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Henin sucht weiter ihre Topform

Die Qatar Telecom German Open ist für die Weltklassespielerin Justine Henin bereits vorbei. Die nominell weltbeste Tennisspielerin erlebte im Achtelfinale von Berlin ihre zweite Schlappe innerhalb eines Monats und ist zweieinhalb Wochen vor den French Open noch auf der Suche nach ihrer Topform. Mit 7:5, 3:6 und 1:6 unterlag die 25 Jahre alte Belgierin überraschend der an Nummer 13 gesetzten Russin Dinara Safina.



„Bin sehr enttäuscht“

„Ich bin sehr enttäuscht und habe schon auf dem Platz gemerkt, dass es nicht reicht. Das ist sehr bitter, doch sie war einfach besser heute. Ich wollte hier eigentlich Selbstvertrauen tanken“, sagte eine sichtlich enttäuschte Henin: „Jetzt mache ich ein paar Tage Pause, dann spiele ich in Rom.“

Henin, dreimalige Siegerin der German Open (2002, 2003 und 2005), konnte lediglich im ersten Satz ihre gewohnte Dominanz ausspielen. In den Sätzen zwei und drei verloren ihre Schläge an gewohnter Präzision, die Niederlage war nicht mehr abzuwehren. Nach 2:34 Stunden war die Partie beendet, Safina nutzte den fünften Matchball zum Sieg.

Die Weltranglisten-17. Safina, die es bislang auf fünf Turniersiege gebracht hat, trifft in der Runde der letzten Acht auf die Siegerin der Partie zwischen Serena Williams (USA) und Agnieszka Radwanska (Polen). Auch Vorjahresfinalistin Swetlana Kusnezowa wurde Opfer des Favoritensterbens. Die Russin unterlag im Achtelfinale der Ukrainerin Alona Bondarenko mit 6:1, 2:6, 2:6.

Zweite Niederlage innerhalb von einem Monat

Für die sonst so sieggewohnte Henin war es bereits die zweite Niederlage innerhalb von einem Monat. Anfang April wurde sie von der ehemaligen Weltranglistenersten Serena Williams beim Turnier in Miama mit 2:6 und 0:6 vom Platz gefegt und kassierte damit die höchste Niederlage, die eine Nummer eins seit dem Jahr 1999 hinnehmen musste. Eine mögliche Revanche und das mit Spannung erwartete Duell der Topstars verspielte sie in Berlin nun mit der Niederlage gegen Safina vorzeitig. Schon bei den Australien Open war es für Henin nicht nach Wunsch gelaufen, als sie gegen die Russin Maria Scharapowa bereits im Viertelfinale ausgeschieden war.

Im Anschluss an das Debakel von Miami hatte sich die Belgierin eine Auszeit von vier Wochen genommen. Ihr Zweitrunden-Match in Berlin gegen die Taiwanesin Yung-Jan Chan, das sie mit 6:0, 6:2 in 58 Minuten mühelos gewann, war ihr erstes Spiel auf Asche in diesem Jahr – und Ende Mai stehen die French Open auf dem Programm, wo Henin ihren vierten Titel in Folge gewinnen will.

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