2019 Hopman Cup – Day 5

Amelie Mauresmo: Tennis sollte bis 2021 pausieren

Nach der Ausdehnung der Corona-Zwangspause bis einschließlich 13. Juli 2020 meint Amelie Mauresmo, die Saison 2020 sollte beendet werden.

Amelie Mauresmo, ehemalige Nummer eins und aktuelle Trainerin von Lucas Pouille, sieht die aktuelle Situation im Tennis kritisch. Nach der Verkündung der Absage des Traditionsturniers in Wimbledon am Mittwoch finden auch die weiteren Rasenturniere nicht statt. Neben dem MercedesCup in Stutggart und den Noventi Open in Halle/Westfalen sind auch die neuen Damen-Turniere in Berlin und Bad Homburg gestrichen. Ebenso muss die Premiere der ATP Mallorca Championships bis 2021 warten. Stuttgart und Berlin prüfen noch, ob sie ihr Turnier an einem späteren Zeitpunkt im Jahr durchführen können, aber die Aussichten darauf sind sehr gering.

Mauresmo: „Kein Impfstoff = Kein Tennis”

Nach dem Chaos im Turnierkalender und den permanenten Absagen schrieb Mauresmo via Twitter: „Ich glaube, wir sollten einen Schlussstrich hinter die ganze Saison 2020 ziehen.” Sie ist der Meinung, dass solange keine Besserung der Situation in Sicht ist, auch keine Sport-bzw. Tennisveranstaltungen mehr stattfinden sollten. „Eine internationale Tour bedeutet Spieler aller Nationalitäten, inklusive ihres Teams, der Zuschauer. Menschen aus allen Ecken der Welt erwecken diese Ereignisse zum Leben.” Mit der Gleichung „Kein Impfstoff = kein Tennis” schloss sie ihren Beitrag ab.

WTA plant Maßnahmen für Spieler und Veranstalter

Während einige Veranstalter die Absagen ihrer Veranstaltung mit Verständnis entgegen nehmen und erst mit einer Austragung im kommenden Jahr rechnen, versuchen andere, ihre Events an einen späteren Termin im Jahr zu verschieben. Ob oder wie die Profi-Tour 2020 weitergehen wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen.

Besonders für die Spieler und Spielerinnen der unteren Weltranglistenpositionen ist die derzeitige Situation sehr problematisch. Die nicht stattfinden Turniere bedeuten für sie keine Einnahmen. Nach einiger Zeit werden auch die ersparten Geldreserven knapp. Um dem langfristig entgegenzuwirken, äußerte sich die WTA folgendermaßen: „Die WTA arbeitet fleißig mit unseren Turnieren zusammen, um die Verdienstmöglichkeiten zu maximieren, wenn der Profi-Tour wieder aufgenommen werden kann und erwägt eine Verlängerung der laufenden 44-Wochen-Saison, um weitere Turniere zu ermöglichen.”

Tennis 2020?

Boris Becker blickt dem Tennis-Jahr 2020 noch optimistisch entgegen: „Wir sollten mit der Schwarzmalerei aufhören”, twitterte der Head of Men’s Tennis. Er ist der Meinung, dass 2020 „natürlich” noch Tennis gespielt wird. Entgegen des glänzenden Optimismus des Deutschen nehmen die Stimmen der Zweifler zu. Neben Mauresmo ergriff der Australian Open-Chef Craig Tiley das Wort: „Meine persönliche Meinung ist, dass es schwierig sein wird, in diesem Jahr noch Tennis zu spielen.”