Gael Monfils – German Open

Das Ballkinder-Tagebuch: Worauf man auf dem Platz achten muss

Moritz von Blittersdorff berichtet von seinen Erlebnissen als Ballkind bei den German Open am Hamburger Rothenbaum.



Von Moritz von Blittersdorf 

Ballkind zu sein ist nicht so einfach, wie es vielleicht aussehen mag – vor allem nicht bei diesen Temperaturen. Deswegen mussten wir gestern noch ein Ballkinder-Team von M1 auf den Center Court verlegen. So waren wir drei Teams und konnten uns alle halbe Stunde abwechseln. Die Teams, die eigentlich auf M3 eingeteilt waren, durften dann bei den Doppeln auf M1 mitsammeln.

Es gibt drei verschiedene Positionen als Ballkind: Man ist entweder am Netz, in einer der beiden „Handtuchecken“ (das sind die Ecken auf der Seite der Spielerbänke) oder in der anderen Ecke. Manche von uns gehen die ganze Zeit nur ans Netz, weil sie das bevorzugen und manche stehen lieber in einer der vier Ecken. Ich persönlich bin am liebsten in der Handtuchecke, weil man dadurch den Spielern am nächsten kommt.

Wenn der Spieler auf der eigenen Seite Aufschlag hat, muss man ihm nach jedem Punkt zuerst Bälle anbieten. Manche Spieler wie Philipp Kohlschreiber oder Fernando Verdasco nehmen sich meistens vier Bälle und suchen sich dann aus, anderen wie Gael Monfils oder Rudi Molleker reichen zwei Bälle. Außerdem muss man in der Handtuchecke darauf achten, ob der Spieler das Handtuch haben möchte. Entweder er zeigt darauf oder er sagt „Towel“ („Handtuch“). Und auch da sind viele Spieler unterschiedlich: David Ferrer oder Rafael Nadal brauchen nach fast jedem Punkt ein Handtuch, Daniel Masur nimmt meistens sogar gar keins mit.

Zwischen den Spielen, wenn kein Seitenwechsel ist, wechseln die Bälle immer die Seite (zum Beispiel bei 2:2). Das bedeutet, man muss alle Bälle an die Netz-Ballkinder rollen und die dann auf die andere Seite – und das alles so schnell wie möglich. Außerdem müssen die Eck-Ballkinder, die keine Bälle haben, während des Seitenwechsels bei Regen oder Sonne den Spielern den Schirm halten.

Das ist das Basiswissen für jedes Ballkind. Komplizierter wird es bei Tiebreaks, wenn ein Ball weg ist oder ähnliches. Klar ist auf jeden Fall: Auch als Ballkind gilt jederzeit höchste Konzentration!

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