2012 Heineken Open –  Day 5

Ballkind-Gate: Verdasco löst Diskussion aus

Fernando Verdasco lag im Halbfinale von Shenzhen gegen Yoshihito Nishioka zurück und zeigte Nerven. Das leidtragende Opfer war ein Balljunge. Der Vorfall von letzter Woche hat eine Diskussion ausgelöst.

von Piet Bosse

Der Junge war ihm zu langsam, sogar viel zu langsam. Fernando Verdasco forderte einen Balljungen bei den Shenzhen Open im Halbfinale sehr ungehalten dazu auf, ihm sein Handtuch zu reichen.

Die aggressive Körpersprache des Spaniers war deutlich zu sehen. Ein Einzelfall war das nicht: Bereits im Juli beim Turnier in Hamburg wurde Verdasco ausfallend gegenüber eines Balljungen, als er sein Handtuch auf den Boden warf anstatt es dem Jungen zu reichen.

Verdasco löst Diskussion in den Sozialen Medien aus

Der Vorfall sorgt in den sozialen Medien für viel Empörung und hitzige Debatten. Die Art und Weise, wie Verdasco mit Balljungen umgehe, zeuge eindeutig von mangelndem Respekt, so das Groß der Masse. Auf der anderen Seite sei es nun mal eine Aufgabe der Balljungen, dem Spieler zügig das Handtuch zu reichen.

Insgesamt ist man sich einig, dass Verdascos Reaktion vollkommen übereifrig und deplatziert daherkommt. Als Lösungsansatz, so überlegt die Öffentlichkeit, könne ein Balljunge von der Aufgabe des Handtuchreichens entbunden werden. Auf diese Weise könnte vermieden werden, ein Kind einer solchen Situation auszusetzen. Bei den Next Gen-Finals soll das dieses Jahr getestet werden.

Moritz von Blittersdorf war während der diesjährigen German Open am Rothrnbaum Balljunge. Er hielt im Tagebuch für uns fest, wie vielfältig die Aufgaben für einen Balljungen sind (HIER).

Wir wollen von Ihnen wissen: Sollten sich die Spieler eigenständig um ihre Handtücher kümmern?