Jil Teichmann erreichte bei den French Open 2026 überraschend das Achtelfinale.
Sechs Schweizer, fünf Frauen und ein Mann, spielten bei den French Open 2026. Eine Analyse.
Susan Bandecchi – Grand-Slam-Debüt mit 26
**** (4 von 5 Sterne)
Die Tessinerin zeigt, dass sich Beharrlichkeit lohnt. Zehnmal war sie in der Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier gescheitert, im elften Mal klappte es. Und sie überstand sogar eine Runde im Hauptfeld, ehe sie nach hartem Kampf mit 5:7, 6:7 an Daria Kasatkina (WTA 53) scheiterte.
Belinda Bencic – Ihr bestes Resultat in Paris
*** (3 von 5 Sterne)
Roland Garros wird nie ihre grosse Liebe, obschon sie hier 2013 das Juniorenturnier gewann. Diesmal erreichte sie mit dem Achtelfinal aber ihr bestes Ergebnis bei den Profis und knöpfte Elina Switolina (WTA 7) beim 6:4, 4:6, 0:6 sogar einen Satz ab. Die heissen, schnellen Bedingungen kamen ihr entgegen.
Viktorija Golubic – Das gibt Mumm für Wimbledon
**** (4 von 5 Sterne)
Die Zürcherin gab in den ersten zwei Matches nur sechs Games ab, ehe sie auf die formstarke Marta Kostyuk (WTA 15) traf und 3:6, 4:6 verlor. Auch für sie war es das beste Ergebnis in Paris. Das gibt Mumm für Wimbledon, dessen Rasencourts gut auf ihr Spiel zugeschnitten sind.
Jil Teichmann – Ein Comeback wie im Märchen
***** (5 von 5 Sterne)
Was für eine Rückkehr der Bielerin auf die Grand-Slam-Bühne! Sie schlug drei Spielerinnen aus den Top 50 und musste sich erst im Achtelfinal Mirra Andrejewa (WTA 8) mit 2:6, 3:6 geschlagen geben. Die Pause hat Teichmann sehr gut getan. Und sie nähert sich bereits wieder den Top 100.
Simona Waltert – Eine verpasste Chance
** (2 von 5 Sterne)
Erstmals dank ihres Rankings direkt für Roland Garros qualifiziert, verpasste die Churerin in der Startrunde gegen Katerina Siniakova (WTA 36) beim 4:6, 6:7 eine gute Chance. Im zweiten Satz vergab sie bei 5:4 sechs Satzbälle. Doch das Gute ist: Die nächste Chance kommt sogleich.
Stan Wawrinka – Nochmals gekämpft bis zuletzt
*** (3 von 5 Sterne)
Eigentlich hätte er auf Arthur Fils treffen sollen, doch der französische Jungstar sagte verletzungsbedingt ab. Und der Niederländer Jesper De Jong (ATP 106) war als Lucky Loser nur ein vermeintlich gutes Los. Wawrinka kämpfte aufopfernd und verlor doch 3:6, 6:3, 3:6, 4:6. De Jong spielte sich bis in den Achtelfinal.