Day Two: The Championships – Wimbledon 2018

Gegen die Nummer 132: Sharapova blamiert sich in Wimbledon

Vor 14 Jahren triumphierte sie auf dem heiligen Rasen von Wimbledon, nun scheitert Maria Sharapova erstmals zum Auftakt in London. Für ihre Gegnerin ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.



Die Russin schied gegen ihre Landsfrau Vitalia Diatchenko 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 4:6 aus. Nach 3:08 Stunden unterlief Sharapova beim ersten Matchball der Außenseiterin ein Doppelfehler. Sharapova hatte bereits 5:2 im zweiten Satz geführt, verspielte den  Vorsprung aber noch.

Diatchenko wird in der Weltrangliste lediglich auf Platz 132 geführt und erreichte über die Qualifikation das Hauptfeld der Traditionsveranstaltung im Südwesten Londons. Für Sharapova ist es eine Premiere: Noch nie verlor sie in Wimbledon in der ersten Runde. Die fünffache Grand Slam-Siegerin Sharapova spielte zum ersten Mal seit 2015 wieder in Wimbledon. 2016 musste sie ihre Dopingstrafe absitzen, 2017 fehlte sie wegen einer Verletzung.

Sharapova: „Sie hat alles oder nichts gespielt“

„Obwohl ich nicht mein bestes Tennis spielte, hatte ich alle Möglichkeiten und war ein paar Punkte davon entfernt, dieses Match zu gewinnen,“ sagte Sharapova im Anschluss. „Aber manchmal bringt man sich selbst gut in Position und beendet das Match trotzdem nicht. Das war heute der Fall.“

Über ihre Gegnerin äußerte sich Sharapova respektvoll. „Sie hat alles oder nichts gespielt, extrem aggressiv. Ich dagegen war zu defensiv. Aber sie hat ihre Chancen genutzt. Man hat gemerkt, dass sie durch die Quali gut auf Rasen eingespielt war.“

Nach ihrer Niederlage kam natürlich auch das Thema Turnierplanung auf. Sharapova spielte kein Vorbereitungsturnier auf Rasen. Birmingham hatte sie kurzfristig abgesagt. Sie schlug lediglich bei einem Show-Event in der Nähe von London auf. „Ja, ich hätte gerne in Birmingham gespielt, aber ich musste auf meinen Körper achten. Die Sandplatz-Saison war sehr lang für mich, mit vielen Matches. Das war ich in der Form nicht mehr gewohnt.“

Der Übergang von Sand auf Rasen fiele ihr indes mit zunehmendem Alter schwerer. „Aber da geht es anderen Spielerinnen sicher genauso“, meinte Sharapova.

 

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