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Serve&Drive mit Sharapova: „Nummer-1-Gefühl wiedererleben“

Serve&Drive ist in dieser Woche rund um das Masters in Indian Wells unterwegs. Vor dem Turnierstart traf tM-Chefredakteur Andrej Antic Maria Sharapova zum Gespräch.



Es gibt unangenehmere Orte für ein Treffen mit einem Superstar – das La Quinta Resort & Club, ein Fünf-Sterne-Plus-Hotel, das zur Waldorf Astoria-Kette gehört. Schon der Weg dahin ist ein Erlebnis. Vom Indian Wells Tennis Garden fährt man die Washington Street hinunter, biegt nach gefühlt fünf Minuten in den Eisenhower Drive ein: manikürte Rasenflächen, Orangenbäume, sogenannte Gated Communities, vulgo Reichenghettos. Und über allem strahlt die Sonne und die Berge im Hintergrund geben eine atemberaubende Kulisse ab.

Dann ist man da im La Quinta Club – ein erlesener Fuhrpark vor dem Foyer, eifrig umherlaufende Service-Leute, die den Gästen hier ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich machen. Nur: Sharapova ist noch nicht da. Sie hat noch einen Sponsorentermin mit dem Rackethersteller Head, anschließend steht sie, die Markenbotschafterin, für Porsche parat.

Sharapova in Indian Wells: Keine Spur von Diva

Dann ist sie endlich da, steigt aus einem Auto aus, das ihr Coach Sven Groeneveld steuert und ist sichtlich gut drauf. Komplett entspannt ist die Weltranglisten-41., gertenschlank wirkt sie. Für den Fotografen gibt es ein Küsschen links und rechts, die anderen begrüßt sie leger – von Diva keine Spur.

tM-Chefredakteur Andrej Antic traf Maria Sharapova zum Gespräch vor dem Turnierstart in indian Wells

Nach einer kurzen Foto-Session für den Sponsor, an der sie sichtlich Spaß hat, beantwortet sie geduldig Fragen. Sharapova sitzt jetzt in einer Sofa-Ecke im Bauch des Resorts. Neben ihr lodert Kaminfeuer. Der Eindruck nach etwa 30 Minuten Gespräch: Sharapova, bald 31 Jahre alt, gibt sich kämpferisch, hat noch längst nicht abgeschlossen mit ihrer Karriere, auch wenn es seit ihrem Comeback viele Höhen und Tiefen gab.

Sharapovas Kampf mit dem Körper

Sie habe nie in Zahlen gedacht, sagt sie, auch nicht als Junior. Sie habe nie gedacht, dann und dann müsse sie die Nummer eins werden. Andererseits: Das Gefühl als Nummer eins, die fünf Grand Slam-Siege hat sie tief in sich abgespeichert. „Ich würde dieses Gefühl gerne noch einmal erleben, weil ich es kenne.“

Ihre Erwartungen nach dem Comeback? Da habe sie keine gehabt. Das Entscheidende: Sie liebe den Wettkampf. Sie habe gewusst, dass es für ihren Körper hart sein werde. Aber – so scheint es – Sharapova ist bereit, alles zu geben, um wieder in die Postion zu kommen, mit den besten mitzuhalten. In Indian Wells trifft die Russin in Runde eins auf  Naomi Osaka, ein schweres Los. Mehr Informationen zur Damenauslosung gibt es hier.

Am Ende plaudert sie noch ein wenig über Federer („Er ist eine Inspiration in vielerlei Hinsicht“), über die Fußball-WM in Russland („Da werde ich keine Gelegenheit haben, etwas zu sehen“), über Serena Williams („Ich respektiere sie unglaublich“), um sich dann formvollendet – ganz der Medienprofi – zu verabschieden.

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