Kein Gespräch: Philipp Kohlschreiber

Davis Cup-Posse geht weiter: Gespräch mit Kohlschreiber ausgefallen

Das geplante Gespräch über die Zukunft von Philipp Kohlschreiber im  Davis-Cup-Team ist ausgefallen. Das bestätigte Teamchef Carsten Arriens dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Freitag in Melbourne. Gründe nannte er allerdings nicht. „Ich möchte diese teaminternen Vorgänge nicht öffentlich kommentieren. Aber ich kann sagen, dass das Gespräch nicht stattgefunden hat“, meinte der 45-Jährige.

Ein Comeback von Kohlschreiber in der DTB-Mannschaft scheint damit immer unwahrscheinlicher zu werden. Zu der Unterredung zwischen der deutschen Nummer eins und Arriens hatte es ursprünglich am Rande der derzeit stattfindenen Australian Open kommen sollen. „Ich hatte den Auftrag vom Präsidium, in Melbourne mit allen Beteiligten ein Gespräch zu führen. Das hat nicht geklappt“, hatte  DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff bereits am Donnerstag erklärt.

Der Weltranglisten-24. Kohlschreiber hatte noch am Mittwochabend nach seinem Zweitrunden-Aus gegen den Australier Bernard Tomic (7:6, 4:6, 6:7, 6:7) gesagt: „Es spricht nichts dagegen, dass wir am Donnerstag sprechen. Wenn er (Arriens, Anmerk. d. Red.) morgen Zeit hat, wird es zum Gespräch kommen. Ich fliege erst um 22 Uhr nach Hause. Da gibt es genug Zeit.“

Arriens hatte jüngst eine mögliche Rückkehr des ausgebooteten Kohlschreibers angedeutet. „Es geht darum auszuloten, ob wir eine Lösung finden oder nicht“, meinte Arriens. Vom 6. bis 8. März trifft die deutsche Mannschaft in Frankfurt auf den letztjährigen Finalisten Frankreich.

Beim Erstrundenduell gegen Spanien (4:1) im vergangenen Jahr hatte sich Kohlschreiber nicht in der Lage gefühlt, das sportlich unbedeutende dritte Einzel zu spielen. Da auch Tommy Haas und Florian Mayer verletzt ausgefallen waren, hatte es in Frankfurt einen Eklat gegeben.

Danach war es zwischen Arriens und Kohlschreiber ausgerechnet im Rahmen des sogenannten „Versöhnungstages“ erneut zu einem Konflikt gekommen. Beide bezichtigten sich der Lüge. Beim darauf folgenden Viertelfinale gegen Frankreich (2:3) hatte Arriens den Augsburger nicht nominiert und angekündigt, künftig auf Kohlschreiber verzichten zu wollen. (SID)