Rogers Cup presented by National Bank – Day 9

Anna-Lena Grönefeld: „GZSZ? Nicht mehr! Fed Cup? Gerne wieder!“

Ist es so, dass man im Laufe der Zeit weniger auf Ergebnisse und Ranglisten fixiert ist, sondern das eigene Spiel mehr in den Vordergrund stellt?
Mein Ziel ist es, immer das Beste aus mir herauszuholen und dann kommen die guten Ergebnisse von alleine. Primär muss ich allerdings noch Spaß haben. Sobald ich den verliere, würde ich aber aufhören und sagen `Jetzt reichts“. Das muss ich mir in meinem Alter nicht mehr antun (lacht).

Aber soweit ist es noch nicht…
Nein, noch nicht. Nächstes Jahr geht es auf jeden Fall noch weiter.

Haben Sie sich eine Altersgrenze gesetzt, bis zu der Sie definitiv noch spielen möchten?
Nein, das habe ich nie gemacht. Genau wie im Einzel wird irgendwann der Punkt kommen, an dem ich erkenne, dass es Zeit ist, aufzuhören. Zumal, wenn man Familie haben möchte, ist ohnehin irgendwann der Moment dafür gekommen.

Könnten Sie sich vorstellen, wie es Serena Williams plant oder Tatjana Maria bereits macht, nach der Geburt eines Kindes nochmal auf Tour zu gehen?
Man darf ja niemals nie sagen, aber ich habe das für mich bisher immer ausgeschlossen. Ich möchte schon, wenn ich einmal Kinder habe, dass sie ein festes Zuhause haben.

Wir sind hier in Wuhan. Wie sehen Sie die Entwicklungen in Sachen Tennis hier in Asien?
Die Turniere haben sich sehr weiterentwickelt. Vor vielen Jahren war das noch anders. Aber inzwischen sind die Anlagen wie hier oder in Peking top, auch die Hotels sind gut. Und die Helfer können mittlerweile gut Englisch. Das war anfangs schon ein Problem.

Gut im Rennen: Für das Finale der 8 besten Doppelpaarungen der Saison belegen Peschke/Grönefeld aktuell Rang 6.

Sind Sie Fan von chinesischer Küche?
Eher weniger. Ich passe schon auf, was ich esse und würde auch nicht riskieren, mal nach draußen zu gehen und etwas Exotisches zu probieren.

Wie groß ist die Umstellung von Nordamerika, wo es ja etwas lauter zugeht als hier?
Das kennt man inzwischen. Ich war zwischenzeitlich auch noch zu Hause. Man ist das gewohnt und ohnehin jede Woche woanders. Man stellt sich immer schnell auf das neue Turnier ein.

Eine Frage zum Abschluss: Auf der WTA-Website ist zu lesen, dass Sie großer Fan der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ seien. Ist das noch aktuell?
Ach Gott, das ist alt (lacht). Das schaue ich nicht mehr. Bestimmt schon seit sechs, sieben Jahren nicht mehr.