CTS Ladies Open: Nachwuchs im Ländle

Turnier in Hechingen Bild: Hechingen

Kleines Juwel: Die CTS Ladies Open in Hechingen gelten als ein Sprungbrett für die Karriere von morgen.

Vom 27. Juli bis zum 2. August finden im baden-württembergischen Hechingen die CTS Ladies Open statt. Turnierdirektor Andreas Fechter über ein Event, bei dem schon Barbora Krejcikova, Andrea Petkovic und Kirsten Flipkens aufschlugen.

Andreas FechterBild: privat

Andreas Fechter, Turnierchef CTS Ladies Open.

Herr Fechter, seit 25 Jahren gibt es das Damenturnier in Hechingen, das bei Insidern als Sprungbrett für eine spätere Karriere im Profitennis gilt. Wie laufen in diesem Jahr die Vorbereitungen?
Sehr gut. Der Aufbau der Anlage hat bereits am Montag vor Turnierbeginn begonnen. Das gute Wetter spielt uns dabei natürlich in die Karten, sodass die Arbeiten sehr gut vorankommen. Ein Großteil des Aufbaus wird nach wie vor von unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern übernommen. Das ist großartig, bringt aber auch einen gewissen Koordinationsaufwand mit sich. Insgesamt liegen wir aktuell sehr gut im Zeitplan.

Welche Spielerinnen werden in Hechingen an den Start gehen?

Wir freuen uns auf ein hochklassig besetztes Teilnehmerfeld. Barbara Rittner wird mit ihrem Schützling, der 15-jährigen Ida Wobker, am Start sein. Ida zählt zu den größten deutschen Nachwuchshoffnungen. Bereits mit 14 spielte sie auf der ITF Tour und gewann dort auch schon ihr erstes Turnier. In der U18-Weltrangliste gehört sie aktuell zu den Top 25 der Welt.

Können Sie weitere Namen nennen?
An Position drei der Setzliste steht Fiona Ferro. Die Französin war bereits unter den Top 40 der Weltrangliste. Nach einer längeren Pause arbeitet sie sich derzeit wieder nach oben und konnte in diesem Jahr bereits ein WTA-125-Turnier in Portugal gewinnen. Ebenfalls im Feld ist Lucie Havlíčková. Die Tschechin war mit 17 Jahren die Nummer eins der Juniorinnen-Weltrangliste und gewann zwei Junior-Grand-Slam-Titel. Nach einer mentalen Auszeit in den Jahren 2024 und 2025 greift sie nun auf der ITF World Tennis Tour wieder an.

Aufsteigerin Nikola Bartunkova

Welche deutschen Spielerinnen außer Wobker werden dabei sein?
Die Zuschauer dürfen sich unter anderem auf Tessa Brockmann, Eva Bennemann, Natasja Schunk und Josy Daems freuen. Alle vier sind dem Hechinger Publikum bereits bestens bekannt und haben hier in den vergangenen Jahren starke Leistungen gezeigt.

Bild: Imago

Siegerehrung 2025: Finalistinnen und Veranstalter.

Stichwort Sprungbrett in die Weltspitze: Welche „Aufsteiger-Story“, die in Hechingen begann, hat Sie besonders beeindruckt?
Ein hervorragendes Beispiel ist sicherlich Nikola Bartůňková, die Siegerin des vergangenen Jahres. Vor zwölf Monaten stand sie noch auf Platz 320 der Weltrangliste und kämpfte sich in Hechingen über die Qualifikation bis zum Turniersieg. Heute steht sie bereits auf Rang 44 der Weltrangliste und hat bei Grand Slam-Turnieren mit starken Ergebnissen im Hauptfeld auf sich aufmerksam gemacht. Das zeigt eindrucksvoll, wie hoch das sportliche Niveau bereits bei ITF-Turnieren unserer Kategorie ist. Aber auch in der Vergangenheit haben viele Spielerinnen in Hechingen wichtige Schritte in Richtung Weltspitze gemacht. Dazu gehören unter anderem Tatjana Maria, Julia Görges und Andrea Petkovic.

Welchen Stellenwert hat Hechingen für das deutsche Tennis?
Ich halte es für enorm wichtig, dass Deutschland über Turniere dieser ITF-Kategorie verfügt. Die CTS Ladies Open bieten talentierten Spielerinnen die Möglichkeit, sich auf heimischem Boden gegen internationale Konkurrenz zu beweisen und wichtige Weltranglistenpunkte zu sammeln. Gleichzeitig sorgt die außergewöhnlich hohe Zuschauerresonanz für eine besondere Atmosphäre und eine großartige Unterstützung der Spielerinnen.

Wie haben Sie und der Club das Turnier in den vergangenen Jahren weiterentwickelt?
Das ist in erster Linie eine echte Teamleistung. Im Club dreht sich das ganze Jahr vieles um das Turnier. Es entstehen kontinuierlich neue Ideen, und immer wieder bringen sich neue Mitglieder mit großem Engagement ein. Unser Ziel ist es, die CTS Ladies Open Jahr für Jahr weiterzuentwickeln, Bewährtes zu verbessern und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. Genau davon lebt die Veranstaltung. Mit Thomas Bürkle steht uns seit der ersten Stunde ein äußerst erfahrener sportlicher Leiter zur Seite. Oliver Unger, der erste Vorsitzende des Vereins, schafft die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen dafür, dass sich das Turnier kontinuierlich weiterentwickeln kann. Gemeinsam verfolgen wir die Vision unseres Turniergründers Gerhard Frommer, Spitzentennis mit einem Familienfest zu verbinden und dieses Konzept konsequent auszubauen.

Wäre ein Turnier dieser Größenordnung ohne Ehrenamt denkbar?
Für mich ganz klar: nein. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verleihen dem Turnier seinen besonderen Charakter. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass sich Spielerinnen und Besucher gleichermaßen wohlfühlen. Ich bin überzeugt, dass dieses außergewöhnliche Engagement auch ein wesentlicher Grund dafür ist, warum Jahr für Jahr so viele Zuschauer nach Hechingen kommen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, das Ehrenamt zu stärken und wertzuschätzen.

Welche Side Events sind in diesem Jahr geplant?
Auch in diesem Jahr bieten wir täglich ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ein besonderes Highlight ist der Empfang durch Prinzessin Sophie von Preußen auf der Burg Hohenzollern. Von Mittwoch bis Samstag erwartet die Besucher zudem ein musikalisches Abendprogramm. Am Samstag präsentiert Chris Bennet Bröker zwischen den Halbfinalspielen eine spektakuläre Football-Freestyle-Show. Ein weiterer Höhepunkt ist der Kids Day am Donnerstag. Dabei haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, gemeinsam mit den Profispielerinnen auf dem Platz zu trainieren und den Spitzensport hautnah zu erleben.

Mehr Infos und Tickets unter: tchechingen.de/cts-ladies-open-hechingen/