Martina Navratilova

Martina Navratilova gegen Transgender-Athleten im Frauensport

„Ich bin froh, eine Transgender-Person mit ihrem gewollten Pronomen anzusprechen, möchte aber nicht im Sport gegen sie antreten. Das wäre nicht fair”, sagt die 18-malige Grand-Slam-Siegerin im Einzel. Die Tennislegende äußert scharfe Kritik an Transgender-Sportlerinnen und muss dafür auch einiges einstecken.

Durch vermehrte negative Äußerungen verägerte die neunmalige Wimbledonsiegerin Martina Navratilvoa die Transgender-Gemeinschaft. Darunter auch Bahnrad-Weltmeisterin Rachel McKinnon. Navratilova vertritt die Meinung, dass Menschen, die männlich geboren werden, nicht an Frauenwettbewerben teilnehmen dürfen. „Ein Mann entwickelt von Kindesalter an mehr Muskeln, eine höhere Knochendichte und mehr sauerstofftransportierende rote Blutkörperchen. Das ist nicht fair“, sagte der ehemalige Tennisprofi in einer Kolumne in der Sunday Times.

Transgender-Äußerungen: Navratilova verliert Botschafterfunktion

In Navratilovas veröffentlichter Kolumne spricht sie von „Wahnsinn”. Laut der US-Amerikanerin kann sich ein Mann entscheiden, weibliche Hormone zu nehmen, wenn es von der Sportorganisation verlangt wird, alles gewinnen, ein kleines Vermögen verdienen und danach die Entscheidung treffen, alles rückgängig und wieder Babys zu machen, wenn er dies wünsche. Aufgrund dieser Äußerungen verlor die 62-Jährige ihre Botschafterfunktion bei der Organisation „Athlete Ally”, die sich für Gleichberechtigung im Sport einsetzt. Die „Athlete Ally” schreibt dazu: „Die Trans-Community wird angegriffen und wir sind entschieden gegen alle Menschen, die diese Angriffe führen, unabhänging von ihren Auszeichnungen.” Die Bahnrad-Weltmeisterin McKinnon beschreibt Navratilova Äußerungen als verletzend und zutiefst transphob. Navratilova, bekennende Lesbe, weist die Anschuldigungen, sie sei transphob, bestimmend zurück.

Navratilova: „Einen Penis zu haben würde dem nicht entsprechen”

Der Ex-Tennisprofi fordert Standards, die eingehalten werden müssen. Sie stellt sich klar gegen das Einnehmen von Medikamten, die den Testosteronspiegel senken sollen. Navaratilova unterstützt in diesem Sinne auch die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya, die gegen diese neue Regel in der Leichtathletik vorgeht. Die Tennislegende stellt sich bewusst hinter die hyperandrogenen Sportlerinnen: „Kann es richtig sein, dass Sportler gezwungen werden, Medikamte zu nehmen? Was ist, wenn sich die Folgen der Einnahme später als schädlich heraustsellen?”, sagte sie. Die Regel, die der Leichtathletik-Weltverband einführen will, besagt, dass Leichtathleten, die künftig bei internationalen Wettkämpfen antreten wollen, vom Gericht als weiblich oder intersexuell anerkannt werden müssen sowie ihren Blut-Testosteron-Spiegel über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf unter fünf nmol/L senken. Aus diesem Grund fordert Navratilova gewisse Richtlinien: „Einen Penis zu haben und als Frau anzutreten, würde dem allerdings nicht entsprechen.”