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Gluten-Allergie der Grund für Zusammenbruch

Paris (SID) – Sabine Lisicki hat ihren Zusammenbruch im Anschluss an ihre Zweitrunden-Niederlage bei den French Open in Paris mit einer Lebensmittel-Allergie begründet: „Ärzte haben vor kurzem bei mir eine Intoleranz auf Gluten festgestellt. Das heißt, dass ich zum Beispiel keine Nudeln essen kann. Mein Körper muss sich an die große Umstellung gewöhnen, und das braucht seine Zeit“, teilte 21-jährige Lisicki auf ihrer Homepage mit.

Die Fed-Cup-Spielerin war nach dem 6:4, 5:7, 5:7 gegen die Weltranglistendritte Wera Swonarewa (Russland) umgekippt und musste mit der Trage vom Court transportiert werden. „Ich hatte ab Ende des zweiten Satzes Krämpfe. Beim 4:2 im entscheidenden Durchgang wurde mir auch noch schwindelig. Ich hatte Probleme, den Ball klar zu sehen“, erklärte Lisicki, die beim Stand von 5:2 im dritten Satz einen Matchball verschlagen hatte. Ans Aufgeben habe sie aber trotz ihres Zustands „zu keinem Zeitpunkt“ gedacht.

Auch Melbourne-Sieger Novak Djokovic (Serbien) leidet unter einer Gluten-Unverträglichkeit und hält sich inzwischen an einen strengen Diätplan.

Bereits auf dem Weg zum Netz taumelte Lisicki, bevor sie danach vor ihrer Bank völlig entkräftet zusammenbrach. Wimmernd blieb die Qualifikantin mehrere Minuten auf dem Bauch liegen, ehe sie von Sanitätern herausgebracht wurde. Bereits zu dem Zeitpunkt, als sie den Matchball vergab, fühlte sich Lisicki nach eigenen Angaben unwohl. Sie forderte deshalb beim folgenden Seitenwechsel die Physiotherapeutin an, die zuerst den Blutdruck der Berlinerin kontrollierte und daraufhin den Turnierarzt rief.

Mit Bananen und großen Mengen an Mineralgetränken und Wasser versuchte die sichtlich angeschlagene Weltranglisten-121., Mineralhaushalt und Kreislauf zu stabilisieren. Nach mehreren Minuten kehrte Lisicki zurück auf den Platz, war aber aufgrund der Muskelverkrampfungen in ihren Bewegungen sichtlich eingeschränkt. Nach 2:10 verwandelte Swonarewa ihren zweiten Matchball.

Lisicki hatte sich nach ihrem Seuchenjahr 2010, in dem sie wegen einer Sprunggelenkverletzung insgesamt sechs Monaten pausieren musste, gerade wieder zurückgekämpft. Beim Turnier in Stuttgart hatte die ehemalige Weltranglisten-22. Ende April das Viertelfinale erreicht.

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