Auch Zverev scheidet in Hamburg aus

Hamburg: Nach Mayer und Möller auch Mischa Zverev ausgeschieden

Für Routinier Florian Mayer, Youngster Marvin Möller und auch Mischa Zverev war am Montag schon in der ersten Runde Schluss. Drei Spiele, drei Niederlagen und nicht einmal ein Satzgewinn: Für die deutschen Tennisprofis haben die German Open am Hamburger Rothenbaum ernüchternd begonnen. Der deutsche Tennisbund hofft nun auf Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev.

Mayer verlor gegen den an Nummer drei gesetzten Pablo Cuevas aus Uruguay mit 4:6 und 3:6, Junior Möller war bei seiner 1:6 und 2:6-Niederlage gegen den Slowenen Grega Zemlja chancenlos und auch der in Monaco lebende Zverev unterlag dem Brasilianer Thiago Monteiro mit 6:7 (5:7) und 4:6 und verpasste damit ebenfalls den Sprung ins Achtelfinale.

Cuevas reichte ein Break zum 4:3, um den ersten Satz nach 39 Minuten zu gewinnen. In Durchgang zwei setzte sich der Mitfavorit dank seines präziseren Spiels von der Grundlinie durch und verwandelte seinen dritten Matchball. Mayer, der nach drei turnierfreien Wochen einen Start bei den US Open anpeilt, sagte: „Es war eine unglückliche Auslosung für mich, Pablo war diesmal einfach zu gut. Ich hatte keinen einzigen Breakball und damit auch keine Siegchance.“

Für den lange verletzten Mayer war es die erste Niederlage gegen Cuevas auf der ATP-Tour. Beim bislang einzigen Aufeinandertreffen vor sechs Jahren an gleicher Stelle hatte er noch in zwei Sätzen die Oberhand behalten. Der Rechtshänder hatte im Juni völlig überraschend das ATP-Turnier im westfälischen Halle auf Rasen gewonnen, auf dem gleichen Belag erreichte er in Stuttgart immerhin das Viertelfinale.

Viel Lehrgeld zahlen musste Möller bei seinem Debüt auf der ATP-Tour. Für den erst 17-jährigen Hamburger, dank einer Wildcard von Turnierdirektor Michael Stich direkt für das Hauptfeld qualifiziert, war Zemlja, 155 der Weltrangliste, mehr als eine Nummer zu groß. Der Blondschopf, der bei den French Open im Juniorenturnier das Viertelfinale erreicht hatte, räumte nach der einseitigen Partie, die lediglich 62 Minuten dauerte, ein: „Ich habe erstmals vor so vielen Leuten gespielt und war dementsprechend nervöser als sonst.“

Neben Cuevas, Zemlja und Monteiro erreichten auch die beiden Argentinier Nicolas Kicker und Maximo Gonzalez, Paul-Henri Mathieu aus Frankreich und der Spanier Nicolas Almagro das Achtelfinale. Am Dienstag sind der topgesetzte Augsburger Philipp Kohlschreiber sowie Lokalmatador Alexander Zverev, Nummer zwei der Setzliste, im Einsatz. (SID)

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