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Sharapova im Interview: „Stuttgart war ein Wendepunkt in meiner Karriere“

Ab Dienstag schlägt Maria Sharapova beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart auf. Auf tennismagazin.de spricht sie über ihre Zeit nach der Dopingsperre, die Anstrengungen für ihren Körper, ihre Ziele, ihren Blick auf die Fans, ihr Buch „Unstoppable“, die Erfolge der Vergangenheit, die ewige Rivalin Serena Williams und vieles mehr – 18.000 Zeichen Sharapova ungefiltert. Lesen Sie hier den letzten von drei Teilen.

Martina Navratilova hat behauptet, dass die anderen Spielerinnen in der Umkleidekabine nicht mehr so viel Angst vor Ihnen haben. Glauben Sie das stimmt?

Ich bin mir nicht ganz sicher, was das bedeuten soll. Was auch immer vor dem Spiel passiert, ist grundlegend verschieden zu dem, was während dem Match passiert. Das ist das was zählt.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Selbstvertrauen niedriger ist als früher?

Man kann das nicht vergleichen. Selbstvertrauen ist ein sehr verzwicktes Wort. Ich denke es dauert lange Selbstvertrauen aufzubauen, aber es kann sehr schnell wieder weg sein. Nicht nur im Tennis, sondern auch in anderen Aspekten des Lebens. Es gab nur ein paar wenige Matches im letzten Jahr, wo ich dachte das alles perfekt lief und ich mit vollem Selbstvertrauen gespielt habe. Es gibt nur dich und deinen Gegner vor ein paar tausend Leuten. Der Druck dem wir auf dem Court gegenüber stehen ist sehr hoch. Deswegen ist es so unglaublich, wenn man ein Turnier gewinnt und am Ende die Trophäe in den Händen halten kann.

Sie haben eine gute Beziehung zu Navratilova, weil sie Sie schon spielen gesehen hat, als Sie noch ein Kind waren…

Ich würde nicht sagen, dass wir eine tiefgehende Beziehung haben. Aber wir gehen sehr freundlich miteinander um und reden häufig auf Turnieren. Sie hat in letzter Zeit bei vielen Turnieren als Kommentatorin gearbeitet und manchmal sind wir im selben Hotel.

Werden Sie bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sein?

Ich glaube nicht, dass das in meinen Zeitplan passt. Ich habe nicht wirklich viel Zeit. Eine Menge andere Geschäftsverpflichtungen, um die ich mich kümmern muss.

Sie haben Stuttgart 2012, 2013 und 2014 gewonnen. Was macht das Turnier so besonders für Sie?

Ich glaube es war ein Wendepunkt in meiner Sandplatz-Karriere. Ich habe es lange nicht gespielt, weil die Saison so lang war und wenn ich damals in Stuttgart gespielt hätte, wäre ich dann eine sehr lange Zeit unterwegs gewesen. Aber etwas hat wirklich geklickt, als ich zum ersten Mal dort meine Vorbereitung gestartet habe. Der Court ist richtig gut und es ist gut seine Sandplatzsaison dort zu starten, wo alles ein bisschen besser vorhersehbar ist. Ich bin auch immer sehr motiviert, wenn ich in Stuttgart bin. Vermutlich auch, weil ich das Turnier dreimal gewonnen habe. Es macht Spaß zu einem Platz zurückzukommen, an den man so gute Erinnerungen hat.

Wie viele Porsche-Autos haben Sie?

Ich habe Vier. Zwei in Kalifornien und zwei in Florida. Aber meine Eltern fahren die Autos auch.

Haben Sie das Olympia-Finale im Eishockey gesehen?

Ich habe es nicht gesehen. Aber ich habe das Ergebnis gesehen. Das einzige was ich von Olympia gesehen habe, war der Eiskunstlauf. Ich bewundere die beiden russischen Mädchen wirklich sehr und habe ihre Karriere über die letzten Monate verfolgt. Vom Eishockey-Finale habe ich nur Highlights gesehen. Ich bin kein großer Eishockey-Fan, obwohl mein Vater einer war. Russland ist eine sehr begeisterte Eishockeynation. Aber wenn man von einem jungen Alter an eine Sommersportart spielt, dann interessiert man sich mehr dafür.

Ich weiß wie es ist in einem Finale zu stehen und zu verlieren. Das ist ziemlich beschissen. Ich fühle mit den Deutschen, aber das ist das was Sport einzigartig macht.

Die nächste Generation um Spieler wie Ostapenko, Stephens und Barty kommt gerade in die Weltspitze. Wer wird den größten Einfluss in den nächsten Jahren haben?

Ich denke Stephens. Sie hat einen Grand Slam gewonnen. Diese Spielerinnen haben viel Talent, aber es gibt auch eine Menge Kreuzungen, bei denen sie den richtigen Weg nehmen müssen. Viele Dinge müssen zusammenkommen. Sobald man einmal auf dem Level ist, muss man einen Weg finden, da zu bleiben. Sie alle haben bestimmte Stärken und alle haben ihre Schwächen. Können sie es Jahr für Jahr abrufen und haben sie die Leidenschaft dafür zu arbeiten? Das wird uns nur die Zeit erzählen. Vor allem was Stephens für den amerikanischen Markt getan hat, ist schon sehr ikonisch. Eigentlich noch in den großen Fußstapfen der Williams-Schwestern zu sein und dann bei den US Open zuhause zu gewinnen.

Sie waren Teil eines Films. Hat das Spaß gemacht?

Der Ocean`s Eight Film? Ich weiß noch nicht, ob ich wirklich drin bin und meine schauspielerischen Fähigkeiten gut genug waren. Aber es hat Spaß gemacht. Ich genieße es, solche Sachen zu machen. Ich bin keine Schauspielerin und denke auch nicht, dass ich in der Zukunft häufiger vor der Kamera stehen werde, aber ich mag es mit Menschen zu arbeiten, die sehr gut in ihrem Job sind. Es ist nett auch mal andere Sachen zu lernen und andere Erfahrungen zu machen, als mit dem Schläger auf einen Tennisball zu schlagen.

War das eine Menge Arbeit?

Nein. Es war nur ein Abend und eine Szene.

Bei den Männern wird derzeit viel im Davis Cup und mit den NextGen-Finals experimentiert. Braucht das Tennis Veränderungen?

Es werden viele Sachen ausprobiert. Viele von uns denken, dass die Saison sehr lang ist. Und es gibt immer noch mehr Agenturen, die Events kreieren, was den Turnierkalender noch mehr aufbläht. Da gibt es definitiv ein Ungleichgewicht. Man muss nur gucken, wie viele Spieler am Ende der Saison verletzt sind. Ich denke die Saison sollte kürzer sein. Aber wenn schon so viele Events existieren, wie soll man welche wegnehmen? Der Sport wächst und das macht es manchmal auch ein bisschen schwierig.

Das Interview wurde im Rahmen eines Round Table-Gesprächs in kleiner Runde am Rande des Turniers von Indian Wells geführt.

Mitarbeit: Sebastian Seidel


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