Im Damen-Finale der French Open treffen die 19-jährige Mirra Andreeva und die 24-jährige Maja Chwalinska, die sich durch die Qualifikation bis ins Finale spielte, aufeinander.
Sowohl für Mirra Andreeva als auch für Maja Chwalinska ist es das erste Grand Slam-Finale. Andreeva spielte bisher eine solide Saison: Sieg in Linz, Finale bei den Madrid Open und Sieg im Doppel in Rom. Aktuell steht die Teenagerin auf Rang 8 der Weltrangliste.
Chwalinska hingegen begann ihre Paris-Reise auf Rang 114. Durch die Qualifikationsrunden schaffte sie es in diesem Jahr erstmal ins Hauptfeld der French Open. Für die Polin ist es bereits jetzt das erfolgreichste Turnier ihrer Karriere.
Maja Chwalinska: „Es fühlt sich wie ein Traum an“
Maja Chwalinska steht völlig überraschend in ihrem ersten Grand Slam-Finale. Im Halbfinale besiegte die 24 Jahre alte Polin Diana Schnaider in zwei Sätzen (7:6, 6:4). Im Anschluss sagte Chwalinska auf dem Court Philippe-Chartrier: „Es fühlt sich wie ein Traum an, ich weiß nicht, was hier gerade passiert. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich bin einfach nur sehr glücklich.“
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Für Chwalinska begann ihre Reise in Paris bereits vor knapp drei Wochen. Am 18. Mai gewann sie ihr erstes Qualifikationsmatch gegen die Französin Alice Rame.
Auf die Frage, wie sie sich physisch und mental nach diesen drei Wochen fühle, antwortete die 24-Jährige: „Es ist eine echte Herausforderung, Tag für Tag gegen die besten Spieler der Welt anzutreten, aber es ist eben ein Grand Slam-Turnier, da gibt man einfach alles und noch mehr.“
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Chwalinska schreibt schon jetzt Geschichte in Roland Garros
Geschichte hat die Linkshänderin in Paris bereits geschrieben. Sie ist die erste Qualifikantin in der „Open Era“, die in Paris das Finale erreichte und die zweite Qualifikantin, die nach Emma Raducanu (US Open 2021) in ein Grand Slam-Finale einzieht.
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Ihr Plan fürs Finale: erst mal durchatmen und sich so gut es gehe für ihr letztes Match in Paris erholen, um dann im Finale noch mal alles zu geben. Ihr ruhiges Spiel und ihr Fokus würden ihr helfen, ihr bestes Tennis zu spielen. Dennoch gibt die Polin zu: in ihr „tobe ein Sturm“.
Chwalinska habe sich das Spiel ihrer Gegnerin angesehen, die laut ihr unglaublich gespielt habe. Auch für Mirra Andreeva ist es das erste Grand Slam-Finale.
Mirra Andreeva: „So etwas habe ich noch nie zuvor empfunden“
Im Halbfinale in Paris konnte sich Andreeva gegen die Ukrainierin Marta Kostyuk durchsetzen (6:1, 6:3).
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Zuletzt trafen die beiden Spielerinnen im Finale der Madrid Open aufeinander, welches Kostyuk für sich entscheiden konnte. Zu ihrer gelungenen Revanche sagte Andreeva auf dem Court Philippe-Chatrier: „Ich bin einfach superglücklich darüber, wie ich heute gespielt habe, und ich bin froh, dass ich mich für das Finale in Madrid revanchieren konnte.“ Kostyuk sei eine harte Gegnerin gewesen. Für die Ukrainerin war es das erste verlorene Match während der Sandplatz-Saison.
Andreeva ergänzte: „Und dann bin ich auch froh, dass ich in meinem allerersten Grand Slam-Finale stehe – all diese Gefühle zusammen sind einfach unglaublich. So etwas habe ich noch nie zuvor empfunden.“
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Andreeva: „Mit dieser Einstellung habe ich das Spiel schließlich gewonnen“
Die wetterbedingten Voraussetzungen seien im Halbfinale nicht einfach gewesen, doch ihr Mindset habe Andreeva geholfen, ins Finale einzuziehen.
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„Ich war froh, dass ich fokussiert bleiben konnte“, sagte die Teenagerin. Ihr Mindset: „Egal, was passiert, ich werde einfach kämpfen und mein Bestes geben und wenn sie am Ende gewinnt, dann muss sie sich das wirklich hart erkämpfen. Mit dieser Einstellung habe ich das Match schließlich gewonnen und bin einfach sehr glücklich darüber.“
Andreeva werde sich mit ihrer Trainerin und der ehemaligen Grand Slam-Siegerin (Wimbledon 1994) Conchita Martínez bestmöglich auf das anstehende Finale vorbereiten. Zu viel an ihrer Spieltaktik wolle sie nicht verändern. Im Hinblick auf ihr erstes Grand Slam-Finale sagte die 19-Jährige auf dem Court: „Ich bin nervös, aber gleichzeitig freue ich mich total.“
Am Samstag um 15 Uhr auf dem Court Philippe-Chatrier wird sich in der französischen Hauptstadt zeigen, ob sich Mirra Andreeva ihren Teenage Dream erfüllen oder ob Maja Chwalinska ihr Paris Märchen von der Qualifikation bis zum Grand Slam-Titel zu Ende schreiben wird.