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Rund 600.000 Zuschauer sehen Lisicki-Niederlage

München (SID) – Sabine Lisickis Niederlage im Wimbledonfinale gegen die Französin Marion Bartoli haben 590.000 Zuschauer beim Pay-TV-Kanal Sky live vor dem Bildschirm verfolgt. Damit schaltete am vergangenen Samstag fast jeder Sechste der 3,4 Millionen Bezahlsender-Abonnenten beim ersten Wimbledonfinale mit einer deutschen Spielerin seit 1999 ein. Lisickis Halbfinal-Erfolg gegen die Polin Agneszka Radwanska erlebten 230.000 Zuschauer und den Sieg im Viertelfinale gegen die Estin Kaia Kanepi 60.000 Tennis-Fans.

Rechte-Inhaber Sky und die ARD hatten sich vor Lisickis Wimbledon-Endspiel nicht auf eine Übertragung des Matches auch im Free-TV einigen können. Beim letzten Finalauftritt der deutschen Ikone Steffi Graf in Wimbledon vor 14 Jahren saßen noch 2,9 Millionen Anhänger vor den Bildschirmen.

Im Vergleich zur Übertragung des Duells Lisicki-Bartoli in Frankreich, wo das Match ebenfalls nur im Pay-TV zu sehen war, schnitt Sky gegenüber seinen französischen Kollegen erfolgreicher ab. Von den rund neun Millionen Canal+-Abonnenten schalteten nur 714.000 Zuschauer und damit nicht einmal jeder zehnte Kunde ein. In Frankreichs Free-TV lief parallel zur Übertragung aus Wimbledon die Liveberichterstattung von der Tour de France.

Gemäß europäischen Vorschriften müssen Sportereignisse von nationaler Bedeutung für frei empfangbares Fernsehen ausstrahlbar sein. Im Fußball gehören WM-Finale, EM-Finale und das Endspiel der Champions League dazu, ein Wimbledonfinale hingegen nicht. Die ARD zeigte nach zähen Verhandlungen zeitversetzt eine rund 20-minütige Zusammenfassung von Lisickis Match. Für das Herren-Finale interessierte sich laut eines Sky-Sprechers kein anderer deutscher wichtiger Sender.

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