Für Philipp Kohlschreiber war gegen Sousa Endstation

Die Fans kann man nicht veräppeln, Herr Kohlschreiber!

Die Pfiffe sind noch nicht verklungen. Sie sollten noch dröhnen in den Ohren von Philipp Kohlschreiber. Fast exakt ein Jahr ist es her, dass die Fans in der Frankfurter Fraport-Arena das deutsche Davis Cup-Team gnadenlos auspfiffen. Im Zentrum des Shitstorms stand Kohlschreiber, der sich nicht im Stande sah, im letzten Einzel am Sonntag noch einmal aufzulaufen. Der sportliche Sieg gegen Spanien wurde so noch zu einer gefühlten Niederlage für das deutsche Herrentennis.



Philipp Kohlschreiber steht in der zweiten Runde

Philipp Kohlschreiber verspricht Wiedergutmachung!

Zum Lachen das ganze Theater, wenn es nicht so traurig gewesen wäre!

Nun kehren Kohlschreiber und die deutsche Davis Cup-Mannschaft also zurück. Mit Michael Kohlmann sitzt ein neuer Teamchef auf der Bank. Auch das Team ums Team ist ausgetauscht. Die Zeichen stehen auf Neuanfang. Aber in Wahrheit ist das Davis Cup-Wochenende sehr viel mehr. Es ist die letzte Chance – in erster Linie für Kohlschreiber – verlorengegangene Sympathien zurückzugewinnen!

Die Zuschauer haben feinste Antennen, ob sich ein Sportler für sein Team, für sein Land zerreißt oder eben nicht, sondern stattdessen einen Egotrip fährt. Das ist beim Tennis nicht anders als beim Fußball, Handball oder jeder anderen Sportart auch.

Die Fans kann man nicht veräppeln, Herr Kohlschreiber!

„Wir werden jeden Tag Vollgas geben“, kündigte Kohlschreiber am Montagabend in der TV-Sendung „Heimspiel“ des Hessischen Rundfunks nun vollmundig an. Den Eklat aus dem vergangenen Jahr wolle man „wiedergutmachen“. Das ist das Mindeste, was die Tennisfans erwarten dürfen. Kämpfen bis zum Umfallen!

Ob es am Ende für einen Sieg gegen das klar favorisierte Team aus Frankreich reicht, ist an diesem Wochenende für mich Nebensache. Ich fordere Emotionen. Ich will endlich wieder das Gefühl haben, dass es für die besten Tennisspieler unseres Landes eine Ehre ist, für Deutschland aufzulaufen. Ich erwarte, dass sich die Truppe als Mannschaft präsentiert. Ich verlange, dass aus Einzelsportlern endlich Teamplayer werden. So wie es die zweite Garde um Peter Gojowzcyk und Tobias Kamke 2014 im Viertelfinale von Nancy gegen Frankreich schaffte.

Das sollte besonders für Philipp Kohlschreiber am Wochenende wichtiger sein, als Punkte und Aufschlagspiele zu gewinnen.

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