daß ich bei 1:3-Rückstand im letzten Satz im Wimbledon-Finale wesentlich nervöser gewesen wäre. Ansonsten: die Wimbledon-Finals 2009 (unglaublich spannendes Finale gegen Roddick und Grand Slam Nr 15 als neue Rekordmarke), 2012 (gegen Murray) in Wimbledon (7. Sieg in Wimbledon, gleichgezogen mit Sampras) und 2007 gegen Nadal (5. Sieg hintereinander in Wimbledon, gleichgezogen mit Borg) waren auch ganz spezielle Spiele.

  83. "Experte"

    „Moin „Experte“, welcher Jahrgang bist Du? Ich 1963! Ich sehe Tennis seit Ende der 70er Jahre, mache Statistiken seit über 25 Jahren, auch eine mit weltweitem Einfluß war sogar dabei. Mehr auf Wunsch! Du hast Deine Reihenfolge der Grand-Slam-Turniere also schon vor Federer gehabt. Ich war auch von Sampras „überzeugt“, nachdem er 1990 im VF der US-Open Lendls Serie von acht dortigen Finalteilnahmen beendete. Und 1994 hatte er auch in Paris die Chance auf den „unechten“ Grand-Slam, so wie Federer 2006 und 2007. Aber Pete schied im VF gegen Courier aus, nachdem er kurz zuvor die Generalprobe, Titel in Rom, noch klar gewonnen hatte. Ok, der Gegner war nur Boris Becker, der Sandplatzfinal-Loser. Aber Sampras schwächelte zu häufig, war oft zu Unrecht die 1, vor allem 1998!“
    Um dir zu antworten, Stefan, habe ich das kopiert: Daß Sampras Lendl 1990 im VF der US Open hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Und ich dachte, daß er 1994 erst im HF in Paris ausgeschieden wäre. Das war 1996 der Fall. Den Turniersieg von Rom 1994 gegen Becker hatte ich schon noch im Kopf. Ich finde übrigens nicht, daß Sampras häufig schwächelte. Gerade bei den ganz großen Turnieren war auf ihn Verlaß. In den Jahren 1993 bis 1997, seiner Peak-Zeit, holte er holte er 9 Grand Slam-Titel! Danach noch weitere 3 Wimbledon-Titel bis 2000, also 8 Jahre hintereinander mindestens ein Grand Slam-Titel. Das haben in der Open Era nur Borg und Federer geschafft, Nadal hat diesen Rekord sogar überboten. Eine solche Konstanz habe ich zuvor bei keinem Spieler gesehen. Acht Jahre hintereinander Finale bei den US Open, ist schon Wahnsinn von Lendl. Sampras kommt auch auf 8 Finals bei den US Open, aber nicht hintereinander.

  84. Stefan Höfel

    Eines meiner Lieblingsmatches jährt sich demnächst zum 25. Mal. Lendl schlägt Becker zum ersten und einzigen Mal bei einem Grand-Slam, US-AF 1992 mit 6:7, 6:2, 6:7, 6:3 und 6:4. Das habe ich damals live im TV gesehen und habe es noch auf Video. Das Match war morgens um 6.00 Uhr MESZ beendet. Ich hatte aber Semesterferien. Lendl-Edberg AO-HF 1991. Lendl gewinnt nach Abwehr von zwei Matchbällen. Wenn Edberg gewonnen hätte, wäre Becker, falls alle anderen Match nach Melbourne 1991 unverändert geblieben wären, nie die 1 geworden. Zum Schwächeln von Sampras: Die Wochen auf Platz 1 sagen nichts über die Deutlichkeit der Führung aus, nie ungeschlagener Masters-Sieger, Schwäche in Paris,… Unvergessen sind 20 Punkte hintereinander von Agassi gegen Sampras 1995, entweder Indian Wells oder Key Biscayne. Sie standen sich damals in beiden Finals ggü.

    • "Experte"

      An das Spiel von Lendl gegen Becker kann ich mich noch erinnern. Überhaupt war das US Open 1992 unheimlich umkämpft. Lendl mußte schon in der ersten Runde über 5 Sätze, Sampras schlug erst Martin in 5 Sätzen in Runde 3 und dann Guy Forget im AF ebenfalls in 5 Sätzen. Insgesamt 5 Achtelfinalspiele wurden in 5 Sätzen entschieden! Edberg, der in dem Jahr seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte, hatte in den ersten 3 Runden keine Probleme, im AF, VF und HF brauchte er aber jeweils 5 Sätze. Zunächst schlug er Krajicek im AF, dann Lendl im VF (7:3 im Tiebreak des 5. Satzes!) und schließlich Chang im HF, dessen Weg ins HF ähnlich war wie der Edbergs. Auch Chang gab in den ersten 3 Runden keinen Satz ab, im AF brauchte er aber ebenso 5 Sätze (gegen Washington) wie im VF (gegen Wayne Ferreira). Das Gruppenspiel von Federer 2014 gegen Murray beim Masters in London (6:0, 6:1!) hätte ich auch anführen können, ebenso wie das VF bei den AO 2009 gegen del Potro (6:3, 6:0, 6:0!). Das waren Spiele zum Genießen. Problem war nur, daß es ja danach weiter ging und er weder das eine noch das andere Turnier gewinnen konnte. Das Finale 2009 bei den AO verlor er gegen Nadal in 5. Beim Masters 2014 erreichte er ebenfalls das Finale, tratt aber nicht an, nachdem er Wawrinka in einem harten 3Satz-Match niedergerungen hatte.
      Zum Schwächeln von Sampras muß ich sagen, daß es ja doch ein Schwächeln auf sehr hohem Niveau war: https://de.wikipedia.org/wiki/Pete_Sampras#Rekorde
      Und besser fünfmal nicht ungeschlagen das Masters gewinnen als zum Beispiel „nur“ 3x. Als Spieler wäre mir das herzlich egal. Und auch als Fan von Sampras, der ich einst war, war das für mich nur eine Marginalie (so sehr, daß ich gar nicht mehr darum wußte). Gibt zwar nicht die volle Punktzahl, aber den Titel und der zählt mehr. Und in 4 Saisons hat er jeweils 2 Grand Slams geholt, soviel wie Lendl in seiner gesamten Karriere! Der Vorsprung war wohl nie so groß wie bei Djokovic oder Federer, aber die Dauer ist wichtiger als der Vorsprung, vor allem wenn man 14 Grand Slams gewonnen hat, davon 7 in Wimbledon und 5 in New York! Und was die Wochen an der Spitze anbetrifft, war nur Federer besser. 6x in Folge am Ende der Saison Nr 1 ist immer noch Rekord. 1998 war es eng, aber geschenkt. Und wenn Agassi auch mal 20 Punkte hintereinander gegen Sampras gewonnen hat, so war das doch nur ein Spiel. Außerdem war es ja kein Grand Slam. Selbst der beste Spieler hat mal einen schlechten Tag. Und wenn es drauf an kam, bei den Grand Slams war auf Sampras fast immer Verlaß. In Wimbledon und bei den US Open hat er nie gegen Agassi verloren, ihn teilweise richtig vermöbelt. Und 11 Jahre hintereinander in mindestens einem Grand Slam-Finale zu stehen, haben selbst Nadal und Federer nicht geschafft (beide kommen auf 10 Jahre). Die FO geschenkt. Die waren für ihn als Serve&Volley-Spieler nicht unbedingt gemacht.

  85. "Experte"

    Das diesjährige Finale in Wimbledon war natürlich auch historisch (Rekordsieg), aber es war zu sehr Einbahnstraße, zu eindeutig nach dem ersten Break im ersten Satz gegen einen angeschlagenen Gegner.

  86. "Experte"

    „Mark Edmondson schlug 1976 im Finale der Au. Open immerhin Titelverteidiger John Newcombe, der ja insgesamt sieben Grand-Slam-Titel, alle auf Rasen, gewinnen konnte. Zu Becker-Sampras 1995 der Hinweis, dass es damals der dritte Wimbledontitel von Pete war. Es folgten noch vier weitere. Aber wer hätte im August 1989 gedacht, dass eher die Mauer fällt als dass Becker nochmals Wimbledon gewinnt. Nach drei Titeln war dort für Boris Schluß, bei sieben Finals. Sampras gewann alle sieben Finals, gegen Rafter im Jahr 2000 mit viel Glück im Tiebreak des zweiten Satzes.
    Zurück zum Ausgangsthema „Rafael Nadal …“ vom 25.09.15, also vor fast zwei Jahren. Nadal hat nicht nur durch den 10. French Open Titel gezeigt, dass er nicht „nur noch einer unten vielen“ ist. Er wird wohl in Kürze wieder die 1 sein. Federer hat sicher größere Chancen bei den US Open, aber der letzte Titel dort war 2008! Wenn beide im Finale gegeneinander spielen sollten, wäre ich für Federer.“
    Um dir zu antworten, habe ich das kopiert, Stefan:
    Stimmt, das war nicht so übel von Edmondson, zumal er im HF auch noch Rosewall schlug. Wenn man sich das Feld von damals aber mal anguckt, fällt auf, daß es im Grunde australische Meisterschaften mit geringer internationaler Beteiligung waren. Die bekanntesten Namen waren Newcombe, Rosewall, Tony Roche und der Champ aus den 50ern Frank Segdman (alle Australien), bei den Ausländern Stan Smith und aufgrund von Chris Evert der Brite John Lloyd (hat immerhin eines der AO-Finales 1977 erreicht (damals gab es die AOs ja 2x im Jahr).
    Zu Sampras: genau, es war sein 3. Sieg in Wimbledon, da zog er mit Becker gleich, insgesamt war es sein 6. Grand Slam-Sieg, einer mehr als Becker zu dem Zeitpunkt. Neben 3x Wimbledon hatte er auch schon 2 mal die US Open und 1x die AO gewonnen (darauf bezog sich halt mein „Der gewinnt ja alles!“). Im selben Jahr sollte er auch zum 3. mal die US Open gewinnen, also seinen 7. Grand Slam holen.
    Ich glaube nicht, daß Federer und Nadal dieses Jahr bei den US Open gegeneinander spielen werden. Es ist ja in der Tat beachtenswert, daß sie nie in NY aufeinander getroffen sind. Ich denke, das bleibt auch so. Dabei hätte es ja ein paar Mal passieren können: 2010 verliert Federer gegen Djokovic trotz Matchbällen das HF. Das Finale bestritten Djokovic und Nadal. Und 2011 wiederholte sich das Ganze. 2009 war Federer im Finale, Nadal aber wurde im HF regelrecht abgeschossen von del Potro. Für Federer liegt in der Tat kein Grand Slam-Titel länger zurück als der der US Open. Trotzdem glaube ich auch, daß Federer die besseren Chancen hat als Nadal in NY. Nach seinem Titelgewinn 2013 hat Nadal da keine Bäume mehr ausgerissen (2014 nicht gespielt, 2015 3. Runde, 2016 AF), aber dieses Jahr ist er natürlich deutllich besser als in den Vorjahren. Federer hat 2014 immerhin das HF erreicht, 2015 das Finale. Djokovic wird wohl nicht antreten. Damit hätte sich mein Tipp für die US Open schon erledigt, bevor sie überhaupt anfangen. Es wäre die erste Saison für Djokovic seit 2010 ohne Grand Slam, ja sogar die erste seit 2009 ohne Grand Slam-Finale. Wenn er den Rest der Saison ausfällt, fällt er sogar aus den Top10. Ich weiß noch, wie hier jemand nach Djokovics FO-Titel geschrieben hat, er würde den Golden Slam holen und sowieso alle Rekorde von Federer brechen. Na, das hat sich doch etwas anders entwickelt. Demnächst gibt es hier wohl den Artikel „Novak Djokovic nur noch einer unter vielen“;). Aber wir wissen ja jetzt, daß man die Topstars nicht zu früh abschreiben sollte. Siehe Nadal. Was die Nr. 1 betrifft: Ich könnte mir vorstellen, daß sowohl Federer als auch Nadal im Laufe des Jahres die Spitzenposition einnehmen werden. Wer am Ende des Jahres die Nr. 1 ist, hängt zum einen von den direkten Duellen ab (falls es welche gibt) und auch davon, wieviel Federer spielt. Normal liegt ihm das Saisonende mehr als Nadal. In der Halle ist er normal deutlich stärker als Nadal, Cincinnati mit seinem schnellen Hartplatz ist eins seiner erfolgreichsten Turniere. Federer hat da schon 7x gewonnen (Open Era Rekord), Nadal erst 1x. Beim Masters hat Federer auch schon 6x gewonnen (Rekord), Nadal noch nie.

  87. "Experte"

    Bei seinem Heimturnier in Basel hat Federer auch schon 7 mal gewonnen, in Shanghai und beim Paribas Open jeweils 1x. Nadal konnte bei den genannten Turnieren noch nie den Titel gewinnen. Einzig bei den Kanada Masters ist Nadal bisher erfolgreicher gewesen. Dort konnte Nadal bisher 3 Titel gewinnen, Federer hingegen nur 2. Also insgesamt klarer Vorteil für Federer. Ich gehe allerdings davon aus, daß Federer sowohl das Kanada Masters (übrigens nach Wimbledon und den US Open das älteste Turnier der Welt) als auch die Paribas Open ausläßt.
    Eine Frage habe ich ja noch: welche Statistik von dir hat denn so große Aufmerksamkeit bekommen, Stefan?

    • Stefan Höfel

      Moin!

      Das ist schon über 25 Jahre her und betrifft die Anzahl der Wochen auf Platz 1 bei den Herren. Diese Zahlen waren lange falsch, da über ein Vierteljahr „vergessen“ wurde. Mir war das aufgefallen, weil bei Lendl für den Zeitraum 09.09.85 bis 12.09.88 nur 156 Wochen und bei Newcombe für 03.06.74 bis 29.07.74 nur 7 Wochen angegeben wurden. Es gab auch Fehler bei Nastase, Borg und Connors. Bei Connors wurde u.a. die Wochen in Folge von 159 auf 160 Wochen korrigiert. Ich hatte das damals per Telefon und Fax der ATP mitgeteilt, Email gab es noch nicht. Die Zahlen wurden dann korrigiert. Seitdem habe ich einen Kontakt zur ATP und bekomme viele Antworten und Unterlagen schnell und kostenfrei.

      • Stefan Höfel

        Hier noch einmal die alten Wochen auf Platz 1, die dann korrigiert wurden. Aus ATP 1992 Player Guide, also Rückblick auf 1991 und Vorschau auf 1992, Seite 232:
        McEnroe 170 Wochen, Borg 104, Connors 263, Lendl 269, Nastase 37, Newcombe 7,…
        Daraus worden im Folgejahr im neuen Player Guide auf Seite 107: Nastase 40 Wochen, Newcombe 8, Connors 268, Borg 109, McEnroe 170, Lendl 270,…
        Während es bei „neuen“ Nr.1, also Wilander, Edberg und Becker keine Fehler gab, weshalb ich die drei hier nicht aufgezählt habe, waren bis Ausnahme von John McEnroe alle „alten“ Nr.1 betroffen. Nastase 3 Wochen und vier Tage mehr, Newcombe „meine“ Woche mehr, Connors 5 Wochen mehr, Borg 5 Wochen mehr, Lendl „meine“ Woche mehr, also insgesamt 15 Wochen mehr, über ein Vierteljahr! Nachdem ich die Fehler bei Lendl und Newcombe bemerkt hatte, habe ich Summe der alten Wochen zusammengezählt und mit dem Zeitraum ab 23.08.1973 (ein Donnerstag) verglichen. Es fehlten also nicht nur je eine Woche bei Newcombe und Lendl, sondern 13 weitere Wochen! Connors Rekord stieg von 159 auf 160 Wochen. Wäre schon ein Ding, wenn Guillermo Vilas jetzt doch noch die Nr.1 geworden wäre. Es gab nämlich damals nicht jede Woche eine neue Weltrangliste. Verdient gehabt hätte er es für seine Leistungen im Jahr 1977 auf jeden Fall. Bei den Damen hat ja Evonne Goolagong vor einiger Zeit mit vier Jahrzehnten Verspätung doch noch zwei Wochen auf Platz 1 erhalten.

  88. "Experte"

    Vor der Ära von Federer/Nadal/Djokovic hat es das übrigens nur 3 mal während der Open Era gegeben, daß ein Spieler mind. 3 Grand Slams in einer Saison holt: 1969 Laver (Grand Slam), 1974 Connors (ist von den FO ausgeschlossen worden, hatte also eine 100% Ausbeute bei den Grand Slams, an denen er teilgenommen hat, kann Federer in diesem Jahr auch noch erreichen) und 1988 Wilander (der Schweden-Grand Slam, Edberg gewann Wimbledon, Wilander die anderen Grand Slams). Inzwischen haben das Federer, Djokovic und Nadal 6x geschafft. Federer 3x (2004, 2006, 2007 (Rekord, sowohl Open Era als auch Pre Open Era), Djokovic 2x (2011, 2015), Nadal 1x (2010). Vor der Open Era hat es das insgesamt auch 9x gegeben. Der Erste war Jack Crawford (Australien) 1933. Dabei war er nur 1 Satz vom Grand Slam entfernt, als ihm ein asthmatischer Anfall im Finale der US Open gegen Fred Perry (GB) ein Strich durch die Rechnung machte: https://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Crawford_(Tennisspieler)
    Daß 2 Spieler je 2 Grand Slams gewinnen, hat es bisher erst einmal gegeben. Unmittelbar vor Einführung der Open Era gewann Emerson 1967 die AO und FO sowie Newcombe Wimbledon und die US Open.

  89. Joseph

    Die Prantlhausener Postille kann über Tennis so viel schreiben wie Sie will.
    Dennoch fasse ich diese nicht ‚mal mit „spitzen Fingern“ an…
    🙂

  90. "Experte"

    Die US Open 2017 sind Geschichte. Zeit für die Aktualisierung meiner ultimativen Liste der erfolgreichsten Spieler der Open Era, diesmal mit einer Verschiebung im Ranking:
    7.) Rafael Nadal (2xWimbledon, 3xUS Open, 1x Australian Open, 10x French Open)
    Nadal gewinnt sein Grand Slam-Finale Nr. 23 (2. hinter Federer (29)) gegen den Südafrikaner Kevin Anderson mit 6:3, 6:3, 6:4. Damit sichert er sich seinen 16. Grand Slam-Titel (2. hinter Federer (19)) und seinen 3. US Open-Titel, womit er somit jetzt zu den glorreichen Sieben gehört, die Wimbledon oder/und die US Open mindestens 5 mal gewonnen haben (Federer, Sampras, McEnroe, Djokovic, Connors, Borg, Nadal), sprich er ist endgültig zu den Allergrößten der Open Era aufgestiegen und hat in meiner Liste Boris Becker verdrängt, der auf Platz 8 zurückfällt. Nadal gehört jetzt auch zu den anderen glorreichen Sieben, die als Ü30er (30 Jahre oder älter) mehrere Grand Slams (also mindestens 2) gewinnen konnten. Als da wären: Rosewall und Laver (je 4 GS), Federer (3GS), Connors, Agassi, Wawrinka, Nadal (je 2 GS). Außerdem ist Nadal nun die 2älteste Nr. 1 in der Geschichte der Open Era (Federer wurde von Nadal in dieser Liste vom 2. Platz verdrängt und folgt also jetzt auf Platz 3) nach Agassi.

  91. "Experte"

    Die von mir getippten Sieger bei den Grand Slams 2017-2020/die tatsächlichen Sieger nach den US Open 2017:
    Australian Open 2017: Andy Murray/Roger Federer
    French Open 2017: Andy Murray/Rafael Nadal
    Wimbledon 2017: Stan Wawrinka/Roger Federer
    US Open 2017: Novak Djokovic/Rafael Nadal
    Australian Open 2018: Novak Djokovic
    French Open 2018: Stan Wawrinka
    Wimbledon 2018: Roger Federer
    US Open 2018: Andy Murray
    Australian Open 2019: Kei Nishikori
    French Open 2019: Dominic Thiem
    Wimbledon 2019: Milos Raonic
    US Open 2019: Alexander Zverev
    Australian Open 2020: Milos Raonic
    French Open 2020: Dominic Thiem
    Wimbledon 2020: Alexander Zverev
    US Open 2020: Alexander Zverev
    Für dieses Jahr lag ich also komplett falsch. Die sensationellen Comebacks von Federer und Nadal haben dieses Jahr geprägt und zu einem einmaligen gemacht: Zum ersten Mal in der Open Era haben sich zwei Spieler die Grand Slams sozusagen untereinander gerecht aufgeteilt, also je 2 gewonnen. Das hat es selbst vor der Open Era nur einmal gegeben. 1967 machen die Australier Roy Emerson (Australian Open, French Open) und John Newcombe (Wimbledon, US Open) die Grand Slams unter sich aus. Und es ist erst das zweite mal in der Open Era, daß sämtliche Grand Slam-Turniere von Ü30ern (30 Jahre oder älter) gewonnen wurden. 1969 gewann Rod Laver alle Grand Slam-Turniere, also den Grand Slam als Ü30er. Ja selbst die unterlegen Finalisten der Grand Slam-Endspiele waren mit Ausnahme von Cilic (28) Ü30er (Nadal, in Melbourne 30, inzwischen 31, Wawrinka 32, Anderson 31). Somit gab es 3 Ü30er-Finals bei den Grand Slams, etwas was es zuvor in der Open Era nur 4 mal gegeben hat!

  92. "Experte"

    Neuer Meilenstein von Roger Federer: Durch ein 6:4, 6:3 im Finale von Shanghai gegen Nadal gewinnt er seinen 94. ATP-Titel und schließt zu Ivan Lendl auf. Die beiden belegen nun zusammen den 2. Platz in der Liste der Spieler mit den meisten ATP-Titeln. Auf Platz 1 liegt Jimmy Connors mit 109 gewonnen Titeln.


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