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Angie Kerber: Mit Winnern zum Winner

Angie Kerber kann mehr als nur Defensive



33 Winner für eine, die eigentlich als Defensivspielerin gilt. Aber Kerber – so scheint es – kann im Moment alles spielen: druckvoll von der Grundlinie, präzise ein, zwei Schritte hinter der Linie. Konstanz ist das Wort, was das Spiel von Kerber derzeit am besten beschreibt.

Ist ihr Tank voll – und vieles spricht dafür, dass er noch voll ist, immerhin hat sie bei den US Open noch keinen Satz abgegeben – , ist Kerber zurzeit kaum zu schlagen. Nicht von einer Hardhitterin wie Kvitova und nicht von einer Ballmaschine wie Vinci, die ihre Gegnerin mit ihrer Rückhand-Slice zur Verzweiflung treiben kann.

Wobei: Vinci, die im ersten Satz gut spielte, unterliefen ungewohnt viele Fehler. Aber wie heißt es so schön: Man spielt immer nur so gut, wie es der Gegner erlaubt.

Mit Vincis Fußfehler im ersten Satz, der gleichzeitig den Durchgang entschied, drehte sich die Partie. Bei Kerber löste sich die Handbremse. Und sie flog auf Autopilot durchs Match. Rasend schnell ging es: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0, 5:0, 6:0 für Kerber. Gerade einmal 23 Minuten dauerte der Satz. Und Vinci – das ist immerhin die Finalistin von New York 2015. Die Frau, die Serena Williams im Halbfinale letztes Jahr den Grand Slam wegschnappte.

Wenn Angelique Kerber sagt: „Es ist schwer, gegen sie zu spielen“, dann ist das keine Floskel. Es ist wirklich schwer. Und es zeigt zweierlei: Kerber meistert schwierige Aufgaben so souverän, als wäre sie schon die Nummer eins, die sie in wenigen Stunden werden könnte. Dann nämlich, wenn Serena Williams, die um ein Uhr Nacht deutscher Zeit ihr Viertelfinale gegen Simona Halep spielt, patzt. Serena muss jetzt mindestens das Finale erreichen, um ihren Platz an der Sonne zu verteidigen.

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