Steffi Graf

Steffi Graf: „Deutschland braucht top Turniere!“

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Die Tennis-Legende übernimmt die Schirmherrschaft der bett1open in Berlin und freut sich: „Zuschauer wie Spielerinnen werden begeistert sein“

Steffi Graf gehört zu den größten lebenden Legenden im Tennis, im Sport generell. Mit 22 Triumpfen ist sie Rekord-Siegerin bei Grand-Slam-Turnieren. 377 Wochen führte sie die Weltrangliste an – auch das ein Rekord – bevor sie 1999 nach 17 Jahren ihre einmalige Karriere beendete. Sie zog sich aus dem Licht der Öffentlichkeit zurück. Aus „Steffi“ wurde wieder Stefanie Graf. Ihr so korrekter Name war ihr immer lieber als die Kurzform „Steffi“, mit der sie zur globalen Berühmtheit wurde. Stefanie Graf lebt mit ihrem Ehemann Andre Agassi, ebenfalls eine Tennis-Legende, und den gemeinsamen Kindern Jaden Gill und Jaz Elle in Las Vegas. Aber zumindest gedanklich hat sie immer den sprichwörtlichen „Koffer in Berlin“. Ihre neun Siege beim dortigen Turnier haben die malerische Anlage des LTTC „Rot Weiß“ im schönen Grunewald für Stefanie Graf zu einem besonderen Ort gemacht. Daher hat sie sich entschieden, bei den diesjährigen bett1open in Berlin die Schirmherrschaft zu übernehmen. Vom 11. bis zum 19. Juni duellieren sich die besten Spielerinnen der Welt um den Turniersieg und ein Gesamt-Preisgeld von 768.680 US-Dollar.

Im Interview erklärt Steffi Graf, warum sie sich für die bett1open in Berlin engagiert.

Frau Graf, Sie treten sehr selten öffentlich in Erscheinung. Warum haben Sie dennoch die Schirmherrschaft der bett1open 2022 in Berlin übernommen?

Stefanie Graf: „Ich denke oft an die vielen schöne Momente zurück, die ich In Berlin erleben durfte. Das Turnier verdient Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ich weiß, wie leidenschaftlich Barbara Rittner, in ihren Rollen als Turnierdirektorin und Head of Women’s Tennis  im Deutschen Tennis Bund, seit vielen Jahren dafür arbeitet, Tennis in Deutschland besser zu positionieren. Dafür braucht Deutschland top Turniere. Hier in Berlin engagieren sich viele Mitarbeiter und Freiwillige vor Ort, um das zu ermöglichen. Mit der Umstellung auf Rasen und damit als Vorbereitungsturnier von Wimbledon entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Die Anlage liegt wunderschön, und das Turnier wird allen viel Freude bereiten.“

In Ihrer Rolle als Schirmherrin folgen Sie der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Was sagen Sie dazu?

Stefanie Graf: „Das ehrt mich natürlich. Das Engagement von Frau Dr. Merkel verdeutlicht den Stellenwert, den nicht nur das Turnier, sondern Tennis insgesamt genießt. Unser Sport verbindet die Menschen überall auf der Welt: Ob jung oder alt, Frauen oder Männer – alle haben Spaß daran. Auch in Deutschland kann man wieder eine wachsende Begeisterung feststellen. Es finden wieder mehr und mehr wichtige Turniere in Deutschland statt. Und mit der Spielerinnengeneration um Angie Kerber und ihrem Wimbledon-Sieg 2018 hat das deutsche Tennis zu Recht seinen Platz in der Weltspitze.“

Sie leben mit Ihrer Familie in Las Vegas. Was bekommen Sie von den Entwicklungen im deutschen Tennis, gerade auch im Frauentennis, mit?

Stefanie Graf: „Natürlich verfolge ich das Frauentennis eher aus der Ferne. Mit einigen deutschen  Spielerinnen hatte ich schon schöne persönliche Begegnungen, teils hier in Las Vegas, teils bei Schaukämpfen und anderen Veranstaltungen. Mit Barbara spreche ich auch über die Entwicklungen der Nachwuchstalente. Gerade den jungen Spielerinnen bietet Berlin die Möglichkeit, sich mit den Besten messen zu können. Auch für mich war es damals von sehr großer Bedeutung, bei einem Turnier die Top-Spielerinnen zu treffen und viele Eindrücke mitnehmen zu können. Auch wenn mein Hauptaugenmerk heute auf meine  Stiftung “Children for tomorrow” gerichtet ist, bin ich dem Tennissport noch immer sehr verbunden.“

Mit dieser Stiftung helfen Sie seit 1998 benachteiligten Kindern in aller Welt….

Stefanie Graf: „Ja, und diese Aufgabe ist meine Herzensangelegenheit. Es geht darum, gewalttraumatisierten Kindern, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, Chancen für eine Zukunft zu verschaffen. Mir hat der Sport viele Möglichkeiten eröffnet und ein sehr erfülltes Leben beschert. Mit der Stiftung kann ich hiervon etwas zurückgeben. Tennis hat sehr viel Verbindendes und lehrt, mit Herausforderungen umzugehen.

Welche Entwicklung trauen Sie den bett1open zu?

Stefanie Graf: „Es ist ein Turnier, das Weltklasse-Tennis live in einer so aufregenden Metropole wie Berlin mit langer Tennis-Tradition bietet. Ich bin mir sicher: Das Turnier wird große Aufmerksamkeit erfahren. Zuschauer wie Spielerinnen werden begeistert sein.“