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Ex-Profi Waske greift Kohlschreiber und Kühnen an

Hamburg (SID) – In einem Rundumschlag gegen Philipp Kohlschreiber, dessen Management und den Zusammenhalt im deutschen Davis-Cup-Team hat Ex-Profi Alexander Waske seinem Ärger über die Schieflage im deutschen Herren-Tennis Luft gemacht. „Worüber reden wir? Wir reden über eine einzige Person: Philipp Kohlschreiber“, sagte der frühere Doppelspezialist vor dem Relegationsspiel gegen Australien im Gespräch mit der FAZ: „Philipp Kohlschreiber macht seit Jahren, was er will.“



Dabei sei gerade im Davis Cup der Teamgeist entscheidend. „Es ist absolut verheerend, wenn du einen in der Box sitzen hast, der hofft, dass du verlierst, damit er der entscheidende Spieler wird“, sagte Waske weiter: Bei uns gab es ja früher schon Diskussionen, in welcher Reihenfolge wir etwa bei einem Besuch im Sportstudio auf die Bühne gehen. Das ist Kinderkram, aber jeder sieht nur sein eigenes Ding.“

Waske attackierte auch Teamchef Patrik Kühnen, unter dem er selbst zu neun Davis-Cup-Einsätzen gekommen war. „Du brauchst die Bereitschaft aller Spieler, immer zu spielen, und das musst du dir über Jahre erarbeiten“, sagte der 38-Jährige: „Es gibt keine Kultur bei uns, die das Miteinander pflegt.“ Dem Sport-Informations-Dienst (SID) sagte Waske außerdem: „Der Teamchef muss das Team über das ganze Jahr beisammenhalten, damit sich die Spieler am Davis-Cup-Wochenende als Mannschaft fühlen.“

Kritik übte Waske auch am Management der Profis Kohlschreiber und Florian Mayer, die „nicht immer gut beraten“ seien. „Ich finde, die Art und Weise, wie Dinge kommuniziert werden, ist nicht zum Vorteil der Spieler“, sagte Waske. Kohlschreiber und Mayer hatten ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen abgesagt und damit in der Öffentlichkeit für Unverständnis gesorgt.

In Schutz nahm Waske allerdings seinen früheren Teamkollegen Mayer. „Florian würde am liebsten immer auf Platz 17 spielen, ohne Kameras und Bild-Zeitung. Das muss man akzeptieren, aber wer ihn kennt, der weiß, dass Florian für Deutschland immer gefightet hat“, sagte er der FAZ. „Mayer nimmt sich die Davis-Cup-Spiele sehr zu Herzen. Er ist dann übernervös“, fügte er im SID-Gespräch an.

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