Zu viele Logos: Warum das Shirt von Tiafoe übermalt wurde
Frances Tiafoe staunte in Delray Beach nicht schlecht: Der Schiedsrichter schwärzte sein Tanktop mit einem Filzstift, weil der US-Profis zu viele Sponsorenlogos darauf hatte.
Das ATP-Rulebook, also das Regelwerk der Herrentour, umfasst knapp 400 Seiten. Für alle Facetten der ATP-Tour gibt es Regularien – auch dafür, wie viele Logos von Sponsoren die Tennisprofis auf ihren Outfits haben dürfen. Dies erfuhr nun Frances Tiafoe auf kuriose Art und Weise. Als er zu seinem Erstrundenmtach in Delray Beach gegen den Australier Rinky Hijikata antrat, musste er eine ungewöhnliche Maßnahme durch Stuhlschiedsrichter Joshua Brace über sich ergehen lassen.
Definitely first time I have seen this. Umpire using a marker over one of the logos on Tiafoe’s top. 😮 pic.twitter.com/Iecl57x3GO
— LaWanda (@lawanda50) February 17, 2026
Brace ließ sich von einem Ballmädchen einen schwarzen Filzstift bringen und übermalte damit ein Logo auf dem schwarzen Muskelshirt von Frances Tiafoe. Der US-Profi ließ die Prozedur lächelnd über sich ergehen. Aber warum handelte der Schiedsrichter so? Weil er letztlich nur die Paragrafen aus dem ATP-Rulebook umsetzte. Dort ist nämlich festgehalten, dass die ATP-Spieler auf der Vorderseite ihrer Shirts nur zwei Sponsorenlogos tragen dürfen – unabhängig davon, ob es Ärmel hat oder ärmellos ist.
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Tiafoe im schwarze Tanktop
Tiafoe trug nun ein Tanktop, also ein ärmelloses Shirt. Neben dem Logo des Ausstatters (Lululemon) prangten auf seiner Brust noch die Schriftzüge UKG (Personalunternehmen) und Barclays (Bank) – in Summe war das ein Logo zuviel, denn auch das Ausstatter-Emblem zählt mit. Insofern handelte Schiedsrichter Brace also richtig, als er zum Filzstift griff und den Barclays-Schriftzug übermalte, was ihm allerdings nicht wirklich gut gelang.
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Was Tiafoe und sein Team womöglich nicht bedacht hatten: Die ATP-Tour erlaubt zwar bis zu zwei weitere Logos auf den Ärmeln eines Shirts. Aber wenn diese – wie im Fall von Tiafoe – nicht vorhanden sind, kann man die Sponsorenzeichen nicht einfach auf der Vorderseite des Shirts anbringen. Wenn der 28-Jährige Shirts mit Ärmeln trägt, sind UKG- und Barclays-Logo jedenfalls dort zu finden. Zu den Regeln im ATP-Rulebook rund um die Logos der Spieler gehören auch exakte Größenvorgaben. Diese waren in Fall von Tiafoe aber nicht das Thema.
Tiafoe steht in der nächsten Runde
Der Weltranglisten-28. nahm den Vorfall mit Humor. Er postete später auf seinem Instagram-Account einige Fotos von sich in dem schwarzen Tanktop: „Alles, was ich jemals wollte, war ein schwarzes, ärmelloses T … Gib ihnen, was sie verlangen.“ Ach ja, er gewann das Match gegen Hijikata mit 6:4, 6:4 – trotz der Aufregung zu Beginn der Partie. Tiafoe, der 2018 in Delray Beach den ersten ATP-Titel seiner Karriere gewann, trifft nun in der zweiten Runde auf seinen Landsmann Zachary Svajda.
