Roger Federers Vertrag mit Nike ist seit März beendet

Roger Federer

Land
Schweiz
Geburtsdatum
08.08.1981
Körpergröße
185cm
Körpergewicht
85kg
Schlaghand
Rechts, einhändige Rückhand
Profi seit
1998
Trainer
Ivan Ljubicic und Severin Luthi
Website

Roger Federer hält viele Rekorde und gilt als einer der besten Spieler aller Zeiten. Er gewann bislang 20 Grand Slam Titel und hat insgesamt 103 Titel auf der ATP Tour. Außerdem führte er 310 Wochen die Weltrangliste an.

Im Alter von zwölf Jahren entschied er, sich ganz auf den Tennissport zu konzentrieren. Er wurde vom Schweizer Tennisverband gefördert und verließ mit 16 Jahren die Schule.

Im Jahr 1998 holte er in Wimbledon den Titel in der Junioren-Konkurrenz. Sein Debüt auf der ATP-Tour gab er dann später im Jahr in Gstaad, verlor allerdings in Runde eins gegen den Argentinier Lucas Arnold Ker. Ebenfalls auf heimischem Boden, in Genf, verlor er sein erstes Challenger Match. Doch der erste Sieg für den 17-Jährigen ließ nicht lange auf sich warten. Im September erreichte er in Toulouse, bei seinem erst zweiten Auftritt in einem ATP-Hauptfeld, sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour. Auf dem Weg dorthin schlug er mit Guillaume Raoux und Richard Fromberg  zwei damalige Top 50-Spieler.

Federer gewinnt 1998 den Junioren-Titel auf dem heiligen Rasen in Wimbledon. Viele Erfolge bei den „Großen“ sollten folgen.

Im Folgejahr schaffte Federer es in die Top 100 und war der jüngste Spieler, der die Saison in dieser Ranking-Region beenden konnte. Seine höchste Platzierung im Jahr 1999 war Position 57 im November. Dazu verholfen haben ihm unter anderem sein erstes ATP-Halbfinale bei dem Turnier in Wien, drei weitere Viertelfinals auf gleichem Niveau und der erste Titel auf der Challenger-Tour am Ende der Saison 1999. Er stand zudem erstmals bei zwei Grand Slam-Turnieren im Hauptfeld, verlor jedoch jeweils seine Auftaktmatches.

Im Jahr 2000 lief es bei den Majors dann schon besser. Ein Achtelfinale bei den French Open und die dritte Runde in Melbourne und New York konnte er erreichen. Zudem konnte er bei zwei ATP-Turnieren ins Finale einziehen, was ihm zuvor nie gelungen war. Sowohl in Marseille als auch in Basel musste er sich im Endspiel allerdings geschlagen geben. Bei den olympischen Spielen in Sydney schrammte er zudem knapp an der Bronzemedaille vorbei.

In der Saison des Jahres 2001 folgte schließlich der erste Titel auf der ATP-Tour. Im Finale in Mailand schlug der Rechtshänder Julien Boutter. In Rotterdam erreichte der damals 19-Jährige ebenfalls das Endspiel, verlor dort aber im Tiebreak des dritten Satzes gegen den Franzosen Escude. Mit dem Einzug ins Viertelfinale bei den French Open gelang Federer zudem der bislang größte Erfolg bei einem Major. Im gleichen Jahr folgten außerdem auch die ersten beiden Titel im Doppel. Das Jahr beendete er, als bester Schweizer in der Weltrangliste, auf Platz 13.

Die nächsten Einzel-Titel ließen nicht lange auf sich warten. Gleich beim ersten Turnier des Jahres 2002, in Sydney, konnte Federer seinen zweiten Titelgewinn feiern. Bei den Australien Open folgte im Anschluss der Einzug ins Achtelfinale. Dort scheiterte er in einem unglaublich knappen Fünfsatz-Match gegen Tommy Haas mit 6:8 im letzten Satz. Beim nächsten Turnier in Mailand verpasste der Schweizer es nur knapp, seinen Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Im Finale unterlag er in drei Sätzen dem Italiener Sanguinetti. Einige Monate später erreichte der Schweizer mit der einhändigen Rückhand dann erstmals ein Finale bei einem Masters-Event. In Miami scheiterte Federer knapp an Andre Agassi. Auf gleichem Niveau erreichte din Hamburg allerdings nur einige Wochen später erneut das Finale und diesmal sollte es zum Sieg reichen. In drei Sätzen bezwang er die damalige Nummer 5 der Welt, Marat Safin. Infolgedessen zog er in der Woche darauf erstmals in die Top 10 ein. Beim 250er-Event in Wien feierte er dann noch den dritten und letzten Titel der Saison.

2003 folgte der erste Sieg auf dem „heiligen Rasen“ von Wimbledon. Der damals 21-Jährige bezwang im Finale den Australier Mark Philippoussis in drei Sätzen. Neben der Trophäe wurde er auch mit einem neuen „Career High“ mit Position drei in der Weltrangliste belohnt. Auch wenn dieser Titel der größte Erfolg des Jahres war, hielt die Saison noch mehr für den jungen Schweizer bereit. Bei acht weiteren Finalteilnahmen gelangen sechs weitere Titel, unter anderem beim Tennis Masters Cup in Houston und beim Turnier in Halle.

Tränen der Freude: Federer kann sein Glück nach dem ersten Grand Slam-Titel in Wimbledon kaum fassen.

2004 und 2005 folgten weitere unglaubliche Jahre für Roger Federer. Insgesamt 22 Titel holte er in dieser Zeit (jeweils 11 pro Saison), darunter 5 Grand Slam-Titel und 7 Erfolge auf Masters-Ebene. Nach dem Australian Open-Erfolg zu Beginn des Jahres 2004 kletterte Federer mit 22 Jahren erstmals an die Spitze im Ranking. Bis August 2008 konnte ihn niemand mehr von dieser Position verdrängen.

Im Jahr darauf, in der Saison 2006, gewann Federer sogar noch einen Titel mehr als in den beiden Jahren zuvor, nämlich zwölf an der Zahl. Den „Golden Slam“ verpasste er dabei nur ganz knapp. Bei den US Open, den Australian Open und in Wimbledon holte er den Titel. Nur bei den French Open wollte es, wie auch schon im Jahr 2004, nicht klappen. Dieses Mal reichte es zwar für das Finale, dort war dann aber Rafael Nadal, der damals die Nummer zwei im Ranking hinter dem Schweizer war, überlegen. Dasselbe Szenario ließ sich auch im Jahr 2007 beobachten. Erneut gewann der „Fed Ex“ drei Grand Slam-Turniere innerhalb einer Saison, erneut stand er im Finale der French Open, erneut verlor er gegen Nadal. Trösten konnte sich der Schweizer vielleicht mit den fünf Titeln, die er in der selben Saison neben den Major-Erfolgen noch für sich entscheiden konnte. 

Federer war im Jahr 2006 und 2007 nur einen Sieg entfernt vom „Golden Slam“. Im Finale der French Open musste er Nadal dann jeweils den Titel überlassen.

Im Jahr 2008 musste Federer zwar nach 237 Wochen am Stück den ersten Platz in der Weltrangliste an Nadal abtreten, konnte aber erneut einen Grand Slam-Titel gewinnen. Mit dem fünften aufeinanderfolgenden Sieg bei den US Open schaffte der Schweizer es, in sechs Jahren hintereinander einen Major-Titel zu feiern.

Diese Serie sollte auch im Jahr 2009 nicht abreißen. Neben dem sechsten Erfolg in Wimbledon schaffte Roger Federer in dieser Saison auch endlich den „Karriere-Grand-Slam“. Im Finale der French Open bezwang er den Schweden Robin Söderling, der zuvor überraschend Rafael Nadal im Achtelfinale ausschaltete. So konnte so Federer den ersten und bislang auch letzten Final-Triumph in Roland Garros feiern.

2010 beendete Federer das Jahr zum achten Mal in Folge unter den besten zwei in der Weltrangliste – das war zuvor noch keinem Spieler auf der ATP-Tour gelungen. Fünf Titel, darunter der Australian Open-Titel und der Erfolg beim Jahresend-Turnier in London sicherten ihm diese Ranking-Position.

In der folgenden Saison des Jahres 2011 blieb Federer, zum ersten Mal seit seinem Erfolg in Wimbledon von 2003, der Titel bei einem Major verwehrt. Im März fiel er auf Rang drei in der Weltrangliste zurück. Lange auf dieser Position verweilen musste der Schweizer allerdings nicht. Bereits im Juli 2012 kletterte er zurück an die Spitze. Kurz danach gewann der Rechtshänder bei den olympischen Spielen in London die Silbermedaille. Rund einen Monat zuvor gelang ihm auf dem gleichen Gelände siebte Erfolg in Wimbledon. In der ersten Hälfte des Jahres konnte Federer mit den Titeln in Rotterdam, Dubai und Indian Wells zudem drei Titel in Folge gewinnen.

2013 erreichte er zum Jahresende bereits zum achten Mal in Folge das Finale bei seinem Heimturnier in Basel. Für den Titel reichte es allerdings nicht. Ohnehin gewann der Schweizer nur einen Titel in der ganzen Saison und feierte damit so wenige Erfolge wie zuletzt im Jahr 2001, als er den ersten Triumph seiner Karriere erringen konnte. Er fiel dadurch auf den siebten Platz in der Weltrangliste zurück.

Zunächst ging es dann aber wieder recht schnell bergauf für den inzwischen 31-Jährigen. 2014 beendete er das Jahr hinter Novak Djokovic erneut in den Top 2. Er feierte fünf Turnier-Erfolge, darunter zwei Masters-Titel. Mit der Davis Cup-Mannschaft sicherte er sich zudem an der Seite von Stan Wawrinka, Marco Chiudinelli und Michael Lammer den ersten Titel für die Schweiz.

Große Freude im Team der Schweizer nach dem Triumph im Davis Cup 2014.

 

2016 lief es dann ganz anders, als vom Schweizer geplant. Gerade einmal sieben Turniere konnte er in der Saison spielen. Schuld daran war eine Knieoperation des 34-Jährigen im Februar.  Für einen Turniersieg reichte es bei keinem der gespielten Events. Die besten Ergebnisse des Jahres erzielte er mit einer Finalteilnahme in Brisbane zu Beginn des Jahres und dem Halbfinale in Wimbledon, das er in fünf Sätzen gegen Milos Raonic verlor. Erstmals nach über 14 Jahren rutschte Federer damit raus aus den Top 10 der Weltrangliste. Das Jahr beendete er auf Position 16.

Zum Glück für den Schweizer lief im darauffolgenden Jahr wieder sehr viel besser. Nach einer fünfmonatigen Turnierpause meldete sich der „Fed Ex“ eindrucksvoll zurück. Direkt beim seinem ersten Turnier, den Australian Open, holte er den Titel. Damit konnte er, nach vier Jahren ohne Major-Erfolg, wieder einen Grand Slam-Titel gewinnen. Und dabei sollte es nicht bleiben. Wenige Wochen später holte er mit den Siegen in Indian Wells (gegen Wawrinka) und Miami (gegen Nadal) das „Sunshine Double“. Es folgte der neunte Titel in Halle ohne Satzverlust und mit Sieg im Finale über Alexander Zverev. Auch in Wimbledon lief es wieder: Federer spielte sich ohne Satzverlust zu seinem 8. Triumph auf dem Gelände des All England Lawn Tennis and Croquet Club. Das schaffte in Wimbledon bislang nur Björn Borg in der Open Era. Gegen Ende der Saison folgten weitere Turniersiege in Shanghai und Basel. Die insgesamt sieben Turniererfolge brachten Federer am Ende des Jahres im ATP-Ranking zurück auf Rang 2.

Mit 36 Jahren wurde er im Jahr 2018 dann, durch den Viertelfinalsieg in Rotterdam über Robin Haase, die älteste Nummer eins der Welt. Am Ende konnte er das gesamte Turnier für sich entscheiden. Zuvor gewann Federer zum sechsten Mal die US Open und damit seinen insgesamt 20. Major-Titel. Damit ist der Schweizer nach wie vor der Spitzenreiter, wenn es um Grand Slam-Siege geht. In Basel erreichte er außerdem im Oktober zum 14. mal das Finale – das hatte in dieser Anzahl ebenfalls noch kein Spieler in der Open Era bei einem Event geschafft.

Die goldene Eins zeigt es an: Federer wird in Rotterdam mit 36 Jahren der älteste Spieler, der es jemals an die Spitze der Weltrangliste geschafft hat.

Im Februar 2019 gelang dann der nächste der zahlreichen Meilensteine für Roger Federer: In Dubai gewann er den 100. ATP-Titel. Nur Jimmy Connors (109 Titel) liegt noch vor dem Schweizer in der Bestenliste. In Halle und Basel gewann er noch im gleichen Jahr den jeweils zehnten Titel und damit insgesamt die Titel 102 und 103, nachdem er bereits im März im Finale von Miami siegreich war.

Der Schweizer feiert in Dubai seinen 100. Turniersieg. Nur noch 9 Siege fehlen damit noch zum Rekord von Jimmy Connors.

Das neue Jahrzehnt startete zunächst ebenfalls zufriedenstellend für Federer. In Melbourne erreichte er das Halbfinale und verlor dann dort gegen den späteren Titelträger Novak Djokovic. Es sollte allerdings für eine längere Zeit das erste und einzige Turnier für den Schweizer bleiben. Mitte Februar verkündete er die negative Botschaft: Er musste sich erneut am Knie operieren lassen. Nachdem es 2016 das linke war, bescherte nun das rechte Knie Probleme. In Folge der Operation muss Federer nun eine mehrmonatige Turnierpause einlegen. Durch die starken Ergebnisse in der Vorsaison verliert der 38-Jährige viele Punkte und wird seine aktuelle Weltranglistenposition (Platz 3) nicht halten können. Er plant zur Rasensaison wieder auf die Tour zurückzukehren (Stand: 20.02.20).

Grand-Slam-Bilanz – Titel: 20
2004, 2006, 2007, 2010, 2017, 2018Australian OpenSieg
2009French OpenSieg
2003-2007, 2009, 2012, 2017WimbledonSieg
2004-2008US OpenSieg

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