Boris Becker rät Kerber zu einem neuen Trainer

Becker rät Kerber dringend zu neuem Trainer

Köln (SID) – Deutschlands Tennis-Idol Boris Becker rät der dreimaligen Grand-Slam-Gewinnerin Angelique Kerber nach deren frühem Aus bei den US Open dringend zu einem neuen Trainer. „Wenn jetzt nicht der Groschen fällt, wann dann?“, fragte Becker als Eurosport-Experte nach der Drei-Satz-Niederlage der Kielerin am Montag gegen die Französin Kristina Mladenovic.

Er habe ja Verständnis, so Becker, dass sie sich nach Wimbledon und der Trennung von Rainer Schüttler etwas Zeit genommen habe. „Aber spätestens bei den US Open hätte klar sein sollen, wohin die Reise geht. Sprich, wer ist der neue Trainer und wer kann sie unterstützen? Doch wenn sie das nach dieser Erstrundenniederlage nicht verstanden hat, mache ich mir so langsam Sorgen um Angie“, sagte Becker, der sich eine wiedererstarkte Kerber wünscht: „Wir lieben sie, wir brauchen sie. Sie muss wieder zurückkommen, nur etwas stärker.“

Mit wenigen Ausnahmen, so Becker, hätten alle Topspieler und -spielerinnen ihre Trainer bei der Vorbereitung und auch im Match. „Das ist eine ganz andere Dynamik. Offiziell ist das Coaching nicht erlaubt, aber natürlich spricht jeder Trainer mit seinem Schützling auf dem Platz. Gerade in den entscheidenden Phasen braucht man eine solche emotionale Stütze. Jedoch war das bei Angie Kerber nicht der Fall“, führte Becker aus.

Barbara Rittner, Head of Women’s Tennis im Deutschen Tennis Bund und langjährige Fed-Cup-Teamchefin, ergänzte bei Eurosport: „Ich hoffe einfach, dass sie sich einen Ruck gibt und sich dazu entscheidet, dass sie jemanden an ihrer Seite braucht. Es muss gar kein „Über-Coach“ sein, sondern jemand, der einen positiven Weg findet und auch bei einem Spiel wie gegen Mladenovic etwas reingerufen hätte. Ich glaube, dass sie das Match mit dem richtigen Coach nicht verloren hätte.“