Berlin-Rasen

Nach Bad Homburg: Neues Rasenturnier wohl auch in Berlin

In Bad Homburg und Berlin soll es 2020 neue WTA-Turniere auf Gras geben. Noch ist nicht alles offiziell, aber vieles spricht derzeit dafür, dass Deutschland im nächsten Sommer zur Rasentennis-Nation wird.  

Foto: Gärtner / Fotomontage: Schäfers

Berlin kann offenbar fest mit der Rückkehr der Tennis-Weltelite planen. Nach Informationen der Bild-Zeitung steht der Austragung des Rasenturniers auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß mit dem 7000 Zuschauer fassenden Steffi-Graf-Stadion zwischen dem 15. und 21. Juni nichts mehr im Weg. Weil auch in Bad Homburg ein Rasen-Event entstehen soll, könnte Deutschland bald zwei neue WTA-Turniere im Juni beheimaten.

In Berlin wurden von 1979 bis 2008 die German Open der Frauen ausgetragen. Rekordsiegerin war Steffi Graf, die dort im Zeitraum von 1986 bis 1996 neunmal gewann. Das WTA-Turnier in der Hauptstadt wäre ein wichtiges Vorbereitungsturnier für den Saisonhöhepunkt in Wimbledon.

In Berlin soll die Sache durch sein

„Nach meinem Kenntnisstand ist die Sache durch. In Berlin gibt es keine Hürden mehr, die mir bekannt wären. Lizenzmäßig und von der Frauentennis-Organisation WTA ist das gesichert“, sagte DTB-Vize Dirk Hordorff der Bild. Mit bis zu fünf Top 10-Spielerinnen könnte man rechnen. Das Preisgeld soll eine Million Euro betragen. In Zurückhaltung übte sich noch LTTC-Sportchef Markus Zoecke. Gegenüber tennis MAGAZIN sagte er: „Wir werden uns zeitnah zum Thema äußern.“

Edwin Weindorfer, der mit seiner Agentur emotion das Turnier bei „Rot-Weiss“ ausrichten wird, wollte die Spekulationen nicht weiter anheizen. Es werde „in der kommenden Woche“ eine offizielle Mitteilung geben, ließ er ausrichten. Die Macher in Berlin wollen sich dann in Absprache mit der WTA-Tour und dem Turnier in Wimbledon öffentlich äußern.

Vorrang für Wimbledon

Eine ähnliche Strategie wählen auch die Organisatoren in Bad Homburg, wo nun offiziell der Weg frei ist für ein Rasenturnier in der Vorwoche von Wimbledon. Nähere Details möchte Aljoscha Thron, Manager von Angelique Kerber und maßgeblicher Drahtzieher für das neue Rasenevent, aber noch nicht bekannt geben. Es liege beim Turnier in Wimbledon, sich zu seinem neuen „Pre-Events“ als Erstes zu melden, so Thron.

Die Stadtverordneten der Kleinstadt nördlich von Frankfurt hatten am Donnerstag mit breiter Mehrheit für die Pläne gestimmt, ab 2020 ein Frauentennis-Turnier auf Rasen mit einem Preisgeld von 250.000 Euro auszurichten.

Insgesamt vier deutsche Turniere auf Gras könnten somit 2020 in der dreiwöchigen Rasensaison ausgetragen werden. Erst sind die Herren in Stuttgart beim MercedesCup dran. Dann würden die Großturniere in Halle (ATP) und Berlin (WTA) folge. Den Abschluss würde schließlich das Damen-Event in Bad Homburg bilden.

SID/timboe