Billy Jean King (links) mit Chris Evert.

Billy Jean King (links) mit Chris Evert.Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/AFP/MATTHEW STOCKMAN

20. 9. 1973: Billie Jean King schlägt Bobby Riggs im „Battle of the Sexes“

(SID) – Die Rache der Billie Jean King war süß und eiskalt. Nachdem ihre Freundin Margaret Court wenige Monate zuvor einen Tennis-Schaukampf gegen den früheren Wimbledonsieger Bobby Riggs verloren hatte, erteilte King am 20. September 1973 dem Chauvinisten aus Kalifornien eine weltweit beachtete Lektion.

Im „Battle of the Sexes“ vor 30.472 Zuschauern in Houston/Texas und 50 Millionen Menschen am Fernseher bezwang die damals 29 Jahre alte Nummer eins der Welt „Macho“ Riggs (55) mit 6:4, 6:3, 6:3. Und noch viel wichtiger: Sie erteilte ihm eine Lektion und verhalf den Frauen im Sport zu mehr Anerkennung. „Dieses Match war eine ideale Plattform für mich, um für die Gleichberechtigung zu kämpfen. Es war ein geschichtsträchtiger Moment“, meinte die am 22. November 1943 in Long Beach als Billie Jean Moffitt geborene Ausnahmespielerin.

Die Geschlechter-Schlacht im Astrodome verfolgte damals auch Elton John – in einem Hotel in Los Angeles vor dem Fernseher. „Alle Männer, die ich kannte, wollten einen Sieg für Billie Jean, weil Riggs so arrogant war“, sagte der britische Rocksänger, mit dem King eng befreundet ist. Beide engagieren sich unter anderem für die Aids-Hilfe. Auf der Geburstagsparty in Las Vegas widmete Elton John der „einzigartigen Billie“ etliche Lieder.

Die Geschichte des „Battle of the Sexes“ ist so groß, dass sie es 2017 auf die Hollywood-Leinwand schaffte.