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Beinarbeit für Tennisspieler – so bekommen Sie flinke Füße!

Fotos: Jürgen Hasenkopf



Ein Herbsttag im September in München. tennis MAGAZIN ist zu Besuch bei Nic Marschand, der in der bayerischen Hauptstadt eine von drei Destinationen seiner tennis company betreibt. Unser Plan: eine „Besser spielen-Geschichte“ mit dem früheren Coach von Michael Stich und Barbara Rittner produzieren. Thema: Beinarbeit für Tennisspieler. Marschand ist perfekt vorbereitet. In der Halle liegen unzählige Trainingsgeräte bereit – sieht nach einer ziemlichen Schufterei aus, die auf die zwei Protagonisten Grace Mpassy-Nzoumba, 18, und David Thurner, 23, die beide bei Marschand trainieren, in den nächsten zwei Stunden zukommt.  Allerdings: Bitte draußen und nicht in der Halle! „Viel zu kalt und die Plätze sind extrem weich“, sagt Marschand. Fotograf Jürgen Hasenkopf interveniert: „Drinnen ist das Licht zu schlecht. Ist doch schön draußen, stellt euch nicht so an.“

Wir schleppen das Equipment auf die Außenplätze – einstellige Temperaturen hin oder her. Dann geht es los. Marschand erklärt: „Es ist wichtig, nicht nur die seitlichen Laufwege zu trainieren, sondern auch die schnellen, kurzen Schritte nach vorne und nach hinten.“ „Vor allem bei den Laufwegen in den Platz hinein und wieder zurück, haben viele Spieler Schwächen“, sagt er. Er lässt Grace und David sowohl Übungen für Schnelligkeit und Ausdauer als auch für Stabilität und Festigung der Beine absolvieren. Als er den Gymnastikball holt, stutzen Schreiber und Fotograf ein wenig. „Grace stellt sich da ohne Probleme zehn Minuten drauf“, sagt er. Alles eine Frage der Koordination und der Beinmuskulatur. Zum Vergleich: Manch einer hat schon Probleme, nur im Sitzen die Balance zu halten. Wir erklären Ihnen, welchen Effekt die Übung hat, wie auch Sie lernen können, auf einem solchen Ball zu stehen und welche Übungen Marschand noch für die Verbesserung der Beinarbeit empfiehlt.

Stabilität und Festigung

Die Basis für flinke Füße auf dem Court sind eine austrainierte  Beinmuskulatur sowie ein perfektes Balancegefühl, um auch in der Bedrängnis einen stabilen Stand zu bewahren. Marschand arbeitet im Training mit verschiedenen Hilfsmitteln. Das größte Gerät ist die sogenannte Slacknut (siehe Foto unten). Der Clou: Durch die verschiedenen Bänder können auf dem Gerät tennisspezifische Schrittkombinationen simuliert werden, zum Beispiel beim Volley. Weitere Varianten, um die Muskulatur zu trainieren: Kniebeugen auf einem oder auf beiden Beinen. Noch schwieriger ist es, die Balance auf einem Gymnastikball zu halten (siehe Foto). Probieren Sie zunächst, auf dem Ball ruhig zu sitzen und die Beine dabei anzuheben. Im nächsten Schritt knien Sie sich sich auf den Ball, halten Sie sich dabei am besten an einem Gegenstand oder einem Trainingspartner fest. Wenn Sie beide Varianten beherrschen, können Sie vorsichtig versuchen, sich auf den Ball zu stellen. Wichtig: leicht in die Knie gehen und die gesamte Muskulatur des Unterkörpers anspannen.

1) Perfektes Gleichgewicht

David spielt Volleys auf einer sogenannten Slacknut – zur Verbesserung seiner Balance. Dabei wird die gesamte Muskulatur des Unterkörpers beansprucht, insbesondere die Tiefenmuskulatur der Beine. Unten: seitliche Würfe mit dem Medizinball. Dadurch werden zusätzlich Koordination geschult und Oberkörpermuskulatur gekräftigt.

Beinarbeit für Tennisspieler

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