Hofft auf eine French- Open-Wildcard: Maria Scharapowa

French Open: Entscheidung über Sharapova-Wildcard am 15. Mai

Dopingsünderin Maria Sharapova (30) kann weiterhin nicht sicher von einer Teilnahme an den French Open (28. Mai bis 11. Juni) ausgehen. Wie der Veranstalter am Donnerstag mitteilte, fällt die Entscheidung über die Vergabe der Wildcard für die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin aus Russland erst am 15. Mai. Der Termin liegt somit eine Woche vor dem Start der Qualifikation.

FFT-Präsident: „Wir veranstalten kein Casting“

Die Tatsache, dass mit der schwangeren Serena Williams (USA) eine Topspielerin fehlen wird, soll bei der Entscheidungsfindung keinen Ausschlag geben. „Serena Williams und Maria Sharapova sind zwei nicht zusammenhängende Fälle“, sagte Bernard Giudicelli, Präsident des französischen Verbandes FFT und meinte: „Wir veranstalten ein Grand-Slam-Turnier, kein Casting.“

Sollte die French-Open-Siegerin von 2012 und 2014 keine Wildcard erhalten, müsste sie vorab in der Qualifikation antreten, um am wichtigsten Sandplatzturnier der Welt teilzunehmen. Um es in die Qualifikation zu schaffen, müsste sie jedoch zuerst Weltranglistenpunkte sammeln.

Sharapova: Comeback in Stuttgart

Ihr Comeback nach Ablauf ihrer Sanktion gibt Sharapova beim WTA-Turnier in der kommenden Woche in Stuttgart. Da ihre Sperre allerdings erst am 25. April um Mitternacht abläuft, wird sie ihre Erstrundenpartie erst am kommenden Mittwoch (26. April) bestreiten können.

Für Stuttgart und die Turniere in Madrid (ab 8. Mai) und Rom (ab 15. Mai) hatte Sharapova Wildcards erhalten. Nach Ablauf ihrer 15-monatigen Sperre wird sie somit bei drei erstklassig besetzten Sandplatzturnieren antreten, obwohl sie in der Weltrangliste nicht mehr geführt wird.

Sharapova war am 26. Januar 2016 während der Australian Open in Melbourne positiv auf die seit Jahresbeginn verbotene Substanz Meldonium getestet worden. Dies hatte sie auf einer Pressekonferenz am 7. März öffentlich gemacht.

Rund drei Monate später war die frühere Weltranglistenerste vom Weltverband ITF rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden, woraufhin sie fristgerecht Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegte. Sie hatte argumentiert, nicht vom Verbot gewusst zu haben. Der CAS reduzierte die Sperre dann auf 15 Monate. (SID/Red)

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  1. Stefan Höfel

    Wenn Sharapowa in Stuttgart und in Rom und/oder Madrid sehr erfolgreich spielen sollte, wird sie bei den French Open, falls sie keine Wildcard bekommen sollte, nicht in die Qualifikation müssen, da die bei den genannten Turnieren gemachte Punkte für das Hauptfeld in Paris ausreichen werden.

    • Schwelli

      Es ist egal, wie viele Punkte Sharapova sich in Stuttgart, Rom und Madrid erspielt. Um sich fürs Hauptfeld zu qualifizieren, muss man zum Zeitpunkt der Entry-Deadline die entsprechende Platzierung aufweisen. Sharapovas Problem: Fürs French Open Hauptfeld war das diese Woche. 😉

  2. Stefan Höfel

    Danke für diese Info. Schon interessant, wie unterschiedlich man informiert wird. Viele Infos sind schwer zu überprüfen, da man auf Fragen häufig keine Antworten bekommt, nicht einmal die versprochenen. Gilt auch für Fußball usw. Biathlon.

  3. Brigttte Wagner

    WC für Dopingfsünder…. wieviel hat diese Frau denn bezahlt, um diese WC vielleicht dann auch zu bekommen. Sie müsste wie andere Quali spielen, wenn sie mitmachen will. Man kann nur den Kopf schütteln

  4. Stefan Höfel

    Auf der Seite des Stuttgarter WTA-Turniers steht, dass auch Konta aus Großbritannien eine WildCard bekommen hat. Die ist auch keine Einheimische!
    Ich finde es schon bemerkenswert, dass diese Entscheidung nicht kritisiert wird, wenn man der Meinung ist, dass WildCards an Einheimische vergeben werden müssen.


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