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Mail aus Leipzig: Bitteres Ende der Feierlichkeiten

Kerber, die amtierende Major-Siegerin, spielte im ersten Satz mit einem Kinesio-Tapestreifen auf dem rechten „zwickenden Oberschenkel“. Dieses Handicap wollte sie hinterher ausdrücklich nicht als Ausrede gelten lassen. Für sie war es dennoch der vorläufige Schlusspunkt der besten Tage ihrer bisherigen Karriere.

Mail aus Leipzig: Kerber unterliegt Bencic

Mit hängendem Kopf: Angelique Kerber verließen die Kräfte.

Wie geht es weiter für sie? „Ich weiß es noch gar nicht so recht“, sagte sie mit leerem Blick. „Auf die Couch, Füße hoch und mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen, was in den letzten Tagen passiert ist.“

Bis Montag bleibt das deutsche Team noch in Leipzig, ehe sich Kerber nach einem Zwischenstopp in Berlin kurz in ihr Zuhause nach Polen begibt, um „runterzukommen“. Allzu viel Zeit zur Regeneration sieht ihr Terminplan nach derzeitigem Stand nicht vor.  Die 28-Jährige hat für die Turniere in Doha (ab 15.2.) und Dubai gemeldet.

Was bleibt von dieser Fed Cup-Woche? Kerbers großer Erfolg überstrahlte zunächst alles. Auch das Ausscheiden schmälert ihn nicht. Es wurde vielmehr deutlich, dass das Team nicht nur auf Kerber fixiert ist. Die jungen Anna-Lena Friedsam (im Training) und Annika Beck (mit ihrem heutigen Auftritt) haben ihre Ambitionen angemeldet und werden die Substanz im deutschen Team weiter erhöhen. Das muss im April erstmals seit 2013 wieder in der Relegation um den Verbleib in der Weltgruppe kämpfen. Die erhoffte nachhaltige Euphorie: ein Stück weit dahin – auch, weil TV-Partner SAT.1 am Samstag im Hauptprogramm lediglich 440.000 Zuschauer erreichte. Jetzt lautet die Marschroute: neue Kräfte sammeln. Das gilt nicht nur für Angelique Kerber.


  1. Alex

    Alles in allem ein sehr interessantes Wochenende. Kerber hat alles versucht, aber die Kraft ging ihr am Ende ein bisschen aus. Bencic hat sehr gut gespielt. Auch Annika Beck hat mehr als überzeugt. Als es auf das Doppel ging, hatte die Schweiz klare Vorteile mit Martina. Es war schon ein schweres Los.

    Was ich nicht verstehe, ist warum es immer noch so niedrige Einschaltquoten gibt. Lohnt es sich nur Grand Slam finals mit deutscher Beteiligung anzuschauen. Da braucht man sich auch nicht wundern, wenn niemand übertragen will. Schade.


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