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Fed Cup-Halbfinale: Sharapova wohl nicht dabei

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Maria Sharapova wird nicht im Fed Cup-Halbfinale gegen Deutschland antreten. Das berichtet die Onlineausgabe der brasilianischen Zeitung „O Povo„. Das Blatt bezieht sich auf Aussagen von Sharapovas Manager Max Eisenbud. Der habe erklärt, sowohl mit der Mannschaft als auch mit dem russischen Verbandspräsidenten Shamil Tarpischev sei vereinbart worden, dass Sharapova im Duell gegen Deutschland Mitte April nicht auflaufen wird.

Damit bliebe eine Olympiateilnahme der Russin im brasilianischen Rio de Janeiro weiter ungewiss. Um eine Startberechtigung für die Spiele 2016 zu erhalten, müssen die Spielerinnen seit dem Ende der letzten Olympischen Spiele (2012 in London) mindestens dreimal für ihr Land im Fed Cup nominiert worden sein.

Eisenbud kritisierte die Statuten der ITF zuletzt mehrfach und forderte Reformen: „Aufgepasst ihr Schlaumeier von der ITF: Der Fed Cup muss alle zwei Jahre in einem Zeitfenster ausgetragen werden, das für die Top 20-Spielerinnen passt“, kommentierte er scharfzüngig via Twitter. Außerdem forderte er neue Köpfe an der Spitze des Tennis-Weltverbandes.

Sharapovas letzter Auftritt vor ihrem diesjährigen Viertelfinalmatch in Polen Anfang Februar fand vor exakt drei Jahren gegen Spanien statt  – also bereits vor den letzten Olympischen Spielen. In ihrer Karriere wirkte die Weltranglistenzweite bislang nur bei vier Partien mit. Obwohl Russland in den vergangen Jahren mehrfach das Halbfinale und das Endspiel erreichte, war Sharapova wenn überhaupt nur im Viertelfinale mit von der Partie (2008, 2011, 2012, 2015).

Besonders über diese Terminierung Anfang Februar äußerte der Manager von Vermarktungsriese IMG nun seinen Unmut: „Das Letzte, was Maria, Serena oder andere Halbfinalisten der Australian Open diese Woche tun sollten, ist in einem Wettbewerb anzutreten“, twitterte Eisenbud vor dem Fed Cup-Wochenende.

Silbermedaille in London

Fed Cup-Halbfinale

Medaillengewinner 2012: Sharapova (li., Silber), Serena Williams (Mitte, Gold) und Azarenka (re., Bronze).

Sharapova errang in London 2012 die Silbermedaille im Einzel. Damals sahen die Regularien noch vor, dass eine Spielerin nur zwei Fed Cup-Matches in den zwei Jahren vor Olympia bestreiten musste. Sharapova erfüllte die Vorgaben mit ihren Auftritten 2011 gegen Frankreich und 2012 gegen Spanien.

Um die Vorgaben der ITF zur Teilnahme an den kommenden Olympischen Spielen zu erfüllen, muss die 27-Jährige also noch für mindestens zwei weitere Begegnungen nominiert werden. Sollte Russland gegen Deutschland ausscheiden, blieben Sharapova nur noch die zwei Möglichkeiten zu Beginn des kommenden Jahres im Viertelfinale und im darauffolgenden Match (im Halbfinale oder in der Relegation), um sich eine Startberechtigung für Rio zu erspielen.