Tara Moore

0:6, 0:5 und Matchball: Tara Moore gelingt Fabelcomeback

Die Britin Tara Moore hat beim ITF-Turnier in Sunderland das Erstrundenmatch gegen Jessika Ponchet nach einem nahezu aussichtlosen Rückstand noch gewonnen.

Welcher Amateurspieler hat nicht schon einmal davon geträumt: 0:6, 0:5 zurückliegen und dann das Match noch gewinnen. Tara Moore hat es getan, und zwar in ihrem Erstrundenmatch beim mit 25.000 US-Dollar dotierten ITF-Turnier in Sunderland (Großbritannien). Die 26-jährige Britin, derzeit die Nummer 479 im WTA-Ranking, besiegte die Französin Jessika Ponchet, Nummer 201 im WTA-Ranking, mit 0:6, 7:6 (9:7), 6:3. Moore lag dabei mit 0:6, 0:5 und 30:40 zurück. Es fehlten nur wenige Zentimeter und die Britin hätte das Match mit einem „Double Bagel“, also einem 0:6, 0:6, verloren. Doch der Überkopfball von Moore segelte mit Netzberührung auf die Linie.

Moore wehrte den Matchball ab, holte sich Spiel um Spiel und gewann tatsächlich noch die Partie. „Ich habe nie am Sieg gezweifelt“, scherzte sie hinterher. Ein ähnliches Comeback hat es im Damentennis bei den French Open 2004 gegeben, als Lisa Raymond in der ersten Runde gegen Lubomira Kurhajcova nach 0:6, 0:5 und Matchball gegen sich gewann. Die bestmögliche Aufholjagd legte die US-Amerikanerin Barbie Bramblett in der zweiten Qualifikationsrunde bei den US Open 1983 hin. Bramblett lag gegen ihre Landsfrau Ann Hulbert mit 0:6, 0:5, 0:40 zurück und holte sich noch den Sieg – nach Abwehr von 18 (!) Matchbällen im zweiten Satz. „Es war buchstäblich ein Wunder. Ich konnte nicht glauben, was passierte“, sagte Bramblett über das Fabelcomeback.