Roger Federer

Schlaganalyse: Die Vorhand von Roger Federer

Schritt 4: Der Blick ist voll auf den Ball fixiert

Federer trifft den Ball genau am Sweetspot

Federer gelingt ein echter Volltreffer! Im Moment des Treffpunkts befindet sich der Ball mittig auf der Saite – wow. Durch das Aufdrehen des Oberkörpers ist er abgesprungen, die Balance hält er mit den Armen. Schultern und Hüfte sind jetzt parallel zur Grundlinie ausgerichtet. Fast einzigartig bei Federer sind zwei Dinge: Zum einen fixiert er mit den Augen beim Treffpunkt den Ball. Zum anderen ist sein Schlagarm voll gestreckt, weil er relativ gerade ohne viel Topspin durchzieht.

Schritt 4: Eine Position wie eingefroren

Federer bewegt beim Auschwung nur die Arme

Ein erstaunliches Foto, wenn man es mit dem Vorherigen vergleicht. Seine Position ist fast wie eingefroren – abgesehen von den Armen. Nach wie vor schwebt Federer in der Luft, seinen Kopf hat er nicht mehr bewegt. Er schwingt seinen Schläger wahnsinnig schnell nach vorne und nach oben aus. Genau das zeichnet die Vorhand aus: Nur wenige Profis schwingen so frei und schnell durch wie Federer. Das Tempo seiner Vorhand hat kaum etwas mit Kraft zu tun. Es ist das Resultat seins Schwungs.

Schritt 6: Bei der Landung steht Federer ausbalanciert

Federer bei der Landung, nach der seine Vorhand gespielt hat

Für die „Landung“ spreizt Federer seine Beine, sodass er ausbalanciert bleibt. Erst jetzt blickt er seinem Ball hinterher. Oft wird behauptet, dass er von seinem Wechsel zu einem größeren Schlägerkopf vor allem auf der Rückhandseite profitiert. Mindestens genauso hoch ist aber auch der Einfluss auf der Vorhandseite. Der größere Sweetspot seines Rahmens verhindert schlecht getroffene Bälle und er verleiht ihm jenes Vertrauen, das man haben muss, um den Schläger einfach laufen zu lassen.

 

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