Shuai Peng

Ex-Nummer-1 Shuai Peng wegen Manipulation gesperrt

Shuai Peng, ehemalige Nummer eins im Doppel, soll vor dem Wimbledonturnier 2017 versucht haben, durch das Anbieten einer Geldsumme eine neue Doppelpartnerin zu finden.



Die Chinesin Shuai Peng ist von der Tennis Integrity Unit (TIU) wegen Verletzung des Antkorruptions-Kodex für sechs Monate gesperrt worden und muss zudem eine Geldstarfe von 10.000 US-Dollar zahlen. Die Hälfte beider Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Was ist genau passiert?

Peng wird vorgeworfen, dass sie beim Wimbledonturnier 2017 nach Meldeschluss ihrer Doppelpartnerin eine Geldsumme geboten habe, damit diese auf ihren Einsatz verzichtet. Die Chinesin wollte lieber mit einer anderen Parnerin an den Start gehen. Auch wenn die TIU keine Namen nennt: Es soll sich bei der besagten Doppelpartnerin um Alison van Uytvanck (Belgien) handeln. Peng wollte stattdessen lieber mit Sania Mirza (Indien) im Doppel antreten. Zur Doppelpaarung Peng/van Uytvanck kam es vor einem Jahr in Wimbledon dann tatsächlich nicht.

Peng denkt über Einspruch nach

Die 32-Jährige wies die Schuldzuweisungen zurück. „Während der 20 Jahre meiner Profikarriere habe ich nie irgendetwas unternommen, damit meine Partnerin aus einer Meldung fürs Doppel zurückzieht. Es war komplett ihre Entscheidung, aus dem Doppel zurückzuziehen. Wir haben ihr nie Geld gegeben, damit sie wegen einer ausgedachten Verletzung herauszieht“, schrieb Peng auf Weibo, dem chinesischen Pendant zu Twitter.

Neben Peng wurde ihr damaliger Trainer, der Franzose Betrand Perret, wegen „Mittäterschaft“ für drei Monate gesperrt. Da drei Monate der Strafe für die Chinesin auf Bewährung ausgesetzt sind, wäre sie am 9. November 2018 wieder spielberechtigt. „Ich werde nicht aufhören. Ich werde das diskutieren und mit einem Anwalt darüber reden, ob ich Einspruch erhebe oder nicht“, ließ die derzeitige Numme 80 im Einzel und Nummer 20 im Doppel wissen.

Peng war im Jahr 2011 die Nummer 14 im Einzel und ist eine Exotin im Tennis, da sie die Vorhand mit beiden Händen spielt. Im Doppel war sie sogar 20 Wochen lang die Nummer eins der Welt und triumphierte 2013 in Wimbledon und 2014 bei den French Open.

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