Im Westerwald wird wieder Tennis gespielt

Tennis ist zurück: Turnierstart in Höhr-Grenzhausen

Köln (SID) – Es ist vielleicht nicht gerade Wimbledon – aber es wird wieder Tennis gespielt. Auf einem Ascheplatz im beschaulichen Höhr-Grenzhausen im Westerwald hat am Freitag die „Tennis Exhibition“ begonnen. Es ist das erste Tennisturnier seit der Aussetzung des kompletten Spielbetriebs Anfang März und eines der ersten nicht-virtuellen Sportereignisse in der Coronakrise.   

Zum Auftakt bezwang am Morgen Benjamin Hassan (Merzig), die Nummer 354 der Weltrangliste, seinen Rivalen Jean-Marc Werner (Wuppertal) in zwei verkürzten Sätzen. Gespielt wird im Gruppenformat auf zwei Gewinnsätze und vier Spiele pro Satz, bei 3:3 geht es in den Tie-Break. Ausschließlich deutsche Spieler sind am Start.

Das Turnier ist eher ein Turnierchen, bei dem es um ein paar Hundert Euro geht. Es erregt jedoch viel Aufmerksamkeit. Der „Tennis Channel“, alleine in den USA in mehr als 62 Millionen Haushalten zu empfangen, überträgt live. Die Plätze der Tennis-Akademie sind ohnehin mit Kameras ausgestattet, deren Bilder werden gestreamt. CNN, die New York Times oder ESPN berichteten vorab.

Die Vorsichtsmaßnahmen sind streng. Florian Broska und Jan Choinski beispielsweise kamen zu ihrem Match am Vormittag mit Mund- und Nasenschutz auf den Platz. Neben den beiden Spielern darf nur der Schiedsrichter in seinem Hochstuhl anwesend sein, es gibt weder Publikum noch Ballkinder.