Stich (Mitte) war seit 2009 Turnierdirektor in Hamburg

Rothenbaum: Emotionaler Abschied von Turnierdirektor Stich

Mit emotionalen Worten hat Wimbledonsieger Michael Stich als Turnierdirektor Abschied von den German Open am Hamburger Rothenbaum genommen. „Es ist traurig. Das Turnier hat sich sehr positiv entwickelt, wir hätten es gerne weitergeführt“, sagte der 49-Jährige am Sonntag in der Hansestadt mit brüchiger Stimme.

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hatte bei der Neuvergabe der Lizenz Stich und sein Team nicht berücksichtigt, die traditionsreiche Veranstaltung wird ab dem kommenden Jahr vom Österreicher Peter-Michael Reichel ausgerichtet: 2019 definitiv weiterhin auf Sand und zum gewohnten Termin Ende Juli.

Danach allerdings könnten Veränderungen ins Haus stehen, denkbar sind der Wechsel auf Hartplatz sowie die Ausweitung auf ein gemeinsames Herren- und Damen-Turnier. Stich hält Veränderungen wie einen Belagwechsel allerdings für nicht realistisch.

Stich, vor 25 Jahren letzter deutscher Rothenbaum-Gewinner im Herren-Einzel, hatte 2009 die Durchführung des Turniers übernommen, nachdem die Veranstaltung seitens der ATP um eine Stufe abgewertet worden war.

Reichel, der auch Lizenzhalter der WTA-Turniere in Linz und Nürnberg ist, hat sich bislang zur Zukunft des Rothenbaums noch nicht konkret geäußert. Zu Wochenbeginn stattete er der Hansestadt einen kurzen Besuch ab. Der DTB hat sich derweil am Sonntag bei Stich in einem Statement bedankt.

DTB-Präsident Ullrich Klaus wird weiter zitiert: „Unser Ziel ist es, das Turnier künftig weiter zu verbessern – und die Veranstaltung ab 2019 wieder mehr zu einem DTB-Turnier zu entwickeln. Gemeinsam mit dem neuen Veranstalter Peter-Michael Reichel werden wir eng zusammenarbeiten.“

Das Verhältnis zwischen Teilen des Verbands und Stich galt seit längerem als angespannt. Vor Turnierstart hatte es Ärger wegen der Vergabe der Wildcards gegeben (Lesen Sie HIER mehr).