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Goldene Stimmung bei den Australian Open, wenn hinter der Rod Laver-Arena die Sonne untergeht. Bild: IMAGO

Australian Open 2026: Zehn Millionen australische Dollar für die perfekte Fan-Vorhersage

Die Australian Open 2026 überraschen mit einer weiteren Fan-Aktion: Bei der „Bracket Challenge“ lässt sich ein Haufen Geld absahnen – allerdings nur für Einheimische. 

Der Einfallsreichtum der Australian Open muss unerschöpflich sein – genauso wie ihre finanziellen Kapazitäten. Nachdem bereits 2025 für die „Fan-Week“, die aktuell zur parallel laufenden Qualifikation stattfindet, Attraktionen wie der „One-Point-Slam“ (am Mittwoch)  oder ein erstklassig besetztes Oldie-Event mit Roger Federer und Co. (am Samstag) angekündigt wurden, gibt es nun eine weitere spektakuläre Aktion: die „Bracket Challenge“. Sie läuft zwar digital ab, aber die Gewinnsumme ist erstaunlich hoch. Zehn Millionen australische Dollar (ca. 5,8 Millionen Euro) liegen nämlich auf dem Tisch.

Allerdings muss der potenzielle Gewinner schon ein verdammt feines Näschen und eine Menge Glück haben, um diesen Betrag wirklich abzusahnen. Denn bei der „Bracket-Challenge“ muss man eines der beiden Einzel-Hauptfeld-Tableaus komplett richtig durchtippen – von allen Erstrundenpartien bis hin zum Endspiel. Das heißt: Man muss tatsächlich bei 127 Matches (entweder Herren- oder Damen-Feld) stets den richtigen Sieger oder die richtige Siegerin vorhersagen. Alle Tipps müssen eine Stunde vor dem Start der Hauptfelder am Sonntag abgegeben werden.

Australian Open: das „Golden Bracket“

Wenn also am Donnerstag um 16 Uhr Ortszeit (6 Uhr deutscher Zeit) die Auslosung vorgenommen wird und später auch die Qualifikanten zugelost werden, geht es darum, ein „Golden Bracket“ zu prognostizieren. Wie mit späteren Veränderungen in den Draws etwa durch Absagen und spontan eingesetzte Lucky Loser umgegangen wird, teilte Tennis Australia in seiner Mitteilung vom Dienstagmorgen nicht mit.

Was allerdings deutlich wurde: Die „Bracket Challenge“ richtet sich ausschließlich an Australier. Ausländer sich nicht teilnahmeberechtigt, zumindest vorerst nicht. Wie es heißt, ist eine internationale Erweiterung für die nächsten Jahre in Planung. „Dies ist ein Geschicklichkeitsspiel, kein Glücksspiel“, betonte Cedric Cornelis von Tennis Australia.
„Bei der Bracket Challenge geht es darum, Tenniskenntnisse zu belohnen und den Fans eine spannende neue Möglichkeit zu bieten, sich mit dem Turnier auseinanderzusetzen.“

Jeder Teilnehmer darf nur ein Bracket durchtippen – entweder das der Herren oder das der Damen. Neben der Maximalsumme von zehn Millionen australischen Dollar soll es auch Trostpreise im Wert von 10.000 AUS$ pro Draw geben, die nach einem bestimmten Punkteschlüssel vergeben werden sollen. Was passiert, wenn mehrere Fans ein „Golden Bracket“ vorhersagen, ließ Tennis Australia offen.

Minimalchancen aufs „Golden Bracket“

Allerdings: Die Chancen auf eine perfekte Vorhersage für 127 Matches ist verschwindend gering und tendiert gegen null. Insofern braucht man sich wohl auch keine Gedanken darüber zu machen, wie man handelt, wenn es mehrere Gewinner geben sollte. Befragt man KI-Modelle zur möglichen Wahrscheinlichkeit eines „Golden Bracket“ bei einem Grand Slam-Turnier, bekommt man folgende Antworten: „Ein Lotto-Gewinn ist wesentlich wahrscheinlicher“ oder „Ein perfektes Bracket ist reine Fantasie, dessen Wahrscheinlichkeit so gering ist, dass sie mit der Anzahl der Sandkörner auf der Erde verglichen werden kann.“ Daran ändert sich auch nicht sonderlich viel, wenn man glaubt, viel Ahnung von Tennis zu haben.

Am Ende ist die „Bracket Challenge“ der Australian Open vor allem eins: Ein zusätzliches Marketing-Instrument, mit dem der Hype rund um das erste Grand Slam-Turnier der Saison weiter befeuert wird.