2020 Australian Open Qualifying

MELBOURNE, AUSTRALIA - JANUARY 14: A general view of the city shrouded in smoke ahead of the 2020 Australian Open at Melbourne Park on January 14, 2020 in Melbourne, Australia. (Photo by Daniel Pockett/Getty Images)

Australian Open: Eigene Messstationen sollen Sicherheit bringen

Melbourne (SID/red) – Die Organisatoren der Australian Open wollen mit eigenen Messstationen auf der Anlage im Melbourne Park die mögliche Luftverschmutzung durch die Auswirkungen der Buschbrände kontrollieren. Sollte sich die Feinstaubbelastung dem Wert von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter (in Bezug auf Partikel mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometer oder kleiner – PM2,5 µg/m³) nähern oder diesen überschreiten, würden die Matches umgehend unterbrochen werden, versicherte Turnierdirektor Craig Tiley, zugleich Chef des australischen Tennisverbandes.

Australian Open-Chef: „Gesundheit hat Priorität“

„Die Sicherheit, das Wohlbefinden und die Gesundheit“ von Spielern, Besuchern sowie Mitarbeitern genieße „Priorität“, versicherte Tiley vor dem Beginn des Turniers (20. Januar bis 2. Februar). Er wies darauf hin, dass die Luft im Melbourne Park anders sein könne als an den anderen Messstellen in der Stadt. Die Werte würden alle vier Minuten gemessen, die Turnierleitung werde entsprechend handeln, betonte Tiley.

Ein Wert von 0 bis 26 PM2,5 µg/m³ für die Feinstaubbelastung der Luft stufen die Veranstalter der Australian Open als „gute Spielbedingungen“ ein. Liegt der Wert zwischen 27 und 62 PM2,5 µg/m³, herrschen noch „moderate“ Verhältnisse. Bei Werten zwischen 63 und 97 PM2,5 µg/m³ sprechen die Organisatoren davon, dass dies schon Auswirkungen auf sensible Lungen haben könnte.

Sollten die Meßwerte weiter ansteigen und sich zwischen 98 und 200 PM2,5 µg/m³ einpendeln, können Matches unterbrochen werden. In dem Fall entscheiden dann Ärtze und Turnieroffizielle darüber, ob laufende Partien tatsächlich gestoppt werden sollen. Erst ab einer Belastung von mehr als 200 PM2,5 µg/m³, die im Allgemeinen als „ungesund“ eingestuft wird, werden laufende Begegnungen auf jeden Falls unterbrochen. Ab 300 PM2,5 µg/m³ gilt die Belastung als „gesundheitsgefährdend.“ Im Verlauf der Woche wurden gleich an mehreren Stellen in Melbourne Werte von mehr als 300 PM2,5 µg/m³ erreicht. Die Luft in der Stadt war zeitweise die schlechteste weltweit.

Am Wochenende drohen schlechte Luftwerte

Am Wochenende drohen erneut Werte der höchsten Warnstufe. Von Samstagmorgen bis voraussichtlich Montagmittag sollen sie zum Teil durchgängig zwischen 300 und 500 liegen. Das Turnier beginnt am Montag um 11.00 Uhr. Tiley betonte, im Falle von Unterbrechungen würde über den drei großen Arenen der Anlage das Dach geschlossen und weitergespielt werden.

Im Verlauf der Woche war in Melbourne die Qualifikation durch die Luftverschmutzung beeinträchtigt gewesen. So hatte etwa die Slowenin Dalila Jakupovic am Dienstag ihr Match gegen die Schweizerin Stephanie Vögele nach einer Hustenattacke aufgeben müssen. Am Dienstag und Mittwoch kam es zunächst zu Verschiebungen, ehe die Qualifikation am Mittwochnachmittag wegen eines Gewitters mit Starkregen abgebrochen werden musste.