31st Palermo Ladies Open – Day One

Siegemund über neue Realität auf der Tour: „Alles reguliert und bürokratischer“

Palermo (SID) – Für Laura Siegemund fühlt sich die neue Realität auf der WTA-Tour noch ungewohnt an. „Alles ist reguliert. Man muss alles buchen, zum Beispiel Fahrdienste oder Termine bei den Physiotherapeuten“, sagte die 32-Jährige dem SID zu ihren Eindrücken vom Turnier in Palermo, dem ersten Tourevent nach der Coronapause. „Es ist bürokratischer und nimmt mehr Zeit in Anspruch.“

Eine „Blase“ ohne Kontakte zu am Turnier unbeteiligten Personen gebe es aber nicht. „Die Bubble ist ein Stück weit Theorie. Es wird versucht, in der Realität ist es aber schwer umzusetzen, wenn nicht das ganze Hotel für ein Turnier geblockt ist“, sagte Siegemund. „Das sollte man den Spielern auch so sagen und nicht von einer Bubble reden, wenn es keine Bubble ist.“ Sie versuche sich und andere so gut es geht zu schützen, sagte Siegemund, die als einzige Deutsche an der Einzelkonkurrenz teilnimmt.

Die Fed-Cup-Spielerin war am Montag erfolgreich mit einem 6:3, 6:4 gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu gestartet. „Mir macht es Bock, wieder zu spielen. Es herrscht auch eine Turnieratmosphäre“, sagte Siegemund, die sich wie alle anderen Spielerinnen nach der langen Pause noch „eingrooven“ müsse.

Bereits am 31. August stehen die US Open an. Das Grand Slam-Turnier hat auch die Profispielerin aus Metzingen auf dem Plan. Flüge gebucht hat sie mangels Informationen aber noch nicht. „Grundsätzlich hat die Kommunikation der WTA gut funktioniert. Es gab jede Woche Meetings, zu denen man sich zuschalten konnte und auch viele Mails“, sagte Siegemund. „Jetzt speziell vor den US Open fehlen aber noch immer detaillierte Informationen, die für Entscheidungen wichtig wären.“

So weiß Siegemund nicht, ob sie neben ihrem Coach auch ihre Physiotherapeutin auf die Turnieranlage mitbringen darf oder ob diese im Hotel bleiben müsste. Auch ist für sie ungeklärt, ob danach die Rückreise nach Europa problemlos funktioniert.